#84 - noch ein bisschen Zeit

06.11.2026 34 min

Zusammenfassung & Show Notes

Geboren wurde er 2009 in Velbert. Fußball, Taekwondo und Saxophon spielen haben etwas an Bedeutung verloren, über seine kleine Schwester kam er zum Karneval, er ist bei der Freiwilligen Feuerwehr. Dieses sein heute zeitaufwendigstes Hobby, und seine Mutter, eine gelernte Kinderkranken-pflegerin, die als Stationsleitung tätig ist, formten seinen Berufswunsch, dessen Verwirklichung er mit gerade mal 17 Jahren zielstrebig betreibt: nach der Ausbildung zur Pflegefachkraft möchte er Notfallsanitäter und Brandmeister werden. Er beschreibt, was ihn am Pflegeberuf reizt. - Ein weiteres neues Hobby, bei dem er besonders gut abschalten kann ist das Motorradfahren. 

Geboren wurde er 2009 in Velbert. Fußball, Taekwondo und Saxophon spielen haben etwas an Bedeutung verloren, über seine kleine Schwester kam er zum Karneval, er ist bei der Freiwilligen Feuerwehr. Dieses sein heute zeitaufwendigstes Hobby, und seine Mutter, eine gelernte Kinderkranken-pflegerin, die als Stationsleitung tätig ist, formten seinen Berufswunsch, dessen Verwirklichung er mit gerade mal 17 Jahren zielstrebig betreibt: nach der Ausbildung zur Pflegefachkraft möchte er Notfallsanitäter und Brandmeister werden. Er beschreibt, was ihn am Pflegeberuf reizt. - Ein weiteres neues Hobby, bei dem er besonders gut abschalten kann ist das Motorradfahren.

Der Fußballverein: https://www.tvd-velbert.de/
Velberter Karnevalsvereine, z.B.: 
und die Jugendfeuerwehr Velbert: https://www.feuerwehr-velbert.de/
 
 
 
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Transkript

stepanie
00:00:10
Ruhrtal, biografische Geschichten aus dem Pflegeheim. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Ruhrtal. Hier könnt ihr Bewohnern und Bewohnerinnen von Pflegeheimen zuhören, die aus ihrem Leben erzählen. Neue Folgen gibt es jeweils am ersten Freitag des Monats.
hans
00:00:35
Hallo, mein Name ist Hans und ich bin Altenpfleger. In dieser Folge berichtet ein Schüler unter anderem von den Schritten, die er auf dem Weg zu seinem Berufsziel bisher gemacht hat. Geboren im Jahr 2009 ist er der bisher jüngste Gast beim Podcast Ruhrtal.
Hans
00:00:56
Hallo, Finn... du hast heute schon einen Frühdienst gehabt. War der anstrengend?
Finn
00:01:02
Das ging tatsächlich. Also es war heute wirklich recht entspannt.
Hans
00:01:05
Mhm.
Finn
00:01:06
Hat alles gut geklappt. Die Bewohner sind alle gut drauf.
Hans
00:01:09
So vom Fittigkeitseindruck her, wenn es dieses Wort überhaupt gibt, aber... siehst du auch recht fit aus. Also du kannst Frühdienst auch gut verpacken.
Finn
00:01:18
Das ist richtig, ja. Also ich komme damit sehr, sehr gut klar mit dem Frühdienst.
Hans
00:01:22
Okay. Also schon mal von daher beste Aussichten. Denn du bist mal wieder ein Schüler hier im Gespräch, aber da kommen wir gleich zu. Erstmal geboren wurdest du wann?
Finn
00:01:31
2009 in Velbert.
Hans
00:01:32
2009 in Velbert. Velbert ist nahe dran. 2009 ist auch nahe dran.
Finn
00:01:39
Ja, das ist auch nahe dran,
Hans
00:01:39
Ja, okay. In Velbert. Und deine Eltern, was haben die gemacht? Oder machen die?
Finn
00:01:46
Beruflich? Mein Vater ist in der Automobilbranche, in der Logistik und im Controlling tätig. Also sitzt im Büro und organisiert zum Beispiel Inventuren auch mit. Und meine Mutter ist selber Kinderkrankenschwester und arbeitet auch in einem Krankenhaus
Hans
00:02:02
Hhm
Finn
00:02:02
als Stationsleitung.
Hans
00:02:02
hm Das könnte natürlich schon mal darauf hinweisen, wie du auf diesen Beruf gekommen bist. Aber zunächst mal bist du noch ein kleiner Junge und du spielst so in Velbert herum. Was konnte man denn in Velbert so alles machen als kleines Kind?
Finn
00:02:14
Als kleines Kind. Also ich habe ganz, ganz viel auf dem Spielplatz gespielt. War ganz, ganz viel draußen. Habe aber auch viel Sport gemacht. Ich habe jahrelang Fußball gespielt, Kampfsport gemacht. Und bin dann irgendwann zum Karneval gekommen und tanz da auch immer noch.
Hans
00:02:31
Aha. Ja. Also eine ungewöhnliche Sache. Erstmal Fußball, irgendein Verein oder einfach so gespielt mit Kumpels?
Finn
00:02:39
Nee, im Verein.
Hans
00:02:40
Im Verein,ja Und da gibt's Velbert, ähm, äh,
Finn
00:02:43
Na, da gibt's in Velbert ein paar Vereine.
Hans
00:02:45
Ja.
Finn
00:02:45
Ich hab da beim TVD gespielt. Aber dann doch irgendwann aufgehört.
Hans
00:02:50
War einfach dann zu, viel Aufwand, zu viel Zeit notwendig oder einfach keine Lust mehr gehabt?
Finn
00:02:56
Genau, da gab es mehrere Faktoren. Also ich hab, äh, neben dem Fußball noch Saxophon gespielt und anfangs noch Taekwondo gemacht, so eine Kampfsportart. Das war dann irgendwann zu viel und ich hatte da auch nicht mehr so Lust drauf und hab dann dann irgendwann aufgehört. Und dafür aber dann jetzt mittlerweile noch andere Hobbys.
Hans
00:03:12
Aha, ja.
Finn
00:03:13
Die ich sehr sehr gerne verfolge.
Hans
00:03:14
Ja, Saxophon war auch nur eine Phase oder machst du immer noch?
