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#74 - Tannenbusch

06.02.2026 80 min

Zusammenfassung & Show Notes

Geboren wurde sie 1939, am Tag nach Weihnachten; sie erzählt, was es bedeutet in einer großen Familie aufzuwachsen und bis heute aufgehoben zu sein. Wir erfahren, wie es ist, in einer abgelegenen, ländlichen Umgebung zu leben, einiges über Obst- und Gemüseanbau, von einer Schneckenplage, davon, wie man als junge Mutter mit einem Kinderwagen und zwei Kindern steile Feldwege überwindet, und dass regelmäßige Klassentreffen auch nach sehr langer Zeit möglich sind. Meine Gästin berichtet vom Elternhaus in Essen, heute noch im Familienbesitz, dessen Garten alle in der Nachkriegszeit ernährt hat und von familiären Verbindungen zum Sauerland. Es geht um die Kinder, das Backen und das haltbar machen dessen, was der Garten bietet, aber auch um das Sterben ihres ältesten Sohnes, ihrer Schwester und ihres Ehemannes. Dessen Begeisterung für das Hobby Tauben nimmt unter den geschilderten Freizeitaktivitäten viel Raum ein, und sie erinnert sich an ihre beiden Apfelbäume.


Das Gespräch fand am 19.1.26 um 10 Uhr statt.
 
Ganz weit unten im Wikipedia Artikel findet sich der Hinweis, dass einige Meldearten auch als Gemüse oder Nahrungspflanze genutzt wurden. Zuvor werden jedoch die Bedeutung für ein Känguru, für viele Schmetterlingsraupen und der enorme Artenreichtum erwähnt; allein in Deutschland gibt es 18 verschieden Arten der weltweit vorkommenden Melde.
 
Die Coelestinschule, für die Kinder der Bauern der Umgebung, gibt es seit dem Ende der „Volksschule“ 1968  nicht mehr, aber ehemalige Treffen sich auch heute noch, in Folge der 300 Jahr Feier 2012:
 
 
Im Tannenbusch und An der Bläufabrik  sind zwei Straßen die bei der Beschreibung ihres Weges mit den Kindern erwähnt werden.
 
Altenbühren im Sauerland: 
 
An die Werdener Feintuchwerke erinnern noch ein öffentlicher Parkplatz und ein markantes Gebäude an der Ruhr, das heute eine attraktive Wohnadresse sei, so:
 
Der älteste Sohn hat in diesem geschichtsträchtigen Ort gebaut.
 
Der katholische Fernsehsender, hab vorher noch nie davon gehört, scheint aber ein großes Ding zu sein? Meine Gästin erwähnt so ganz selbstverständlich:
 
Klarapfel
 
 
 
Rückmeldungen sind möglich unter:
 

