#78 - Kung Fu auf dem sinkenden Schiff

01.05.2026 38 min

Zusammenfassung & Show Notes

Es ist die Rede von Umwegen zur Pflege hin, einer Ausbildung zur Köchin, die sie abbrechen musste, Kindheit in Gelsenkirchen, und den vielen Hobbys: Kung Fu, Inliner, Skaten, früher mal Fußball spielen und Schalke, sie erzählt von ihrer Schulzeit, vom Kochen, sich bekochen lassen und vom Essen gehen, davon was sie an der Pflege mag, was ihr gegen den Strich geht. Aktuelle Freizeitbeschäftigungen: Schlafen, mit dem Hund, einer Chihuahua namens Bella, unterwegs sein und - gerne auch schnell – Auto fahren. Bevorzugte Urlaubsziele: das Hotel des Vertrauens in der Türkei und Greetsiel.


„OGS“: offene Ganztagsschule; ich musste das jedenfalls nachschlagen.
 
 
Im Menü findet man auch einige „weniger nur touristisch“ informative Seiten:
 
 
Zum Chihuahua musste ich doch mal im Netz blättern, auch weil das Wort richtig transkribieren wurde!!?! während ich keine Ahnung hatte, wie man das schreibt:
 
 
 
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Transkript

Stephanie
00:00:10
Ruhrtal. Biografische Geschichten aus dem Pflegeheim. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Ruhrtal. Hier könnt ihr Bewohnern und Bewohnerinnen von Pflegeheimen zuhören, die aus ihrem Leben erzählen. Neue Folgen gibt es jeweils am 1. Freitag des Monats.
hans
00:00:35
Hallo auch von mir. Mein Name ist Hans und ich bin Altenpfleger. In dieser Folge von Ruhrtal zu Gast eine frisch weitergebildete Wohnbereichsleitung, die von ihrem Weg dorthin, aber auch von dem, was davor und daneben geschehen ist und passiert, berichtet.
Hans
00:00:53
Hallo Jasmin.
Jasmin
00:00:53
Hallo zusammen.
Hans
00:00:55
Ja. Ich stelle ein paar kurze Fragen.
Jasmin
00:00:57
Gerne.
Hans
00:00:57
Dein Alter?
Jasmin
00:00:58
Ich bin noch 37, werde im Sommer 38.
Hans
00:01:01
37. Und jetzt muss ich nicht rechnen. Geboren bist du wann?
Jasmin
00:01:05
88
Hans
00:01:06
88 Geburtsdatum?
Jasmin
00:01:09
20.7.
Hans
00:01:10
20.7. Wo?
Jasmin
00:01:12
In Gladbeck tatsächlich.
Hans
00:01:13
Und deine Eltern haben was gemacht?
Jasmin
00:01:16
Meine Mutter ist Einzelhandelskauffrau. Mein Papa hat damals auf der Zeche noch gearbeitet, als Schlosser. Ist aber mittlerweile jetzt auch tätig in der Pflege. Hat damals, als die Zechen geschlossen haben, auch umgeschult zur Altenpflege. Und ja, da ist er jetzt
Hans
00:01:30
Ja.
Jasmin
00:01:30
tätig.
Hans
00:01:31
War das so ein Anstoß für dich, das auch zu tun? Oder war es umgekehrt?
Jasmin
00:01:36
Nee, eigentlich gar nicht. Das
Hans
00:01:37
Nein.
Jasmin
00:01:37
hatte damit nichts zu
Hans
00:01:38
Ja.
Jasmin
00:01:38
tun.
Hans
00:01:40
Wie bist du, oder kannst du dich noch erinnern, wann du auf die Idee gekommen bist, ich geh in die Pflege? War das irgendwann klar oder ist das so schrittchenweise gekommen?
Jasmin
00:01:50
Nee, das kam tatsächlich schleichend. Ich wollte damals mein Hobby zum Beruf machen, das war das Kochen. Ich hatte eine Ausbildung zur Köchin auch damals angefangen. Hatte dann einen Unfall mit meiner Hand. Ich hatte Sehnen und Nerven durchtrennt. Konnte somit die Kochausbildung nicht mehr weiterführen. Ja, musste dann durch irgendeine Maßnahme vom Arbeitsamt damals und bin dann praktisch so in die Kinderpflege, Altenpflege dann reingerutscht. Hab dann damals dann meine erste Ausbildung zur Sozialassistentin abgeschlossen. und hab mich dann auch mehr für den Beruf im gesundheitlichen oder pflegerischen Bereich dann ein bisschen ausgeweitet und hab mich dann irgendwann entschlossen mein Examen zu machen.
Hans
00:02:26
Hast du auch mal Momente, wo du sagst, ich mach was anderes? Das geht mir so auf den Sack, das ganze Zeug.
Jasmin
00:02:33
Leider ja.
Hans
00:02:34
Ja.
Jasmin
00:02:34
Es gibt viele Momente, wo ich gedacht habe, bin ich überhaupt richtig in der Pflege, aber man kämpft sich so durch.
Hans
00:02:40
Gibt's irgend so inhaltlich irgendeine Sache, die dir besonders aufstösst, wo du sagst, das kotzt mich ganz besonders an?
Jasmin
00:02:47
Ja, und zwar, dass ich der Meinung bin, dass viele einfach nicht mit dem Herz bei ihrer Arbeit sind oder auch mit dem Kopf. Das ist so das. Dass die Menschlichkeit so ein bisschen auf der Strecke
Hans
00:02:58
Und
Jasmin
00:02:58
bleibt.
Hans
00:02:59
natürlich eine Sache, wenn man das so sieht, wo man wenig Einfluss drauf nehmen kann, weil die Leute müsstest du schon grundsätzlich umbiegen oder austauschen.
Jasmin
00:03:07
Richtig, sollte man eigentlich schon von klein auf mitgekriegt haben. Ja.
Hans
00:03:11
Aber jetzt nochmal zurück nach Gladbeck.
Jasmin
00:03:13
Ja.
Hans
00:03:14
Kindheit in Gladbeck?
Jasmin
00:03:15
Nee,
Hans
00:03:16
Nee.
Jasmin
00:03:16
geboren in Gladbeck,
Hans
00:03:17
Ah ja.
Jasmin
00:03:17
aufgewachsen letztendlich in Gelsenkirchen. Also die Kindheit verbracht in Gelsenkirchen.
Hans
00:03:22
Dann erzähl uns kurz, Kindheit in Gelsenkirchen, wie sieht das so aus?
Jasmin
00:03:28
Wie sieht das so aus? Ich bin ganz normal in Gelsenkirchen zur Grundschule gegangen. Danach bin ich auf die weiterführende Schule in Horst auf die Gesamtschule gekommen. Und ja, nach der Gesamtschule dann mehrere Möglichkeiten, mich noch weiterzubilden. Wie gesagt, die Kochausbildung. Ja, da ich habe ein bisschen gebraucht, um mich so ein bisschen zu finden, was ist das Richtige für mich.
Hans
00:03:48
Mhm.
Jasmin
00:03:48
Und wo komme ich an.
Hans
00:03:49
Ja. Ja. Aber. Ist glaube ich, heute bei sehr vielen Lebensläufen ist es einfach normal.
Jasmin
00:03:55
Richtig, natürlich. Man muss es ja ausprobieren, ne?
Hans
00:03:57
Ja.
Jasmin
00:03:57
Ja.
Hans
00:03:58
Und früher musste man einfach irgendwas machen
Jasmin
00:04:00
Richtig.
Hans
00:04:00
und... dann war man gefangen.
Jasmin
00:04:01
Da musste man irgendwas machen,
Hans
00:04:02
Ja.
Jasmin
00:04:02
damit man überhaupt irgendwas hat.
Hans
00:04:04
Ja. Kindheit, spielmäßig, Freundinnen, was habt ihr da so gemacht? Was erinnerst du da so, irgendwas?
Jasmin
00:04:12
Also ich war tatsächlich viel damals draußen. Ich bin noch die Generation mit Fahrrad fahren, Inliner fahren, draußen Verstecken spielen.