Finn
00:03:18
Also ich hab ein Saxophon zu Hause seit jetzt wieder zweieinhalb Jahren. Aber ich kann an einer beziehungsweise an zwei Händen abzählen, wie oft ich da jetzt gespielt hab. Also es ist, eigentlich kann ich es nicht mehr.
Hans
00:03:33
Und dann, die Tendenz war, Saxophon verbinde ich mit Jazzmusik mit... Deine Tendenz war, ging in welche Richtung?
Finn
00:03:41
Ja, ich hab alles mögliche gespielt. Das, was mein Saxophonlehrer mir für Noten gegeben hat.
Hans
00:03:44
Ah ja.
Finn
00:03:45
Die ich nicht lesen konnte und auch nicht lesen wollte. Ich hab einfach mir das Lied dann zu Hause angehört und dann nach Gehör gespielt.
Hans
00:03:51
Ja. Gut. Dann hattest du Taekwondo als Kampfsportart.
Finn
00:03:56
Ja.
Hans
00:03:56
Auch heute kein Hobby mehr? Oder doch?
Finn
00:03:58
Nee. Nee. Gar nicht mehr. Also das hab ich, ich glaub, zwei Jahre gemacht oder drei Jahre. Aber...
Hans
00:04:04
Ja.
Finn
00:04:05
Das war es dann auch.
Hans
00:04:06
Und wie bist du da drauf gekommen? So Kumpels sind dahin gegangen und man geht mit oder?
Finn
00:04:10
Also ich hatte auch Freunde, die das gemacht haben. Ja. Ähm. Die haben mich dann mal mitgenommen.
Hans
00:04:15
Ja.
Finn
00:04:15
Haben mir das gezeigt und ich fand das ganz gut.
Hans
00:04:17
Mhm.
Finn
00:04:18
Und dann irgendwann auch nicht mehr.
Hans
00:04:20
Ja. Aber Kampfsportarten sind, glaub ich, für Körperbeherrschung ganz gut und das hast du dann beim Tanzen und beim Karneval brauchen können.
Finn
00:04:29
Ja. Doch
Hans
00:04:30
Gut. Ja. Wie kommt man da drauf? Das wundert mich jetzt schon, weil normalerweise alle Leute, die ich kenne, finden Karneval nicht so...
Finn
00:04:38
Ich muss ehrlich sagen, also mittlerweile bin ich auch nicht mehr so der Fan davon. Ja. Also ich mach's immer noch gerne, aber nicht mehr so wie vor ein paar Jahren. Wie ich darauf gekommen bin, das... durch meine kleine Schwester, die hat angefangen durch eine Freundin im Karnevalsverein zu tanzen als Funkenmariechen und dann hab ich ein Jahr später, bin ich dann quasi nachgekommen in den Vereinen und hab dann auch angefangen zu tanzen.
Hans
00:05:07
Ja.
Finn
00:05:08
Hab da auch ganz schnell Freunde kennengelernt, ne, mit denen ich auch heute noch tanze dort in der Truppe. Und mit denen macht das natürlich auch immer noch irgendwo
Hans
00:05:16
Ja.
Finn
00:05:16
Spaß, ne.
Hans
00:05:17
Und das ist so die Bindung dann an den, also nicht der Karneval an sich, sondern die Freundschaften
Finn
00:05:23
... Genau,
Hans
00:05:23
und
Finn
00:05:23
das auch. Also, im Karneval habe ich auch schon viel erlebt, in den sechs Jahren, die ich jetzt dabei bin.
Hans
00:05:29
Aha, ich kenn jetzt nur den Karnevalsverein in Werden, der hier auch ab und zu im Haus ist. Ist
Finn
00:05:34
Aha.
Hans
00:05:34
das der oder gibt es auch in Velbert andere
Finn
00:05:36
Nein!
Hans
00:05:36
andere Karnevalsver...
Finn
00:05:36
in Velbert. Ähm ... Ich würde Velbert schon fast Hochburg nennen, wären wir nicht so klein... aber, also ich habe auch eine Prinzenzeit hinter mir. Und da gibt es auch einige Karnevalsvereine wie z. B. die KG Urgemütlich, die KG Grün-Weiß Langenhorst oder die KG Große Velberter, die da alle sehr, sehr eng zusammen Karneval feiern und das auch nicht zu klein.
Hans
00:06:03
Ja.
Finn
00:06:05
Da ist immer sehr viel Party in der fünften Jahreszeit. Ne? Da kann man schon einiges erleben.
Hans
00:06:12
Dann ist also in Velbert das gar nicht so ungewöhnlich, wenn man als junger Mensch sich dem Karneval zuwendet. Freizeit haben wir jetzt schon oder hast du ... haben sich weitere Hobbys entwickelt? Wahrscheinlich schon!?
Finn
00:06:24
Doch, seit jetzt knapp zwei Jahren. Na jetzt zwei Jahre bin ich bei der Feuerwehr in Velbert. Bei der Jungfeuerwehr noch. Und ab nächstem Jahr dann bei der Freiwilligen Feuerwehr. Richtig im Einsatzdienst. Und das ist auch nochmal ein Hobby, wo ich auch durch eine Freundin hingekommen bin. Und das ist mittlerweile so das Haupthobby, was ich habe. Das ist bei mir ganz fest in meinem Zeitplan verankert.
Hans
00:06:48
Ja. Stelle ich mir das schwer zu kombinieren mit Schichtarbeit ähm,
Finn
00:06:52
Ja.
Hans
00:06:53
stelle ich mir das schwer zu kombinieren
Finn
00:06:54
Ja.
Hans
00:06:54
vor.
Finn
00:06:54
Äh, das stimmt. Aber da geht in erster Linie einfach die Arbeit vor, wenn ich zum Beispiel Übungsdienst hab, ne, wenn ich Spätdienst hab, dann hab ich Spätdienst.Und dann melde ich mich für die Woche ab. Dann ist das so, ne.
Hans
00:07:05
Also ähm, das ist auch bei der Freiwilligen Feuerwehr dann, äh, wenn du richtiger Feuerwehr
Finn
00:07:10
Hhm hm.
Hans
00:07:10
in Anführungs... ist das auch möglich, man sagt einfach, die Woche kann ich nicht, fertig
Finn
00:07:13
Ja,
Hans
00:07:13
aus, ne.
Finn
00:07:14
Genau.
Hans
00:07:14
Und dann wird man auch nicht...komm doch mal, trotzdem.
