so lief das Leben weiter

04.09.2026 27 min

Zusammenfassung & Show Notes

In ihrer Kindheit erinnert sie vor allem vielFliegeralarm. Die Schulzeit war kriegsbedingt auf sieben Jahre verkürzt.
Ihr Vater starb vor ihrer Einschulung; einige Jahre später heiratete die Mutter wieder, über den Stiefvater kann meine Gesprächspartnerin nichts Schlechtes berichten. Sie hatte keine Geschwister.
Sie wurde Verkäuferin, lernte bei Kuhlmann in der Rebenranke, einem Molkereibetrieb, danach fing sie bei der Konsumgenossenschaft an. War dort 42 Jahre tätig, erst in Werden, dann in Kettwig, wo sie die Kasse übernahm 
und ihre lebenslange Freundin kennenlernte. Danach leitete sie Filialen in Fischlaken, Werden und in Heidhausen, wo sie 25 Jahre lang tätig war. 
Sie hat lange mit ihrer Mutter und nach deren Tod 1972 mit ihrer besten Freundin zusammengewohnt.
Sie berichtet von gemeinsamen Urlauben am Gardasee, im Harz und in Tschechien.
Die Freundin lebte von 2005 bis 2011 in dem Heim, in dem sie jetzt selbst eingezogen ist.
Trotzdem hat sie den Umzug noch nicht verarbeitet, sie denkt mit viel Wehmut an ihre Werdener 4-Zimmer Wohnung.
Hobbys, vor allem flotte Musik, Radio, vor allem WDR 4 hören, mal lesen, Fernsehen, gerne Sendungen in denen es um das Kochen geht. Sie selber könne aber nicht kochen, gesteht sie.


Konsumgenossenschaft:
 
Die Landwirtschaft im Meckenstock endete um 1965 erfährt man auf:
 
 
Der Stiefvater kam zum Lebensende nach Bedburg:
 
 
 
Rückmeldungen sind möglich unter:
 
 
 
bei Facebook unter: ruhrtal 
und bei Instagramm unter: ruhr_tal

Transkript

Stephanie
00:00:10
Ruhrtal, biografische Geschichten aus dem Pflegeheim. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Ruhrtal. Hier könnt ihr Bewohnern und Bewohnerinnen von Pflegeheimen zuhören, die aus ihrem Leben erzählen. Neue Folgen gibt es jeweils am ersten Freitag des Monats.
hans
00:00:36
Hallo auch von mir. Mein Name ist Hans und ich bin Altenpfleger. Im Vorgespräch war die Gastin dieser Episode schon nach zwei Sätzen fertig. "So, das war's. Was soll ich da mehr erzählen? " Ein klein bisschen länger wurde diese kurze Episode dann aber doch.
Hans
00:00:56
Heute begrüße ich als Gast Frau Ingrid Kowald. Ingrid, wie sind Sie denn heute so in den Tag hineingekommen?
Frau Kowald
00:01:03
Ja, ich habe schlecht geschlafen. Und zwar wurde das Medikament, das, was ich genommen hab, da bekam ich jetzt eine stärkere Sache. Aber die hat mir nicht geholfen.
Hans
00:01:19
Ich weiß jetzt beruflich bedingt, worum es geht. Es ist ja eigentlich das gleiche Medikament, nur eine andere Darreichungsform, ne? Vielleicht muss der Körper sich da ein bisschen gewöhnen, ne? Aber trotzdem, wenn man was... mit was gute Erfahrungen gemacht hat, dann tauscht man das ungern aus, oder ändert das ungern, ne?
Frau Kowald
00:01:41
Ja, ich glaube, die Frau Dr. hat das geändert.
Hans
00:01:44
Ja. Das waren so ein bisschen Kostengründe. Hier eine halbe davon oder zwei ganze von der anderen,
Frau Kowald
00:01:50
Ja,
Hans
00:01:50
Ähm,
Frau Kowald
00:01:51
genau
Hans
00:01:52
milligrammmäßig, oder von der Dosis ist das fast das Gleiche, ne? Aber trotzdem, man ist ja auch mit dem Gefühl dabei, ne? Also das wirkt, weil man, was immer gewirkt hat, Und wenn da was was anderes ist, muss man da erst wieder Vertrauen...
Frau Kowald
00:02:06
Hoffentlich verändert sich die Sache.
Hans
00:02:08
Ja, wenn nicht, kann man auch immer wieder zurückgehen. Man kann der Frau Dr. immer sagen, so geht's nicht, ne? wir müssen wieder zu der anderen Lösung zurückkommen, ne? Wenn's nicht geht, ne? Ja? Okay, das nur nebenbei, oder vorweg. Also nicht gut geschlafen. Wie, was heißt das dann so für morgens? Sind Sie dann so ein bisschen unzufrieden, schlecht gelaunt, oder kommt das zu oft vor?
Frau Kowald
00:02:32
Nein.
Hans
00:02:33
Nein. Sie kommen dann ganz normal aus dem Bett und...
Frau Kowald
00:02:36
Ja, natürlich. Heute Morgen bin ich geduscht worden
Hans
00:02:40
Und, das war okay?
Frau Kowald
00:02:42
Ja natürlich
Hans
00:02:42
Nach einer doofen Nacht wahrscheinlich auch gar nicht so schlecht, ne? Ein bisschen Wasser über
Frau Kowald
00:02:47
Ja nun.
Hans
00:02:48
den Kopf
Frau Kowald
00:02:48
Ist geschehen.
Hans
00:02:51
Ja. Morgens brauchen Sie da unbedingt jetzt einen Kaffee, manche freuen sich auf den Kaffee morgens, oder...
Frau Kowald
00:02:58
Nein.