Hans
00:04:20
Ja.
Jasmin
00:04:20
Solche Dinge halt, die heutzutage nicht mehr so gegeben sind. Heute ist es PlayStation und Computer, aber ich war damals noch sehr viel draußen in meiner Freizeit. Viele Hobbys gehabt, bin Inliner gefahren, bin Fahrrad gefahren, bin schwimmen gegangen, habe Kung-Fu gemacht. Also ich war da sehr, wie sagt man, sehr tätig.
Hans
00:04:41
Kung-Fu. Das ist was, wo ich mich frage, wo macht man das? Wahrscheinlich nicht auf der Straße, Straßenkampf, sondern...
Jasmin
00:04:50
Nein, also Kung-Fu musste ich damals tatsächlich machen, während der Grundschulzeit tatsächlich, weil es damals andere Kinder gab, die andere gerne verkloppt haben nach der Schule, wenn man das so sagen darf. Ich bin mit meiner Grundschulfreundin dann immer auf dem Nachhauseweg immer abgefangen Und klar, man hat uns den Tornister weggenommen, wurde auf die Straße geschmissen. Man ist verheult dann nach Hause gekommen, hat Ärger gekriegt, weil die Hälfte gefehlt hat. Bis dann meine Mutter damals den Entschluss getroffen hat, in die Selbstverteidigung zu gehen. Und somit wurde ich dann im Kung-Fu angemeldet mit meiner Schulfreundin dann damals. Tja.
Hans
00:05:24
Und das hat auch dann gefruchtet, das heißt, ihr konntet die euch auch dann durchsetzen,sag ich mal, und die zurückschlagen? Oder war es mehr fürs allgemeine Selbstwertgefühl so?
Jasmin
00:05:35
Also ich denke mal eher mehr fürs allgemeine Selbstwertgefühl. Ja, man lernt sich selbst zu verteidigen, aber so das so wirklich auf der Straße unter Kindern anzuwenden, nee, also das ist es tatsächlich nicht. Also da gibt's ja echt Handgriffe im Kung-Fu, da kann man jemanden echt böse auch mit verletzen.
Hans
00:05:53
Hhm hm.
Jasmin
00:05:54
Ich, wie gesagt, fürs Selbstwertgefühl, dass derjenige oder diejenigen, die halt immer gerne geärgert haben, auch gesehen haben, oh, guck mal, ne, die gehen in die Selbstverteidigung, da gehen wir jetzt nicht mehr dran. Und so war es dann nachher tatsächlich auch. Also er hat uns damals auch einmal aus diesem Kung-Fu, wie sagt man, Haus rauskommen sehen und seitdem ist er auch damals dann, hat uns in Ruhe gelassen. Ja, ich glaub, der hat dann Angst gehabt.
Hans
00:06:17
Ja,
Jasmin
00:06:17
Ja.
Hans
00:06:18
also dann doch effektvoll, also hat funktioniert.
Jasmin
00:06:22
Ja, aber jetzt nicht
Hans
00:06:23
Ja,
Jasmin
00:06:23
so,
Hans
00:06:23
ja.
Jasmin
00:06:23
dass man es körperlich...
Hans
00:06:25
Jemanden zusammenschlagen musste.
Jasmin
00:06:26
Nein, um Gottes Willen, hm hm, nein.
Hans
00:06:28
Kung - Fu, Inliner, das ist noch eine Sache, da kann ich gar nichts... Also, aus eigenem. Die Balance, die man da braucht oder was auch immer, kann ich gar nicht verstehen. Du warst gut dabei?
Jasmin
00:06:39
Ich war sehr gut dabei tatsächlich. Also, ich bin sehr viel Inliner gefahren. Ich bin Skateboard auch tatsächlich gefahren. Wir sind damals in der 10. Klasse Abschlussfahrt der Klasse nach Österreich gefahren. Ich kann auch Ski fahren. Also, so mit der Balance, so da habe ich nie Probleme
Hans
00:06:56
Ja. Ja.
Jasmin
00:06:56
mit gehabt.
Hans
00:06:56
Ja.
Jasmin
00:06:56
Ne, also ich mach' auch solche Sachen gern. Ich steh' gerne auf dem Brett, wär' auch gerne noch Snowboard im Leben gefahren, das fehlt mir noch, das muss ich noch nachholen, aber doch, das macht schon Spaß,
Hans
00:07:05
Kannst
Jasmin
00:07:05
ja.
Hans
00:07:05
du einen Olli?
Jasmin
00:07:07
Nee. Nee, ich glaub'
Hans
00:07:09
Ich weiß
Jasmin
00:07:09
nicht.
Hans
00:07:09
nur, dass es den gibt, also,
Jasmin
00:07:11
Ja,
Hans
00:07:11
beim
Jasmin
00:07:11
doch,
Hans
00:07:11
Skateboard.
Jasmin
00:07:12
tatsächlich. Nee, nee, das kann ich nicht, nein.
Hans
00:07:14
Ja.
Jasmin
00:07:14
Meine Knochen sind mir schon noch lieb, ne?
Hans
00:07:19
Ja, So, jetzt haben wir so ein bisschen, ein bisschen hin und her gesprungen, aber schon ein bisschen die Hobbys abgearbeitet. Ähm, Gelsenkirchen, ähm, ein Hobby könnte ich vermuten, oder ich meine mich auch zu erinnern, das es, ähm, mit einem Fußballverein
Jasmin
00:07:33
Ich
Hans
00:07:33
zu
Jasmin
00:07:34
hab's schon geahnt.
Hans
00:07:34
sammenhängt.
Jasmin
00:07:36
Also, Gelsenkirchen ist ja berühmt für den Verein Schalke. Tatsächlich bin ich damit aufgewachsen. Meine Mutter ist, äh, Schalkerin durch und durch. Ähm, ja, ich bin damals mit zu Spielen gegangen, ich bin mit ins Parkstadion damals noch mitgegangen, ich wurde mit in die Arena mitgeschleppt. Und natürlich ist es immer wieder ein schönes Gefühl, auch in der Nordkurve zu stehen damals noch, heute ist alle anders, ich mein, mittlerweile sind wir ja abgestiegen oder sind schon wieder am aufsteigen. Es ist halt nicht mehr der gleiche Verein wie früher. Ja, hab ich damals gemacht. Ich hab tatsächlich auch Schalke tätowiert, aber heutzutage hab ich da nicht mehr so viel mit zu
Hans
00:08:09
Mhm,
Jasmin
00:08:09
tun.
Hans
00:08:10
ja.
Jasmin
00:08:10
Man ist damit aufgewachsen, ja, man fiebert auch zwischendurch mal mit, aber sonst hab ich so mit Fußball, obwohl ich damals auch selber Fußball gespielt hab, au im Verein muss ich noch dazu ergänzen, aber so mit dem Alter, nee,
Hans
00:08:21
Ja, mhm.
Jasmin
00:08:21
da hab ich Interesse dran verloren.
Hans
00:08:22
Ja,
Jasmin
00:08:23
Nee, hm hm
Hans
00:08:24
Ist bei Fußball irgendwie, also bei mir ist es auch so, ich war eine Zeit lang ein VfL-Bochum-Fan, weil ich da gewohnt hab, jetzt nicht so dramatisch, aber ich war auch regelmäßig da. Ja,
Jasmin
00:08:34
Kann man mal machen.
Hans
00:08:34
Und genau, und irgendwie ist das so eine Alterssache, wenn man sieht, die meisten sind jünger und man steht da irgendwie als, naja, dann ist es irgendwie vorbei.
Jasmin
00:08:44
Ja.
Hans
00:08:46
Na gut, das Entscheidende war ein Bierbecher, der von hinten, von einem Dortmund-Fan, auf mich draufgeworfen... , also ich war nicht, direkt das Ziel, aber ich wurde halt getroffen und,
Jasmin
00:08:56
Ja, was soll ich sagen, gehört eigentlich mit dazu, so
Hans
00:08:59
ja.
Jasmin
00:08:59
eine Bierdusche, aber ist halt auch unangenehm.