Transkript

Stephanie
00:00:10
Ruhrtal, biografische Geschichten aus dem Pflegeheim. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Ruhrtal. Hier könnt ihr Bewohnern und Bewohnerinnen von Pflegeheimen zuhören, die aus ihrem Leben erzählen. Neue Folgen gibt es jeweils am ersten und am dritten Freitag des Monats.
Hans
00:00:37
Hallo auch von mir. Mein Name ist Hans und ich bin Altenpfleger. Heute berichtet eine Bewohnerin, mit der ich eigentlich schon Ende letzten Jahres einen Termin hatte. Ein grippaler Infekt kam dazwischen. Jetzt wirkt sie wieder ganz fit. Oder was meint ihr? Guten Morgen, Ulla.
Ulla
00:00:56
Guten Morgen, Hans.
Hans
00:00:57
Ja, wir hatten uns gerade eben vor dem Gespräch darauf geeinigt. Ulla, eigentlich Ursula und Hans, dass wir das so machen.
Ulla
00:01:05
Ja, ja.
Hans
00:01:07
Ulla, wie bist du heute so in den Tag hineingekommen?
Ulla
00:01:09
Ach, eigentlich wie immer.
Hans
00:01:11
Aha.
Ulla
00:01:11
Die Augen auf. Es wird schon etwas hell. Gleich kommt´s Frühstück. Dann wartet man doch allmählich, oder man muss erst liegen bleiben, bis die Stützstrümpfe angezogen sind. Das ist immer wichtig für die Leute hier. Ja und dann geht es so allmählich los. Strümpfe an und dann von unten her schon mal so weit angezogen. Und dann geht es in den Speisesaal oder zur Zeit hier im Zimmer. Mit dem Frühstück. Ja,
Hans
00:01:38
Ja.
Ulla
00:01:38
da bin ich dann auch ganz gut bedient immer.
Hans
00:01:40
Hier im Zimmer, das ist jetzt noch da Sie neulich mal so ein bisschen angeschlagen waren durch eine starke Erkältung.
Ulla
00:01:46
Ja, ich habe ja auch schon oben gefrühstückt. Aber das ist mir jetzt auch egal, ob ich jetzt hier sitze
Hans
00:01:51
Ja,
Ulla
00:01:51
oder oben hab ich da auch gesessen mit der Gerda Löer an einem Tisch. Das war auch eine schöne Zeit. Aber die sprach ja da schon nicht so sehr viel. Haben wir uns auch nicht so viel unterhalten können. Ja, und dann ging jeder wieder in sein Zimmer zurück, ne? Aber meistens ist man auch nach dem Frühstück wieder müde. Ich weiß nicht. Oder ob ich das nur alleine bin. Wenn man nachts ein paar Mal aufsteht, ne, wird wieder, ja, geweckt. Und dann schläft man mal wieder eine Runde. Dann hört man wieder, oder hier geht auch immer oft das Licht an von unten. In dem Keller, in der Treppe hoch nach unten
Hans
00:02:28
Aber
Ulla
00:02:29
Aber dann geht es auch wieder aus. Dann
Hans
00:02:31
Joo.
Ulla
00:02:31
Dann ist es ja richtig hell im Zimmer.
Hans
00:02:32
Die Rolladen, haben Sie die runter?
Ulla
00:02:34
Nee, die habe ich nicht runter. Sind da überhaupt welche dran?
Hans
00:02:37
Die sind dran. Und die gehen auch automatisch vorne mit sonem Schalter. Könnte man mal überlegen, wenn sie das stört...
Ulla
00:02:42
Ach
Hans
00:02:43
Kann man
Ulla
00:02:43
so.
Hans
00:02:43
die runter.
Ulla
00:02:43
Ach, ich habe die Augen dann zu. Sind ja auch noch notfalls Vorhänge
Hans
00:02:48
Aber irgendwie kann man das ein bisschen abschotten.
Ulla
00:02:49
Wenn es vielleicht im Sommer mal zu heiß wird.
Hans
00:02:52
Ja.
Ulla
00:02:53
Wir warten ab. Ja. Wir warten ab.
Hans
00:02:55
Aber so insgesamt haben Sie zu Hause besser geschlafen, oder?
Ulla
00:02:58
Ach., das kann man nicht sagen. Da bin ich auch ein-, zweimal nachts aufgestanden. Sicher, die Matratze war vielleicht anders. Ich sollte ja hier auch mal gucken, ob ich die richtige Matratze habe. Hab ich dem Ernst auch, glaube ich, schon mal gesagt.
Hans
00:03:12
Ja.
Ulla
00:03:12
Ich meinte, ja.
Hans
00:03:13
Also, es gibt nicht so viel Auswahl bei diesen Betten, weil das muss da so genau
Ulla
00:03:19
Passen?!
Hans
00:03:20
Das sind
Ulla
00:03:20
Ja.
Hans
00:03:20
ja so Pflegebetten, und das muss da genau passen, ne?
Ulla
00:03:22
Ja, ja. Ich habe da so ein kleines Kissen noch immer. Das lege ich mir immer schon mal in den Nacken. Wenn mir der Nacken weh tut,
Hans
00:03:28
Ja.
Ulla
00:03:28
dann fummel ich da dran rum, wo es ist,
Hans
00:03:30
Also,
Ulla
00:03:30
ne?
Hans
00:03:31
bei Kissen haben wir eine Riesenauswahl.
Ulla
00:03:32
Ja,
Hans
00:03:33
Wenn Sie
Ulla
00:03:33
ja.
Hans
00:03:33
mal sagen,
Ulla
00:03:33
Da habe ich das Große ja schon weggetan,
Hans
00:03:35
Genau.
Ulla
00:03:36
das war so knubbelig. Dann, das wollte ich nicht so
Hans
00:03:38
Ja.
Ulla
00:03:38
gerne. Sonst ist das schmalere, was so in den Nacken reingeht, das liegt ja von mir da auch
Hans
00:03:44
Ja, genau.
Ulla
00:03:45
Ja, und mit der Wolldecke, das ist ja nur zur Zierde, die hab ich mitgenommen, weil die in dem Sessel auch lag, ne?
Hans
00:03:51
Naja, es könnte aber sein, dass es nochmal wieder ein bisschen kälter wird.
Ulla
00:03:54
Ja, dan kann man auch, dann kommt man aber mit dem Oberbett auch
Hans
00:03:57
Ja?
Ulla
00:03:57
aus. Das ist ziemlich dick.
Hans
00:03:59
Ah, ich könnte noch, also momentan brauche ich auch zwei Decken, also ich habe immer noch so eine Wolldecke drüber.
Ulla
00:04:04
Ja, das macht meine Tochter wohl auch immer, sagt sie, dafür nehmen wir immer noch die Wolldecken. Ich sag, die habe ich schon ewig nicht mehr
Hans
00:04:10
Ja.
Ulla
00:04:10
gebraucht.
Hans
00:04:11
Also so ein großes Kälteempfinden haben Sie nicht, dass Sie frieren?
Ulla
00:04:14
Nee, so schnell nicht.
Hans
00:04:15
. Ja.
Ulla
00:04:15
Und wenn, dann fühle ich schon mal, wenn die Arme kalt sind, dann kommen die unter die Decken und gut.
Hans
00:04:22
Ja, Geboren wurden Sie am 27. 12. 1939. Ist das noch ein Weihnachtstag? Nein, der erste Tag nach
Ulla
00:04:29
Nach
Hans
00:04:29
Weihnachten.
Ulla
00:04:29
Weihnachten. Ein Tag danach.
Hans
00:04:31
Ja, hm, kein so guter Geburtstag, oder?
Ulla
00:04:35
Eigentlich nicht, aber früher wurde ja nicht so viel Gedöns gemacht.
Hans
00:04:39
Das stimmt auch, ja.
Ulla
00:04:40
Nee, dann hat man sich gratuliert und man kriegte vielleicht ein Teilchen mehr geschenkt, ne!? Aber so wie heute ist das nicht mehr. Nee.
Hans
00:04:48
Also, man musste nicht die Leute antreiben, komm doch zu meiner Geburtstagsfeier
Ulla
00:04:52
Nein, heute machen
Hans
00:04:53
nach
Ulla
00:04:53
wir es
Hans
00:04:53
Weihnachten.
Ulla
00:04:53
immer so, dass die Kinder meistens erst an meinem Geburtstag kommen. Weihnachten, dann gehen sie zu den Eltern, oder die Eltern war ich ja, kamen sie auch oft zu mir. Und dann kamen sie am 3. an dem 27. wieder. Dann sagten sie immer, zu dir müssen wir immer zweimal kommen
Hans
00:05:11
Ja.
Ulla
00:05:11
zum Geburtstag. Und Weihnachten. Ich sag, müsst ihr doch nicht. Dann macht doch das Beste da draus, wie es am besten für euch ist,
Hans
00:05:19
Ja.
Ulla
00:05:19
ne!? Haben ja auch, sie hat Eltern, er hatte Eltern. Und so ging das doch immer weiter. Und dann haben wir uns jetzt immer nachher so geeinigt, dass die dann an zwar, an dem Geburtstag gekommen sind, so um Kaffeezeit rum. Vormittags kamen oft Fremde noch oder aus dem Chor, die gratulieret haben und dann hinterher war der Platz für die Kinder da. Ich hatte dann am zweiten Weihnachten, das war immer mein Kuchenbacktag. Und alles vorbereiten, damit ich dann auch da parat war, ne, wenn die dann alle kamen. Ja, voriges Jahr da war, weil ich da 85 wurde, mein Bruder mit Frau noch mit dabei und meine Schwester, die jetzt zehn Jahre jünger ist wie ich und schon Alzheimer hat. Das ist auch sehr traurig. Also da konnten wir schon gar nicht so viel mit anfangen. Sie gab uns wohl Rede und Antwort, aber im Großen und Ganzen merkte man, dass sie unglücklich war. Ne, das mussten wir jetzt so in Kauf nehmen,wie es war. Und die blieben auch nicht allzu lange. Nach dem Kaffee sind die wieder gegangen.
Hans
00:06:24
Ja.
Ulla
00:06:24
. Und unsere Kinder, die hatten ja alle noch irgendwas mitgebracht für abends. Kartoffel- oder Nudelsalat oder Frikadellen. Jeder hat was mitgebracht, damit ich abends die Arbeit nicht noch hatte, nee.
Hans
00:06:37
Auch eine schöne, schöner Ein... oder Tradition.
Ulla
00:06:40
Ich sag:"Und alles, was ihr hier nicht esst, müsst ihr wieder mit nach"
Hans
00:06:43
Hhm
Ulla
00:06:43
"Hause nehmen."
Hans
00:06:43
hm. Genau, man muss nichts...
Ulla
00:06:44
Haben Sie dann auch gemacht, ne!
Hans
00:06:46
Prima, Und das haben Sie jetzt so die letzten Jahre oder ist das schon länger, so eine...
Ulla
00:06:50
Das
Hans
00:06:51
Übung?
Ulla
00:06:51
machen wir schon länger so.
Hans
00:06:52
Ja.
Ulla
00:06:52
Ja, ich bin, die sind ja jetzt auch, warten Sie mal, ist ja auch eine ganze Meute, wenn wir alle zusammen sind, die Kinder oder die Urenkel oder Enkelkinder jetzt, dann sind wir ja auch so circa 20 Leute. Doppelt gerechnet immer sind die, ja dann kommen die ja im Doppelpack. Entweder sind sie schon verheiratet oder verlobt oder voll, was weiß ich. Jetzt ist ja der kleine, meine jüngste, nicht meine jüngste Enkelin ist erst acht, die ist von unserem jüngsten Sohn. Also die hat ja noch nichts mit Jungs am Hut. Aber was wollte ich jetzt sagen? die...
Hans
00:07:30
Ja, es kommen ja immer noch die Partner dazu.
Ulla
00:07:32
Partner kommen dazu, aber sie hat ja da, sie hatte jetzt auch ein Foto, zeigte unsere Tochter, hatte sie das Baby im Arm. Ich
Hans
00:07:41
Ja.
Ulla
00:07:41
sag, wie eine Puppe. Sie hatte auch schon meinen Sohn gefragt, Papa, kann ich mir denn oben aus dem Zimmer die Stofftiere mitnehmen, wenn die Oma das Haus mal verkauft? Ja, sicher kannst du die mitnehmen. Ja, wenn die hier bei mir ist, dann ist sie immer nach oben, kommt wieder mit den Tieren wieder runtergerannt.
Hans
00:07:59
Ja,
Ulla
00:08:00
Dann
Hans
00:08:00
ja.
Ulla
00:08:00
lass ich die auch gewähren,
Hans
00:08:01
Ja,
Ulla
00:08:01
ne?
Hans
00:08:02
Natürlich, ja.
Ulla
00:08:02
Ja, und dann ist hier von meiner einen Enkelin, die ist alleinerziehend, der Kleine, der wird fünf im Juni. Der ist auch so ein Pfiffikus. Und die beiden, die haben im Sommer so schön zusammen gespielt draußen, Schnecken gesammelt und überall die Schnecken hingesetzt, ne? Das war auch immer schön. Ich sag ja, ich hab die Jungs, die Urenkel, das sind alles Jungens. Und die Enkelinnen, das sind die Mädchen. Ja das ist
Hans
00:08:27
Ja.
Ulla
00:08:27
auch
Hans
00:08:27
Ja,
Ulla
00:08:27
alles sehr komisch.
Hans
00:08:29
Schön übersichtlich, da muss man nicht groß überlegen. Wenn ein Mädchen kommt, weiß man, es ist eine Enkelin.
Ulla
00:08:33
Ja, eben.Die Melina hätte auch lieber ein Mädchen gehabt, aber jetzt ist es ein Junge geworden, aber ich sag', guck mal, wie süß er ist und der macht ja überhaupt keinen Stress, die sagt, Birgit sagte gestern, da in Hamminkeln, wo sie gestern alle waren, es war jetzt für das Baby keine Ecke mehr frei, wo sie die Schale oder das Bettchen hinstellen konnte. Dann liefen die Hunde noch da rum, dann war alles besetzt, da hat eine Person nach der anderen den Kleinen auf den Arm genommen, Mal hing er vorne runter, die Beine hingen dann so schlabberig, dann war er mit dem Däumchen zugange, dann war er wieder am Gucken und hin und her, sagt sie, wir haben uns richtig amüsiert, das war zu schön, der hat nicht einmal geweint.
Hans
00:09:16
Schön so eine große Familienfeier, so
Ulla
00:09:18
Ja,
Hans
00:09:18
viel Leben.
Ulla
00:09:19
und die verstehen sich auch alle gut untereinander, ne, die sind alle, und die jüngste Tochter hier von meinem Sohn, der jetzt 60 geworden ist, Schwester von diesem Baby dann sozusagen, oder Tante, die kriegen auch noch in diesem Jahr, die hatte uns das jetzt vor 14 Tagen gesagt, dass sie schwanger ist. Dann klappt das ja dieses Jahr auch noch, und die ist so dünn, und der ist es jeden Morgen schlecht,
Hans
00:09:43
Ja.
Ulla
00:09:43
sagt sie, das ist Schiete, ich habe schon Tabletten vom Arzt. Ich sage, Benita, ich hatte das auch bei allen vier Kindern, dass ich morgens immer nur am Würgen war, ja? sagt sie, geht das nochmal wieder weg, ja, ich sage,wenn du Glück hast, nach ein paar Monaten geht
Hans
00:09:59
Ja.
Ulla
00:09:59
das wieder weg. Ich weiß auch, dass meine Kinder dann gesagt haben, Mama, gibt es immer noch nichts zu essen, wir haben Hunger, und mir war schlecht, ich konnte kein Hähnchen riechen, ich konnte gar nichts riechen, da, ne? Also, es ist manchmal sehr komisch.
Hans
00:10:13
Ja, Diese ganze große Familie ist ja im Laufe der Zeit entstanden. Jetzt würde ich gerne mal zurückgehen zu dem Moment Ihrer Geburt oder zu der Zeit, in der Sie geboren sind. Ihre Eltern, was haben die so gemacht?
Ulla
00:10:28
Mein Vater, der war Schlosser in Vellbert, meine Mutter war Hausfrau, vier Kinder. Ich war die Älteste und dann kamen 17 Monate später meine Schwester zur Welt, die ist auch schon tot, die hatte Brustkrebs. Ist auch schon ein paar Jahre, sieben Jahre oder acht Jahre tot. Ja, und dann kamen nach dem Krieg nochmal zwei, 47 und 49 wurden die letzten beiden geboren. Und wir wohnten im einsamen Tannenbusch, wenn Sie da Bescheid wissen.