Hans
00:03:00
Irgendwie geht's los und, und
Frau Kowald
00:03:02
Genau.
Hans
00:03:02
dann weiter.
Frau Kowald
00:03:04
Wenn der Waschvorgang vorbei ist, dann gehe ich frühstücken.
Hans
00:03:08
Aha, Ich habe gehört, dass es eine Zeit lang bei Ihnen mit dem Gehen im Krankenhaus gar nicht gut ging. Jetzt sind Sie ja wieder gut mit dem Rollator unterwegs.
Frau Kowald
00:03:17
Ja, ich war ja 14 Tage da in...Velbert im Krankenhaus. Und in den 14 Tagen sind die dann zweimal mit mir den Flur hin und her gegangen. Also, ich bin wirklich ganz von den Beinen, weil ich keine Kraft mehr habe.
Hans
00:03:36
Ja. Ja, aber hier laufen Sie ja...
Frau Kowald
00:03:37
Und Die dieses ewige Zittern im Körper.
Hans
00:03:39
Ja.
Frau Kowald
00:03:40
Ich bin nicht in der Lage, die Bluse von oben bis unten, das geht immer nur so. Das dauert eine Ewigkeit. Kann ich nicht verstehen, dass ich so geworden bin.
Hans
00:03:51
Ja. Ja, das...
Frau Kowald
00:03:54
Keine Kraft mehr.
Hans
00:03:56
Ja, es gibt Entwicklungen im Alter, da kommt dann so viel zusammen, dass
Frau Kowald
00:04:00
Ja,
Hans
00:04:00
man...
Frau Kowald
00:04:01
auf einmal.
Hans
00:04:02
Ne? Und die Erklärungen, die die Ärzte haben und das Krankenhaus sind meistens so schlagkräftig nicht, ne?
Frau Kowald
00:04:08
Mhm.
Hans
00:04:10
Aber... Wir wollen ja heute ein bisschen über Ihr Leben sprechen.
Frau Kowald
00:04:14
Mhm.
Hans
00:04:16
Ich muss zugeben, ich habe jetzt nichts nachschauen können. Ihr Geburtsdatum, wann sind Sie geboren?
Frau Kowald
00:04:20
1.8.35.
Hans
00:04:21
1.8.35, das heißt, Sie hatten gerade Geburtstag.
Frau Kowald
00:04:25
Ja.
Hans
00:04:26
Aha.
Frau Kowald
00:04:26
Vor 4 Wochen
Hans
00:04:27
Hhm hm. Viele Angehörige haben Sie nicht, also eine Patentochter ist es,
Frau Kowald
00:04:32
Ja,
Hans
00:04:32
glaube ich
Frau Kowald
00:04:33
die Sarah, Frau Nath.
Hans
00:04:35
Und das ist so Ihr...
Frau Kowald
00:04:36
Das ist meine
Hans
00:04:36
Nächster
Frau Kowald
00:04:36
Patentochter.
Hans
00:04:37
Kontakt. Ne?
Frau Kowald
00:04:38
Das ist der nächste Kontakt.
Hans
00:04:40
Ja.
Frau Kowald
00:04:41
Sonst habe ich keinen Menschen mehr, alle tot.
Hans
00:04:43
Ach Mann, ja. Auch das ist manchmal im Alter so ne Sache, die man gerade in meinem Beruf oft miterlebt. Dass manche Menschen im Grunde allein zurückbleiben und...
Frau Kowald
00:04:54
So ist es bei mir. Aber die Frau Nath, die versorgt mich schon.
Hans
00:04:58
Ja. Aber momentan ist die in Urlaub, habe ich richtig in Erinnerung!?
Frau Kowald
00:05:02
Ja, die ist aber jetzt zurückgekommen.
Hans
00:05:03
Ach so, gut. Ja. 1.8.1935. Das heißt, das war, ähm, 35 war schon relativ kurz, vier Jahre vorm Krieg.
Frau Kowald
00:05:16
Mhm.
Hans
00:05:17
Hatten Sie denn erst noch eine angenehme, schöne Kindheit oder war das sofort so ein bisschen bedrängt?
Frau Kowald
00:05:25
Ja, natürlich. War ja Krieg.
Hans
00:05:28
Ja.
Frau Kowald
00:05:30
Es ging ja nur immer, als ich auch klein war, voller Alarm, halber Alarm, wir waren ja mehr auf der Straße als zu Hause.
Hans
00:05:40
Das war hier in Essen? ...? Das war hier in Essen?
Frau Kowald
00:05:42
In Werden.
Hans
00:05:43
In Werden, ah ja.
Frau Kowald
00:05:44
Mhm.
Hans
00:05:45
Ja?
Frau Kowald
00:05:46
Wir waren viel unterwegs
Hans
00:05:48
Und
Frau Kowald
00:05:48
Und wenn wir ankamen, dann war gerade Schluss, dann gingen wir wieder nach Hause. Dann waren wir fünf Stunden zu Hause, dann war wieder Alarm
Hans
00:05:56
In
Frau Kowald
00:05:56
Dann mussten wir wieder los.
Hans
00:05:57
In Werden, wo war da der Bunker, wo Sie hin mussten dann?
Frau Kowald
00:06:01
Ach, ganz oben an den Krankenhäusern.
Hans
00:06:03
An den Krankenhäusern, ja.
Frau Kowald
00:06:04
Vom Schuirweg
Hans
00:06:05
Vom Schuirweg zu den Krankenhäusern, hm. Das ist, hört sich
Frau Kowald
00:06:10
Das
Hans
00:06:10
so an...
Frau Kowald
00:06:11
ist so meine Erinnerung.