Finn
00:07:17
Nein. Also, wenn die Einsätze während der Arbeitszeit kommen und ich im Schichtdienst bin, dann ist das so, dann stimme ich halt in der App für Nein ab und fahr halt nicht zum Einsatz. Aber dann außerhalb meiner Dienstzeit.
Hans
00:07:30
Ja.
Finn
00:07:31
Hier.
Hans
00:07:31
Ja.
Finn
00:07:32
Ne.
Hans
00:07:32
Also irgendwie lässt es sich doch kombinieren. Heißt ja auch Freiwillige Feuerwehr und nicht, äh, Verpflichtende
Finn
00:07:38
Ja.
Hans
00:07:38
Feuerwehr.
Finn
00:07:39
Genau.
Hans
00:07:40
Genau. Ja. sicher zeitaufwendig, man muss viel trainieren, üben wahrscheinlich, oder ist das auch viel Feiern, wenn kein Karneval ist?
Finn
00:07:50
Ja. Also viel Feiern in der Feuerwehr
Hans
00:07:52
Ne.
Finn
00:07:52
ist jetzt nicht an den Tagen der offenen Türen, die Alarmpartys, ne, aber da bin ich jetzt nicht so. Ja, beim Feiern dabei eher dann an den Ständen wie zum Beispiel in einem Crêpes-Stand oder so,
Hans
00:08:02
Ja.
Finn
00:08:02
da dann
Hans
00:08:02
Ja.
Finn
00:08:02
helfen quasi, die Sachen zu verkaufen.
Hans
00:08:06
Ja. Aha. Wo wir jetzt mit dem Thema Freizeit schon soweit fortgeschritten sind, da könnte ich auch gleich nochmal fragen, so wie sieht's aus mit Musik? Was hörst du so?
Finn
00:08:16
Oh, ich hör alles Mögliche. Also ich hör wirklich viel Also ich hör kaum Deutschrap, das kann ich sagen, aber sonst bin ich eigentlich offen für alles.
Hans
00:08:26
Und jetzt nennen mir deinen aktuellen Lieblingstitel, wenn du sowas hast, oder was du am meisten momentan
Finn
00:08:32
Ja, aktuell,aktuellen Lieblingstitel hab ich gar nicht.
Hans
00:08:37
Ja. Könnte ich auch oft nicht
Finn
00:08:39
ja.
Hans
00:08:39
sagen,
Finn
00:08:39
Genau, ich hör ganz viel über Spotify und da hab ich so meine Playlisten und da hör ich am Tag drei verschiedene
Hans
00:08:47
Ja, ja, ja. Und da ragt niemand so heraus, dass du
Finn
00:08:50
Genau.
Hans
00:08:51
sagst, dass ist es momentan.
Finn
00:08:53
Ja. Wobei, es gibt eine Band, die hör ich schon sehr sehr viel, das ist die Band Sunrise Avenue, die gibt es, äh, nicht mehr, die hat sich aufgelöst. Das ist der Frontsänger Samu Haber, da bin ich auch noch auf Konzerten gewesen, jetzt letztes Jahr und dieses Jahr, und die hör ich immer noch sehr,
Hans
00:09:05
Aha.
Finn
00:09:05
sehr gerne.
Hans
00:09:05
Aha.Okay. Und, ähm, sonst so die üblichen, ähm, Beschäftigungen so lesen, ähm, gibt's da noch irgendwas Kino, Film, Fernsehen, Serien, wo du sagst, das ist wichtig für mich, oder mal so mal
Finn
00:09:19
Motorradfahren.
Hans
00:09:19
so.
Finn
00:09:20
Motorradfahren, ja. Genau, ich hab' nen kleinen Motorradführerschein und fahr' mit meiner Maschine da ganz gerne mal ein paar Ründchen auch mit Freunden. Also, das macht schon echt Spaß und da bin ich schon echt viel unterwegs und das ist mein Ausgleich von der Arbeit und vom Privatstress, wenn man das so nennen kann. Da einfach mal runterzukommen, auch neben dem Sport dann noch.
Hans
00:09:44
Nutzt du aber auch im Alltag? Also zur Arbeit kommst du auch mit dem Motorrad,
Finn
00:09:47
Ja,
Hans
00:09:47
ja?
Finn
00:09:48
Genau.
Hans
00:09:49
Gut, und, ähm, wieviel Punkte in Flensburg hast du schon ergattert?
Finn
00:09:55
Null.
Hans
00:09:55
. Null?
Finn
00:09:55
. Null.
Hans
00:09:57
Also, du hältst dich einigermaßen, oder wirst zumindest nicht erwischt, wenn du... die Regeln...
Finn
00:10:01
Ja, ich halte mich an die Verkehrsregeln, genau. Äh, ja.
Hans
00:10:06
Okay, prima. Sehr gut.
Finn
00:10:07
Ja.
Hans
00:10:10
Ja, aber nochmal zurück. Geburt, äh, Kind, äh, Schule. Schule, ähm, fällt dir da was zu ein, warst du ein guter Schüler?
Finn
00:10:19
Oh. Also, ich würde mal sagen, bis zur sechsten Klasse war ich, glaube ich, ein ganz guter Schüler. Wobei, da gab's natürlich ein paar Fächer wie Mathe, das ist einfach nicht meine Stärke, das ist einfach so. Da liegen mir andere Fächer mehr, wie Biologie, oder so. Ähm, ja
Hans
00:10:36
Und dann in der sechsten Klasse, war die Schule nicht mehr so wichtig, kamen andere Dinge. Oder,
Finn
00:10:42
Die Schule war weiterhin wichtig, aber die Noten, die sind dann eher... abgefallen. Mein Gott, was ist der jetzt los?
Hans
00:10:57
Ja, ähm, also es gibt zwei Möglichkeiten.
Finn
00:10:59
Genau.
Hans
00:11:00
Ich schneid das hinterher raus, oder... ich nutz das als, ähm, um zu zeigen, wie die Mitarbeiter hier ausgebeutet werden. Schwer krank. Müssen sie nicht nur arbeiten, sondern... auch noch im Anschluss...