Hans
00:10:57
Das nicht, aber?
Ulla
00:10:58
In Heidhausen, Richtung Hespertal.
Hans
00:10:59
Ah, ah.
Ulla
00:11:00
Ist das da unten runter, ne? Ja, und bei meiner Geburt, das war gar nicht so einfach. Dann hatten wir eine alte Hebamme, die an der Bruststraße wohnte, die dann geholt wurde, wenn das so weit war, dass mein Vater zu Fuß den Tannenbusch hoch, das ist auch ein ganz schönes Stück, hat die Hebamme geholt, hat mich zur Welt gebracht, hat die Hebamme wieder nach Hause gebracht, ist auch wieder nach Hause. Ich habe immer gedacht, wenn mal was passiert wäre,
Hans
00:11:28
Ja.
Ulla
00:11:29
ja, was dann, ne? Aber die waren doch alle gleichgültig. Aber die hatten doch alle noch kein Auto, kein Telefon.
Hans
00:11:35
Ja.
Ulla
00:11:35
Gar
Hans
00:11:35
Was will man machen, ne?
Ulla
00:11:36
nichts. Gar nichts. Alles auf gut Glück, ne?
Hans
00:11:38
Stimmt, das hätte ja, gut, die war vielleicht in Alarmbereitschaft, aber hätte ja auch passieren können, dass die Hebamme dann gar nicht zu Hause ist.
Ulla
00:11:45
Ja, auch, ne, die war auch schon älter. Die war halt ne, da habe ich schon so oft drüber nachgedacht. Da haben sie es doch heute alle besser, die Jugend, ne?
Hans
00:11:55
Ja, aber gut gegangen ist es ja auch dann.
Ulla
00:11:59
Ja, ja, ja. ist alles nicht so einfach
Hans
00:12:03
Sie sagten geboren, oder Velbert haben Sie gerade erwähnt, und
Ulla
00:12:07
Hat
Hans
00:12:07
dann?
Ulla
00:12:07
mein Vater gearbeitet. Als Schlosser.
Hans
00:12:08
Da hat der Vater gearbeitet, ah ja, aber gewohnt hier immer in,
Ulla
00:12:11
Immer in Heidhausen. Die haben das Haus auch damals gekauft und er hat seine Geschwister dann wohl ausgezahlt, ne? Wie das dann so war.
Hans
00:12:19
Das heißt, das war das Haus der Eltern?
Ulla
00:12:21
Das war das Haus meiner Eltern. Und, ja, da wohnten auch noch der Schuhmachermeister drin, also der Schuster, der die Schuhe repariert. Und noch eine Tante und Onkel wohnten nebenan. Und oben wohnten noch eine Tante und Onkel. Wir waren ja früher alle mit anderthalbem Raum oder so zu sagen
Hans
00:12:39
Ja.
Ulla
00:12:39
zufrieden auch. Das hat sich immer ganz gut gemacht alles. Wir haben alle immer gut zusammen harmoniert. Und wenn Ostern war und irgendwie Jahrgedächtnis dann anfiel für die Verwandtschaft, ja, dann kamen auch die ganzen Verwandten alle zu meiner Tante, die oben wohnte, die keine Kinder, nix hatte, die die meiste Zeit hatte, um Kuchen zu backen, ne?
Hans
00:13:01
Ja.
Ulla
00:13:02
Ja, ja, und dann haben wir da immer den Ostertag da verbracht. Das war immer so jedes Jahr, das Jahrgedächtnis unserer Verwandten zu Ostern. Das ist immer, das ist ja heute auch alles nicht mehr so. Ich hab voriges Jahr für meinen Mann auch noch ein Jahrgedächtnis lesen lassen, aber hier oben in Kamillus, Pater Weber, ist nicht mehr gut zurecht. Ich sag, da braucht man gar nichts mehr machen. Ist ja jetzt die ganze Kamillus- Pfarre ist ja kaputt da oben. Die haben gesagt, die Bücherei ist jetzt auch noch zu.
Hans
00:13:31
Ja, ich glaub, die sind jetzt mit der Jona-Gemeinde, der evangelischen
Ulla
00:13:35
Wir sind mit der Jona-Gemeinde...
Hans
00:13:36
zusammen.
Ulla
00:13:37
Da hätte ich das vielleicht machen können, aber da hab ich gedacht, unseren Kindern wollte ich es auch so nicht zumuten, in der Dunkelheit abends dann zu kommen, weil ich das dann hätte ja abends machen müssen. Ich sag, die denken auch so alle an den Papa. beten dann auch dafür, ne. Dann
Hans
00:13:52
Ja.
Ulla
00:13:52
würde das schon in Ordnung gehen.
Hans
00:13:54
Ja, aber andererseits, wenn gewisse Traditionen dem Glauben und der Überzeugung entsprechen, ist auch irgendwie, oder ist schon schade, wenn die dann...
Ulla
00:14:02
Ja, ist alles schade. Ich bin auch jetzt in der Frauengemeinschaft schon Jahre drin und immer auch gegangen, so alle, einmal im Monat. Ja, letztes Mal hab ich es ganz verpasst. Ja, weil ich wieder nicht gut zurecht war. Da hab ich noch mit der Vorsitzenden gesprochen, die sagte, hättes was gesagt, dann hätten wir dich mit dem Auto oder was da wegholen können. Ach, ich sag, komm, es ist schon gut. Aber ich sag, man weiß ja nicht, ob ich überhaupt noch bis da unten laufen kann. Ist ja nicht weit von mir aus, von der Landwehr. Aber jetzt bin ich ja nicht mehr in der Landwehr. Jetzt bin ich ja noch ein Stück höher
Hans
00:14:36
Ja,
Ulla
00:14:37
im
Hans
00:14:37
ja.
Ulla
00:14:37
Paul-Hannig-Heim.
Hans
00:14:39
Aber trotzdem noch mal, würde ich gerne noch mal zurück... Geburt oder die, die im Hespertal war es, ne? Tannen...
Ulla
00:14:44
Tannenbusch Richtung
Hans
00:14:46
Tannenbusch.
Ulla
00:14:46
Hespertal.
Hans
00:14:47
Ah, ja. Hört sich so ein bisschen auch nach einer Gegend an, wo man Landwirtschaft betreibt? Ist das auch so
Ulla
00:14:53
Ja,
Hans
00:14:53
gewesen?
Ulla
00:14:53
da sind ja rundherum waren die großen Felder von den Bauern, Preuten-Borbeck und Kremmerskotten nachher und Steinsiepen. Also das ist ein Gebiet, wo rundherum die großen Felder waren, die alle bestellt wurden auch. Oder große Wiesen auch noch fürs Vieh, für Heu zu machen, ne!? Das ist alles da gewesen.
Hans
00:15:14
Ja, aber Ihr Vater und Ihre Angehörigen, die Familie, Sie haben da
Ulla
00:15:17
Doch,
Hans
00:15:17
einfach nur gewohnt.
Ulla
00:15:18
wir hatten auch immer so kleine Grundstücke mit Heu, dass er das gemäht hat. Und wir Kinder mussten das Heu umdrehen, das
Hans
00:15:26
Hhmhm,
Ulla
00:15:26
Gras umdrehen. und mussten auch nachher helfen, in so alten Laken das Heu dann bis zum Haus zu transportieren Und der hat das dann oben auf dem Speicherboden dann alles ausgeschüttet, damit es auch richtig trocken war. Ja, und dann wurde das im Winter wir hatten eine Kuh, wir hatten auch mal ein Schaf dazwischen. Ja, Hühner hatten wir immer. Ja, und die Tiere, die wurden dann da irgendwie mit gefüttert, mit diesen Lebensmitteln. Ja. Und dann auch mit dem Gras und Heu, was wir alle hatten,
Hans
00:15:55
ja.
Ulla
00:15:55
ne.
Hans
00:15:55
Und sie erwähnten
Ulla
00:15:56
Garten auch immer.
Hans
00:15:57
gerade den Begriff "Laken" kommt ja in dem Ortsteil "Fischlaken" auch vor. "Laken" ist...
Ulla
00:16:03
Ich weiß nicht, das waren so Laken, das waren so viereckige Tücher. Die hatten dann die vier Ecken mit dem Knubbel und die haben wir dann so zusammen gebunden. Und dann wurden die auf der Schulter oder auf der Schubkarre und dann den Berg da hochgefahren.
Hans
00:16:19
Also, so wie Bettlaken?
Ulla
00:16:20
Ja, wie so Bettlaken, sozusagen. Nur in dem Grau oder Braun waren die dann, Ja, ja. Und das haben wir dann immer dann benutzt dafür. Und das war immer so unser Hobby, wenn wir dann im Juni das Heu ernten konnten, haben wir dem Vater natürlich immer gut geholfen auch, ne.
Hans
00:16:37
Ja. Das heißt, es gab auch was zu tun, auch für die Kinder zu tun?
Ulla
00:16:40
Ja, immer. Wir mussten auch Sträucher beleeren. Johannisbeeren, Stachelbeeren, wir hatten immer einen Garten auch dabei. Ich war immer diejenige, die Älteste. Ich durfte ihm helfen bei den Kartoffeln. Kartoffeln ausmachen, aufsammeln, ne? Und alles, was so anfiel. Also. . Das erste Gemüse kann ich mir auch immer gut erinnern, das war immer die Melde, die wir dann Anfang Mai dann schon geerntet haben, so wie Spinat. Ne, dass wir das immer gerne gegessen haben, dass wir am ersten Mai Spaziergang gemacht haben und wenn wir nach Hause kamen, stand die erste Melde auf dem Tisch.
Hans
00:17:15
Ja.
Ulla
00:17:15
Das waren dann auch immer so Erinnerungen. Doch wir haben vieles aus dem Garten geerntet, deswegen tut mir das jetzt auch weh, weil ich nichts mehr machen kann draußen.
Hans
00:17:24
Ja.
Ulla
00:17:24
Ich hab immer gerne im Garten gearbeitet, hab auch voriges Jahr, oder davor das Jahr, als es die Schneckenplage war. Ich hatte auch Kartoffeln gesetzt, nochmal gepflanzt, ja, man muss nur für jede Kartoffel wieder bücken, ne? Aber ich hab's geschafft, und dann die Schnecken, die waren nachher in den Kartoffeln, hingen die drin. Dann hab ich Stangenbohnen, Stange in der Erde, so über Kreuz, oben noch eine Querstange, und dann hatte ich da, ich glaub dreimal, dass ich die Böhnchen schon so hoch hatte, und dann waren wieder die Schnecken, dann haben die mir alles abgefressen, da hab ich gedacht, jetzt ist Feierabend. Dann hab ich mir nachher noch die blühenden Stangen ins Gewächshaus gestellt, aber da kamen zwar Blüten dran, aber die haben sich nicht weiterentwickelt, da hab ich nachher alles wieder ausgerissen Ich denk, das hat keinen Zweck mehr, ist Feierabend für dich. Da hatte ich dann noch so ein paar Kohlrabi-Pflanzen, die hab ich in so ein altes Ofen... ein Wäschefass oder was das war, das stand immer da rum, die hab ich mit Erde gefüllt, und hab da nochmal ein paar Kohlrabi-Pflanzen reingesetzt. Ja, die sind auch gewachsen, und ein paar Kohlrabi konnte ich ernten. Aber jetzt, was nützt mir das, die hab ich ja nicht mit hier oben hinnehmen können. Ich hab die eingefroren, die sind jetzt sicher noch bei mir im Gefrierschrank, ich weiß es nicht. Aber die Tochter hat sich ja um alles gekümmert,
Hans
00:18:50
Ja,
Ulla
00:18:50
die hat mir auch so oft Gemüse noch vorbeigebracht, wenn sie zu viel hatte und das eingefroren hat. Dann sagt sie immer, ist noch wieder eine Mahlzeit für Mama, ja, ist alles
Hans
00:18:59
also
Ulla
00:19:00
gut.
Hans
00:19:00
sie hatten auch Möglichkeiten und einen Garten hier in der Wohnung, wo Sie zuletzt waren?
Ulla
00:19:04
Ja, da hab ich immer einen Garten noch dabei gehabt. Mit allem, und ich hatte auch sehr viel Kürbisse und Zucchini, das haben die Kinder immer alles gerne mitgenommen. Die waren nachher enttäuscht, dass sie nichts mehr ernten konnten bei Oma.
Hans
00:19:19
Aber nochmal zum Tannenbusch. Sie haben geholfen.
Ulla
00:19:23
Ja.
Hans
00:19:25
Aber ich denke mir, das ist auch eine Gegend gewesen, wo man als Kind ganz gut spielen konnte.
Ulla
00:19:29
Ja, da sind ja hier, wenn man direkt oben an der Kamillus, hier, Coelestinschule.
Hans
00:19:34
Ja.
Ulla
00:19:35
Ist sicher doch ein Begriff gewesen. Da war ich ja früher drin in dieser Schule. Und dann ging man ja durch so einen kleinen Wald. Das war immer Lindemanns Busch, hieß das, Willi Lindemann wohnte da. Der hatte ja auch rundherum die Felder, die er bestellt hat.
Hans
00:19:51
Mhmhm.
Ulla
00:19:51
Und das war dann sein Grundstück überall. Und dann durch den Wald gingen wir immer zur Schule oder zur Kirche oder zur Haltestelle. Das hieß immer Im Tannenbusch. Ne, die Straße, die fing an, ich glaub, die fing mit eins an, im Tannenbusch 1. Das ist dann Lindemann gewesen. Dann ging das weiter. Wir hatten da unten die Hausnummer 35. Und dann kam ein ganzes Stück wieder gar nichts mehr. Und dann kam eine Kurve, bis dass man dann ins Hespertal kam. Auf die Straße. Das war dann das Hespertal, wo ja heute der Durchgangsverkehr ist. Da kann man auch heute noch hergehen. Ich bin anfangs, als ich verheiratet und wir in Fischlaken wohnten, auf dem Gülterberg. Das war unsere erste Wohnung hier mit dem Baby dann. Ja, da bin ich einmal die Woche immer zu meinen Eltern in den Tannenbusch. Da habe ich immer gedacht, wie machst du das überhaupt? Dann habe ich den Kinderwagen gehabt, hab dann auch noch, da war unsere Tochter dann auch schon nachher geboren, Stühlchen oben mit drauf, da Baby in den Kinderwagen drin, das eine Baby, Kleinkind sozusagen, mit dem Stühlchen oben drauf. Dann bin ich durchs Hespertal, da ist ja unten Kruse, die Gaststätte, d früher auch immer die Esel hatten. Das ist vielleicht für Sie auch ein Begriff
Hans
00:21:12
Vom
Ulla
00:21:12
gewesen.
Hans
00:21:12
Erzählen, ja, ich glaub, heute gibt es das nicht mehr.
Ulla
00:21:15
Nee, heute gibt's die auch nicht mehr. Ich glaub, die Besitzer sind auch tot inzwischen. Aber da bin ich dann immer hergegangen. Da ging so ein Weg von der Straße ab, wo ich drüber gehen konnte. Und dann kam ich dann auf die Straße, da, Tannenbusch. Bläufabrik heißt unten das kleine Stückchen noch. Und dann geht es aber hoch, Tannenbusch. Da bin ich dann immer hoch. Und dann Berg rauf, ne!?
Hans
00:21:39
Tja.
Ulla
00:21:39
Und nachmittags von da aus dann wieder weiter, wenn ich nach Hause wollte. Man hat sich doch früher schon viel gefallen lassen.
Hans
00:21:47
Aber
Ulla
00:21:47
Im Vergleich.
Hans
00:21:47
das denk ich auch heute noch manchmal. Wenn ich dann Mütter mit zwei, drei Kindern und Kinderwagen
Ulla
00:21:51
Ja,ja.
Hans
00:21:52
und was weiß ich sehe. Das ist schon eine Sache, hm.
Ulla
00:21:56