Hans
00:06:12
Ja? Erinnern Sie denn auch, da auch Bomben gefallen sind, dass auch Zerstörung da war?
Frau Kowald
00:06:18
Ja, bei uns in Schuir nicht
Hans
00:06:21
Ja, weil manchmal hört man dann eben in Gegenden, wo man eigentlich denkt, ach, das sind doch nur ein paar Bauernhöfe.
Frau Kowald
00:06:27
Hhm hm.
Hans
00:06:27
Aber dann sind da doch Bomben abgeworfen worden, ob jetzt die Reste, oder... Ja,
Frau Kowald
00:06:31
Ja, wir haben Glück gehabt in Schuir.
Hans
00:06:33
Ja. Ja. Aber trotzdem hört sich das nicht nach einer unbeschwerten Kindheit an.
Frau Kowald
00:06:40
Nein. ist doch logisch, wenn man immer hin und her rennen müssen. Aber das ist meine Erinnerung.
Hans
00:06:47
Hatten Sie irgendjemanden, an den Sie sich dann besonders gehalten haben? Eine ältere Schwester oder
Frau Kowald
00:06:52
Nein.
Hans
00:06:53
Ihre Mutter?
Frau Kowald
00:06:54
Kinderlos.
Hans
00:06:55
Ja. Ja, Sie schon, aber hatten Sie auch keine Geschwister?
Frau Kowald
00:06:58
Nein.
Hans
00:06:58
. Nein. Und Ihre Eltern, was haben die gemacht?
Frau Kowald
00:07:04
Als ich vor der Einschulung war, ist leider meine Mutter, hat sie ihren Mann verloren. Vor meiner Einschulung.
Hans
00:07:12
Und der war, ist dann, war das dann im Krieg? Ja, ne?
Frau Kowald
00:07:16
Ja, das weiß ich nicht. Ich weiß nur, der ist in Werden im Krankenhaus gestorben.
Hans
00:07:21
35 geboren.
Frau Kowald
00:07:23
Mhm.
Hans
00:07:24
Und die Einschulung war dann 41.
Frau Kowald
00:07:26
Ja, so in der...
Hans
00:07:27
Oder so ungefähr, ne? Tja, also sind Sie ohne Vater aufgewachsen?
Frau Kowald
00:07:33
Ja.
Hans
00:07:34
Ihre Mutter hat auch keine neue...
Frau Kowald
00:07:36
Doch.
Hans
00:07:37
Partnerschaft.
Frau Kowald
00:07:38
Nach längerer Zeit
Hans
00:07:39
Ja.
Frau Kowald
00:07:39
hat sie sich dann doch noch mal vermählt.
Hans
00:07:41
Ja. Aber da waren Sie dann schon so alt, dass das nicht mehr so wichtig war?
Frau Kowald
00:07:46
Nee, an und für sich nicht.
Hans
00:07:48
Nee. Und der Stiefvater war, ähm...
Frau Kowald
00:07:51
Gut.
Hans
00:07:52
War gut. War gut. Ja. Aber Sie sind weiter in Werden geblieben, trotz aller...
Frau Kowald
00:07:57
Immer in Werden.
Hans
00:07:58
Immer in Werden. Die Mutter war dann Hausfrau, oder hat die Mutter auch irgendwie arbeiten müssen?
Frau Kowald
00:08:05
Ja,
Hans
00:08:05
Möglicherweise.
Frau Kowald
00:08:05
im Krieg.
Hans
00:08:05
Oder, ja.
Frau Kowald
00:08:07
Beim Bauern auf dem Feld.
Hans
00:08:08
Aha. Ja.
Frau Kowald
00:08:11
Wir hatten ja zwei Jahre überhaupt keine Schule . Und meine Mutter ging immer auf dem Feld harken. Bei Meckenstock.
Hans
00:08:20
Und Sie mussten im Grunde...
Frau Kowald
00:08:22
Ja, wir hatten Freizeit, das ist direkt an der Ruhr. Wir waren den ganzen Tag da an der Ruhr. Ball gespielt Wie
Hans
00:08:31
Und...
Frau Kowald
00:08:31
es nun mal war, ne?
Hans
00:08:32
Freundinnen und Freunde gab's genügend in der Gegend.
Frau Kowald
00:08:36
Ja. Wir
Hans
00:08:37
Ja.
Frau Kowald
00:08:37
waren ja alle, dass wir keine Schule hatten. Die Lehrer wurden ja alle eingezogen.
Hans
00:08:44
Keine Schule hört sich erstmal ganz toll an, aber war wahrscheinlich...
Frau Kowald
00:08:48
Wir waren, das war gar nicht toll, denn aus dem 7. Schuljahr
Hans
00:08:52
Ja.
Frau Kowald
00:08:53
wurde ich dann entlassen.
Hans
00:08:55
Das heißt, die Schulzeit war auch einfach verkürzt, und, ähm...
Frau Kowald
00:08:58
Ja, ja. Das ist so meine Erinnerung
Hans
00:09:03
Dann haben Sie wahrscheinlich, oder vielleicht auch gerade doch, keine so guten Erinnerungen an irgendwelche Lehrer, irgendwelche Schulerlebnisse, sondern das war mehr so, man musste da irgendwie durch und
Frau Kowald
00:09:16
Ja, ich
Hans
00:09:17
irgendwie...
Frau Kowald
00:09:17
war ja noch gar nicht so lange in der Schule. Als es losging mit dem Krieg Ja, so verlief das Leben.
Hans
00:09:26
Ja, ich mein, es sind ja noch ein paar Jahre dazwischen gewesen, ne. Aber der, der Start, so ein Start ist schon mal eine Belastung, denke ich, ne.
Frau Kowald
00:09:34
Mhm.