Hans
00:09:01
Irgendwann denkt man, das brauch
Jasmin
00:09:03
Ja,
Hans
00:09:03
ich nicht.
Jasmin
00:09:03
das sind dann so Sachen, ich meine, heute ist es auch nicht mehr mehr der Fußball, sondern da werden die Fokusse auf andere Dinge gerichtet.
Hans
00:09:11
Mhm,
Jasmin
00:09:12
Das hat dann auch nicht mehr viel mit Fußball zu tun. Ja.
Hans
00:09:14
Ja. also nicht mehr ganz so wichtig.
Jasmin
00:09:17
Nee.
Hans
00:09:18
Sind wir aber ein bisschen abgekommen, bei der Koch-Ausbildung,
Jasmin
00:09:21
Ja.
Hans
00:09:21
Da wolltest du, hattest du gesagt, dein Hobby wolltest du zum Beruf
Jasmin
00:09:24
Genau.
Hans
00:09:24
machen. Das hat mit dem Beruf halt nicht geklappt, aber Hobby ist das noch?
Jasmin
00:09:27
Ja, doch. Also ich habe früher bei meiner Oma viel eher da, eher mehr gebacken, deswegen war auch so Konditorin auch so die Richtung damals, also Küchenkonditorin. Ich habe zu Hause auch viel mit Mama gerne auch zusammengekocht,habe auch vieles mir abgeguckt, viel auch schnell gelernt, habe auch früher dann schon früh auch versucht, selber schon so ein paar Gerichte auch selbstständig zu machen. Und das war halt so das, ja, was mir halt sehr gelegen hat. Hätte mich dann gerne auch dann mit der Koch- oder nach der Koch-Ausbildung auch gerne weitergebildet, dann hätte ich vielleicht auch noch die Konditorin oder den Konfiseur noch gemacht Diätköchin und da ist ja auch ein ganz großes Spektrum nachher, wo man sich in der Ernährung auch weiterbilden kann. Ich hätte aufs Schiff oder so gehen können, war auch für mich so eine Alternative damals. Aber ja. Siehst du ja, wo ich gelandet bin?
Hans
00:10:12
Ja.
Jasmin
00:10:12
Kein Schiff. Sinkendes Schiff.
Hans
00:10:15
Ja, das vielleicht, ja.
Jasmin
00:10:18
Ja doch, aber ich koche weiterhin sehr gerne
Hans
00:10:21
Ja,
Jasmin
00:10:21
wenn ich die Zeit dafür habe.
Hans
00:10:22
Ja. Ja. So ein bisschen, wenn so ein, sowas so, naja, so ein bisschen sich schon wie ein Traum anhört oder wie eine, wirklich eine Berufung. Und dann kommt irgendwas dazwischen und man kann nicht mehr weitermachen. Ist das wahrscheinlich ganz schön schwer zu verarbeiten?
Jasmin
00:10:40
Ja, tatsächlich, weil ich mich so mit der Altenpflege mich auch damals nicht auseinandergesetzt habe. Für mich stand, wie gesagt, immer nur dieses Essen, Essen zubereiten, Essen kreieren, dekorieren mehr im Vordergrund. Ich habe mit meinem Unfall tatsächlich ein Dreivierteljahr gebraucht, dass ich meine Hand wieder richtig bewegen konnte. Es war schwierig, sich damit abzufinden. Letztendlich bin ich froh, dass ich es, glaube ich, nicht gemacht habe, weil Feiertage arbeiten, gerade in der Gastronomie auch. Ja, ich meine gut, in der Altenpflege ist es jetzt auch nicht anders, aber ich weiß nicht, ob das wirklich so meine Erfüllung dann fürs Leben gewesen wäre. Ja, mein Hobby hätte ich zum Beruf gemacht, aber wer weiß, wie lange das vielleicht gut gegangen wäre. Nur weil ich gerne gekocht habe, heißt das nicht, dass ich jetzt dann auch 24 Stunden mir damit mein täglich Brot verdienen
Hans
00:11:26
Ja,
Jasmin
00:11:26
möchte.
Hans
00:11:27
ja, ja. Und wenn es dann im Beruf doof läuft, dann wird halt das Hobby kaputt gemacht
Jasmin
00:11:31
Richtig,
Hans
00:11:31
mehr oder weniger.
Jasmin
00:11:32
genau.
Hans
00:11:33
In einem anderen Beruf, naja, sucht man sich eine andere Stelle und macht die
Jasmin
00:11:36
Zum
Hans
00:11:37
ja.
Jasmin
00:11:37
Beispiel, richtig.
Hans
00:11:40
Welche Gerichte oder fällt dir ein Gericht ein, was du besonders gut kannst?
Jasmin
00:11:43
Ja, tatsächlich, also was ich sehr gerne koch, wofür ich auch immer wieder positive Rückmeldungen bekomme, ist meine Spaghetti Bolognese tatsächlich. ansonsten, ich kann alles kochen, sag ich jetzt mal so. Es schmeckt auch immer, hab ich mir sagen lassen.
Hans
00:11:59
Ja,
Jasmin
00:11:59
Aber so, was ich wirklich so gerne mache, ist Spaghetti Bolognese,
Hans
00:12:02
ja,
Jasmin
00:12:02
ja. Oder irgendwelche sämtlichen Salate, aber so Spaghetti ist
Hans
00:12:05
ja.
Jasmin
00:12:05
schon, es sticht raus.
Hans
00:12:06
Und bei Spaghetti Bolognese, gibt's da irgendwie einen Trick, den man wissen muss, damit's besonders gut wird?
Jasmin
00:12:11
Ja, aber den sag ich nicht. Nee,
Hans
00:12:14
Hm, das ist
Jasmin
00:12:15
nee,
Hans
00:12:16
irgendwas fieses, unanständiges.
Jasmin
00:12:17
Nein, um Gottes Willen, nein, aber so sich meine Bolognese abhebt von
Hans
00:12:21
Ja,
Jasmin
00:12:21
vielen anderen
Hans
00:12:21
ja,
Jasmin
00:12:22
Bolognesen.
Hans
00:12:22
Hm, ja. Also, so ein bisschen Berufsehre, ähm.
Jasmin
00:12:26
Genau, richtig,
Hans
00:12:26
Is da schon
Jasmin
00:12:27
ja.
Hans
00:12:27
dabei, ja, hm, gut.
Jasmin
00:12:28
Sonst ist ja nichts mehr Besonderes.
Hans
00:12:29
Ja, Und, ähm, wie sieht das so aus mit Essen gehen? Machst du das auch gerne?
Jasmin
00:12:34
Also, ich bin früher viel mit meiner Mutter tatsächlich essen gegangen. Es gab früher diese Gutscheinbücher, ähm, bin dadurch auch viel rumgekommen hier in NRW, im ganzen Umkreis hier Gelsenkirchen, Bottrop, Gladbeck, weiß ich nicht wo, Oberhausen. Hab sämtliche Restaurants auch durch, geh auch gerne ins Restaurant, auch mal gerne schick essen, zum Beispiel auch gerne chinesisch am Buffet, weil da halt so viele Möglichkeiten gibt, sich auch mal auszuprobieren. Ich bin auch jemand, der auch gerne auch mal sich an neue Sachen dran traut und nicht direkt sagt, nee, esse ich nicht, wat der Bauer nicht kennt, ne. Also doch, ich geh auch gerne mal auswärts essen. Ich lass mich auch gerne bekochen tatsächlich, ja. Hab jetzt einen Freund, der kann super toll kochen, da lehne ich mich jetzt gerne zurück und lass mich jetzt mal bekochen.
Hans
00:13:18
Ja, hhm hm.
Jasmin
00:13:19
Sonst war ich immer diejenige, die gekocht hat. Ich mach's auch gerne, aber jetzt bin ich auch mal an dem Punkt, wo ich sag, der macht so leckeres Essen. Ja, jetzt bin ich dran.