Das ist schon eine Aufgabe, ne. Ja, ganz bestimmt. Nee, das hat mir aber immer, dann hatte ich nachher, wenn ich nach Hause ging, dann hatte ich das Netz noch unten am Kinderwagen dran. Dann hatte ich dann noch Gemüse drin von Mutter, ne. Und mein Mann, der ist mir meistens entgegengekommen. Auto hatten wir ja in der Zeit sowieso noch nicht. Das erste Auto hatten wir 1966,
Hans
00:22:16
Ja.
Ulla
00:22:16
als mein Mann selbstständig wurde. Da
Hans
00:22:19
Ja.
Ulla
00:22:20
wurde ja erst mal mit dem Auto angefangen. Vorher hatten wir ja noch keins.
Hans
00:22:23
Ja.
Ulla
00:22:23
Mussten wir alles zu Fuß machen. Ja, aber man hat sich alles gefallen lassen früher. Heute sind sie oft zu faul zum Laufen.
Hans
00:22:33
Trotzdem habe ich noch ein oder zwei Fragen, so die frühere Kindheit betreffend. Einmal, wie war das, Schule? War die gut erreichbar oder hatte man dann auch einen sehr weiten Schulweg?
Ulla
00:22:44
Nee, Viertelstunde ungefähr doch, ja. Von meinem Haus aus da oder von meiner Wohnung, wo ich gewohnt habe im Tannenbusch. Ja, wo ich sagte, durch den Wald immer dann. Direkt kam der Schulhof ja schon von der Coelestinschule.
Hans
00:22:58
Ja.
Ulla
00:22:58
Und da kann ich mich auch noch gut erinnern, die Toiletten, die waren draußen. Da musste man extra hinlaufen. Das war nicht alles so abgesichert wie heute. Aber das, ja, und dann gingen wir mittags wieder durch den Busch nach Hause. bis das, wir wieder da unten angekommen
Hans
00:23:12
Waren
Ulla
00:23:12
waren.
Hans
00:23:13
da so mehrere Kinder, die den Weg
Ulla
00:23:14
Ja,
Hans
00:23:14
hatten?
Ulla
00:23:14
es waren einige, die auch. Ja, ja. Ich hatte jetzt auch noch einen Klassenkamerad, der hatte mir jetzt geschrieben, eine Einladung zum Klassentreffen. Aber da konnte ich ja leider. Ich hatte schon zusagen wollen. Da war ich ja nochmal gefallen. Und er kümmerte sich immer um alles. Und der wohnte so ein bisschen durch so ein Bachgebiet oder Wassergebiet berghoch. da wohnte der. der konnte auf unser Haus drauf gucken. Und wir trafen uns auch morgens immer da an der Ecke und gingen gemeinsam zur Schule. Ja, jetzt konnte ich ihm noch nicht mal Nachricht geben. Ich sag zu Birgit, guck mal, ob du die Nummer nicht ermitteln kannst. Ja, die Nummer hatten wir ja, sagt er. Aber das kam nicht zustande. Irgendwas war da nicht in Ordnung. Und jetzt hat sie es im Nachhinein nochmal versucht. Ich hatte es dann, als ich zu Hause war, auch ein paar Mal versucht. Nee, da stand immer dann wieder, dass man da keinen Anschluss hatte. Ich denke, das muss doch, kann doch alles nicht wahr sein, ne?
Hans
00:24:09
Ja.
Ulla
00:24:09
. Dann haben wir es nochmal versucht. Dann hat sie ihn aber erreicht. Und hat dann mit der Handynummer. Und die hat sie mir jetzt mal aufgeschrieben. Jetzt will ich die Tage einfach, wenn auch Handy ist, ist mal eben mich entschuldigen, warum ich nicht gekommen bin. Und das ist vielleicht, ich habe schon gedacht, wenn ich nächstes Jahr noch lebe, oder ich bin ja jetzt sowieso hier oben im Heim, brauche ich mich nicht wundern, wenn die mich noch im Heim besuchen. Unsere Endstation, die war immer hier unten Am Schwarzen. Zum Abendessen, ne? Dann gaben wir da unser Abendbrot, haben wir da gegessen. Ja, und dann haben wir uns noch ein bisschen zusammengesetzt. Und dann war meistens auch um 9 Uhr Schluss. Auch alle über 80, die können auch alle nicht mehr so.
Hans
00:24:53
Deswegen, dass ein Klassenverband oder ein Klassentreffen so lange anhält, das ist
Ulla
00:24:57
Ja,
Hans
00:24:57
ja eine
Ulla
00:24:58
die
Hans
00:24:58
Gemeinschaft eine...
Ulla
00:24:58
treffen sich oft schon nachmittags, sagt er, wer noch gut zu Fuß ist, kann ja nachmittags schon kommen. Dann machen wir noch eine kleine Runde durch Werden oder Heidhausen. Das hat ja immer, die Männer, die waren immer rank und schlank, die konnten immer.
Hans
00:25:11
Und wie viele Schüler waren das dann so, die sich getroffen haben?
Ulla
00:25:15
Die wir getroffen haben, wir waren meistens 5, 6 Männer insgesamt und vielleicht 3 Frauen noch. Mehr kamen schon gar nicht mehr zustande.
Hans
00:25:23
Naja, aber nach so langer Zeit...
Ulla
00:25:25
Unter den Frauen, da waren noch sogar Zwillinge dabei, ne? die hatten wir auch... Ja, die waren eigentlich immer ganz guter Dinge. Ich weiß auch nicht, ob die dieses Jahr da gewesen sind, oder im Herbst, ne? Als das war. Aber das werde ich ja noch... Ich will, dass die Tage nochmal versuchen, ob ich ihn mal erreiche.
Hans
00:25:46
Ja, wie sieht das denn so mit den Leistungen in der Schule aus? Waren sie eine gute Schülerin? damals.
Ulla
00:25:51
Wie ich in der Schule war. Ach ja, wie man so war früher, ne. Mit der Tafel, mit der Schiefertafel in der Tasche. Tuchläppchen oder wie nannte es das einfach. Das
Hans
00:25:52
Ja, genau.
Ulla
00:26:03
hatte man dann meistens hinten raushängen. Ja, so ganz schlicht und einfach, wie es damals so gefordert war.
Hans
00:26:09
Und das war ja dann so direkte Nachkriegszeit?
Ulla
00:26:12
Ja ich bin ja Ende 1939 geboren, dann bin ich ja 40. Ja, denn von da an wurde ja schon gerechnet. Mit sechs Jahren bin ich ja in die Schule gekommen.
Hans
00:26:23
Vom Krieg hat man da im Tannenbusch was mitbekommen. Die Jahre, da waren Sie auch noch sehr jung.
Ulla
00:26:29
Ja, ich kann mich erinnern, dass ich immer Angst gehabt habe. Wenn ich dann auch morgens zum Kindergarten ging, dann durfte ich meine Schwester, die auch schon so früh verstorben ist, mitnehmen zum Kindergarten. Dann gingen wir eine Straße über unseren Tannenbusch, die hieß Wimberstraße. Da konnte man auf den Tannenbusch drauf gucken. Da hatten meine Eltern uns immer hingeschickt, ne!? Den Weg darauf, dann sind wir zum Kindergarten alleine. Der war auf dem Iländer Weg von Schwestern noch begleitet. Nicht so wie heute, alles Erzieherinnen. Aber die wirklich auch mit uns Spiele gemacht haben und alles Mögliche. Das war immer noch anders wie heute. Können Sie gar nicht mehr vergleichen. Heute ist mehr schriftlicher Kram wie alles andere. Aber das war auch, wir haben viel gelernt mit, ich weiß, kann mich noch erinnern, mit Puppen, mit allem Spielzeug haben wir da gespielt und auch vieles gelernt bei den Schwestern. Das hat uns gut getan. Also da durften wir dann gehen. Und später weiß ich dann gar nicht mehr so. Die beiden Jüngeren, die sind dann wohl zum späteren Zeitpunkt noch gegangen. Das waren ja Nachkömmlinge, ne!?
Hans
00:27:40
Also Sie hatten schon erwähnt, drei Geschwister, also zu viert waren Sie.
Ulla
00:27:43
Wir waren zu viert,ja.
Hans
00:27:44
Sie waren die älteste, dann kam Ihre Schwester.
Ulla
00:27:47
Ja, und dann kamen noch die beiden Jüngsten,
Hans
00:27:50
Ja.
Ulla
00:27:51
Jahrgang 47 und 45. Das waren die Nachkömmlinge. Das war zwei vor dem Krieg, als mein Vater in den Krieg zog und zwei eben später.
Hans
00:28:03
Das heißt Ihr Vater war als Soldat...
Ulla
00:28:04
Der war Soldat, der war in Italien, der hat immer von Rimini erzählt.
Hans
00:28:09
Ja.
Ulla
00:28:09
. Dann hat er uns auch mal Puppen geschickt, sagt er, die waren aber nie angekommen. Hat er auch wieder sein Essen und alles für geopfert. Aber die Puppen waren dann doch nicht angekommen. . Das ist ja alles nicht so einfach gewesen, ne. Aber ich kann mich auch noch erinnern, wie aus dem Nachbarhaus dann jemand rief, Ursel oder Ulla, dein Vater kommt nach Hause, da war der Krieg wohl zu Ende. Und da kam er den Tannenbusch runter zu Fuß. Und dass wir dann abends noch bei ihm auf der Oberschenkel gesessen haben und uns gefreut haben, dass der Papa wieder da
Hans
00:28:42
Ja.
Ulla
00:28:42
war. War dann so vom Krieg Ende sozusagen. Mehr hatte man ja da doch nicht in Erinnerung
Hans
00:28:49
Mit dem Bezug zur Landwirtschaft war wahrscheinlich danach auch nicht so groß dann Hunger oder solche
Ulla
00:28:54
Nee,
Hans
00:28:54
Probleme?
Ulla
00:28:55
Hunger hatten wir nie. Wir hatten immer so viel, dass wir da im Garten was hatten, ne. Kartoffeln und jede Sorten Gemüse, rote Beete, Kohlrabi. Alles, was man sich so denken kann, was man so als Hausfrau oder als einfacher Bauer sozusagen, der das alles dann mitbestellte. Er hat immer gegraben und Mutter hat dann gesät oder ich durfte dann schon nachher überall säen. Und jetzt frage ich immer schon mal, habt ihr denn noch die ganzen Sträucher, Johannisbeeren? Ich bin jetzt schon Jahre nicht mehr da unten gewesen. Ne, seitdem meine Eltern nicht mehr da sind und tot sind. Wie wenn was ist mit dem Bruder oder Schwägerin, wir telefonieren meistens oder sie kommen so mal vorbei Aber die haben ja auch alle Leute von der Familie in einem Haus wohnen. für die dann auch ganz schön, ne.
Hans
00:29:43
Das heißt jetzt, das Haus ist noch im erweiterten Familienbesitz?
Ulla
00:29:47
Das ist noch immer im Familienbesitz. Da wohnt mein Bruder drin mit Frau, die Tochter mit Mann und Kindern.
Hans
00:29:53
Ja.
Ulla
00:29:54
Aber auch schon älter. Der eine ist am Studieren, ich glaube hier in Düsseldorf. Und das Mädchen, weiß ich jetzt nicht genau, die ist auch, glaube ich, irgendwie am Studieren. Ja, und dann der Bruder, der Sohn noch, der wohnt da. Der hat ein uneheliches Kind, glaube ich, aber ist mit der Frau schon ewig zusammen. Ich glaube, der ist zwölf, dreizehn, kleiner Noah auch.
Hans
00:30:17
Hhmhm.
Ulla
00:30:18
Aber die wohnen alle in einem Haus. Dann sagt sie schon mal, ich muss noch für Noah jetzt kochen. Ja, wenn die Schwiegertochter oder die Schwiegertochter arbeitet, dann macht sie dann für sie den Kleinen das Essen mit.
Hans
00:30:29
Ja.
Ulla
00:30:29
Ich sag, ihr habt es gut, alle unter einem Dach. Und wenn ihr euch alle gut versteht, ist das immer eine schöne Sache ne!? Aber sie sagte, so einfach ist das auch alles nicht. Die sind ja auch alle berufstätig. Aber einer hilft dem anderen dann, ne? Nicht so wie jetzt nebenan bei mir hier Landwehr. Ich wohne ja zwei, vier. Sind die beiden Ehepaare sind nett. Die fragen auch, wie es mir geht. Und dann kommt Haus Nummer sechs. Der ist so komisch, so ulkig. Der hat meinem Schwiegersohn doch klatsch dich alles Mögliche ins Gesicht geworfen, als der gesagt hat, ich käme nach Hause. Ich würde jetzt entlassen, ich käme nach Hause. Dann hat er gedacht, das kann doch nicht normal sein. Wieso macht der jetzt auf einmal so einen Aufstand, ob ihm das nicht gepasst hat. Ob der gedacht hat, ich verkaufe das Haus und dann an seinesgleichen, die da eventuell dann Zuspruch haben. Und ich kann ja nicht sagen, das Haus, das kriegt jetzt der oder der. Das müssen die Kinder, ich sage, die sollen das nachher selber entscheiden, wie und was
Hans
00:31:30
Genau.
Ulla
00:31:30
alles.
Hans
00:31:31
Aber jetzt im Moment ist es ungenutzt oder ist es vermietet?
Ulla
00:31:35
Nee, ist noch ungenutzt. Es steht noch alles drin. Meine eine Enkelin, die hätte gerne den Tisch, sagt sie, würde sie sich gerne nehmen und die Eckbank.
Hans
00:31:45
Ja.
Ulla
00:31:45
Ja, ich sagte, Anja, ihr müsst nachher gucken, was ihr noch braucht, was ihr alle haben könnt.
Hans
00:31:51
Und die Stofftiere sind auch schon vergeben!?
Ulla
00:31:53
Die Stofftiere? Ja, die kann die kleine Josefine dann haben, wenn sie haben möchte. Aber ich sage, mir soll das egal sein. Ich habe ja sowieso keinen Einfluss. Das ganze Porzellan, das steht ja auch noch da in den Schränken.
Hans
00:32:06
Ja.
Ulla
00:32:06
Jetzt hatten wir ja an meinem Geburtstag, hatten wir ja hier im Haus den Tisch gedeckt,haben sie auch alles schon in Rechnung gestellt, da sagt Birgit, da konntest du die Arbeit nicht für machen. Sie hatte sich vorher mit dem Herrn Foitzik unterhalten,
Hans
00:32:19
Ja.
Ulla
00:32:20
ne, den kennt man ja auch schon von früher her, meine Eltern, also meine Mutter, die ist ja hier im Heim auch gewesen und dann eine Tante, meine Patentante, die ist hier 102 geworden. Haben wir den 100sten. gefeiert, 102 auch nochmal, ne. Und dann ist sie so ganz ruhig auch eingeschlafen, die kam aus Steele. Ja, nach, das Grab ist noch Bestand, aber ich komm ja da auch nicht mehr hin. Müssen wir alles jetzt gewähren lassen, wie es... Ja.
Hans
00:32:51
Jetzt muss ich vielleicht ein letztes Mal nochmal zum Tannenbusch zurückkommen, und zwar zu der Frage, wie Sie dann so da weggezogen sind, also: Sie haben ihren Mann kennengelernt?
Ulla
00:32:59
Der war ja Sauerländer, meine Mutter war auch Sauerländerin. Die kannten sich, die Familien, die kannten sich von früher schon auch, ne, vom Namen her und so. Ne, so, wie meinen Sie jetzt, dass ich...
Hans
00:33:15
Also, ähm, über die Bekanntschaft mit Ihrer Mutter haben Sie dann Ihren späteren Mann kennengelernt?
Ulla
00:33:20