Finn
00:11:08
Boah. Ich glaub, jetzt hab ich's. Mein Gott
Hans
00:11:14
Okay. Die Noten wurden... immer schlechter... Und das ist einfach so passiert? Oder warst du mehr, also, ich weiß... ich hatte eine Phase... Ich glaub das war auch das sechste oder die siebte, die siebte, glaub ich, mehr bei mir. Siebte Klasse. Wo ich im Grunde dann so, ähm, in so, naja, sag ich mal so Klassen-Clown, was weiß ich, so abgerutscht bin. Und da natürlich bei den Lehrern nicht mehr so beliebt, war wie vorher. Ähm,
Finn
00:11:38
Ja.
Hans
00:11:39
Hhm hm.
Finn
00:11:39
Na ja, so Klassen-Clown war ich tatsächlich nie. Also ich hab mich immer sehr zurückgehalten. Aber...
Hans
00:11:49
Jedem Bewohner hätte man schon vor 5 Minuten gesagt, trink mal einen Schluck!
Finn
00:11:52
Ja.
Hans
00:11:53
Aber unter Kollegen... da... ist man nicht so schlau. Und es hilft.
Finn
00:12:02
Boah. Ich hoffe, jetzt wird's besser. Ja, also... Scheinbar nicht. Mal gucken jetzt. So, jetzt. Ja. Ja, in der siebten Klasse war das dann bei mir auch so. Also die sechste Klasse war schon dann schwieriger. Da ging das dann in die Erweiterungskurse und in die Grundkurse. Äh, ich hab dann in allen Hauptfächern die Erweiterungskurse gehabt. Und da ging's dann auch ein bisschen schneller mit dem Lernen. Und da bin ich halt irgendwann nicht mehr so mitgekommen. Hab aber bis zur 10. Klasse, bis zu meinem Abschluss tatsächlich alle Erweiterungskurse gehalten.
Hans
00:12:43
Mhm.
Finn
00:12:44
Und mich da irgendwie durchgeschlagen. Und trotzdem meinen Schulabschluss gemacht.
Hans
00:12:48
Mhm.
Finn
00:12:48
Ganz normal.
Hans
00:12:50
Ja.
Finn
00:12:50
Und musste nicht in die Nachprüfung.
Hans
00:12:52
Aha. Ja. Und das war jetzt... Ich will lass mich nicht, rechnen, das war jetzt wann?
Finn
00:12:58
Letztes Jahr. 2025.
Hans
00:12:58
Letztes... 2025. Das war an einer Gesamtschule. War das eine Realschule? Oder...
Finn
00:13:06
Das war eine Gesamtschule.
Hans
00:13:07
Ja.
Finn
00:13:07
Genau. In Velbert. Wo ich meinen Abschluss da gemacht hab, da war ich auch die vollen fünf Jahre von der fünften bis zur zehnten Klasse.
Hans
00:13:16
Zu der Schule gibt es da noch etwas zu sagen? Gab es irgendwelche besonders begabten oder unbegabte Lehrer? ... du mußt keine Namen nennen...
Finn
00:13:24
Ja, also
Hans
00:13:25
frisch.
Finn
00:13:25
Es gibt natürlich, wie überall, ähm, ich nenne es immer Spezialisten, die da so ein bisschen aus der Reihe tanzen. Äh, ob jetzt von der Strenge oder einfach vom Charakter her, die schwierig sind. Aber es gab auch ganz, ganz tolle Lehrer,
Hans
00:13:41
Mhm.
Finn
00:13:42
die einen da begleitet haben, die für einen da waren, wenn'es mal nicht so leicht und einfach super Unterricht gemacht haben. Da hatte ich ganz, ganz viele auch von... Ja. Wie meine Englischlehrerin und meine Biolehrerin zum Beispiel. Oder unseren Deutschlehrer damals, die waren schon echt super. Und die haben uns da echt gut begleitet.
Hans
00:14:04
Damit sind wir ja eigentlich schon bei dem Punkt, wo es um die Berufswahl geht und die Frage, wie bist du darauf gekommen in die Pflege zu gehen. Du hast schon erzählt, deine Mutter: Kinderkrankenschwester.
Finn
00:14:14
Genau.
Hans
00:14:15
War das ein wesentlicher Grund dafür?
Finn
00:14:19
Durch meine Mutter habe ich erste Berührungspunkte dann auch mit dem Krankenhaus gehabt und mit dem Pflegeberuf auch. Und das hat mich schon interessiert. Auch die Erste Hilfe und die Versorgung auch von Verletzten. Das interessiert mich aber bis heute. Und bis dahin soll es auch noch gehen. Und so bin ich, glaube ich, auch hier reingerutscht. Ich habe dann in der neunten. Klasse auch ein Praktikum bei meiner Mama dann auf der Station gemacht. Die hat vorher in der Uniklinik in Essen gearbeitet. Da arbeitet jetzt in einem anderen Krankenhaus. Und in dem quasi neuen Krankenhaus, wo sie arbeitet. Da habe ich dann mein Praktikum gemacht und auch schon einen sozialen Tag vorher. und mir das Ganze angeguckt. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen. Ja, und hab dann da immer mehr Interesse dran gehabt, quasi das dann zu zu machen. Ja.
Hans
00:15:06
Das ging dann flott weg. Du wusstest, ich nehme die zu der Schule, mach da die Ausbildung oder
Finn
00:15:14
Ja also
Hans
00:15:14
musstest du ein bisschen suchen.
Finn
00:15:16
Nee. Ich hab mich tatsächlich bei einer Klinik beworben. Nur. Und wurd dort auch genommen. Und das war für mich ganz klar, weil es relativ nah ist. Nur dass für mich, als ich da noch keinen Führerschein hatte, die einfachste Möglichkeit war, dort hinzukommen. Auch im Winter, weil ich hätte laufen können
Hans
00:15:33
Mhm.
Finn
00:15:33
quasi. Und es bestand die Möglichkeit,dass die quasi eine zweite Klasse aufmachen. Wir haben im Jahr davor eine Pflegeschule aufgemacht, an dem Klinikum selber. Und da sollte eine zweite Klasse entstehen Es stand noch nicht fest, aber das war der Plan. Und dann habe ich mich da beworben. Am Ende des Tages gab es dann keine zweite Klasse, weil da einfach die Lehrer gefehlt haben. Und jetzt bin ich in Wuppertal an einer Pflegeschule. Und mache da meinen theoretischen Ausbildungsteil und in der Klinik in Velbert meinen praktischen Teil.
Hans
00:16:08
Mhm.
Finn
00:16:09
Und bin jetzt hier in meinem Langzeiteinsatz, in der Langzeitspflege.