Hans
00:13:27
Ja. Gibt's auch was, so gemeinsam kochen, oder ist das, also ich frage, weil mit meiner Freundin kann ich nicht, wir kochen beide manchmal und beide auch,
Jasmin
00:13:35
Ja.
Hans
00:13:36
jeder kann, mag auch das vom anderen. Aber zusammen kochen passt irgendwie nicht, weil die Vorgehensweisen ganz anders sind und wir würden uns
Jasmin
00:13:44
Also...
Hans
00:13:44
auf die Nerven gehen.
Jasmin
00:13:45
Am Anfang hab ich gekocht, er hat sich bekochen lassen, bis ich irgendwann am Arbeiten gewesen bin und er mich fragte, ja, kann ich dir was zu essen machen? Und ich weiß nicht mehr, wie dies Gericht hieß, es war irgendwas Mediterranes. Esse ich eigentlich nicht so gerne, auch was so gegrilltes Gemüse angeht und sowas bin ich jetzt nicht so der Typ für, aber da hat er mich echt, also fast vom Stuhl gehauen, es war so lecker und durfte von da an dann erstmal weiter kochen. Ja.
Hans
00:14:12
Ja, in die
Jasmin
00:14:13
Selber
Hans
00:14:13
Falle gegangen.
Jasmin
00:14:14
Schuld.
Hans
00:14:14
Man darf das nicht zeigen, was man kann.
Jasmin
00:14:16
Nein, also wir kochen auch zusammen, aber natürlich durch die Arbeit ist es halt schwierig, ne, dann ist halt entgegengesetzte Dienste und dann, ja, ist halt manchmal blöd. Wenn wir zusammen frei haben, dann wie gesagt, wir kochen gerne zusammen, wir gehen aber auch gerne außerhalb essen. Also das ist dann, das entscheiden wir dann an dem Tag dann,
Hans
00:14:36
Ja.
Jasmin
00:14:36
je nachdem, wie wir Lust und Laune haben.
Hans
00:14:38
Gut, entgegengesetzte Dienste, das heißt, er arbeitet auch in der Pflege oder in einem anderen Bereich, wo man,
Jasmin
00:14:43
Der arbeitet als Physiotherapeut, ist selbstständig. Ich meine, er kann sich natürlich seine Zeiten selber aussuchen, sag ich mal, aber überwiegend natürlich von morgens bis nachmittags,
Hans
00:14:53
ja
Jasmin
00:14:53
was ich natürlich auch arbeite, aber ich habe natürlich auch zwischenzeitlich mal Spätdienst und dann wird es natürlich schwierig. Also wir reden jetzt eigentlich nur, wenn ich praktisch Spätdienst habe, weil er arbeitet meistens immer nur bis nachmittags, so, wenn ich Frühdienst habe, dann passt das meistens, aber entgegengesetzt, wenn ich dann im Spätdienst bin, ja, dann kocht er.
Hans
00:15:12
Ja.
Jasmin
00:15:12
Das geht auch nicht anders.
Hans
00:15:12
Nochmal zurück zur Schule, so der Zeit. Warst du eine gute Schülerin?
Jasmin
00:15:20
Ja.
Hans
00:15:21
Ja.
Jasmin
00:15:22
Man hat zwar immer gesagt, ich könnte mehr aus mir machen, wenn ich ein bisschen mehr im Unterricht aufpassen würde und nicht so viel stören würde, aber tatsächlich ja doch.
Hans
00:15:30
Hat trotzdem geklappt. Und auch gut geklappt. Also musstest du auch nicht so viel tun, oder? Weil ich schließe nur zurück, wenn man stört, dann ist man, also wenn man unbedingt zeigen will, was man alles getan hat, dann stört man nicht so. Und deswegen gehe ich davon aus, oder vermute ich mal. Du
Jasmin
00:15:48
Nee,
Hans
00:15:48
hast, dir
Jasmin
00:15:49
man wußte das.
Hans
00:15:49
ist das alles so zugefallen.
Jasmin
00:15:50
Ja, ich habe mich so zum Ende hin meistens so mitreißen lassen, meistens waren die anderen,die immer mehr gestört haben, ich habe mich mitreißen lassen, also die Lehrer wussten eigentlich, wo mein Potenzial liegt. Ich lag immer, bei Einsen und Zweien, Durchschnitt, ja. Aber durch dieses Mitreißen bin ich dann natürlich zwischendurch auch mal ein bisschen aufgefallen, aber im Großen und Ganzen wussten die Lehrer damals,
Hans
00:16:12
Hm.
Jasmin
00:16:12
das kommt jetzt nicht von mir aus, sondern ich hab mich halt so ein bisschen mitreißen lassen.
Hans
00:16:15
Ja, hm.
Jasmin
00:16:16
Ja, das war dann aber auch Pubertätszeit nachher, ja, was soll ich sagen
Hans
00:16:20
Ja, so ein bisschen verdächtig sind ja die Leute, die sowas nie gemacht haben und nie gestört haben, schon. Okay, also auch da alles richtig gemacht.
Jasmin
00:16:29
Ja würde ich sagen. Doch.
Hans
00:16:31
Den Umweg über die, ähm, Ausbildung, die dann nicht geklappt hat, hast du schon erzählt. letztendlich hast du auch gesagt, irgendwie so ein bisschen übers Arbeitsamt bist du an die Pflege rangekommen.
Jasmin
00:16:42
Richtig, ich hatte eine Maßnahme vom Arbeitsamt aus, wo die mich auf einer Ganztagsschule gepackt haben in die Küche, weil da war ich halt noch in einem hauswirtschaftlichen
Hans
00:16:50
Ja.
Jasmin
00:16:50
Bereich. Da wurde das Essen aber damals für die Grundschulkinder geliefert und ich hatte da eigentlich nicht viel zu tun mit Lebensmitteln. Und dadurch, dass ich auf meine Stunden ja kommen sollte, musste ich dann nachmittags noch mit in diese wie sagt man, OGS, wo die Kinder dann bis 15, 16 Uhr noch betreut worden sind. Da musste ich dann leider dann meine Stunden dann weitermachen und dann weiß ich nicht, also das ist jetzt heute, also das ist zu lange her, dass ich da irgendwie dann reingerutscht bin, weil ich dann sagte, ja, dann mache ich halt irgendwas so in dem sozialen Bereich mit Menschen. dann gab es halt damals die Ausbildung zur Sozialassistentin.
Hans
00:17:22
Sozialassistentin ist so soziale Betreuung oder was ist das dann genau?
Jasmin
00:17:28
Also die Ausbildung habe ich da, also es ist eine schulische Ausbildung damals gewesen.Er hatte viel eigentlich auch mit der Altenpflege zu tun, aber auch so ein bisschen mit Kinderpflege. Ja, da hätte man auch überall in Pflegeeinrichtungen arbeiten können, aber jetzt halt nicht so wie als Fachkraft, sondern eher mehr so so pflegerische Tätigkeiten oder Betreuung, wie du gerade schon sagtest.
Hans
00:17:48
Ja, dass es dann die Altenpflege geworden ist, war dann auch eine bewusste Entscheidung. Also hast du gesagt, Kinder nicht so, alte Leute besser oder hat sich das irgendwie auch ergeben?
Jasmin
00:17:58
Nee, das hat sich tatsächlich dann ergeben, dass ich dann nach der Ausbildung in einer demenziellen WG gearbeitet habe in Duisburg. Also da dann schon direkt der Einstieg mit alten Menschen. Und habe dann irgendwann mit der Zeit gemerkt, ich kann im Notfall, weiß ich nicht, wie ich in bestimmten Situationen reagiere, in Notfallsituationen. Und habe dann da letztendlich nachher entschieden, mein Examen zu machen, um Menschen in der Not oder bei, die akute Hilfe benötigen, dann auch helfen kann. Natürlich auch finanziell betrachtet mit einer abgeschlossenen Ausbildung
Hans
00:18:28
Ja.
Jasmin
00:18:28
auch. Natürlich bestreite ich auch gar nicht ab, aber letztendlich stand für mich dann damals so, dass ich in Notfallsituationen agieren kann.