Ja. Ja,ja. Da war ich dann immer da auf dem Nachbardorf, da zu Besuch, bei meiner Cousine, da habe ich heute auch noch Kontakt zu. Die waren auch schon mal hier in Paul-Hannig-Heim. Die hat sich alles hier schon mal so angeguckt. Ja, die hatte drei Söhne, die hatten Muskelschwund.
Hans
00:33:38
ja.
Ulla
00:33:38
. Und dann konnten die auch nicht so gut laufen, dann hatten die das Auto auch umarbeiten lassen. Der eine, der dann fuhr, der hatte dieses umgebaute Auto mit dem Muskelschwund. Jetzt sind die Kinder aber inzwischen alle tot. Der eine ist an Nierenversagen, glaube ich, gestorben und die anderen beiden an Muskelschwund. Und die Tochter, die wollte nicht heiraten, die sagte nicht, dass das noch erblich ist. Dann lasse ich die Finger lieber davon. Die wohnt in der Nähe, ich glaube von, ich weiß es gar nicht, von Aachen oder wo die wohnen oder irgendwie. Ich weiß es nicht mehr genau, ist so eine komische Postleitzahl auch. Aber ich weiß, dass ich die Telefonnummer habe und mit ihr schon mal
Hans
00:34:19
Mhm.
Ulla
00:34:19
sprechen kann. Habe ihr jetzt auch mitgeteilt, dass ich mein altes Telefon wieder habe, dass ich wieder telefonieren kann.
Hans
00:34:26
Ja.
Ulla
00:34:27
Und dann freut sie sich auch immer. Die ist auch inzwischen schon 90 oder 91 geworden.
Hans
00:34:31
Ja. Aber das waren jetzt Verwandte aus dem...
Ulla
00:34:34
Von meiner Muttersseite.
Hans
00:34:36
Von der Muttersseite?!
Ulla
00:34:37
Ja, Tannenbusch, das war jetzt hier von meinem
Hans
00:34:39
Genau.
Ulla
00:34:39
Vater.
Hans
00:34:40
Das war hier.
Ulla
00:34:41
Schmitz. Ja.
Hans
00:34:41
Und dann haben sie aber da bei der Muttersseite, bei den Verwandten, haben sie ihren späteren Mann kennengelernt.
Ulla
00:34:46
Den habe ich da kennengelernt. Der war auch da aus dem Ort.
Hans
00:34:49
Mhmhm.
Ulla
00:34:50
Und dadurch, ja, dass sich die Eltern kannten...
Hans
00:34:53
Hallo. Ja, machen wir eine kleine Pause so lange. Wird eine gute Folge. Schön, schön viel...
Ulla
00:35:00
Oh Gott, oh Gott, oh... Nee, den, denn der, meinen Mann, den habe ich da praktisch auf dem Schützenfest kennengelernt, auf dem, in dem Ort, wo meine Oma wohnte, ne? Meine Mutter groß geworden ist.
Hans
00:35:12
Ja?
Ulla
00:35:12
. Da war ich zu Besuch, und da habe ich meinen Mann kennengelernt.
Hans
00:35:15
Ja. Sehen Sie, solche Geräusche, die übertönen alles und die krieg ich nicht rausgeschnitten... Tschüss. So. Wir hatten ein paar Sachen im Laufe der kurzen Unterbrechung
Ulla
00:35:35
Ja.
Hans
00:35:35
angesprochen. Ich komme jetzt noch mal darauf zurück. Ihren Mann auf dem Schützenfest, haben Sie
Ulla
00:35:39
Ja,
Hans
00:35:39
gesagt.
Ulla
00:35:40
ja. Der war immer Sportschütze, also immer Schütze, ne!? Die haben ja alle in den Orten Schützenfest gefeiert und da habe ich den kennengelernt auf dem Schützenfest.
Hans
00:35:49
Aha. Dann haben sie sich auch öfter allerdings auch nicht so oft gesehen? alle zwei Wochen, meinten Sie gerade?
Ulla
00:35:58
Was denn?
Hans
00:35:59
Dass sie sich gesehen hätten!?
Ulla
00:36:00
Ach so, ja, so meistens alle zwei Wochen. Dann bin ich mit dem Zug bis nach Bestwig gefahren und von da aus mit dem Bus nach Altenbüren, so hieß der Ort. Und wenn er mich weggebracht hat, dann ist er wieder mitgefahren bis Bestwig, mit dem Bus auch und dann auch wieder mit dem Zug, ne!? So sind wir immer unter,... in Verbindung geblieben
Hans
00:36:23
Ja,
Ulla
00:36:24
auch.
Hans
00:36:25
also es war relativ schnell klar, dass sie auch zueinander gehören.
Ulla
00:36:29
Ja, ich denke doch, ich meine, ich war erst 16, ich hab, als er mich gefragt hat, wie alt bist du, da hab ich gesagt, ich werd 17. Ja, er war 23 in der Zeit. Aber wir haben immer harmoniert, ne? Er hat viel geschrieben, dann sagen die Kinder immer. Was soll ich, ne, ich hatte zu Benita gesagt, was soll ich denn mit den ganzen Briefen machen, die der Opa mir geschrieben hat? Soll ich die alle verbrennen? Nein, sagt sie, so was verbrennt man nicht.
Hans
00:36:58
Ja.
Ulla
00:36:58
. Die musst du verwahren. Und wenn du sie dem Opa mit in den Grab tust, nachher. Oder hier die Briefe, die Opa geschrieben hat, wenn ich die jetzt danach abgeben würde. So, ja, ich sag, was soll ich denn machen? Und dann hat sie mir dann den Rat gegeben, wenn ich mal sterbe, dann soll ich die Briefe vom Opa, die der mir geschrieben hat, alle mit in den Sarg tun. Wird das das Sicherste, was es gibt. Sagt sie, wenn du die so jetzt irgendwo hinlegst, dann kann der Wind, dann fliegen die alle durch die Gegend. Obwohl man ja da auch nicht, Gott weiß, was geschrieben hat. Mein Mann, der schrieb dann immer, jetzt komme ich erst nach Hause, dann war es schon so und so spät, dann hat er sich dann auch noch die Mühe gemacht, hat geschrieben. Der das war so ein Verrückter, der war immer emsig. Ja, telefonieren, ich glaub, unten im Tannenbusch, da waren bloß Haus Nummer eins und nicht weit bei meinen Eltern weg. Die hatten nur Telefon, sonst hatte kein Teufel Telefon früher.
Hans
00:37:58
Gab's das mal, dass man dann mal dieses Telefon irgendwie nutzen konnte, dass man da...
Ulla
00:38:02
Ja, man konnte schon mal mit einer Zeit absprechen, dass man dann und dann käme und würde mal telefonieren, ne? Das ging schon mal. Aber das will man ja auch nicht immer wieder!
Hans
00:38:12
Nee.
Ulla
00:38:12
ne!?
Hans
00:38:12
Das ist mehr was für Notfälle oder
Ulla
00:38:15
Das
Hans
00:38:15
so.
Ulla
00:38:15
ist alles immer so komisch. Aber ich hatte ein ganzes Kartönchen wieder voll von den Briefen, wo er mir geschrieben hat, die habe ich jetzt alle in dem Karton gelassen, habe ihr den mitgegeben. Ich sage, wenn ich dann mal tot bin und mein Sarg steht irgendwo, dann kommen die eben mit da rein, dann musst du dafür sorgen
Hans
00:38:35
Ich finde, das ist eine schöne Idee, weil so werden die Briefe auch weiter gewertschätzt,
Ulla
00:38:40
Eben.
Hans
00:38:40
sage ich mal.
Ulla
00:38:41
"Ich sag,", sagt sie, "darf ich die denn lesen?" Ich sag,"Die kannst du ruhig lesen." Da hat nichts Schlimmes drin gestanden. Wie so Männer sind da in dem. Alter, verrückt, ne? Ja, ja. Mein Mann, der war immer sehr verrückt. Aber es ist so. Wir haben uns immer gut verstanden. Und auch mit den Kindern ist er immer gut zurecht gekommen, auch, ne? Die mochten den Papa auch alle. Aber ist alles vorbei, ne?
Hans
00:39:04
Ja. Sie haben sich so alle zwei Wochen etwa getroffen und dann ging das ja so langsam über, dass er auf die Idee kam, ich siedle nach Essen über oder wie ist das dann gekommen?
Ulla
00:39:16
Ja, der hatte hier mit dem Herrn Herdick, dem Malermeister Herdick, da hatte er Kontakt zu und zwar, wie war das noch? Ja, wenn der hier auf Besuch war, dann, ich kannte ja den Herdick auch schon immer, dann haben wir uns gegenseitig vorgestellt und dass er auch Maler ist dann auch anstreichen wollte und konnte. Und dann war der Herdick auch damit einverstanden, dass er meinen Mann zu sich mal in die Lehre nehmen wollte ne, weil er ja dann der Geselligere war, will ich mal sagen. Ja, so ist es dann entstanden, dass er dann auch mit ihm zusammenarbeiten konnte und dann hatte er mal,dann sind wir mal zwischen Weihnachten und Neujahr wieder hier in Heidhausen gewesen, bei meinen Eltern und dann hat er den Herdick getroffen und dann hat er zum Herdick. hat er zu ihm gesagt, wenn ich dir eine Arbeitsstelle besorge, kommst du dann ganz wieder? Dann hat mein Mann gesagt, ja, im Sauerland verdienten die ja auch nicht so viel, ne, das kam auch noch dazu. Na ja, und dann ist er dann bei ihm so sessig geworden, kann man sagen. Hat dann weiter seine Arbeit da verrichtet und ist dann als Maler immer wieder da gewesen bei ihm. Und nachher hat er sich dazu entschlossen, ganz hier zu bleiben, in Heidhausen, ne!?
Hans
00:40:40
Sind Sie dann auch sofort zusammengezogen?
Ulla
00:40:42
Nee, wir hatten auch erst, ach, er hat mit meinem kleinen Bruder zusammen im Zimmer, im Dachgeschoss, will ich mal sagen, da hatten die beiden ihr Bett. Verstanden sich aber auch ganz gut, ne, wenn sie auch Blödsinn oft gemacht haben. Ja, bis das wir dann, dann ging es ja los. Man kriegte ja keine Wohnung. Man sollte ja immer prüfen, ob man irgendwas fand. Ja, wo denn? Dann haben wir standesamtlich geheiratet, 59, damit wir eine Wohnung finden. Und das war ja hier die Frau, die mir die Pralinen da geschickt hat. Mit der habe ich auf einen Tag standesamtlich geheiratet, in Werden. Da sagt sie noch zu mir, denken Sie da schon mal dran? Ja,ich sag, habe ich schon mal öfter dran gedacht, dass wir an einem Tag geheiratet haben. Ja,und dann haben wir da standesamtlich geheiratet im Juni 59. Ja, aber mit Wohnung
Hans
00:41:38
Hhmhm
Ulla
00:41:38
war da auch nichts zu machen. Wir haben hin und her überlegt, gucken wir oder kriegen wir noch eine Wohnung. Ja, was war das Ende vom Lied? Wir sind wieder zum Sauerland. in so eine Wohnung, die noch nicht ganz fertig war, Neubau. Da sind wir dann erst reingezogen. Mein Mann hat alles soweit renoviert und gestrichen und gemacht und getan. Und das war dann unsere erste gemeinsame Wohnung, ne? Ja, dann haben wir da gewohnt von April. April sind wir da eingezogen. In April haben wir standesamtlich geheiratet und sind auch da eingezogen. Dann war aber weiter nichts zu machen, als wie auch immer nur abwarten, ne?
Hans
00:42:19
Also hat er dann in der Zeit von dort aus hier gearbeitet oder wieder dort gearbeitet oder wie war das?
Ulla
00:42:26
Nee, ich habe dann auch nicht mehr gearbeitet. Ich war ja bei den Werdener Feintuchwerken. Ich hatte dann auch, ja, ich musste ja zu Hause bleiben dann auch, ne?
Hans
00:42:35
Werdener Feintuchwerke, da fällt mir ein...
Ulla
00:42:37
Da habe ich als junges Mädchen geheiratet, äh, gearbei, Da bin ich...
Hans
00:42:43
Das war direkt nach der Schule und war irgendwie auch klar?
Ulla
00:42:44
Direkt nach der Schule, sozusagen, ne? Ja, dann habe ich da gearbeitet, ja, und dann ging das von da aus immer weiter. Dann habe ich da, als wir dann geheiratet haben, da sind wir dann ins Sauerland wieder, ne? Weil ich ja da, weil er ja da seinen festen Sitz jetzt hatte, auch da, ne? Und ich dann auch nachkommen konnte, oder da bleiben konnte. Ja, dann sind wir aber ein Jahr Weihnachten bei meinen Eltern zu Besuch gewesen. Und dann hatten die dann gesagt, ja, was machst du denn jetzt überhaupt? Ja, ich sage, ich weiß es auch nicht, was ich jetzt mache, was wir wollen oder was wir nicht wollen, ob wir eine Wohnung bekommen oder nicht... Ja, dann hatte mir der Herdick, dann war der auch da, der Malermeister, sagte, ja, wenn ich dir eine Wohnung besorge, kämste dann wieder, hatte ich ja eben schon mal gesagt. Und dann haben wir gesagt, ja, wenn er eine Wohnung findet und wir können bleiben, dan kommen wir wieder, dann kann er wieder bei Ihnen arbeiten, ne? und so ist es dann auch nachher gekommen, das wir da Anschluss wieder gefunden haben bei ihm, der hatte auch mehrere Gesellen, verstand sich mit allen auch gut, hat dann eben als Maler da auch wieder gearbeitet bei der Firma,
Hans
00:44:01
Ja.
Ulla
00:44:01
Herdick, ne? Ja, das war das Ende vom Lied, dass wir da geblieben
Hans
00:44:05
Welche
Ulla
00:44:06
sind.
Hans
00:44:06
Straße war dann Ihre erste Wohnung hier wieder?
Ulla
00:44:09
Ja, das war hier in Werden, Heidhausen, Gülterberg 8 in Fischlaken.
Hans
00:44:13
Aha.
Ulla
00:44:14
Haben wir da gewohnt. Und dann hatten wir aber mit der Hauseigentümerin und ihm auch schnell Ärger, als unsere Kinder anfingen zu krabbeln. Und ne, und an zu tippeln, das wollten die nicht so gern haben. Dann haben sie schon mal gesehen, wenn ich Wäsche hatte, dass die Kinder in dem Laufstall irgendwo drauf standen und wollten da raus krabbeln. Ich sag, so schlimm soll es doch wohl nicht sein. Ja, dann sollte ich die Kinder lieber bei ihr abgeben.
Hans
00:44:43
Mhm.
Ulla
00:44:43
Aber dann hatten wir nachher Ärger mit der Familie. Der passte das dann nicht, dass wir dann die Kinder da hatten, ne? Mensc. Ja, da sind wir dann nachher zu dem Standpunkt gekommen, dass wir dann die Wohnung drangegeben haben und sind 66, ja, so wie jetzt unser Klaus Geburtstag hatte, angefangen, wieder neu zu suchen. Und haben 66 dann die Wohnung in, auch in Essen Heidhausen, aber mitten im Feld sozusagen hat die Wohnung gelegen. Da sind wir dann auch die ersten Jahre geblieben, von 66, ich glaub, bis 1971 oder was. Und dann sind wir wieder in eine andere Wohnung gezogen.
Hans
00:45:23
Mitten im Feld, die ...
Ulla
00:45:26
Mitten im Feld, das ist von dem Bauer Lindemann, wo ich so eben mal gesagt habe, dem die Busche, der Busch da gehörte, der Tannenbusch, und die Felder rundherum. Und da war so mitten in den Feldern ein Weg, den man gehen konnte, wo der Lindemann praktisch seine Ställe hatte, ne? Das passte dem auch nicht, dass wir dann einfach quer durchs Feld gingen. Aber ja, wir mussten ja irgendwie zum Haus kommen, ne? Und dann haben wir das auch so gemacht und sind dann auch so verblieben. Aber dann kam dieses Haus hier an der Heidhauser Straße, dieses Fachwerkhaus, wo jetzt die Behinderten drin sind da sie haben es ja schon öfter gesehen, wenn sie da vorbei