Hans
00:16:13
Ist ja auch relativ günstig gelegen nach Velbert. Aber Wuppertal als Schulort, da die Schule ja auch immer früh anfängt, gut mit dem Motorrad vielleicht nicht. Aber ansonsten stelle ich mir das schon ein bisschen weiter vor.
Finn
00:16:27
Ist es. Ich bin, ich glaub, ich bin einen Tag mit dem Bus hingefahren. Und es war schon echt sehr anstrengend. Und ich hab das Glück, ich hab auch noch Arbeitskollegen, die auch aus Velbert kommen,weil die auch nach Wuppertal dann mussten. Und mit denen habe ich quasi eine Fahrgemeinschaft. Ich fahre morgens dann zu dem einen Arbeitskollegen hin und dort steige ich dann quasi um ins Auto bei dem. und dann fahren wir zusammen nach Wuppertal und auch wieder zurück.
Hans
00:16:53
Okay, das macht es ein bisschen.
Finn
00:16:55
Einfacher, genau.
Hans
00:16:56
einfacher.
Finn
00:16:56
Und
Hans
00:16:56
Ja.
Finn
00:16:57
ganz zur Not, wenn die mal krank sind, dann fahr ich mit dem Motorrad. Das geht auch über die Autobahn,
Hans
00:17:04
Macht jetzt bisher nicht den Eindruck, als wenn du die Ausbildung oder die Entscheidung bereut hättest.
Finn
00:17:09
Nein, überhaupt nicht. Also ich habe meinen Spaß an dem Beruf gefunden und bin auch sehr zufrieden mit der Einrichtung, in der ich quasi meine Ausbildung mache. .
Hans
00:17:22
Wenn das Ganze so ein bisschen neu am Entstehen,also die Pflegeschule war neu am Entstehen und die da bist du ja jetzt ja nicht mehr. Aber ist die Schule mit dem Krankenhaus verbunden?
Finn
00:17:35
Genau, die gehören zusammen.
Hans
00:17:36
Das heißt, so ein bisschen kommt die Schule auch in deine Ausbildung mit Praxisanleitungen und sonst wie oder hast du da eigentlich gar nichts mehr zu tun?
Finn
00:17:43
Also mit der Schule in Velbert selber habe ich so nichts zu tun, weil ich ja in Wuppertal bin. Ja. Aber die Praxisanleiter aus unserem Haus unterrichten da auch, weil das halt eben zusammengehört zum Konzern auch.
Hans
00:17:49
Ja. Ja, das war jetzt meine Idee. Da ist was Neues im Entstehen und dann läuft das vielleicht auch ein bisschen lebendiger, ein bisschen…
Finn
00:18:02
Mittlerweile gibt es da auch einen zweiten Kurs, der hat dieses Jahr, glaube ich, im August gestartet. Und der läuft jetzt, die Lehrer, die quasi neu nach Wuppertal an die Schule gekommen sind, unterrichten jetzt auch in Velbert mit. Und es haben sich feste Lehrer in Velbert gefunden.
Hans
00:18:19
Ja.
Finn
00:18:20
Und das läuft jetzt auch so.
Hans
00:18:21
Jetzt würde ich gerne noch wissen, was an dem Beruf dir besonders gefällt,was macht dir besonders viel Spaß?
Finn
00:18:30
Einerseits der medizinische Teil wie die Wundversorgung und auch die Behandlung von Erkrankungen. Das einfach zu verstehen, zu sehen, wie der Verlauf ist, wenn die Patienten zum Beispiel zu uns in die Klinik kommen und wie die dann auch am Ende rausgehen, ne, oder ob sie rausgehen,
Hans
00:18:50
Hhm hm.
Finn
00:18:50
selbstständig. Und, äh, das macht mir besonders Spaß, auch mit den Menschen zu arbeiten, einfach allein in Kontakt zu kommen und auch die Geschichte quasi zu hören, weil, ne, und das ist immer unterschiedlich, also es ist, äh, einfach sehr, sehr schön. So was zu sehen.
Hans
00:19:11
Ein bisschen meine ich schon rausgehört zu haben, dass deine Idee so ein bisschen auch in Richtung Rettungsdienst und sowas geht.
Finn
00:19:17
Genau, ja.
Hans
00:19:18
Ah ja, äh. Erzähl noch ein bisschen was zu deinen Ideen, wo es hingehen soll.
Finn
00:19:23
Genau, also, wo es noch hingehen soll, ich würde gern nach der Ausbildung noch eine Ausbildung zum Notfallsanitäter und zum Brandmeister machen, ähm, bei der Berufsfeuerwehr. Dann hier irgendwo in der Umgebung, ob das
Hans
00:19:36
Hhm hm.
Finn
00:19:36
jetzt hier in Essen ist oder in Düsseldorf,
Hans
00:19:38
Hhm.
Finn
00:19:39
oder Wuppertal, ähm, weil da das Interesse doch sehr groß ist. Einerseits
Hans
00:19:44
Hhm hm
Finn
00:19:44
durch mein Hobby bei der Feuerwehr selber... aber auch, weil mich der Bereich Notfallmedizin einfach sehr interessiert.
Hans
00:19:52
Hhm hm. Ja.
Finn
00:19:54
Deswegen freue ich mich auch ganz besonders auf den Einsatz in der Notaufnahme, um da einfach nochmal zu erleben, wie das ist, unter anderen Voraussetzungen zu arbeiten, wie jetzt auf einer Normalstation oder hier in der Langzeitpflege. Ja. Weil es da einfach nochmal ganz anders zu geht. Und nicht so entspannt, in Anführungsstrichen, wie auf einer Normalstation.
Hans
00:20:16
Dann verstehe ich auch ein bisschen besser, deine anfängliche Frage mal nach dem Defibrillator.
Finn
00:20:21
Ja, genau.
Hans
00:20:21
Ich dachte erst, hm...
Finn
00:20:24
Das ist bei uns auf Stationen mal wichtig zu wissen, ne?
Hans
00:20:26
Ja.
Finn
00:20:26
Weil bei uns ja doch mal eher ein Notfall passiert, wie eine Reanimation, ähm, wo das dann wichtig ist zu wissen, wo ist die Notfalltasche, wo ist der Defi, ne? Wo kann ich das finden, um im Notfall dann quasi schnell zu reagieren? Ja.