Hans
00:18:35
Ja. Und die Ausbildung hast du dann hier in Essen gemacht?
Jasmin
00:18:38
Die Ausbildung habe ich dann tatsächlich hier damals in Essen gemacht. Ich gehe jetzt ins fünfte Jahr, ich bin jetzt dieses Jahr fünf Jahre examinierte Fachkraft. Ja.
Hans
00:18:47
Und damals bist du auch nach Essen umgezogen? Ich habe jetzt so ein bisschen seit Gelsenkirchen, Gladbeck, Gelsenkirchen den Anschluss verloren doch an die Wohnorte? Oder...
Jasmin
00:18:56
Nee, ich bin nach Essen damals gezogen, tatsächlich für die Liebe. Ja.
Hans
00:19:01
Hhm hm. Und dann den Job angefangen, also die Ausbildung angefangen?
Jasmin
00:19:05
Genau, richtig.
Hans
00:19:06
Dann hier hängen geblieben?
Jasmin
00:19:07
Also als ich hier nach Essen gezogen bin, war ich noch in einer Zeitarbeitsthema, da habe ich in Essen-Steele in der Kaiser-Otto-Residenz gearbeitet Da hatte ich dann damals die Kontakte hierzu, ja gut, Namen nenne ich jetzt nicht, die mir dann ermöglicht haben, dass ich hier dann meine Ausbildung anfangen
Hans
00:19:21
Ja.
Jasmin
00:19:22
kann. Ja. Und seitdem bin ich dann jetzt hier erstmal beruflich bedingt in Essen geblieben.
Hans
00:19:26
Ausbildung, wie gesagt, nicht so ganz der Herzenswunsch, aber wenn du jetzt einen Slogan für junge Leute sagen müsstest, warum soll man denn das machen? Würde dir da was einfallen
Jasmin
00:19:39
Ja, der Beruf hat halt viele Perspektiven. Man kann sich weiterbilden, wie ich es ja auch getan habe zum Beispiel Die Arbeit mit Menschen macht halt sehr viel Spaß. Ja, man kann Dinge auch verändern oder den Menschen auf ihren letzten Lebenswegen versuchen, noch so ein bisschen Perspektive zu bieten.
Hans
00:19:55
Ja. Weiterbildung hast du schon gerade angesprochen. Mittlerweile bist du ja Wohnbereichsleitung. hier in dem Haus auch, wo du früher, glaube ich, oder wo du als Schülerin deine Ausbildung gemacht hast, ne? Zwischenzeitlich warst du mal in einem anderen Haus. In zwei anderen Häusern.
Jasmin
00:20:12
Zwei anderen Häusern.
Hans
00:20:12
Aber vom gleichen Konzern, ne?
Jasmin
00:20:14
Vom gleichen Arbeitgeber.
Hans
00:20:15
Ja, ja. Ja, Konzern klingt so ganz industriell.
Jasmin
00:20:21
Richtig.
Hans
00:20:21
...
Jasmin
00:20:21
Hörte sich jetzt nicht so toll an. Alles gut.
Hans
00:20:27
Okay, Und du hattest schon mal angedeutet, was dir an dem Beruf oder was dir manchmal so ganz gegen den Strich geht. Wenn nämlich Leute so ohne Herz, ohne...
Jasmin
00:20:37
Ja,
Hans
00:20:38
innerlich da bei der Arbeit zu sein,
Jasmin
00:20:40
richtig.
Hans
00:20:41
irgendwie rumwurschteln.
Jasmin
00:20:41
Bei manchen Menschen habe ich das Gefühl, die kommen einfach zur Arbeit, machen ihre Arbeit und das war's dann. Aber mal irgendwie den Kopf einzuschalten, mal irgendwie darüber nachzudenken, was mache ich denn da, oder auch mal auf die Gefühle und Bedürfnisse der alten Menschen einzugehen, das fehlt mir tatsächlich bei vielen. Egal wo ich bis jetzt gearbeitet habe, immer überwiegend Mitarbeiter oder Kollegen sind, die wirklich für mich die Berufung einfach verfehlt haben, ja. Die könnten auch Metzger oder so, glaube ich,
Hans
00:21:07
Hm. Ja.
Jasmin
00:21:10
besser sein. Ja,
Hans
00:21:12
Ja.
Jasmin
00:21:12
tatsächlich.
Hans
00:21:13
Ja, auf der anderen Seite muss man ja irgendwie... Du bist ja jetzt auch noch jung, das geht ja noch Jahre so weiter, ne? man muss ja irgendwie klarkommen. Also ich würde so, wenn ich das jetzt so höre von dir, würde ich sagen, nee, komm, da musst du dir was anderes suchen. Irgend was anderes suchen und irgendwann in eine andere Richtung gehen. Weil auf Dauer, so wenn der überwiegende Teil der Kollegen, Kolleginnen einem nicht so liegt, kann man doch nicht durchmachen.
Jasmin
00:21:40
Nee, eigentlich nicht. Deswegen hatte ich mich auch letztendlich dazu entschieden, in die Führungsposition zu gehen, um halt mitzuwirken, um halt Dinge zu verändern, um mitreden zu können, um halt so meine Gedanken, Gefühle,Interessen mit einzubringen. Um zu sagen, versuch es doch mal so und so oder ja, ich weiß jetzt nicht, wie ich es genau sagen soll, aber die Menschen so ein bisschen auch mal in eine andere Richtung zu kriegen.
Hans
00:22:04
Ja.
Jasmin
00:22:05
Dass die Pflege nicht ganz so scheiße ist, auf Deutsch gesagt, wie
Hans
00:22:08
Hhm
Jasmin
00:22:08
es
Hans
00:22:08
hm.
Jasmin
00:22:08
nach außen...gezeigt wird.
Hans
00:22:09
Ja, und man hat natürlich als Wohnbereichsleitung auch eine gewisse Mitsprache. Der Kollege wird eingestellt, der vielleicht mal auf eine andere Station.
Jasmin
00:22:18
Richtig.
Hans
00:22:19
Und ähm...
Jasmin
00:22:19
das ist das. Da so ein bisschen Struktur und Ordnung auch reinzukriegen.
Hans
00:22:22
Ja. Die Hoffnung, dass das irgendwas bewirkt, hast du noch nicht aufgegeben?
Jasmin
00:22:28
Nein.
Hans
00:22:28
Also, ja, klar.
Jasmin
00:22:30
Da kämpfe ich auch
Hans
00:22:31
Ja.
Jasmin
00:22:31
hart mit,weil es sehr schwierig ist in der Pflege und ich auch selber meine persönlichen Probleme auch schon hatte. Sobald man irgendwie versucht, irgendwas zu ändern ist es sehr schwierig, sich da halt durchzusetzen. Also, man muss da dranbleiben, ansonsten hat man verloren.
Hans
00:22:48
Ja. Ja, aber ich denke, gerade solche Leute braucht die Pflege, die so eine Idee oder eine Vorstellung haben,wie die ganze Sache aussehen.
Jasmin
00:22:55
Habe
Hans
00:22:55
soll.
Jasmin
00:22:55
ich gedacht. Aber anscheinend legen da manche ihren Fokus
Hans
00:22:58
Ich
Jasmin
00:22:58
anders.
Hans
00:22:58
weiß. Oft soll natürlich die Sache einfach irgendwie weiterlaufen.
Jasmin
00:23:02
Genau. Ne, haben wir schon immer so gemacht
Hans
00:23:04
Ja.
Jasmin
00:23:04
und machen wir so weiter. Und ich bin halt jemand, der sagt, kann man ja machen, aber man kann auch mal andere Dinge probieren
Hans
00:23:10
Ja.
Jasmin
00:23:12
Ja Und. damit eckt man manchmal ein bisschen an.
Hans
00:23:14
Wenn du jetzt so auf dem Wohnbereich irgendeine Sache, eine Idee, das muss jetzt nichts Großes sein, aber wo du sagst, das ist momentan so mein Fokus, das möchte ich irgendwie ändern, bearbeiten. Ist da was, wo du sagen könntest, darum geht es mir im Moment. Das ist so der Kern, wo ich mich draufstürze.