Hans
00:09:35
Dass man, naja, es eben deutlich schwieriger hat, als jemand der eine geordnete Ausbildung hat und ein geordnetes Elternhaus, ne.
Frau Kowald
00:09:44
Ja.
Hans
00:09:47
Sie hatten gesagt, ein Stiefvater, aber Sie haben nicht noch Stiefgeschwister oder sowas, sondern Sie sind alleine gewesen,
Frau Kowald
00:09:53
Genau.
Hans
00:09:54
Ja. Ja. ähm, haben Sie das ein bisschen bedauert? Hätten Sie gerne Geschwister gehabt?
Frau Kowald
00:10:01
Ach ja, eine Schwester oder, ein Bruder wäre ja nicht schlecht gewesen. Aber es kam kein Kind.
Hans
00:10:10
Dann könnte ich mir vorstellen, oft wenn das so ein bisschen freudlos die Kindheit ist, dann hat man als junger irgendwie so einen Drang da,rauszukommen , heißt, man freut sich auf die Ausbildung, Beruf oder man sucht sich einen Mann oder irgendwie, um da eine andere Perspektive zu bekommen. War das so, dass sie dann relativ früh dachten, ich muss jetzt irgendwas lernen, ich muss irgendwas machen, dass ich ein bisschen was Eigenes habe?
Frau Kowald
00:10:38
Ja, ich bin ja 1950 in die Lehre gegangen.
Hans
00:10:42
Ja, 50, jetzt muss ich gerade mal rechnen, das war 50, 15, ne, 35,
Frau Kowald
00:10:48
Ja, 15,
Hans
00:10:50
ja.
Frau Kowald
00:10:50
Ich war 15.
Hans
00:10:51
Aha, ja, die Lehre als was, was haben die gelernt?
Frau Kowald
00:10:56
Ja, Verkäuferin.
Hans
00:10:58
Und das haben sie auch irgendwo in Werden gelernt?
Frau Kowald
00:11:01
In Fischlaken habe ich drei Jahre die Lehre gemacht.
Hans
00:11:05
Erinnern Sie noch, wie der Laden hieß, wo sie das gemacht
Frau Kowald
00:11:08
Kuhlmann.
Hans
00:11:08
Kuhlmann, ja.
Frau Kowald
00:11:10
In der Rebenranke.
Hans
00:11:12
Aha, ja. Kuhlmann in der Rebenranke. Meine, ich hätte ich auch schon mal im Rahmen des Podcasts gehört. Ja, So, und die Lehrzeit?
Frau Kowald
00:11:26
Ja, drei Jahre. So ein kleiner Molkereibetrieb. Nach drei Jahren ist ja logisch, da müsste ich mir was Neues suchen. Und da habe ich mich bei der Konsumgenossenschaft überworben und bin auch angenommen
Hans
00:11:43
Ja?
Frau Kowald
00:11:43
worden.
Hans
00:11:44
Das ist das, was man später als Coop kannte. Abgekürzt, oder?
Frau Kowald
00:11:50
Das hieß Konsumgenossenschaft und wurde dann plötzlich Coop.
Hans
00:11:55
Ah, ja. ich würde einmal gerne noch wissen, Kuhlmann, hat man da gut lernen können oder wurde man nur ausgenutzt?
Frau Kowald
00:12:03
Nein.
Hans
00:12:04
als billige Arbeitskraft?
Frau Kowald
00:12:05
Nein, ich durfte sofort mit hinter die Theke.
Hans
00:12:08
Ja? Aha. Und das lag Ihnen dann auch?
Frau Kowald
00:12:12
Ja. Mit der Familie habe ich mich gut verstanden. Das waren drei sehr schöne Jahre.
Hans
00:12:18
Ja? trotzdem gab es keine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung. Coop, Konsumgesellschaft hat das dann sofort im Anschluss geschafft. Das heißt, Sie hatten die Lehre fertig und es wurden Leute gesucht. Man konnte sagen, da gehe ich jetzt hin.
Frau Kowald
00:12:32
Ich wurde angenommen.
Hans
00:12:33
Ja.
Frau Kowald
00:12:34
Dann kam ich in Werden, in eine Filiale, als Verkäuferin.
Hans
00:12:39
Aha. War wahrscheinlich auch, da Sie ja aus Werden kamen, so Ihrem Wunsch, Ihrem Wunsch entsprechend.
Frau Kowald
00:12:47
Ja, auf jeden Fall
Hans
00:12:48
Aha. Wie lange hat das dann gedauert? Oder ich vermute mal Ihrer Lehre, haben Sie noch mit Ihrer Mutter zusammengelebt? Oder waren Sie schon?
Frau Kowald
00:12:57
Nein, immer zusammengelebt.
Hans
00:12:58
Immer zusammengelebt. Auch danach. Also, als Sie dann in Werden
Frau Kowald
00:13:03
Ja, natürlich.
Hans
00:13:03
angefangen haben. Ja? letztendlich Beruf haben Sie sich dann da voll reingeworfen?
Frau Kowald
00:13:09
Natürlich.
Hans
00:13:10
Ja.
Frau Kowald
00:13:10
Da wurde in Kettwig eine Filiale umgebaut und da kam ich von Werden nach Kettwig. Und musste da die Kasse machen. Und das ein paar Jahre.
Hans
00:13:18
Also. Man hat dann ja auch erkannt, dass Sie ein gewisses Organisationstalent haben.
Frau Kowald
00:13:26
Ja. Und dann hatte mir ja in Fischlaken, wurde mir dann der Laden angeboten, zu leiten. Und das ist auch passiert.
Hans
00:13:35
Also...
Frau Kowald
00:13:35
Da habe ich angefangen, in Fischlaken.