Hans
00:20:41
Und hier ist es noch ein bisschen entspannter, also, ja.
Finn
00:20:45
Ja, das habe ich in den Tagen jetzt auch schon gemerkt.
Hans
00:20:47
Ja. es gibt natürlich andere Dinge, die wichtig sind und hier eine Rolle spielen, ne? Und man kann ja auch mal in eine andere Richtung reinschnuppern, oder muss es vielleicht sogar. Ähm, in dem Zusammenhang, deine, ähm, habe ich jetzt noch eine Frage, die mir eben, du hast erzählt, deine Mutter, ähm, habe Kinderkrankenschwester gelernt. Ist ja ein Beruf, den es heute eigentlich gar nicht mehr so gibt, ne? aber deine Mutter ist sowieso in die normale Pflege gewandert, oder ist sie auf einer Kinderkrankenstation?
Finn
00:21:13
Die ist auf einer Kinderstation.
Hans
00:21:14
Ja.
Finn
00:21:14
Ja. Genau, die, ähm, hat auch vorher in Essen in der Uniklinik mit Kindern gearbeitet. Und arbeitet jetzt auch weiterhin mit Kindern und...
Hans
00:21:24
Ohne überhaupt viel davon zu wissen, ist es für mich irgendwie naheliegend, dass Kinderkrankenschwester eigentlich was ist, was eine eigene Ausbildung verdient hat, sag ich mal. Weil da viele Dinge so anders sind,
Finn
00:21:35
Genau.
Hans
00:21:36
Als in der, ähm, in der anderen Pflege. Also man kann sagen, Altenpflege, könnte man vielleicht zusammenlegen, aber, ähm, bei Kinderkranken, da habe ich es irgendwie nicht verstanden, dass man das einfach so absterben lässt, und dann sagt, irgendwie später müsst ihr da reinwachsen.
Finn
00:21:50
Ja, also, das merken wir jetzt auch in der Ausbildung, äh, es gibt bei uns in dem Klinikkonzern noch die Möglichkeit, die Vertiefung Pädiatrie zu wählen, ähm, da haben wir auch einige bei uns in der Klasse, die das haben. Das ist keine eigene Klasse, sondern die sind quasi alle zusammengewürfelt, weil es ja die Generalistik ist,ähm , und die müssen das genauso lernen. Und es wird immer nur angeschnitten, das Thema Pädiatrie, obwohl das eigentlich, finde ich, ein sehr wichtiges Thema ist, ne, und auch ein sehr komplexes, weil da doch einiges anders läuft. Also, du, man hat, die Grundpflege hat man zum Beispiel gar nicht so wie bei den Erwachsenen, weil das meistens die Eltern machen, die die Kinder im Krankenhaus begleiten. Ähm, man hat das vielleicht bei Kindern, die schwerstmehrfachbehindert sind, wo jetzt nicht die ganze Zeit das Elternteil dabei ist. Da hat man das schon mal eher, dass man das Inkontinenzmaterial wechselt und da, ähm, oder da wäscht, ne. . Aber sonst hat man das gar nicht so viel. Aber auch mit den Medikamenten läuft das anders. Es wird alles ganz anders ausgerechnet. Und da ist es wichtig, echt drauf zu achten, weil da doch einiges schieflaufen kann.
Hans
00:22:56
Ja, ja. Tja, gut, wir werden es nicht ändern, aber, Irgendwie wird es auch weitergehen, aber...
Finn
00:23:06
Ja.
Hans
00:23:08
Jetzt möchte ich noch wissen, in der gemächlicheren Langzeitpflege, in der Altenpflege jetzt, du bist jetzt in einer Altenpflegeeinrichtung, gibt's da auch irgendwelche Dinge, wo du sagst, oh, das ist aber auch ganz interessant, ähm, oder, kann man mal vertiefen?
Finn
00:23:24
Also, das ist auf jeden Fall... Anders hier zu arbeiten, das kann ich sagen, und das ist trotzdem spannend, einfach mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen und diese Bezugspflege zu haben.
Hans
00:23:36
Mhm. Mhm
Finn
00:23:37
Das ist was ganz, ganz anderes, man kann sich viel mehr Zeit für die Bewohner nehmen, weil man nicht so viele andere Dinge im Kopf haben muss, wie in der Klinik, und das finde ich ganz schön. Ja.
Hans
00:23:53
Es
Finn
00:23:54
Um das mal
Hans
00:23:54
gibt
Finn
00:23:54
so
Hans
00:23:54
natürlich viele
Finn
00:23:54
zu sagen.
Hans
00:23:54
viele, Leute, die die Pflege, in der Altenpflege auch früher gearbeitet haben und die sagen, heute hat man überhaupt keine Zeit mehr für die Bewohner, ne. Die sagen, früher war das irgendwie noch, ähm, ja, entspannter kann man auch nicht sagen, aber war dafür mehr Zeit, für solche Aspekte der Arbeit.
Finn
00:24:10
Hhm hm.
Hans
00:24:10
Gehört ja auch dazu, Aber deswegen schön, das mal zu hören, dass es, ähm, von der anderen Seite her doch, ähm, noch möglich ist, sich auch Zeit zu lassen.
Finn
00:24:19
Ja.
Hans
00:24:20
Ja.
Finn
00:24:21
Ja. Ich kenn's ja nur aus dem Klinikalltag, wie das dann läuft nach der Übergabe in die Grundpflege zu gehen, dann kommen aber auch noch Untersuchungen dazu und Operationen.
Hans
00:24:32
Hhm hm.
Finn
00:24:33
Dann läuft man hin und her. Und da hat man immer noch den Faktor Stress dabei,
Hans
00:24:38
Ja.
Finn
00:24:38
ne, weil es halt immer laufen muss.
Hans
00:24:41
Mhm hm.
Finn
00:24:45
Und Klinik schläft nicht. Und hier, die meisten Bewohner, die haben hier ja keine Untersuchungen, ne, die täglich laufen oder so.