Hans
00:46:04
ja, ja.
Ulla
00:46:05
fahren. - Da haben wir dann gewohnt, das war von der Stadt Essen gemietet. Und da haben wir uns auch sehr wohl gefühlt. Die Kinder hatten alle Platz, die hatten ihr Zimmer, alle. Ne, da waren wir auch glücklich und zufrieden. Ja, und dann 66, das war 66, als wir da eingezogen sind. Ne, 66 waren wir An der Kuhl im Tannenbusch. Und 66?
Hans
00:46:30
An der Kohl oder an der
Ulla
00:46:32
Kuhl.
Hans
00:46:32
Kuhl? An der Kuhl. - Und dann dieses schöne Fachwerkhaus, also?
Ulla
00:46:37
An der Heidhauser Straße, von der Kuhl dann zur Heidhauser
Hans
00:46:41
Aha.
Ulla
00:46:41
Straße.
Hans
00:46:42
Ja.
Ulla
00:46:42
Ja, ja, da haben wir ja auch ein paar Jahre gewohnt. Bis dass wir hier an der Landwehr das Haus kaufen konnten. Das war ein Zechenhaus. Das hat mein Mann dann erstanden. Und er sagte immer, ja, auch viel Arbeit. Aber, äh, viel Arbeit. Ja, wir mussten alles von Grund auf... das Haus, das haben wir auch ganz umgearbeitet. Es war ja überall nur Dreck und Drähte. Da musste überall Hand angelegt
Hans
00:47:09
Ja,
Ulla
00:47:09
werden.
Hans
00:47:10
aber ich denke mal, als Maler-... meister wahrscheinlich.
Ulla
00:47:14
Ja, der hat gerne gearbeitet auch, ne. Er hat auch jetzt noch in der Werkstatt alles Mögliche stehen. Da sollen sich die Kinder drum kümmern. Ich meine, der Thomas, der tot ist,der nierenkrank war, der hatte Maler gelernt, der hat das auch gerne gemacht. Und der war auch immer sehr emsig in den ganzen Sachen. Ja, und, äh. Der war das. Und hier der Klaus, der jetzt 60
Hans
00:47:40
Hm?
Ulla
00:47:40
geworden ist, der hat auch Maler gelernt. Und der ist ja mal verunglückt von einer Etage in die andere durch die Decke, weil die Mutter oder die Frau gerufen hat, der soll zum Kaffee trinken eben kommen. Ja, da ist der da verunglückt und hat sich den Rücken dann so geprellt. Dann hatte der wohl auch Schwierigkeiten lange. Der konnte nicht sitzen, der konnte nicht stehen, ne. Wie das dann alles so geht. Ja, aber das hat sich nachher auch wieder gegeben, aber er musste den Beruf dran geben. Ja, un dann ist er in der Malereinkauf geblieben, aber mehr als Fachmann sozusagen oder als, suchte die ja, als Auto, der war immer viel unterwegs
Hans
00:48:21
Ja.
Ulla
00:48:21
auch, ne. Im Außendienst und nachher passte ihm das auch nicht mehr so. Sagt er, da bist du ja nur noch auf der Strecke und nur noch unterwegs. Dann hat er weitergemacht erst noch und jetzt ist er ja auch immer noch in der Malereinkauf, aber in der Nähe von, nicht Hamminkeln, wie heißt es da?
Hans
00:48:39
Ja, aber
Ulla
00:48:40
Bocholt,
Hans
00:48:40
Hamminkeln,
Ulla
00:48:41
glaube
Hans
00:48:41
Bocholt
Ulla
00:48:41
ich, Bocholt. Da ist er für tätig? Schriftliche Sachen und muss abends, er sagt, ich muss noch so viel schreiben und das machen und das machen oder mit den Kunden telefonieren, ne. Aber das passt ihm auch. Ja, jetzt ist er auch schon 60, das sind jetzt noch ein paar Jahre, dann
Hans
00:48:57
Ja.
Ulla
00:48:57
ist auch schon wieder Feierabend. Ja, und die Tochter, die hört ja auch Ende des Jahres dann auf. Die ist ja da bei dem, Bensberg, bei dem Doktor,
Hans
00:49:07
Ja.
Ulla
00:49:07
da ist sie ja tätig, aber die sagt, ich mach auch nicht länger, weil ich ja die Enkelkinder auch habe, da möchte ich ja auch ein bisschen mal mit, mit doch zu tun
Hans
00:49:17
Ja.
Ulla
00:49:17
haben, ne.
Hans
00:49:18
Das heißt, drei Kinder, oder waren es?
Ulla
00:49:20
Ne, wir hatten vier, der eine ist ja tot, der älteste, ne. Jetzt noch drei. Der Jüngste ist ja, der macht selbstständig hier in Computerarbeiten, der entwickelt hier Internetseiten und sowas in Herne, das macht er alles von zu Hause aus, ne.
Hans
00:49:37
Ja.
Ulla
00:49:37
Und kann so dann auch schon mal die Kleine zur Schule begleiten, aber jetzt hat sie es raus, ist jetzt in der zweiten Klasse, dass sie den Weg alleine auch findet und hat dann auch diese entsprechende Uhr, wo sie drauf gucken kann, ob sie da richtig ist jetzt oder nicht, ne?
Hans
00:49:53
Ja klar, mit einem Vater, der sich auskennt, da muss man auch mit auf dem neusten Stand der Technik sein.
Ulla
00:49:56
Ja, das sagt er dann auch immer, dann ist sie ganz stolz und wenn sie mal vergessen hat, den Papa anzurufen, dann ist sie nachher ganz unglücklich, dass sie das vergessen hat. Aber so ergänzen sich alle. Ja, die Frau, die arbeitet dann in Dortmund beim Roten Kreuz, ja, Gott sei Dank alle Arbeit dann, ne? Dann ist es auch wichtig
Hans
00:50:16
Ja. Ein Thema, was ich gerne noch ansprechen wollte, ist Einkochen, Backen, dass Sie da ziemlich viel immer zu tun hatten?
Ulla
00:50:26
Ja, ja, ich hab ja immer gearbeitet, immer gebacken und gemacht und getan.
Hans
00:50:33
Und Einkochen, da hatten Sie dann auch im Garten zu diversen Jahreszeiten...
Ulla
00:50:37
Ja, immer. Ja, ich hab ja viel eingefroren auch, ne. Eingekocht weniger, dann auch. Dann hat man immer Angst gehabt, dass die Gläser dann mal wieder aufgingen. Ich hatte wohl auch Stachelbeeren und sowas. Das hab ich wohl für den Kuchen und so eingefroren oder eingekocht dann auch, ne. Das haben die Kinder immer gerne gegessen, wenn ich dann Stachelbeerboden machte. Pudding erst unten auf den Boden drauf. Und dann die Stachelbeeren drauf. Dann aßen sie da. Auch der eine angeheiratete Enkel, der aß immer so gerne. Wenn die bei mir war, sagt sie immer, soll ich für den Patti noch, Patrick heißt er, soll ich das Stück Kuchen noch mitnehmen? Ich sag, kannste, gerne mitnehemen
Hans
00:51:18
Ja. Ja, ja, das hört sich, die sauren Stachelbeeren und der süße Pudding, das ist sicher eine
Ulla
00:51:23
Ja.
Hans
00:51:24
gute
Ulla
00:51:24
Ja, und dann hab ich dann nachher immer noch ein bisschen Guss drüber gemacht, ne. Das aßen die immer gerne. Ja, oder Pfirsichboden, das aßen sie auch gerne. Also eigentlich waren sie alle nicht so quengelig.
Hans
00:51:35
Und die Böden haben sie auch selber gemacht?
Ulla
00:51:37
Ja. Die hab ich auch selber gemacht. Ich hab ganz selten mal, ich hab schon mal jetzt gefragt, wo ich jetzt auch nicht mehr so standhaft war. Ich sag, gibt es dir auch fertig gekauft? Aber bestimmt, sagten die Kinder da. Ich sag, ich hab sie bis jetzt immer nur selber gebacken . Aber wenn man einmal am Backen ist, ne. Genau, wie vor Weihnachten. Ja, ich hab doch nie Plätzchen gekauft, alles immer selber gemacht. Ja, dieses Jahr hab ich gar nichts gemacht Da haben sie gesagt: Ja, lass mal auch die anderen.
Hans
00:52:06
Genau.
Ulla
00:52:06
Meine Schwiegertochter sagte: "Hör mal, du kannst doch jetzt nicht einfach sagen, du machst nicht mehr!?! Die Florentiner und so. Ja. Ich sag, Nicole, ich kann es aber nicht mehr. Ich sag, ich kann dir gerne die Rezepte alle mitgeben. Die liegen alle im Schrank. Und die ganzen Backbücher, die hatte meine Tochter in den Keller gebracht. Sagt sie, was willst du da noch mit? Du backst ja doch nicht mehr. Alles gut. . . Dann haben sie sich die Sachen, ach, dann hat sie sich auch das Brotbackautomatenbuch mitgenommen. Und ich sag, das kannst du dir mitnehmen. Ich wollte ja noch mal wieder ein Brot backen. Aber auch das strengt an. Sie müssen klopfen rundherum, dass der Teig wieder da rauskommt, ne. ich hab mir das auch nicht so schwer vorgestellt Bin ich rundherum ewig am Klopfen, am Klopfen und dann klappt das immer noch nicht so richtig. dann hat sie sich doch die Rezepte alle mitgenommen. Ja, ich sag, jetzt brauchst du auch noch den Automaten. Ich sag, ich backe ja dann kein Brot mehr.
Hans
00:53:03
Ja.
Ulla
00:53:04
Ich sag, sollte ich mal wieder nach Hause kommen, was ich ja gar nicht glaube.
Hans
00:53:08
Hhmhm.
Ulla
00:53:08
Glauben Sie denn, dass ich nochmal hier wieder rauskomme? Glaub ich nicht. Man weiß es nicht. Ich sag, dann muss ich gucken. Dann kann man immer noch mal handeln oder was machen. Aber ich sag, im Moment bleibt es so wie es ist Ne, da kann ich doch nicht Gott weiß was machen.
Hans
00:53:25
Ihr Mann hatte sicher als Malermeister dann auch viel zu tun, trotzdem, hatten Sie auch Zeit, mal in Urlaub zu fahren?
Ulla
00:53:32
Ja, wir sind immer im Sommer mal, alle 14 Tage, dann nach Mechenard, wo unsere Schwiegertochter wohnte,
Hans
00:53:39
Ja.
Ulla
00:53:39
und wo Thomas hin geheiratet hat. Die haben da ein Fertighaus gebaut und dann haben wir natürlich auch kräftig mit unterstützt. Er wollte erst ohne Keller und da hat mein Mann immer gesagt, ne, da kommt ein Keller hin, du brauchst einen Keller, den braucht man immer. Und dann haben wir den Keller auch bezahlt und das alles, was dazu gehört, Und dann sind wir so jedes, alle 14 Tage, zweimal im, eeh einmal im Jahr da runtegefahren, weil die beiden, ja, sich angefreundet hatten. Thomas war damals 18 und sie war 14. Ne, und dann wollten die ja jedes Jahr auch dann da runter. Er fuhr auch zwischendurch mal. Hier, unsere Tochter, die hatte da auch einen kennengelernt. Die haben sich immer abgewechselt, mal ist der gefahren, mal ist der gefahren. Bis das dann da die Klamotte in der Brüche war nachher, ne. Die wollten dann wohl nicht mehr. Aber dann ist Thomas alleine immer gefahren. Ja, da hat sich das richtig entwickelt auch. Und dann haben die geheiratet, ja. Und dann wird er nachher krank, kriegt Nieren, mit den Nieren hat er es ja gehabt, erst. Und dann an der Dialyse, ja, da wusste man auch nicht so recht, was ist es, was mag es sein, ne. dann hat sich das nachher so entwickelt, dass es ein Speiseröhrenkrebs wurde Wahrscheinlich durch die vielen Tabletten, die er dann nehmen musste. Man weiß es
Hans
00:55:00
Ja.
Ulla
00:55:00
manchmal nicht
Hans
00:55:01
Das ist so komplex, das kann...
Ulla
00:55:02
Wie gesagt, alle... 14, jede Woche dann auch zur Dialyse. Ja, und wenn sie dann bei uns waren, dann Weihnachten oder so, dann musste er auch die Dialyse in Anspruch nehmen. Da bin ich dann auch in Essen mal mit dahin gefahren.
Hans
00:55:15
Ja.
Ulla
00:55:16
. Hatte mir das mal angeguckt. Ja, der hat schon was mitgemacht. Und dann sind wir ja, 13 ist er gestorben. Am 23.11. Ja, ich glaube, ja. Ja, dann sind wir dann auch da runter, als er so krank war. In Frankfurt war der meistens in der Klinik, weil die ja in der Nähe von Aschaffenburg auch wohnten, ne. haben wir uns da besucht. Da sagt er schon, wenn ich Weihnachten komme, dann kann ich aber bestimmt nicht mehr nach oben, sagt er. Dann muss ich unten im Keller schlafen. Ich. sag, Thomas, dann kriegst du dann dein Bett unten in dem Wohnzimmer oder irgendwie gemacht. Das kriegen wir schon geregelt. Ja, und dann ist er dabei geblieben, denn er wurde, wurde und wurde nicht gesund. Dann kriegt er nachher Metastasen in die Leber. Da kam eins zum anderen, ne, und die Schwiegertochter, die ist dann immer nach Frankfurt gefahren. Und wenn die nach Hause fuhr abends, hat sie uns immer Nachricht gegeben. So und so sah das aus, als ich jetzt gefahren bin. Ne, wir müssen das alles so jetzt in Kauf nehmen. Ja.
Hans
00:56:20
Ja.
Ulla
00:56:20
Bis dass er dann am 11. November starb, Ja das, an dem Tag sollte ich auch noch mit da runter. Die anderen beiden Jungs, die fuhren runter, die sagten, Mama, sollen wir dich auch abholen und mitnehmen? Ich sag, fahrt ihr alleine. Wenn ich jetzt noch wieder einen Halt mache zwischendurch, ist auch nicht gerade richtig. Und gut, das wir es so gemacht haben. Die haben ihn auch nicht mehr lebend gesehen. Sind da angekommen, da war auch schon tot, ne. Aber ich sag, den Blick, den er so hatte,der guckte noch so hinter mir her, den vergisst man dann auch nicht, ne. Ich sag, das war das erstgeborene Kind. Das ist alles nicht so einfach, wenn die Kinder dann vor den Eltern versterben, ne. ich sag, das mussten wir alle in Kauf nehmen. Ja, und dann stirbt danach meine Schwester mit dem Brustkrebs. Und dann, ja, danach mein Mann, ne. eins nach dem anderen. Ich sag, was man alle nicht gebrauchen kann.
Hans
00:57:12
Ihr Mann, das ist jetzt sechs Jahre her, hab ich...
Ulla
00:57:14
Der ist jetzt sechs Jahre tot, ja. Der ist 2019 ist der gestorben. Im Dezember. Ja, ich wurde im, am 27. wurde ich 80. Und das hat er nicht mehr mitgekriegt, ne. Da war er schon tot. Aber der ist zu Hause auch ganz friedlich eingeschlafen. Wir hatten diese Therapie da, diese...
Hans
00:57:39
Ja die...
Ulla
00:57:40
wie heißt das jetzt?
Hans
00:57:40
Palliativ... dienst?
Ulla
00:57:41
Palliativ, genau, die Ärztin, die kam immer