Hans
00:13:38
Es war noch im Rahmen der Konsumgesellschaft.
Frau Kowald
00:13:40
Ja, natürlich.
Hans
00:13:41
Aha.
Frau Kowald
00:13:42
Ja,
Hans
00:13:42
Und...
Frau Kowald
00:13:42
da war ich, 42 Jahre.
Hans
00:13:44
Und wo war der Laden? In Fischlaken?
Frau Kowald
00:13:47
Ich weiß nicht. Erst war ja Pabst, die Wirtschaft.
Hans
00:13:50
Ja.
Frau Kowald
00:13:50
Und da drüber war der Laden eröffnet
Hans
00:13:53
Aha.
Frau Kowald
00:13:53
worden.
Hans
00:13:54
Ja. Aha.
Frau Kowald
00:13:55
Nach einigen Jahren kam ich dann auf die andere Seite, Mintropstraße. Da habe ich den Laden ein paar Jahre gehabt
Hans
00:14:03
Ja. Aber
Frau Kowald
00:14:03
Bis
Hans
00:14:03
das
Frau Kowald
00:14:03
nachher
Hans
00:14:03
waren...
Frau Kowald
00:14:04
zum Schluss in Heidhausen.
Hans
00:14:07
In Heidhausen.
Frau Kowald
00:14:07
Da war ich 25 Jahre.
Hans
00:14:09
Aber das war immer, Sie waren immer die Leiterin, also die...
Frau Kowald
00:14:12
Ja, natürlich Voll und ganz geleitet, alle drei Läden.
Hans
00:14:17
Kann man wahrscheinlich noch ermitteln, wo die gesessen haben, weil das ist immer interessant für mich, ich hoffe auch für die Hörer, dass man sich so ein bisschen orientieren kann und weiß, aha, da war der Laden, ne? Und so ein bisschen hinein übersetzen kann. Ja, vielleicht auch Leute, die da mal eingekauft haben, die das hören und sagen, ah, die Frau Kowald.
Frau Kowald
00:14:38
Ja, genau,
Hans
00:14:39
Ich kann mir vorstellen, wenn man da so in den Geschäften tätig ist, dass man ganz schön gut so in der Kommunikation, im Umgang mit den Leuten, mit den Mitarbeitern natürlich auch sein muss.
Frau Kowald
00:14:52
Ich hab' mich sehr gut mit der Leiterin verstanden.
Hans
00:14:54
Ja, aha. Und, ähm, wahrscheinlich auch so, ähm, die Kunden kommen, man kennt im Grunde alle Leute, oder viele Leute alle. natürlich nicht, aber viele Leute, Aber es gibt ja nicht nur Beruf. Irgendwann hatten sie vielleicht auch mal, ähm...
Frau Kowald
00:15:13
Ja, mit der...Als ich eine längere Zeit an der Kasse war, hab' ich mich mit der Leiterin... wurden wir Freundinnen. Und unser ganzes Leben. Zum Schluss haben wir dann in Werden zusammen die Wohnung gemietet. Mit der Leiterin hab' ich sehr, sehr lange gelebt.
Hans
00:15:33
Ja.
Frau Kowald
00:15:33
Von 2005 bis 2011 war die auch hier
Hans
00:15:38
Aha.
Frau Kowald
00:15:38
Da hab ich sie immer oft gesucht. Deshalb war mir das hier nicht sehr fremd
Hans
00:15:42
Ich hab' gehört am Anfang, dass sie einen Mitarbeiter noch namentlich kannten und nach dem gefragt haben, den Ernst
Frau Kowald
00:15:51
Ja
Hans
00:15:51
dass sie den aus der Zeit noch kannten. Ja.
Frau Kowald
00:15:53
Und diese Frau Ruhrus, die war auch einige Zeit in meinem Laden, in Heidhausen Die hat ja gearbeitet wie ein Tier.
Hans
00:16:03
Ja.
Frau Kowald
00:16:05
Also arbeiten konnte die ja
Hans
00:16:07
Ja, also ich hab mit ihr auch schon mal so ein Gespräch geführt, dann gehört, was sie alles gemacht hat. Ne!? Ja?
Frau Kowald
00:16:13
Die war etliche Zeit bei mir im Laden
Hans
00:16:16
Ja?
Frau Kowald
00:16:16
Als ich sie jetzt wieder, sah war ich platt. Denn so haben wir uns nicht verlassen. Wie ich so heute hier wieder kennengelernt hab'.
Hans
00:16:26
Das... ist auch hier in so einer Einrichtung eben öfter, dass Leute sich wiederfinden, oder wieder treffen, manchmal nach Jahren, nach Jahrzehnten gar.
Frau Kowald
00:16:35
Ja, so lief das Leben weiter.
Hans
00:16:38
Ja
Frau Kowald
00:16:38
Und dann wurde ich auch schon, hab ich mich 2005 dann auch schon angemeldet
Hans
00:16:42
. Und
Frau Kowald
00:16:44
auch
Hans
00:16:44
jetzt sind Sie
Frau Kowald
00:16:45
schon
Hans
00:16:45
schon die ganze Zeit hier auf der Warteliste? oder wollten Sie damals auch schon einziehen?
Frau Kowald
00:16:49
Nein! Das war ja 2005!
Hans
00:16:52
Ja, eben. Das war ja noch ein bisschen,
Frau Kowald
00:16:55
Ja
Hans
00:16:55
bisschen Zeit dazwischen, ne? Na klar.
Frau Kowald
00:16:58
Genau. Ja. Und so ging ich durchs Leben. Mutter starb 1972. Mein Vater der ist ein bisschen durchgedreht zum Schluss. Der kam nach Bedburg . Da war ich dann ganz alleine.