Hans
00:24:51
Genau, genau. Ja, aber ich kann dir sagen, es wird also mit im Fortgeschrittenen, in der Fortgeschrittenen Einbindung auch natürlich, dann hast du andere Dinge, keine Untersuchungen, aber du musst an der Doku arbeiten, du musst, was weiß ich, eine SIS schreiben, du musst, äh, einen Arzt anrufen, du musst, ähm, ne, die Inko-Bestellung machen, du musst, ähm, und, also, da gibt's schon viele, so, Verwaltungstechnik, äh, arbeiten und, äh, naja, so, Hintergrundsachen, Medikamente einpflegen, was weiß ich, ne, ähm, wo du, die Zeit, ... ähm, die du als Schüler jetzt vielleicht noch nicht so, ähm, noch als Zeit für die Bewohner, äh, ähm, hast auch ausfüllen kannst mit, ähm, stressigeren Sachen, die, ähm, ... den Bewohnern nicht so nahe kommen,oder bei denen man den Bewohnern nicht so nahe kommt, weil, also ich würde schon zu denen gehören, die sagen, heute ist da nicht mehr, nicht immer so viel Zeit, wie man die haben sollte, müsste, ja, ... Richtung Perspektive ist klar bei dir, ähm, und das sieht ja auch alles ganz gut vorbereitet aus, wie es bei der Feuerwehr, so, ne, also eigentlich, äh, kann da ja gar nichts schief gehen
Finn
00:25:56
Eigentlich nicht, also, ich habe mir den Weg ausgesucht, und den versuche ich auch so gut es geht quasi zu gehen, ne, und es soll in die Richtung gehen, ja, mal gucken.
Hans
00:26:09
Ja... ja.
Finn
00:26:10
Bis dahin ist noch ein bisschen... Zeit. ...
Hans
00:26:12
Na ja, klar, dass... dass man mal andere Dinge entdecken oder wichtiger werden können oder sowas, ne,
Finn
00:26:18
Ja.
Hans
00:26:18
ist ja klar, ne. Jetzt komme ich nochmal zurück, so zum, für den Bereich, Freizeit im weiteren Sinne, Urlaub, ähm, Urlaubsreisen, ist sowas ein Ding für dich oder nicht so?
Finn
00:26:30
Doch schon, also ich, äh, reise schon sehr gerne, jetzt durch die Urlaubsplanung ist das ein bisschen schwieriger geworden, mein Urlaub ist für die Ausbildung natürlich, vorgeplant. Und da ist es dann auch nicht so leicht, ne, ich habe noch eine jüngere Schwester, die hat noch Schulferien, und sonst bin ich dann mit meinen Eltern zum Beispiel dann zusammengereist, und, mit meiner Schwester und jetzt habe ich außerhalb der Ferien zum Beispiel Urlaub und fliege dann mit einem Elternteil quasi alleine weg oder reise alleine.
Hans
00:26:59
Hhm hm.
Finn
00:27:00
Ne aber,
Hans
00:27:01
Ja.
Finn
00:27:02
Ich reise schon gerne und sehe schon gerne andere Länder und andere Städte.
Hans
00:27:05
Und wo geht's da hin? Was sind so die beeindruckendsten, druckendsten Ziele bisher gewesen?
Finn
00:27:12
Ähm, jetzt muss ich überlegen, also ich war schon an vielen schönen Orten, also das Schönste bis jetzt. das Schönste bis jetzt war, glaube ich, Gran Canaria, da war ich, das war schon sehr schön. Ich war auch auf Kreuzfahrt, hab da viele gesehen, das war auch sehr, sehr schön. Ja, ansonsten, bis jetzt hat's mir an allen Orten gefallen.
Hans
00:27:41
Ja. In der Welt rumkommen, da komme ich nochmal kurz zurück, so Pflegeschule, du hattest ja gesagt, einige Kumpels, mit denen du da zur Schule nach Wuppertal fährst, so Lerngemeinschaften und sowas, funktioniert das so in deinem Umkreis, hast du da Gruppen oder bist du mehr der Typ zum Einzelnen lernen?
Finn
00:28:02
Also, wir haben das schon durchaus gemacht, dass wir uns getroffen haben zum Lernen, ob das jetzt in der Stadtbücherei ist oder quasi nur per FaceTime, weil es einfach dann zeitlich nicht möglich ist, sich zu treffen, das geht schon. Das ist bei mir aber immer unterschiedlich. Also manchmal brauche ich einfach meine Ruhe zum Lernen, um das richtig dann nochmal zu verstehen. Aber ich lasse mich auch gerne abfragen, dann nochmal, um das richtig im Kopf zu haben. Deswegen ist das mit den Gruppen gar nicht so schlecht. Und auch in der Schule kriegen wir dann öfter mal Zeit dafür, nochmal zusammenzulernen. Das ist schon echt gut, auch, find ich, für mich persönlich.
Hans
00:28:40
Ja, ich wollte jetzt gerade sagen, als du mit "ab" anfingst, ich lasse mich auch gerne ablenken, da meinte ich, ja, so geht's auch! .
Finn
00:28:46
Ablenken lasse ich mich auch sehr leicht, das ist auch immer schwierig.
Hans
00:28:52
Ja, ja. Weiß nicht, ob das jetzt zu ausführlich wird, aber es gibt ja auch Einrichtungen, denen du schon begegnet bist, wo es mit der Praxisanleitung nicht so gut läuft. Willst du da noch kurz was zu sagen oder sagst du, ach komm, irgendwie biegt man es immer gerade und es kommt auch auf einen selber an. Und
Finn
00:29:11
Also es ist natürlich auch immer die eigene Einstellung, wie viel man das einfordert. .
Hans
00:29:14
Ja.
Finn
00:29:15
und da hinterher ist, quasi zu sagen, ey, ich brauche da Praxisanleitung.
Hans
00:29:19
Ja.
Finn
00:29:21
Zeig mir das bitte nochmal!
Hans
00:29:23
Mhm hm.
Finn
00:29:24
Aber natürlich gab es auch schon Situationen, wo das auch nicht funktioniert, wo das auch nicht einfach ist. Dann wenn es Kollegen gibt, die im Umgang mit Schülern eher schwierig sind, und das zu sagen. Wenn man dann denkt, okay, gut, wenn ich das jetzt sage, ist es vielleicht noch schlechter gelaunt, dann macht man das vielleicht nicht. Aber ich muss sagen, jetzt auch bei mir in der Klinik, bin ich, was die Praxisanleiter angeht, sehr, gut aufgehoben und auch auf den Stationen. Bis jetzt hatte ich da wenig schlechte Erfahrungen.
Hans
00:29:55
Ja. Ich
Finn
00:29:57
Ja.