Jasmin
00:23:33
Wie meinst du das jetzt?
Hans
00:23:34
Fällt dir jetzt irgendwas Besonderes ein, so auf der Station, im Stationsleben, wo du sagst, da muss, da kann man ein Schräubchen drehen und dass es mehr in meine Richtung geht.
Jasmin
00:23:46
Ja, das liegt halt, wie gesagt, an den Mitarbeitern. Also ich würde mir wünschen, dass die Mitarbeiter ein bisschen mehr fröhlicher sind und mal ein bisschen mehr lächeln . Und mal ein bisschen mehr auf die Bedürfnisse der Bewohner eingehen und den Interessen auch mal so ein bisschen nachgehen. So, sowas fehlt mir halt so ein bisschen. So diese Beziehung zwischen Menschen, zwischen den Menschen. Ja.
Hans
00:24:10
Hatten wir schon mal angesprochen, ist natürlich eine Sache, letztendlich kann man die Leute nicht umdrehen. Man muss letztendlich
Jasmin
00:24:16
Ja, man kann die Menschen halt nicht ändern. Also entweder kommt's von sich selber aus und man sieht halt selber ein, dass man irgendwo was verändern muss. Es sind halt natürlich viele Alteingesessene, viele Mitarbeiter auch, die schon ein bisschen älter sind auch als ich, verstehe ich auch alles. Aber ich würde mir halt wünschen, dass auch so gerade die ältere Generation sich auch mal so ein bisschen mehr anpasst an die Zeit. Also wir leben jetzt hier nicht mehr vor 20 Jahren oder so, sondern wir gehen mit der Zeit. Es ändert sich viel, gerade im Gesundheitswesen und da kann man nicht den Kopf in den Sand stecken und sagen, das haben wir schon immer so gemacht, sondern ja, mal so ein bisschen auch mitwirken. Mal ein bisschen zulassen, mal vertrauen an die Sache. Aber das ist halt sehr, sehr schwierig,
Hans
00:24:56
Ja,
Jasmin
00:24:56
weil das ist natürlich wieder mit Arbeit verbunden.
Hans
00:24:59
Ja, Also ich hab das so im Umgang als Praxisanleiter mit Schülern, wo die Leute dann oft sagen, früher mussten wir auch einspringen, wir
Jasmin
00:25:08
Richtig.
Hans
00:25:08
einfach irgendwas machen, uns ist nichts gezeigt worden, wir mussten uns das selber. Heute sind aber die Vorschriften nun mal andere, ne und...
Jasmin
00:25:14
Richtig.
Hans
00:25:14
Und all solche Dinge spielen aber nicht immer und nicht bei allen eine besonders große
Jasmin
00:25:19
Nö,
Hans
00:25:19
Rolle.
Jasmin
00:25:20
nicht bei allen.
Hans
00:25:21
Ja.
Jasmin
00:25:21
Aber bei den meisten.
Hans
00:25:22
Ja Ne!? Das kann schon ärgerlich sein, aber als Praxisanleiter kann man dann einfach sein Ding machen irgendwie und naja, aber als Wohnbereichsleitung muss man ja schon auch gerade stehen für manches.
Jasmin
00:25:35
Richtig. Als Wohnbereichsleitung stehe ich natürlich für alles gerade mit an erster Stelle. Wenn die Mitarbeiter die Fehler machen, kriege ich es als erstes ab. Dessen bin ich mir bewusst.
Hans
00:25:44
Ja.
Jasmin
00:25:45
warte mal, bis der erste Knall passiert und dann gucken wir mal, wie man damit professionell umgeht Ne, jeder lernt jeden Tag mit dazu. Auch ich muss noch viel lernen, und bin aber bereit, den Weg zu gehen und die Herausforderung anzunehmen.
Hans
00:25:57
Ja. Jetzt gibt es aber nicht nur Arbeit, sondern auch jetzt noch Freizeit. Du hast schon viele Hobbys genannt, aber was sind so aktuell deine Freizeitbeschäftigungen?
Jasmin
00:26:07
Also meine aktuelle Zeit, Freizeitbeschäftigung ist schlafen und tatsächlich Autofahren.
Hans
00:26:14
Aha.
Jasmin
00:26:15
Ich habe seit letztes Jahr August meinen Führerschein, leider erst ein bisschen spät. wie gesagt, jetzt habe ich ihn aber, da bin ich auch mehr als froh drüber und fahre tatsächlich auch seit letztes Jahr, seit dem 1. 8. ununterbrochen bis heute jeden Tag Auto. Ja, also Autofahren ist für mich so ein bisschen ein Ausgleich auch zur Arbeit. Man kriegt den Kopf frei, man ist unabhängig, man kann von, man kommt von A nach B, gerade jetzt, wo gestreikt wird, ich bin nicht mehr darauf angewiesen. Habe jetzt nach einem Dreivierteljahr dann auch mal mein Ticket gekündigt, was ich die ganze Zeit nicht mehr brauchte.
Hans
00:26:46
Hm.
Jasmin
00:26:46
Aber ja, also so Freizeit, ja, im Moment, wie gesagt, schlafen, Autofahren.
Hans
00:26:52
Und das Autofahren ist jetzt auch nicht nur zielgerichtet zur Arbeit von der Arbeit, sondern auch so ein bisschen Tourchen machen, rumfahren.
Jasmin
00:27:00
Genau, rumfahren, Spaziergänge, ich habe ja auch einen Hund und ja, damit kommt man natürlich auch ganz woanders hin, ist nicht nur mal in den eigenen Grenzbereich da
Hans
00:27:10
Hhm hm.
Jasmin
00:27:10
zu Hause, sondern kann man irgendwelche Parks fahren oder auch mal ein bisschen weiter weg ins Grüne. Ja, doch. Und wenn es nicht der Hund ist, dann ist es, wie gesagt, einfach nur auf der Autobahn, weil ich fahre auch gerne schnell.
Hans
00:27:21
Mhm, ja, das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. Okay, gut
Jasmin
00:27:25
Ich habe direkt wieder die Mutter im Ohr sitzen.
Hans
00:27:27
...
Jasmin
00:27:28
Aber ja, ich bin halt zwischendurch auch eine schnelle Autofahrerin. Ich habe dafür auch schon meine Knöllchen gekriegt, leider. Ja.
Hans
00:27:36
Und die Höchstgeschwindigkeit, die du bisher erreicht hast, kannst du die nennen?
Jasmin
00:27:39
Die Höchstgeschwindigkeit, die ich erreicht habe, war 230 letztes Jahr. Da muss ich aber dazu sagen, ich habe, nachdem ich meinen Führerschein hatte, mir drei Monate lang Autos gemietet, bevor ich selber mein eigenes jetzt gekauft habe. Habe dementsprechend natürlich die neuesten Autos gehabt, die auf dem Markt sind. Und die haben natürlich ordentlich PS gehabt unterm Arsch,
Hans
00:27:57
Ja.
Jasmin
00:27:57
wenn man das so sagen darf. Ja, und der letzte Golf, den ich hatte, der hat tatsächlich geschafft 230 auf der Autobahn. Die habe ich dann auch am ersten Tag meines Führerscheins dann auch direkt ausgetestet. Kann man jetzt meinen, ob man lebensmüde ist oder nicht, aber
Hans
00:28:09
ja,
Jasmin
00:28:10
kann man mal machen. Ich lebe noch.
Hans
00:28:12
Ich stelle mir so dann das Ganze, ich habe keinen Führerschein und auch keine Ambitionen, aber ich stelle mir das schon sehr schwer zu kontrollieren vor. Ich denke immer, das kann doch ein Mensch auf lange Zeit so konzentriert, kann man doch gar nicht dabei sitzen. Aber natürlich geht das...
Jasmin
00:28:24
Doch,
Hans
00:28:25
irgendwie.
Jasmin
00:28:25
das geht. Also ich habe selber auch Angst gehabt, den ersten Tag dann alleine hinterm Steuer zu sitzen, ohne dass dann jemand neben dir sitzt und noch irgendwie bremst
Hans
00:28:32
Ja.