Hans
00:17:12
Also?
Frau Kowald
00:17:12
Ja, weil dann meine Freundin ab 2005 hier im Heim war. Bis 2011, da ist sie dann hier gestorben.
Hans
00:17:21
Ja.
Frau Kowald
00:17:24
Dann brach natürlich alles zusammen, ne
Hans
00:17:26
Ja, wenn man sich so
Frau Kowald
00:17:27
Wir
Hans
00:17:27
lange kennt...
Frau Kowald
00:17:28
hatten in Werden die große vierräumige Wohnung zusammen belebt. Und dann ist auf einmal Schluss. Da stand ich da alleine
Hans
00:17:37
Die Wohnung...
Frau Kowald
00:17:38
Aber es ging ja, alles gut.
Hans
00:17:39
Aber die Wohnung konnten sie trotzdem halten oder sind
Frau Kowald
00:17:41
Ja,
Hans
00:17:41
sie umgezogen?
Frau Kowald
00:17:42
natürlich. Ja,
Hans
00:17:42
Ja.
Frau Kowald
00:17:43
natürlich.
Hans
00:17:44
Das Das Kennenlernen dieser Freundin in Kettwig... War das in Kettwig, wo sie an der Kasse waren, ne? Ja. Haben sie danach auch berufsmäßig öfter zusammen zu tun gehabt? Oder waren sie mehr befreundet?
Frau Kowald
00:17:58
Befreundet waren wir.
Hans
00:17:59
Ja.
Frau Kowald
00:17:59
Sehr befreundet
Hans
00:18:00
Und.
Frau Kowald
00:18:01
Das
Hans
00:18:01
was haben sie so zusammen...
Frau Kowald
00:18:02
Dass sie uns die Wohnung genommen haben
Hans
00:18:04
Aha. Und was haben sie so zusammen unternommen? Also sind sie verreist oder... Waren
Frau Kowald
00:18:09
nee
Hans
00:18:09
sie
Frau Kowald
00:18:09
wir mussten ja beide weiterarbeiten.
Hans
00:18:12
Ja das schon, aber man hat ja auch mal Urlaub.
Frau Kowald
00:18:14
Ja.
Hans
00:18:15
Oder hat das nicht so...
Frau Kowald
00:18:16
Wir haben zusammen immer Urlaub gemacht.
Hans
00:18:18
Ja.
Frau Kowald
00:18:18
Viel am Gardasee.
Hans
00:18:20
Mhm.
Frau Kowald
00:18:21
Jahrelang im Harz Mal ne Zeit in Tschechien. Ja, so ist mein Leben verlaufen. Und nun bin ich hier
Hans
00:18:29
Seit der Anmeldung... hat es ja noch eine ganze Zeit gedauert. Ne? Wenn Sie sagen 2005... Haben Sie sich schon mal... An die Anmeldung gedacht. Ne?
Frau Kowald
00:18:38
Genau.
Hans
00:18:40
Ein bisschen würde ich gerne noch wissen so über, ähm, Hobbys, man arbeitet ja nicht nur, sondern man hat ja auch, man liest, man hört, also Musik weiß ich schon mal.
Frau Kowald
00:18:48
Ja, gerne.
Hans
00:18:49
Dass Sie flotte Musik hören.
Frau Kowald
00:18:50
Ja, ja.
Hans
00:18:51
Ja?
Frau Kowald
00:18:51
Das ist mein Hobby.
Hans
00:18:53
Hm. Und sonst?
Frau Kowald
00:18:56
Ja, weniger mal lesen.
Hans
00:18:58
Ja. Fernsehen schauen?
Frau Kowald
00:19:01
Ich hab ja auch immer gearbeitet.
Hans
00:19:03
Ja, aber grade dann braucht man ja
Frau Kowald
00:19:05
Fernsehen
Hans
00:19:05
manchmal...
Frau Kowald
00:19:06
natürlich auch.
Hans
00:19:07
Ja. Gibt's irgendwelche Lieblingssendungen, dass Sie sagen, ich gucke gerne Kochsendungen oder...
Frau Kowald
00:19:11
Ja, die Kochsendungen hab ich immer auch geguckt.
Hans
00:19:14
Aha. Sie selber, können Sie auch gut kochen oder konnten...
Frau Kowald
00:19:17
Ich kann nicht kochen.
Hans
00:19:18
Können Sie gar nicht
Frau Kowald
00:19:18
Ich
Hans
00:19:18
kochen?
Frau Kowald
00:19:18
hab ja nur gearbeitet.
Hans
00:19:21
Ja aber dann hat Ihre Freundin gekocht oder sind Sie essen
Frau Kowald
00:19:24
Abends!
Hans
00:19:24
gegangen?
Frau Kowald
00:19:25
Sie hat ja in Kettwig Ihre Filiale gehabt. Und ich in Fischlaken.
Hans
00:19:29
Ja.
Frau Kowald
00:19:30
Dann haben wir abends zusammen so ein bisschen geprutschelt. Ja.
Hans
00:19:34
Ja.
Frau Kowald
00:19:35
Das war's
Hans
00:19:36
Ja, ja. Al ich hab schon erlebt, ähm, äh, schon gedacht, als, ähm, Sie gesagt haben, Sie haben drei Filialen von Coop geleitet und dann haben Sie gleichzeitig gesagt, ja, ich hab ja nichts erlebt, und ich hab mir gedacht , wir hatten auch schon Männer
Frau Kowald
00:19:52
Ja hier
Hans
00:19:53
hier,
Frau Kowald
00:19:53
in den Läden...
Hans
00:19:53
die
Frau Kowald
00:19:53
da erlebt man natürlich was...