Hans
00:57:45
Ja.
Ulla
00:57:45
von Velbert, ne, die hat ihn dann versorgt. Wir hatten das Bett im Wohnzimmer stehen, auch als Krankenbett. Aber er war immer noch eigentlich auf den Beinen, auch mit dem Rollator. Und an dem Sonntag, bevor er gestorben ist, da sollte er noch eigentlich nach Velbert in die Palliativstation. dann hat sie aber doch eingesehen, dass das Quatsch war, sagt sie, extra noch geht's wieder nach Velbert. Das
Hans
00:58:10
Ja.
Ulla
00:58:10
ist auch wieder zu anstrengend. Wir lassen, wie es ist. Und dann hat er noch Medikamente gekriegt, ja.Und dienstags morgens, da sagt Birgit, setz dich mal zum Papa, der atmet mir so komisch. Ja, dann hat er noch mal kräftig durchgeatmet, da war er tot. Aber ihm ist doch noch vieles erspart geblieben, wenn man dann so hört, was die alle noch oft mitmachen müssen, ne?
Hans
00:58:32
. Und ich meine, eigentlich ist das ja bei vielen so eine, eher eine Wund, na, Wunschvorstellung in dem Zusammenhang. Aber zu Hause sterben ist irgendwie was anderes als irgendwo, selbst wenn es ein Palliativ... ein Hospiz ist.
Ulla
00:58:47
Ja, ja. Sie hätte den auch am liebsten noch mit nach Velbert genommen, da in die Station. Aber sie sagte, das Geschuckele geht es mit dem Auto, mit allem noch hin und her, das wollte sie auch vermeiden, ne. und dann war sein Bruder und seine Schwester noch aus dem Sauerland, einen Tag vorher da. Die hatten einmal so ganz kräftig angerufen, Elmar. Dann hat er die Augen mal kurz aufgemacht, ja, und dann war es vorbei.
Hans
00:59:12
Hhm.
Ulla
00:59:12
Hat er die Augen wieder zugemacht und nicht mehr geguckt. Dann hat er es wahrscheinlich gehört und dann aber trotzdem nicht richtig reagiert, ne.
Hans
00:59:21
Na ja, aber vielleicht auch die Kraft nicht mehr gehabt.
Ulla
00:59:22
Man weiß... die Kraft nicht mehr gehabt, ne. Ja , und jetzt ist der nächste Kegel, nicht Kegelbruder. Die haben immer so unter den Sängern immer so einen kleinen Kreis gehabt. Die haben sich immer gegenseitig alle besucht, wenn sie Geburtstag hatten. Ja, jetzt ist auch schon wieder einer tot. Ist, glaube ich, 90 geworden. Ja, der war eigentlich noch ganz schön fit. Der hatte sich auch wieder gut erholt. Der hatte auch mal irgendwie, dass er schlecht gucken konnte. Aber das hat sich alles wieder gegeben. Jetzt ist er auch auf einmal tot. Ja, und die Frau ist an der Dialyse dreimal die Woche. Das ist auch nicht so angenehm jetzt. Die war auch immer hilfs... Die wartete immer auf ihren Mann, auch wenn der mittags kam, ne. Ach ja, beste Krankheit taugt nicht.
Hans
01:00:09
Nein, nein. Aber noch...ähm... Sie haben jetzt schon Kegeln erwähnt, Singen, im Chor...
Ulla
01:00:16
. Ja.
Hans
01:00:17
Freizeit. Was ist da so gelaufen? Also Chor waren Sie,
Ulla
01:00:20
Ach,
Hans
01:00:20
oder
Ulla
01:00:21
er hatte es ja viel mit Tauben, so mit Brieftauben zu tun gehabt. Und als kleiner Junge, da waren Tauben für ihn schon immer wichtig. Er hat auf dem Dachboden bei sich zu Hause immer Tauben gehalten . Dann kamen die Katzen wieder, oder was weiß ich, oder die Ratten und haben die Tauben zunichte gemacht. Da hat er auch oft Ärger gehabt. Und dann hat er nachher, als er hier in Heidhausen wohnte mit den Leuten, die auch Tauben hatten,
Hans
01:00:45
Hhmhm.
Ulla
01:00:45
mit denen hat er dann gearbeitet, ne. Wenn die mal in Urlaub waren, ich bin so manches Mal auch mit ihm gefahren, dann hat er die Tauben versorgt, von dem Herrn, von dem Herrn. Und dann ging das immer so weiter. Und er hat das immer so gerne gemacht. Ich habe auch manchmal hier auf der Landwehr oben bei Stöbner, dann hat er da immer noch die Tauben versorgt. Da habe ich immer gesagt, Elmar, ich habe immer Angst, dass dir mal was passiert und ich kann dich noch nicht mal erreichen. Komm noch nicht mal die Tür richtig rein da, oder wie, oder was, ne. Da hatte ich immer ein bisschen Bedenken, aber ich habe ihm das ja gegönnt. Er sagte immer, das ist mein Hobby und das mache ich so gerne, Tauben gucken und Tauben füttern, ne. Das hat er dann alles gemacht, auch den Stall sauber gemacht. Also das war ein richtiger... da stehen ja bei uns im Haus auch überall noch Urkunden, wo er überall mitgewirkt hat. Und wo er überall noch da tätig mit war,
Hans
01:01:41
Ja
Ulla
01:01:41
Ja.
Hans
01:01:41
und das waren dann auch Wettbewerbe, so die, die schönste Taube, die sportlichste, also so wie Taubenzüchter...
Ulla
01:01:45
Ja, die auch gut im Fliegen waren, auch, ne. Dann wurde das auch immer ausgewertet. Ja, ich weiß noch ein Jahr, da war er auch so schlecht zurecht. Aber nach den Tauben, da kam er immer hin, ist egal wie, dann, wenn er auf allen vier und die Treppe hochgekrabbelt war, ne!? Nee, das war immer sein Hobby auch, die Tauben.
Hans
01:02:05
. Ja.
Ulla
01:02:06
Nee, und wie gesagt, Birgit sagte jetzt kürzlich noch, das Bild, was da über der Treppe hängt, das ist doch nicht gemalt. Nee, ich sag, das hat der Papa auch nicht gemalt. Das hat er, glaub' ich, zum Geburtstag, zum 80. oder was mal von den Männern gekriegt. Die haben wie immer alle auch zusammen gehalten oder wenn irgendwie mal eine Feier war mit den Tauben. Familien und so. Dadurch waren wir auch viel in Kontakt mit fremden Leuten, ne. Aber das war ihm alles auch wichtig. Ach ja.
Hans
01:02:35
Und Sie hatten den Chor?
Ulla
01:02:37
Wir hatten den Chor, ja. Ich bin auch in der Frauengemeinschaft Caritas.
Hans
01:02:41
Ja.
Ulla
01:02:42
Auch immer gerannt im Herbst und im Sommer, die Treppen alle rauf in den Landwehr, das sind ja immer viele Treppen hoch und viele Treppen wieder runter, ne!?
Hans
01:02:51
Und das war dann so Gemeindebrief verteilen?
Ulla
01:02:53
Ja, alles, was so der Pfarre so angehörte, ne. Ja, ja, ja. Das
Hans
01:02:57
Ja.
Ulla
01:02:58
macht jetzt auch noch eine Frau Hüsgen. Aber die hat schon gesagt, die hat ja auch die... Na, Nee, sie macht hier die Bücherei,hat die geführt, die hat Bücherei geführt. Ich weiß, voriges Jahr, da habe ich da noch angerufen, als sie mir gratulieren wollte zum 85. Und dann sagte der Mann, die ist nicht da, die ist in der Bücherei. Aber jetzt, dies Jahr ist die Bücherei schon zu. Da ist schon Feierabend. Und die hat auch Enkelkinder, ja, die hat ja jetzt wohl andere Beschäftigung, wenn da jetzt in der Kirche nichts mehr ist, Man weiß ja nicht,wie es weitergeht, ne. Pater Manni habe ich ja jetzt hier auch schon zweimal erlebt.
Hans
01:03:39
Ja, der müsste auch heute Nachmittag, wir haben Montag, ne!?
Ulla
01:03:42
Ach, heute ist er wieder.
Hans
01:03:44
Müsste auch da sein. Viertel nach vier.
Ulla
01:03:44
Ja, guck, dann gehe ich heute Nachmittag mal da runter. Da weiß ich ja Bescheid, wie es da ist. Letztes Mal hat er es mir auch noch gesagt, ja, da war er auch, glaube ich, morgens noch irgendwie was anderes. Da hab ich aber auch, oder ob ich da nicht war, ich weiß nicht, aber zweimal war ich bei ihm. Und er macht das auch immer sehr gut, ne. Und hier, meine Enkelin, die hat ja die Hochzeit auch bei ihm gefeiert. Die Melina ist getraut worden. Je war sie nur noch am überlegen, wie sie das mit der Kindtaufe macht. Der Kleine ist ja jetzt auch noch nicht getauft. Wie sie es da mitmachen. Mal gucken.
Hans
01:04:20
Einmal würde ich gerne noch nachhaken. Urlaub, war jetzt insgesamt nicht so ihr Ding. Also Verreisen, manche sind ja da.
Ulla
01:04:27
Ne, wir waren wohl mal in Rom. Mein Mann war zweimal in Rom. Einmal mit den Kirchenchören und einmal so auch. Ich bin dann auch mal mit gewesen in Rom. Da war ich auch froh, da war ich auch so erkältet oder ich hatte keine Stimme. Da habe ich, weiß ich noch, in Assisi, dass ich abends eher ins Bett gegangen bin, weil ich das nicht aushalten konnte, ne. Weil mich das alles störte. Na ja, aber das, da war ich froh, dass ich das mitgemacht hab ne.
Hans
01:04:55
Ja.
Ulla
01:04:55
Im Oktober waren wir dann da. Ne, auch so.
Hans
01:04:59
Aber das war dann mehr im Zusammenhang mit den anderen Freizeitbeschäftigungen?
Ulla
01:05:03
Ja, mit den Freizeittüren, mit den Chören sozusagen, war das dann gedacht auch, ne.
Hans
01:05:08
Und Chor, da hatte Ihr Mann auch noch Zeit für?
Ulla
01:05:12
Der war ja auch Vorsitzender, da auch noch im Chor. Ja, nachdem der Heinz Brümmer dann abgesagt hatte, der wollte nicht mehr, ist mein Mann dann auch noch als Vorsitzender. Dann sagte der, ach, das ist schon so lange her, das weiß ich nicht. Aber das hat ihm auch immer ganz gut getan und er hat das auch gerne gemacht. Bis nachher Herr Kempin kam, das ist ja jetzt auch schon einige Jahre her. Ich hatte gestern noch gefragt, da die junge Frau, ich sag, wie sieht's denn jetzt aus? Die haben ja jetzt eine Chorleiterin und ja, die ... die jetzt den Chor leitet.
Hans
01:05:49
Mhm.
Ulla
01:05:49
Da sagt sie, das ist ganz gut, das haben wir ganz gut hingekriegt.
Hans
01:05:54
Mhm.
Ulla
01:05:54
Das ist immer wichtig, ne!? Gerade mit dem Chor, da geht dann alles bergauf oder bergab.
Hans
01:05:59
Also der Chor besteht weiter?
Ulla
01:06:00
Der besteht weiter und mit einer Frau jetzt.
Hans
01:06:03
Ja.
Ulla
01:06:03
Ja, ja, die sind ja mit Werden auch verbunden, immer.
Hans
01:06:07
Ja.
Ulla
01:06:07
Werden und, aber das ist für mich jetzt die ganze Zeit auch schon mit Werden und so alles zu viel. Weil das dann in der Luziuskirche abends auch ist, ne. Ja.
Hans
01:06:16
Ja.
Ulla
01:06:17
Das hab ich dann alles, ja, ich konnte ja die ganze Zeit auch nicht gescheit laufen. Kam eins zum anderen. Das war alles nicht so schön. Ja.
Hans
01:06:27
Ja als Freizeitbeschäftigung haben sie eben noch das Kegeln erwähnt.
Ulla
01:06:31
Ja, wir haben alle vier Wochen immer gekegelt. Da war auch immer, mit vier Paaren waren wir, glaube ich. Entweder haben wir im Hespertal bei Ruf, hatten wir ja einige Zeit lang die Kegelbahn, oder am Ratskrug. Das war das letzte Mal, das wir gekegelt haben. Also da haben wir immer sehr viel Spaß gehabt, ein ganz normales Kegeln, das war schön. Da sagte Birgit gestern noch, wenn hier mal Kegeln ist, kannst du ja auch mal mitmachen. Ich sag, meinst, ich könnte das noch hier über, ja, die haben da so was Besonderes hier
Hans
01:07:03
Das
Ulla
01:07:03
glaube ich ja.
Hans
01:07:03
ist so ein bisschen so eine kleinere Bahn, also nicht
Ulla
01:07:05
So ne
Hans
01:07:06
so.
Ulla
01:07:06
Kleinere, ja, ja, das ist wohl anders auch, ne.
Hans
01:07:09
Ja.
Ulla
01:07:09
Ich sag, da muss ich mal gucken, wie ich das mache. Ich hab ja beim, äh, Bingo hab ich ja auch schon mal mitgemacht, oder bei der Stuhlgymnastik,
Hans
01:07:18
Hhmhm.
Ulla
01:07:18
ne!? wenn's eben geht. Aber als ich jetzt nicht so gut zurecht war, ich sag, da hab ich dann auch abgesagt, ne.
Hans
01:07:26
Dinge,die Sie jetzt noch machen können außer diese Veranstaltungen? Lesen, Fernsehen gucken, gibt's da irgendwelche Dinge, die Sie gerne machen, die wichtig sind?
Ulla
01:07:34
Ich hab früher immer mit meinem Mann so, äh, nachmittags geguckt, Sturm der Liebe.
Hans
01:07:38
Aha.
Ulla
01:07:39
. Dann haben wir Kaffee dabei getrunken und dann haben wir jeder wieder unsere Arbeit gemacht,ne. Ich hab hier wieder im Garten oder draußen an den Blumen und er hatte seine Arbeit. Aber jetzt, seitdem ich dauernd im Krankenhaus bin oder Gott weiß was ist, hab ich da mich gar nicht mehr für interessiert. Ich seh jetzt immer schon mal stehen, nachmittags, aber ich denke, Quatsch, das guckst du gar nicht mehr, hast da gar keine Lust mehr zu. Dass ich besondere Programme hab, ich guck schon mal ganz gerne die Jauch-Sendung. Das guck ich schon mal ganz gerne oder so, wie gestern Abend sagt er noch, noch nicht so früh schlafen! sonst ist die Nacht zu lang.
Hans
01:08:16
Hhmhm.
Ulla
01:08:16
Hatte ich den Bayerischen dran, beim Hinzinger. war auch ganz angenehm mit der Musik. Hab ich da noch ein bisschen, da bin ich wieder eingedusselt, ja, da sagten sie ja schon, das können sie auch gut. Ach ja, ist egal. Oft ist der Tag ja dann auch anstrengend, ne.weiß nicht, ob heute Nachmittag noch außer... Das waren Bilder, die mein Mann auch gemalt hat, die Rosen. Da hinten das Bild. Das war das erste Bild, was er mir geschenkt hat, nachdem wir uns kennengelernt haben.
Hans
01:08:46
Ah, wie schön.
Ulla
01:08:47
Die anderen, die hat er dann wohl mal irgendwie abgemalt. Ach, wir haben so viele Bilder noch zu Hause. Meine Schwiegertochter sagt schon, da kriege ich aber noch was von. Ja, ich sag. Ralf, der hatte sich damals die Bremer Stadtmusikanten, als der Papa noch lebte, da hatte er immer schon gesagt, wenn die mal zu vererben geben, die Bremer Stadtmusikanten, die möchte ich gerne haben.
Hans
01:09:11
Ja.
Ulla
01:09:11
Das war damals sein Meisterstück, da musste er das, glaube ich, malen, ne, in der Schule.