Hans
00:29:57
wundere mich immer wieder, dass es so viele auch gute Mitarbeiter gibt, die überhaupt keinen Bock haben, Schüler anzuleiten, die da total nervös werden, als wenn sie irgendwas zu verstecken hätten oder
Finn
00:30:10
Hhm hm.
Hans
00:30:10
Oder ich weiß es auch nicht. Es ist einfach, irgendwie bringt die das aus dem Rhythmus raus, die wollen, können das nicht,
Finn
00:30:16
Hhm
Hans
00:30:16
keine Ahnung.
Finn
00:30:16
hm.
Hans
00:30:16
Das ist doch gar nicht... die Schüler wollen ja nicht aufdecken, was die alles falsch machen
Finn
00:30:20
Nein.
Hans
00:30:21
oder sonst was. Natürlich ist manchmal vielleicht bei einem älteren Mitarbeiter, wie bei mir zum Beispiel, sind Dinge eingefahren, die heute nicht mehr so gemacht werden, aber man kann sich ja auch ein bisschen wach und frisch halten, dadurch, dass man mit Schülern immer wieder Kontakt hat. Diese Ängste und um Gottes Willen, ich verstehe es nicht. Aber gibt es überall wahrscheinlich.
Finn
00:30:41
Also wir sind alle nicht perfekt. Ob das jetzt eine Pflegefachkraft ist oder ein Pflegefachassistent oder ein Helfer noch. Ich glaube, wir können auch alle voneinander lernen.
Hans
00:30:53
Ja. Ja.
Finn
00:30:54
Also die... wenn Schüler kommen, so wie ich, und wir bringen viel Neues rein, weil wir einfach viel Neues lernen und treffen dann auf ein Urgestein, was seit 30 Jahren hier arbeitet und das läuft seit 30 Jahren so, also wird das so gemacht. Und wir lernen das aber schon komplett anders, weil es einfach mittlerweile andere Methoden gibt, wie man das macht. Finde ich... kann man da schon einen guten Weg doch zusammen gehen, auch wenn der Gegenüber sich darauf einlässt.
Hans
00:31:23
Ja, eben.
Finn
00:31:23
Oder?
Hans
00:31:24
Ich meine, man muss ja nicht jetzt alles umwerfen.
Finn
00:31:26
Nein.
Hans
00:31:27
Wenn es bisher gelaufen ist. Irgendwelche Gründe wird es dafür auch geben.
Finn
00:31:30
Ja.
Hans
00:31:31
Aber, ähm. Aber trotzdem, ne. Und auf der anderen Seite denke ich auch viele, gerade auch jetzt nicht Fachkräfte, ich glaube, die unterschätzen das, was sie zu zeigen hätten. Ich glaube, viele können bei ganz vielen Tätigkeiten was beibringen, könnten das.
Finn
00:31:51
Genau.
Hans
00:31:51
Aber um Gottes willen, bloß keiner mitlaufen, kein Schüler. Und äh...
Finn
00:31:57
Ja,
Hans
00:31:57
Dass
Finn
00:31:57
Also auch
Hans
00:31:58
da nicht
Finn
00:31:58
viele,
Hans
00:31:58
ein bisschen mehr Selbstbewusstsein
Finn
00:31:59
Genau.
Hans
00:31:59
ist, dass man sagt, na klar, was weiß ich, wie ich die Leute, fertig mache, das soll mir mal einer nachmachen, komm mal mit.
Finn
00:32:05
Ja. Also da gibt es ja schon auch ganz viele Helfer, die ihre Tricks haben, wie sie am besten Patienten, die schwer zu mobilisieren sind, da aus dem Bett bekommen.
Hans
00:32:16
Zum
Finn
00:32:16
und...
Hans
00:32:16
Beispiel,
Finn
00:32:16
da, finde ich, kann man sich schon was abgucken und was lernen. Aber wenn die das nicht zeigen, dann ist es auch schwer, zum Beispiel für mich, dann quasi im Endeffekt, wenn derjenige nicht da ist mit den Bewohnern, dann umzugehen.
Hans
00:32:30
Ja,
Finn
00:32:30
Ne?
Hans
00:32:31
Mhm. Gibt aber auch Schüler, die gucken sich das an und lernen das irgendwie durchs Zugucken, ne.
Finn
00:32:37
Mhm. Mhm.
Hans
00:32:38
Also, gibt's auch so'n Typus von Schülern, meist ein bisschen ältere, so, die schon irgendwie tausend Erfahrungen irgendwo anders gemacht haben, aber da denkt man sich, man sagt, hä, warum macht die das auf einmal besser als ich aber, ähm, manchmal ist man erstaunt, wie Leute das so lernen, ne, aber grundsätzlich denke ich auch da, eine Aushilfe, die was kann, kann auch irgendwie was dazu labern, weil, oder könnte
Finn
00:32:59
Ja
Hans
00:33:00
was erzählen, ne, und könnte sich mit dir dazu auseinandersetzen, und dann könntest du sagen, ja, das haben wir so und so gelernt, äh, was weiß ich, ähm, ne, und du machst das so, ähm, und dann vielleicht, warum mach ich das so, ähm, aber das ist irgendwie so, das wird irgendwie gemacht, es funktioniert, und, äh, bloß nicht drüber nachdenken und reden, und...
Finn
00:33:19
Äh, ja,
Hans
00:33:19
ja, gut, das ist natürlich, ähm, nur für einen bestimmten Lerntypus, ähm, geeignet, da was abzugucken, aber, ähm, gut, aber auch gut, wenn du erzählst, grundsätzlich, äh, läuft, äh, funktioniert es mit der Praxisanleitung, und,
Finn
00:33:35
Ja,
Hans
00:33:36
Okay. Dann hoffe ich, dass das hier auch, äh, läuft, insgesamt gesehen, und, ähm, ja, bedanke mich für deine Zeit, und...
Finn
00:33:46
Ja, sehr gerne, ich hoffe, es passt so, wie das heute gelaufen ist, und ich bedanke mich auch, dass ich da teilnehmen durfte.
Hans
00:33:56
Okay, gut, jo, ciao.
Finn
00:33:57
So, tschüss.
hans
00:33:59
Ja, ich hoffe es hat euch Spaß gemacht. Feedback wäre in jedem Fall möglich auf ruhrtal.letscast.fm alles klein geschrieben. Und es würde mich natürlich freuen, wenn ihr mal wieder reinhört. Bis dann.