Hans
00:19:56
Ja. Und das das war mein Gedanke, wenn, wenn ein Mann, wenn der nur stellvertretender Leiter der Wursttheke gewesen wäre, der würde sagen, hier, ich war, ich war was, ne. Und sie so, drei, Filialen geleitet. Ist vielleicht ein Problem oder eine Sache, naja, vielleicht interpretiere ich da auch zu viel rein, Männer, Frauen, so Männer, glaube ich, die sind sofort, wenn sie irgendwas haben, wer weiß nicht was und Frauen sagen immer, na, hab ich gemacht.
Frau Kowald
00:20:21
Also es hat es immer gut geklappt
Hans
00:20:23
Mhm.
Frau Kowald
00:20:23
Keine Schwierigkeiten gehabt, in allen Läden.
Hans
00:20:27
Ja. Dann bedauern Sie wahrscheinlich auch so ein bisschen oder haben Sie vielleicht auch festgestellt. Heutzutag gehen ja immer mehr Läden, gerade diese kleinen Fischlaken, Heidhausen, gehen ja im Grunde kaputt. Es gibt noch 'nen Edeka da unten in Werden.
Frau Kowald
00:20:41
Ja. Der macht auch zu.
Hans
00:20:42
Der Kleine macht zu. Nur noch dieses Riesending.
Frau Kowald
00:20:44
Ja der
Hans
00:20:44
Ne.
Frau Kowald
00:20:44
große.
Hans
00:20:45
Und dann so 'nen großen Lidl irgendwo und 'nen großen Rewe. Und ansonsten gibt's ja eigentlich fast nix
Frau Kowald
00:20:50
Bei
Hans
00:20:50
mehr.
Frau Kowald
00:20:50
uns gibt's kein Rewe, nur Edeka.
Hans
00:20:52
Ja.
Frau Kowald
00:20:53
Oder Aldi nach Kettwig rüber.
Hans
00:20:55
Genau. Und Rewe, Lidl sind hier hoch nach Heidhausen. Da sind's.
Frau Kowald
00:20:59
Ja. Lidl gibt's bei uns auch in Heidhausen.
Hans
00:21:01
Ja.
Frau Kowald
00:21:03
Und Rewe
Hans
00:21:03
Ja.
Frau Kowald
00:21:04
einen Aldi in Schuir.
Hans
00:21:06
Aber so diese ganzen kleinen Geschäfte, wo man mal schnell eben aus dem Haus raus und hingehen kann, nirgendwo mehr. Ja. Also gut, wir haben noch einen Bäcker da vor der Tür.
Frau Kowald
00:21:16
Die gibt's nicht mehr. Leben muss ja weiter gehen.
Hans
00:21:20
Irgendwie geht das weiter, ja. Und irgendwie kriegen die Leute auch ihre
Frau Kowald
00:21:23
Ja.
Hans
00:21:23
Nahrung
Frau Kowald
00:21:24
Ja.
Hans
00:21:24
und ihre Einkäufe erledigt, ne. Und sei es auf dem Internet oder wie auch immer, ne. jetzt, Sie haben ja nun lange, länger schon als viele andere Menschen so ein bisschen auch so das, das Heim als, ähm Wohnstätte im Blick gehabt.
Frau Kowald
00:21:40
Natürlich.
Hans
00:21:40
Ne!? Ist das jetzt trotzdem wahrscheinlich schwer die Umstellung von der großen Wohnung auf dieses kleine Zimmer?
Frau Kowald
00:21:47
Ja. Sehr schwer im Moment
Hans
00:21:50
Mhm
Frau Kowald
00:21:51
Ja, ich bin ja erleichtert, ich aber ich brauch keine Teppiche mehr saugen
Hans
00:21:57
Ja, Vier-Zimmer-Wohnung, da hat man schon einiges zu wursteln, ne.
Frau Kowald
00:21:59
Ja
Hans
00:21:59
Dass es am Laufen bleibt. Naja, einen schönen Ausblick hat man hier. Schöne große Fenster, die man nicht putzen muss. Ne.
Frau Kowald
00:22:09
Das ist sehr schön
Hans
00:22:09
Ja. Aber es ist alles irgendwie dann kein Ausgleich, Haben Sie denn... oder denken Sie denn: Ach komm, ich pack das irgendwie, ich hab alles gepackt und auch hier find ich mich rein und...
Frau Kowald
00:22:20
Ja
Hans
00:22:21
es wird
Frau Kowald
00:22:21
das wünsch
Hans
00:22:21
laufen.
Frau Kowald
00:22:21
ich mir. natürlich sehr. Aber im Moment ist es noch sehr frisch.
Hans
00:22:26
Ja.
Frau Kowald
00:22:29
Irgendwo muss man das Ende ja erleben.
Hans
00:22:32
Das stimmt. Ja. Aber da sie ja nun recht fit sind und auch nach der Krise im Krankenhaus recht flott wieder auf die Beine gekommen sind. für die Hörer nochmal, die sehen das ja nicht und wissen es nicht, dass sie jeden Tag hier vier, fünf Mal über die Station laufen. In flottester Weise.
Frau Kowald
00:22:52
Die Beine am Laufen halten.
Hans
00:22:53
Ja, ja, und dafür auch keinen Krankengymnasten brauchen. Ich mein, der kommt demnächst auch noch, aber, oder Krankengymnastin,
Frau Kowald
00:22:59
Nee,
Hans
00:23:00
aber...
Frau Kowald
00:23:00
eigentlich nicht.
Hans
00:23:01
Aber sie sind schon flott zugange.
Frau Kowald
00:23:03
Ich hab keine Schmerzen.