Hans
01:09:16
Ja.
Ulla
01:09:16
Und ich weiß noch, wie er sagte, wenn ich mit den ganzen Klamotten, wehe, ich schaff das nicht, dass ich die mit nach Hause kriege, wieder, dann schmeiß ich sie alle in den Rhein. Das weiß ich noch, dass er das gesagt hat. Aber so.
Hans
01:09:30
Also ihr Mann hat auch nicht nur Malen anstreichen, also Malen im eigentlichen Sinne, sondern auch Kunst malen, also er hat auch Bilder gemalt.
Ulla
01:09:38
Ja, Bilder, viele, er hat viele Bilder gemalt. Nachher wird die Kellertreppe runter, überall hängen bei uns Bilder,
Hans
01:09:45
Ja.
Ulla
01:09:45
die Kinder, die können sich überall bedienen noch.
Hans
01:09:49
Also ihr Mann hat, glaube ich, ein bisschen mehr als 24 Stunden am Tag
Ulla
01:09:52
Ach,
Hans
01:09:52
gehabt, ne?
Ulla
01:09:53
bestimmt. Der
Hans
01:09:53
Ja.
Ulla
01:09:53
war auch über 70, als er sich die Gewerbe abgemeldet hat, ne? Ja. Der konnte ja kein Feierabend machen. Ich habe ihn auch immer gewähren lassen. Ich sage, wenn ich wusste, wo er war, wo alles in Ordnung war, ne? Ja, ja. Ja, aber wenn sie so einen Faulpelz in der Ecke sitzen haben, das bringt ja auch nix!
Hans
01:10:14
Nein, nein, natürlich. Also mir gegenüber sind noch ein paar Bilder, ich nehme an, das ist ihr Mann, das sieht doch alles sehr lebendig, lustig aus.
Ulla
01:10:23
Ja, eigentlich, da hinten, das Bild hat, ist das Letzte, was gemacht wurde an meinem Geburtstag.
Hans
01:10:28
Ja?
Ulla
01:10:28
Wo da die ganzen Enkelkinder und Urenkel und alle drauf sind. Das hatte Anja die Tage dahingestellt.
Hans
01:10:36
Ja.
Ulla
01:10:36
Ich weiß nicht, ob das erst an der Wand hing. Ich sage, hinter mir habe ich keine Augen. Melina brachte mir das hier mit von Essen, von den ganzen Sehenswürdigkeiten.
Hans
01:10:45
Ja.
Ulla
01:10:46
Sagt sie, Oma, da kannst du jeden Monat ein Bild abreißen. Ja, ich sage, wenn ich dran denke
Hans
01:10:53
Und der kleine Kalender mit, das sieht aus wie eine Enkeltochter oder ist das gar eine Urenkeltochter, die vor dem Schneemann steht?
Ulla
01:10:58
Ach, das ist der Kleine, glaube ich, Januar, das ist das Bild, das ist von dem Urenkel. Der jetzt 5 wird im Juni, ja, am Juni, im Juni wird der 5. Aber der ist auch in Velbert im Kindergarten, sie ist ja auch Erzieherin, aber sie ist in der anderen Kindergartengruppe. Die machen das ja meistens nicht zusammen. Aber der ist ein ganz schön pfiffiger, die waren gestern auch, glaube ich, wieder im Zoo irgendwo, dann fühlt er sich auch wohl. Er nimmt auch alles schon so gut auf, ne? Ja, da können Sie ja mal gucken, da sind ja jetzt von jedem Monat die Bilder drin.
Hans
01:11:35
Den Glauben ernst nehmen. Ernster als viele andere vielleicht. Da hatte ich noch notiert einen Rosenkranz und ein Gebetsbuch, hatten Sie mal erwähnt.
Ulla
01:11:45
Habe ich auch hier. Ich wurd... Gebetbuch, steckt da unten ganz rechts in
Hans
01:11:49
Oh
Ulla
01:11:49
der Ecke.
Hans
01:11:49
ja. Aha.
Ulla
01:11:50
Das mit der großen Schrift, das hatte mein Mann damals. Und ich habe ja jeden Abend mit meinem Mann zusammen, ja auch als er tot war schon, haben wir immer den Rosenkranz gebetet.
Hans
01:11:59
Ja,
Ulla
01:11:59
Bei EWTN, bei dem katholischen Sender.
Hans
01:12:03
ja,
Ulla
01:12:03
Aber das ist ja immer wieder eine andere, die sind ja uralt schon, die Sendungen. Das ist mir ja dann egal. habe ich immer ein Teelicht angemacht und dann habe ich mit ihm Rosenkranz gebetet. Ja, und jetzt durch dieses ganze Wesen ist alles ein bisschen anders. Dann wird er wieder vergessen, dann ist wieder kein Licht angemacht worden. Aber dann wusste ich wohl, dass ich beim Ausgehen aus dem Haus den Rosenkranz in der Hand hatte und den irgendwo hingesteckt hab. Nachher habe ich ihn gefunden, in der Tasche. Irgendwo war er, ich sage, ich habe ja so viele Rosenkränze. Die Kinder, mein Bruder oder Schwägerin, die haben ja damals auch die Rosenkränze, die von meinen Eltern waren
Hans
01:12:40
Ja.
Ulla
01:12:40
oder Ureltern. Nicht Ureltern, Verwandten.
Hans
01:12:44
Ja.
Ulla
01:12:45
Meine Schwägerin sagt, die ist evangelisch. Mein Bruder, ja, ist zwar katholisch, aber die haben dann auch nichts mehr mit am Hut.
Hans
01:12:54
Aber... so, das, das, eines der schönen Dinge daran ist halt so diese, diese Verbindung, die man dann auch mit den Vorfahren hat. Und dann, man hat eben das Gebetsbuch vom Mann und die Rosenkränze.
Ulla
01:13:04
Ja. Ich hatte den Kindern auch schon mal damals die Gebetbücher. Als sie noch, ja, die sind ja jetzt, das ist ja das Gebetbuch mit der großen Schrift. Da hatte ich auch noch zwei, die eine normale Schrift hatten, die wir mal da oben erstanden haben, im Kamillus
Hans
01:13:21
Mhm.
Ulla
01:13:21
irgendwie. Ich weiß nicht, was da war. Und, aber, ja, die habe ich auch zu Hause gehabt. Dann habe ich aber als Christina, als Kommunionkind und ich glaube eins bei Anja oder bei den Kommunionkindern, weil da auch viele Gebete zur Kommunion und so drin standen. Ich sage, nimm dir das Buch mit, da kannst du mal immer reingucken. Sonst von zu Hause hatten die sowas ja alle
Hans
01:13:44
Ja,
Ulla
01:13:45
nicht, ne?
Hans
01:13:45
ja.
Ulla
01:13:46
Dann haben die die mitgenommen. Und ich hab ja jetzt das immer noch mit der großen Schrift. Meistens kann man die Gebete ja auch auswendig. Also ich brauch selten, wenn ich da so sitze und bete dann den Rosenkranz mit. Ja, die ist auch so, abends schon mal. Eine Messe oder am Fernsehen, je nachdem, wenn Marienfest ist oder so, dann bete ich dann auch mit,
Hans
01:14:10
Ja.
Ulla
01:14:10
Und wenn ich daran denke, dann das Fernsehen anzumachen. Ach ja, ich sag, wir sind ja früher auch immer geschickt worden. Ob Rosenkranzandacht, Maiandacht, alles Mögliche, ne? Und dann wurde nachher gefragt, wer hat denn die Andacht gehalten? Dann haben wir uns oft verplappert dann sind wir aufgefallen. Das kam auch schon mal vor. Aber so im Großen und Ganzen haben die wenig Arbeit mit uns gehabt, was Glauben anbetrifft. Ach ja, das ist halt alles so
Hans
01:14:44
Ulla, wenn Sie jetzt sich noch etwas wünschen könnten, würd Ihnen da was einfallen? Irgendwas, was Sie gerne hätten, egal ob realistisch oder nicht? Würde
Ulla
01:14:53
Ach
Hans
01:14:53
Ihnen da was einfallen? Oder sagen Sie, ist so.
Ulla
01:14:55
Ist alles in Ordnung. Ja, was soll man anders machen, ne? Ich
Hans
01:15:00
Ja.
Ulla
01:15:00
wäre auch lieber noch zu Hause und würde noch alles machen in meiner Wohnung und alles, was jetzt so anfällt, ne, würde ich lieber machen, als wenn ich hier den ganzen Tag rumhocke. Aber es ist eben nicht mehr so, ne
Hans
01:15:15
Also ich muss ja sagen, ich würde ja auch den Stachelbeerkuchen gerne mal probieren.
Ulla
01:15:19
Ja guck, wenn ich nochmal einen machen würde,aber den mache ich ja jetzt doch sicher nicht. Aber, tja, das müssen die Kinder mal einen machen. Ja, Ach ja, es ist immer so vieles noch, ne? Dann habe ich ja zwei Apfelbäume da noch stehen hinten am Gewächshaus. Einmal so ein Klarapfel und einmal ist ein späterer.Aber , äh, dann sagen die Kinder immer, dieses Jahr war das alles nicht so in Ordnung, als wenn die Äpfel alle einen Stich weg hätten, faul würden. Oder
Hans
01:15:48
Ja,
Ulla
01:15:49
gefallen sind, die werden dann braun. Ja, da ist das, ist das meistens auch die Druckstellen
Hans
01:15:54
Gab's
Ulla
01:15:54
Aber
Hans
01:15:54
denn solche Jahre auch vorher, also?
Ulla
01:15:57
Nee, eigentlich,
Hans
01:15:57
Ist das...
Ulla
01:15:58
vorher nicht so. Ich habe auch immer von den Klaräpfeln immer gerne Apfelsaft und alles gemacht oder Apfelmus, ne?
Hans
01:16:08
Und die Ursache ist dann so ein bisschen, dass die, ähm, die Sorge, die Sie den Bäumen angedeihen lassen haben.
Ulla
01:16:12
Ja, irgendwie, ja, dann werden die irgendwie komisch, ich weiß es nicht, ob die dann nicht mehr richtig wollen oder ob die dann kaputt gehen. Und dann hätten so viele auch drunter gelegen, ja, ich konnte ja dieses Jahr auch nicht mehr so viel kontrollieren.
Hans
01:16:25
Man muss auch gerade zu dem richtigen Zeitpunkt
Ulla
01:16:27
Ja!
Hans
01:16:27
da sein.
Ulla
01:16:28
drunter gelegen und die dann auch faul wurden. Ich weiß es auch nicht. Ich habe dann immer gesagt, guck mal, wo Äpfel liegen und die noch in Ordnung sind, kann ich mir ja nochmal ein bisschen Apfelmus machen, ne? Habe ich dann auch nochmal gemacht, aber manchmal sagten sie sofort, ach,die kannst du direkt über der Hecke schmeißen, dass die da auch die Vögel dann noch was von haben, da ist ja auch alles abgerissen dahinter der Hecke, da ist jetzt ja mehr oder weniger Umland, alles Unkraut noch, Ja, wenn keiner mehr was macht. Ist nichts dran zu ändern.
Hans
01:17:07
Gut, aber selbstgemachter Apfelmus ist auch so eine Sache.
Ulla
01:17:10
Aber, der schmeckt aber immer ganz gut.
Hans
01:17:13
Der ist total lecker! ja, verglichen mit diesem künstlichen aus dem Glas, das
Ulla
01:17:16
Ach
Hans
01:17:16
kann man ja...
Ulla
01:17:16
nee! den habe ich noch nie gekauft.
Hans
01:17:19
Nee, nee.
Ulla
01:17:19
Und wenn ich jetzt hier, gab es ja auch einen Tag mal Apfelmus, ich weiß ja nicht, ob der jetzt gekauft war. Aber im Großen und Ganzen habe ich immer Äpfel, einfach nur das Kerngehäuse raus oder eine schäbbige Stelle weg. Die Äpfel gewaschen in den Topf und dann nur so eben, dass sie geköchelt haben. Und dann habe ich die durch ein Haarsieb mit dem Schneebesen durchgesiebt. Einfach durchgerührt. Und dann kam ja der schöne weiße Fleisch sozusagen da unten raus, Und die waren immer so lecker, der Apfelmus. Also, da braucht man wirklich nicht. Ich sag, und schälen brauchte man die ja auch nicht, habe die ja immer nur dann gerührt.
Hans
01:17:59
Ja, stimmt. Die Haut bleibt ja quasi
Ulla
01:18:01
Da
Hans
01:18:01
dann.
Ulla
01:18:02
gibt es ja auch so eine flotte Lotte. Sowas habe ich nie gehabt. Ich habe immer einen normalen, einfachen Mixer gehabt. Also Schneeding, wo ich sonst mit gerührt hab.
Hans
01:18:08
Ja. Okay. Haben wir noch ein leckeres Rezept für Apfelmus?
Ulla
01:18:15
Ja, das einfach dann
Hans
01:18:17
Ja.
Ulla
01:18:17
ohne Zucker, ohne alles.
Hans
01:18:18
Ja.
Ulla
01:18:18
Das war immer süß genug. Habe ich nie Theater mit gehabt. Wenn ich schon mal so Gemüse durcheinander gekocht habe oder so, da schmeckt das immer ganz gut auch zu, ne? Ja.
Hans
01:18:28
Na klar, ja.
Ulla
01:18:28
Ich meine, wir hätten ja einen Tag Möhrengemüse gehabt hier im Haus. Und dann auch mit diesem Apfelmus
Hans
01:18:36
Ja.
Ulla
01:18:36
dabei. Das war ganz lecker. Ach ja, das geht alles. Wenn man will. Manche Frauen haben ja auch keine Lust zu kochen.
Hans
01:18:43
Ja, und heute ist ja auch oft, wenn man berufstätig ist, dann muss das alles immer schneller
Ulla
01:18:48
Muss,
Hans
01:18:48
gehen.
Ulla
01:18:48
Muss das alles klappen. Ja,das
Hans
01:18:49
Ja.
Ulla
01:18:50
stimmt auch.
Hans
01:18:52
Ulla.
Ulla
01:18:52
Ja, dann sind wir fertig mit unserer Ansage.
Hans
01:18:56
Ich bedanke mich vielmals.
Ulla
01:18:58
Ja, schön. Jetzt haben wir einen neuen Namen, ne? Birgit sagt immer, weißt du denn jetzt immer noch nicht, wie der Pfleger heißt? Nein, ich sage, das weiß ich nicht. Ich weiß wohl, dass einer Hans heißt, der eine heißt Max. Aber der Große, da meine ich dich mit. Ich sage, weiß ich gar nicht, wie der heißt mit Vornamen.
Hans
01:19:15
Also ich bin Hans.
Ulla
01:19:16
Ja, den kann man ja auch gut.
Hans
01:19:18
Den kann man merken. Und der Nachname ist erst nicht so leicht auszusprechen.
Ulla
01:19:20
Ach, den braucht man ja auch nicht.
Hans
01:19:22
Nee, eben,
Ulla
01:19:22
Manchmal
Hans
01:19:22
ich weiß
Ulla
01:19:23
spricht man
Hans
01:19:24
hier sagen
Ulla
01:19:24
ja
Hans
01:19:24
alle Hans und,
Ulla
01:19:24
alle, der Josef, der kommt auch morgens und klopft. Bin der Josef?
Hans
01:19:29
ja,
Ulla
01:19:29
Ja, dann ist es gut,
Hans
01:19:31
Genau,
Ulla
01:19:31
Der ist auch so ein Ulkiger, ne.
Hans
01:19:33
ja.
Ulla
01:19:33
Wie spät haben wir denn
Hans
01:19:35
Jetzt
Ulla
01:19:35
jetzt?
Hans
01:19:35
haben wir
Ulla
01:19:36
Ja, dann geh ich so allmählich runter, ne.
Hans
01:19:38
Ulla, ich darf noch ein bisschen abbauen.
Ulla
01:19:40
Du darfst abbauen.
Hans
01:19:41
Ich bedanke mich.
Ulla
01:19:41
Du musst ja abbauen. Du kannst ja nicht
Hans
01:19:43
Ich...
Ulla
01:19:43
alles stehen und liegen lassen und sagen die nachher auch, was ist das denn!?
Hans
01:19:46
Okay, gut. Jo.
Ulla
01:19:48
Ja, ich guck jetzt mal eben, dass ich... Ja, jetzt zeig ich dir mal, wie ich hier rutsche.
Hans
01:19:55
Ja. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Feedback wäre in jedem Fall möglich auf ruhrtal.letscast.fm. Alles klein geschrieben. Und es würde mich natürlich freuen, wenn ihr mal wieder reinhört. Bis dann.