Jasmin
00:28:32
oder so. Tatsächlich, das ist weg. Also ich habe das Gefühl, ich hätte schon 20 Jahre meinen Führerschein, fahre auch sehr sicher. Ja, ich kann mir ein Leben ohne Auto und ohne Führerschein auch momentan gar nicht mehr vorstellen. Also es ist echt unabhängig und
Hans
00:28:48
Hhm hm.
Jasmin
00:28:48
bedeutet für mich auch einen ganz großen Schritt mehr Freiheit.
Hans
00:28:54
Ja diese Unabhängigkeit kenne ich ohne Führerschein, aber seitdem ich ein Fahrrad habe und auch mein Busticket nicht mehr brauche, ist nur eine kurze Strecke, die ich fahren müsste, aber es ist was ganz anderes, dass man hier bei der Arbeit nicht sitzt und denkt, oh, gleich kommt der Bus und was
Jasmin
00:29:06
Richtig,
Hans
00:29:06
weiß ich. Und dann Streik heute, pff,
Jasmin
00:29:09
richtig.
Hans
00:29:09
egal.
Jasmin
00:29:10
Ob jetzt Auto oder Fahrrad, gut, ich wohne jetzt ein bisschen weiter weg mit dem Fahrrad, würde ich jetzt hier
Hans
00:29:14
Ja.
Jasmin
00:29:14
nicht hinkommen, weil ich den Berg hier schon nicht hochkomme.
Hans
00:29:16
Mit einem E-Bike
Jasmin
00:29:17
Ich
Hans
00:29:17
geht alles
Jasmin
00:29:17
verstehe, wa du meinst, ja. Es ist schon was anderes, wenn man nicht mehr so abhängig ist auf den öffentlichen Nahverkehr.
Hans
00:29:23
Auf die Geschwindigkeiten komme ich natürlich nicht ganz.
Jasmin
00:29:26
Nee.
Hans
00:29:27
Auch mit dem E-Bike nicht, aber
Jasmin
00:29:28
Nee.
Hans
00:29:29
gut. Urlaubmäßig, hast du da irgendwelche Ziele schon erreicht oder interessierst du dich überhaupt nicht? Wie sieht das aus?
Jasmin
00:29:37
Also doch, also Urlaub brauche ich auf jeden Fall zum Ausgleich. Ich fliege sehr, sehr gerne in die Türkei. Ich habe da auch mein Hotel des Vertrauens, was direkte Strandlage hat, kostet natürlich auch dementsprechend ein bisschen mehr, aber man fliegt ja auch nur einmal im Jahr im Urlaub. Also zumindest ich, wenn ich so einen großen Urlaub mach Dementsprechend kann ich da auch mal ein bisschen mehr Geld für investieren. Letztes Jahr war ich an der Nordsee mit meiner Mutter, muss ich sagen. War sehr, sehr schön. Ich habe auch da letztes Jahr überlegt, ob man nicht auch zur Nordsee ziehen könnte. Da ist die Luft anders, die Menschen sind anders Da ist einfach generell, weiß ich nicht, da ist mehr Ruhe als hier wie im Ruhrgebiet.
Hans
00:30:15
Wo an der Nordsee?
Jasmin
00:30:16
In Greetsiel sind wir
Hans
00:30:18
Ah,
Jasmin
00:30:18
gewesen,
Hans
00:30:18
Greetsiel, ja.
Jasmin
00:30:19
ja
Hans
00:30:19
Also ich komme da gebürtig aus Norden, der letzte Ort, wo ich Urlaub gemacht habe in Ostfriesland, war auch Greetsiel, ist aber schon über zehn Jahre her. Weil ich bin da immer als Kind, immer, weil Großeltern, alle haben da gewohnt.
Jasmin
00:30:30
Richtig. Wir sind da damals auch mit Papa und Mama noch hingefahren, haben da auch damals ein Ferienhaus in Greetsiel gehabt. Und da kann ich mich jetzt nicht mehr so viel dran erinnern, aber ich weiß, dass wir damals viel nach Greetsiel gefahren sind oder Pilsum, Pewsum und
Hans
00:30:43
Ja,
Jasmin
00:30:43
die ganze
Hans
00:30:43
Hhm
Jasmin
00:30:43
Ecke. da
Hans
00:30:43
hm.
Jasmin
00:30:44
Wie sie da hinten heißt. Und wie gesagt, letztes Jahr dann mit Mama für eine Woche dann, ja, nach Greetsiel. Und das hat mir sehr, sehr gut getan.
Hans
00:30:54
Hhm hm
Jasmin
00:30:54
Also das kann man zu hier gar nicht vergleichen. Und ist auch nicht mit einem Türkei-Urlaub zu vergleichen. Also wenn ich mich jetzt gerade entscheiden müsste, zwischen zwei Wochen Türkei oder zwei Wochen Nordsee, würde ich mich, glaube ich, jetzt tatsächlich für die zwei Wochen Nordsee entscheiden. Ja, da kann man wirklich den Gedanken freien Lauf lassen ist auch was ganz
Hans
00:31:11
Ja,
Jasmin
00:31:11
anderes.
Hans
00:31:11
und so ein bisschen konkret wirkte gerade tatsächlich so die Idee, man könnte da auch mal hinziehen. Also ist das irgendwie was, wo du, wo auch dein Freund sich für interessieren könnte und...
Jasmin
00:31:21
Also da haben wir so gar nicht noch drüber, also noch gar nicht drüber gesprochen, wir sind noch erst frisch seit letztes Jahr zusammen und, ja,nee , also das ist so, weiß ich
Hans
00:31:30
Also schon ein bisschen vager, also nicht so, dass du jetzt tatsächlich schon überlegst,
Jasmin
00:31:33
nicht.
Hans
00:31:33
sondern...
Jasmin
00:31:34
Das war einfach nur, nachdem ich aus dem Urlaub gekommen bin, da war ich ja noch alleine und da habe ich gedacht, ach, man ist entspannt gewesen, man hat nicht viel nachgedacht, das ist ein super Ort, die Luft ist anders. Ja, aber ob man jetzt so weit wegzieht, dann...
Hans
00:31:48
Und der leckere Fisch, den man da kaufen,
Jasmin
00:31:49
Zum
Hans
00:31:49
essen...
Jasmin
00:31:50
Beispiel, ja, es sind sehr viele Dinge, die dafür sprechen, aber es gibt natürlich auch Kontra... Weil alles lebt halt hier im Ruhrgebiet, so an Familie, Bekannte und Freundeskreis und das dann alles hinter sich zu lassen, ist schwierig, aber wäre ich auch für. Ja, doch.
Hans
00:32:06
Zumal mit einem schnellen Auto ist es ja auch nicht
Jasmin
00:32:07
Zum
Hans
00:32:07
aus der Welt.
Jasmin
00:32:08
Beispiel, ne, während
Hans
00:32:09
Einmal Ostfriesenspieß runter und schon...
Jasmin
00:32:10
Genau, richtig
Hans
00:32:12
Ja,
Jasmin
00:32:14
Ja doch.
Hans
00:32:14
Ja. So. Der Hund, da wollte ich noch wissen,
Jasmin
00:32:19
Ja.
Hans
00:32:19
was für ein Hund ?
Jasmin
00:32:20
Ein Chihuahua.
Hans
00:32:21
Ein Chihuahua.
Jasmin
00:32:21
Ja.
Hans
00:32:22
Das sind die mit der blauen Zunge, sind die das?
Jasmin
00:32:24
Ne, die hat keine blaue Zunge.
Hans
00:32:25
Blaue Zunge? Chihuahua, wer hat denn eine blaue Zunge? Chow, Chow, Entschuldigung. Chihuahua sind die ganz kleinen, ne?
Jasmin
00:32:30
Ja, ja,
Hans
00:32:31
Ja,
Jasmin
00:32:31
ja, ja.
Hans
00:32:31
Name?
Jasmin
00:32:33
Bella.