Hans
00:23:04
Ja, Es wurde so ein bisschen berichtet im Krankenhausbericht, dass sie mal im Gesicht Schmerzen mit dem Trigenimusnerv gehabt hätten. Nein, das war nix. Das war irgendwie umso besser. Gut.
Frau Kowald
00:23:20
Ich hab wohl mal eine schwere Gürtelrose gehabt.
Hans
00:23:23
Ja, ja. Die kann im Gesicht auch sein und auch sehr, sehr
Frau Kowald
00:23:27
Aber
Hans
00:23:27
wehtun,
Frau Kowald
00:23:28
wie!
Hans
00:23:29
Ne!?
Frau Kowald
00:23:29
Bis zum Hals hin.
Hans
00:23:31
keine
Frau Kowald
00:23:31
Da bin ich auch zu Hause zusammengebrochen. Und die Frau Nath hat mich dann in Essen ins Klinikum gebracht. Ja. Da war ich dann 14 Tage auf der Intensivstation. Und dann konnte ich natürlich auch nicht mehr laufen. Dann, äh, musste ich rüber nach Gelsenkirchen, ja, und da war dann Sport. Da kam ich langsam wieder auf die Beine.
Hans
00:23:59
Das ist wahrscheinlich auch eine Erfahrung, die einem dann gewisse Kraft gibt, wenn man eben
Frau Kowald
00:24:04
Ooch...
Hans
00:24:05
So wie
Frau Kowald
00:24:05
auch hier ist immer steif von Innen.
Hans
00:24:07
Ja, ja, ja.
Frau Kowald
00:24:09
Ist geblieben.
Hans
00:24:10
Mhm. Ja, Ich sehe hier noch einen süßen kleinen Löwen.
Frau Kowald
00:24:14
Ja, ich bin Löwe.
Hans
00:24:16
Ah, ja, vom Sternzeichen kommt der, hm?
Frau Kowald
00:24:19
Das hatte Frau Nath mir mitgebracht. Die ist ja gerade erst aus dem Urlaub zurück.
Hans
00:24:24
Ja. Aber ein schönes Stofftier,
Frau Kowald
00:24:27
Ja.
Hans
00:24:27
? Nicht nur Stofftier, Sie sagen, Sie sind Löwe, so Tierkreiszeichen, Astrologie bedeutet das was für Sie, oder ist es einfach so? Und man...
Frau Kowald
00:24:37
Nein.
Hans
00:24:37
Ja. Wenn Sie jetzt einen Wunsch äußern könnten, ganz gleich, realistisch oder nicht, würde Ihnen da was einfallen?
Frau Kowald
00:24:46
Ja. Das Zittern und... , dass ich mehr Kraft hätte.
Hans
00:24:50
Dieser, dieser Kraftverlust, Ja, dieser das hörte sich jetzt für mich so an, als wenn das noch behebbar ist, dadurch, noch behebbar ist, dadurch, dass sie wieder trainieren, dass sie wieder machen,
Frau Kowald
00:24:59
Ja,
Hans
00:24:59
was sie
Frau Kowald
00:24:59
ich
Hans
00:24:59
ja tun.
Frau Kowald
00:25:00
versuche es,
Hans
00:25:00
Ja.
Frau Kowald
00:25:02
Ich
Hans
00:25:02
Ja.
Frau Kowald
00:25:02
möchte ja richtig wieder auf die Beine kommen.
Hans
00:25:05
Und bei dem?
Frau Kowald
00:25:06
Ich laufe noch ein bisschen.
Hans
00:25:07
Ja. Und bei dem Zittern, da müssen wahrscheinlich die Ärzte noch mal sich was einfallen lassen, ne? Das ist gut, es gibt manchmal auch Sachen, da brauchen, wissen Sie auch, wo die Ärzte nichts mehr machen können, ne? Aber.
Frau Kowald
00:25:22
Ne, Frau Dr.hat mich ja auch zu Hause immer besucht.
Hans
00:25:25
Ja, ja. Tja. Aber wenn Sie jetzt einen Wunsch äußern könnten, würde Ihnen da was einfallen, dass Sie sagen, also, dass diese Sachen besser werden?
Frau Kowald
00:25:39
Ja, dass ich noch ein
Hans
00:25:40
Ja,
Frau Kowald
00:25:40
bisschen
Hans
00:25:40
ja.
Frau Kowald
00:25:41
gesund bleib.
Hans
00:25:41
Ja, hhm, hm. Ich glaube, jemand, der auch so an sich arbeitet und solche Erfahrungen hat, da kriegen Sie das noch mal wieder hin,
Frau Kowald
00:25:52
Ja...
Hans
00:25:52
dass das
Frau Kowald
00:25:52
ja,
Hans
00:25:53
noch ein bisschen
Frau Kowald
00:25:53
möchte ich
Hans
00:25:53
Auf
Frau Kowald
00:25:54
auch.
Hans
00:25:54
eine bessere
Frau Kowald
00:25:54
hoffen.
Hans
00:25:54
Spur kommt
Frau Kowald
00:25:54
Möchte ich hoffen
Hans
00:25:57
Gut. Ja, das war's schon. Sie haben's geschafft. Es
Frau Kowald
00:26:01
Danke
Hans
00:26:01
sei denn,
Frau Kowald
00:26:01
Danke schön für Ihr Gespräch.
Hans
00:26:04
Ja, ich bedanke mich. Okay, bis gleich.
Frau Kowald
00:26:09
Tschüss.
hans
00:26:13
Ja, ich hoffe es hat euch Spaß gemacht. Feedback wäre in jedem Fall möglich auf ruhrtal.letscast.fm alles klein geschrieben. Und es würde mich natürlich freuen, wenn ihr mal wieder reinhört. Bis dann.