Hans
00:32:34
Also, ich find's immer schön, der Hund gehört jetzt der Freundin, aber mich erkennt er auch, wenn ich abends von der Arbeit wiederkomme und ich find das einfach immer so, ich wollte nie einen Hund haben, aber jetzt könnte ich gar nicht mehr drauf verzichten, ich kann mir gar nicht vorstellen, der ist sehr alt, irgendwann wird das nicht mehr der Fall sein, aber ich freu mich immer, wenn der abends kommt und sein Leckerli, der will nur sein Leckerli haben, aber
Jasmin
00:32:52
Natürlich.
Hans
00:32:53
ich nehm's natürlich persönlich und freu mich einfach darüber. Also, ich kann gut verstehen, dass man, ähm, jetzt mittlerweile gut verstehen, dass man einen Hund sehr lieb gewinnen kann, ähm, hast du noch nicht so lange oder ist das auch schon ein bisschen älter?
Jasmin
00:33:07
Ja, da hast du jetzt natürlich ein super Thema angesprochen, ähm, mein Hund wird jetzt zwölf,ich hab vor drei Wochen die Diagnose Krebs gestellt gekriegt gehabt.
Hans
00:33:15
Ja.
Jasmin
00:33:16
Ich muss sie jetzt leider operieren lassen und hoffen, äh, dass es damit getan ist,es ist Gott sei Dank keine, äh, Metastasen, die gestreut haben.
Hans
00:33:24
Ja.
Jasmin
00:33:25
Ähm, ähm, ja, wie gesagt, ich hoffe, dass mit der Operation, dass beide, ähm, Leisten halt rauskommen und hoffe, dass sie damit noch ein paar Jährchen...hat.
Hans
00:33:36
Ja.
Jasmin
00:33:36
Und ich ihr noch ein schönes Leben machen kann bis dahin,
Hans
00:33:40
Ja, das sehe ich jetzt bei dem Hund meiner Freundin, der ist alt und klapperig. Und oft kann der nicht mehr, und das wird fast noch, äh, man hat ihn fast noch lieber, sag ich mal, dadurch, ne? Ähm, ähm, also, das ist so süß, noch süßer, wenn der jetzt ankommt und sein Leckerli haben will, weil man weiß, wie viel Mühe ihn das kostet. Oder
Jasmin
00:33:59
Ja.
Hans
00:34:00
liegt es daran, dass er dann aufsteht und kommt und guckt, ne?
Jasmin
00:34:03
Ja,
Hans
00:34:03
Und,
Jasmin
00:34:04
doch, verstehe ich, also, ich sehe den Hund jetzt auch mittlerweile mit ganz anderen Augen, wenn man jetzt so weiß, die Zeit ist gezählt, sag ich mal in Anführungsstriche. Äh, , , es ist schwierig, ja, aber ich hab Bella seit klein auf, also,seitdem sie von Mama weg konnte begleitet mich jetzt praktisch seit zwölf Jahren, ähm, mir jetzt schon vorstellen zu müssen, äh, dass sie jetzt bald mal nicht mehr da ist. äh, bin ich so ein bisschen, äh, mit gemischten Gefühlen gehe ich dran. Natürlich, äh, wird sie mir fehlen, aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch die ganze Zeit eine Abhängigkeit gewesen. Ich hatte vorher zwei Hündinnen, die andere ist vor ein paar Jahren schon verstorben, jetzt ist sie natürlich alleine, ich hab auch keinen zweiten Hund mehr mit dazu geholt, das hätte auch keinen Sinn ergeben, weil sie halt
Hans
00:34:44
Hhm
Jasmin
00:34:44
auch
Hans
00:34:44
hm
Jasmin
00:34:44
sehr dominant ist. ich denke, dass die Zeit schwierig wird, wenn sie nicht mehr da ist, ich aber auch wieder ein bisschen mehr aufatmen kann, weil diese Verantwortung auch nicht mehr da ist, ne. Nach der Arbeit, ich arbeite, wie gesagt, acht Stunden, manchmal ist der Hund teilweise dann auch alleine zu Hause, ähm, ja, das ist dann halt auch nicht schön, ne. Wenn man dann mal länger arbeiten muss, man hat den Kopf, äh, den Hund die ganze Zeit im Hinterkopf und das ist auf Dauer dann halt auch nicht schön so, wenn man weiß, dass der Hund den ganzen Tag alleine ist, ihn mit zur Arbeit zu nehmen, ist für mich keine Option, weil die ständig alles frisst, was sie auf dem. Boden findet
Hans
00:35:17
Hhm hm.
Jasmin
00:35:18
und wenn hier im Heimat irgendwo Sachen, Medikament oder irgendwas rumliegt, das wäre nicht so toll. Ähm, ja. Also, ich gehe da mit gemischten Gefühlen dran, ich werde todtraurig sein, aber auch irgendwo wird es vielleicht dann auch später eine Erleichterung sein.
Hans
00:35:31
Ja.
Jasmin
00:35:31
Ich werde dann auch erstmal kein Tier mehr holen, später, wenn ich genug Zeit habe und auch mehr Platz, dann wird es nochmal ein großer Hund, den ich immer haben wollte und dann mal gucken, ja.
Hans
00:35:41
Als letzte Frage irgend so eine Idee, irgendwas, wo es hingehen soll. Hast du da irgend so eine Vorstellung oder?
Jasmin
00:35:50
Beruflich?
Hans
00:35:51
Ja.
Jasmin
00:35:53
Nee. Also, da habe ich mir jetzt gerade noch keinen Kopf drüber gemacht. Wie gesagt, ich bin jetzt mit meiner Wohnbereichsleitung, Weiterbildung fertig, bin jetzt ab dem 1.4. offizielle Wohnbereichsleitung hier im Haus, guck, dass ich das Beste draus mache, guck, wie sich das Team entwickelt, guck, wie ich mich weiterhin entwickele und dann wird man sehen, was die Zeit
Hans
00:36:14
Ja.
Jasmin
00:36:14
bringt.
Hans
00:36:15
Eine Frage kommt, schießt mir jetzt gerade noch so in den Kopf, du kannst ja jetzt direkt vergleichen, so gehaltsmäßig, macht das viel Unterschied, ist immer eine Frage, , ich könnte das auch nachgucken im
Jasmin
00:36:25
Das kann
Hans
00:36:26
Tarifvertrag.
Jasmin
00:36:26
ich dir jetzt gerade nicht sagen, also, weil ich, wie gesagt, erst ab dem 1.4. bin
Hans
00:36:31
...
Jasmin
00:36:31
ich ja
Hans
00:36:31
Ach so, dann frage ich da nochmal. Ja.
Jasmin
00:36:33
Also, wir müssen, dann müsstest du mich nächsten oder übernächsten Monat fragen, klar, hab ich mich so ein bisschen erkundigt, ich rücke natürlich in ganz andere Stufen jetzt rein, also natürlich werde ich ein bisschen mehr verdienen als jetzt, jetzt laufe ich als kommissarische Wohnbereichsleitung, dann bin ich Wohnbereichsleitung und da geht's dann auch nochmal in ganz andere Stufen und, äh, das Bruttogehalt ändert sich dadurch natürlich auch, also, wie gesagt, frage mich in zwei Monaten nochmal, dann
Hans
00:36:56
...
Jasmin
00:36:56
kann ich dir sagen
Hans
00:36:57
Na ja
Jasmin
00:36:58
wie viel der ganze Spaß hier kostet. Ob sich das lohnt? Ja.
Hans
00:37:02
Ja, dann finde ich, oder bedanke ich mich vielmals für das Gespräch,
Jasmin
00:37:07
Gerne.
Hans
00:37:07
nach der Arbeit, ja, danke. Bis
Jasmin
00:37:10
zum nächsten Mal.
Hans
00:37:13
Wenn ich dann nach dem Gehalt frage. Sonderfolge.
hans
00:37:17
Ja, ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Feedback wäre in jedem Fall möglich auf ruhrtal.letscast.fm alles kleingeschrieben. Und es würde mich natürlich freuen, wenn ihr mal wieder reinhört. Bis dann.