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#73 - Sahnequark

16.01.2026 70 min

Zusammenfassung & Show Notes

1936 wurde sie geboren, am 24.12. – im Krieg kam sie bei einer Tante in Altena unter, ein Pferdefuhrwerk von ihrer Mutter und einige anderen Frauen gelenkt, von ihr und deren Kindern begleitet, ermöglichte es einigen Hausrat mit auf den nicht ungefährlichen Weg zurück nach Essen zu nehmen. Sie erzählt vom Ofen des Vaters, davon was der mit einer Flasche Schnaps zu tun hatte; sie berichtet von den scharfen Grenzen zwischen katholischen und evangelischen Schüler*innen; dass sie zuhause helfen musste – denn ihre Mutter musste im Haushalt eines Lebensmittelgroßhändlers dazu verdienen; in dessen Geschäft machte sie ihre Ausbildung und dort lernte sie ihren Mann kennen, als der seine Pausenbrötchen bei ihr kaufte. Es ist die Rede von einen Hausarzt, der mal schnell zum Kegeln weg ist, als es ernst wird, vom Tagebuchschreiben, von Haustieren, von Dornum, davon, dass sie und ihr Mann eigentlich nie Urlaub gemacht haben. Es geht um Ecuador, Emma, Enkel und Urenkel, aber auch um das Sterben des Mannes und darum, wie schwer es fällt die letzte frei gewählte Wohnung zu verlassen und dafür ein Zimmer in einem Pflegeheim zu beziehen. 


Das Gespräch fand am 6.1.26 ab 10 Uhr statt.
 
Schölerpad  ist eine Straße im Stadtteil Altendorf im Essener Norden, Richtung Bottrop. Benannt nach der Zeche Neuschölerpad.
 
Für die Strecke Altena – Essen gibt meine Nahverkehrsapp eine Verbindung der jeweiligen Hauptbahnhöfe mit einer Fahrtdauer von einer Stunde und knappen 15 Minuten aus.
 
Zeche Viktoria Matthias, wo der Vater zunächst arbeitete
 
Gertrudisschule, Volksschule in der Gertrudisstraße, 45141 Essen – es findet sich noch einen „Stayfriends“-Eintrag, aber in Betrieb scheint diese Gertrudisschule heute nicht mehr zu sein.
 
Das Wirtshaus zur heimlichen Liebe gibt es heute noch (oder wieder):
 
Dornum, wo der Sohn ein Ferienhaus hat ( und wo 1865 die spätere Mutter der Marx Brothers als Miene Schönberg geboren wurde):
 
 
 
Rückmeldungen sind möglich unter:
 

Transkript

Stephanie
00:00:10
Ruhrtal, biografische Geschichten aus dem Pflegeheim. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Ruhrtal. Hier könnt ihr Bewohnern und Bewohnerinnen von Pflegeheimen zuhören, die aus ihrem Leben erzählen. Neue Folgen gibt es jeweils am 1. und am 3. Freitag des Monats.
Hans
00:00:36
Hallo auch von mir. Mein Name ist Hans und ich bin Altenpfleger. In dieser Folge von Ruhrtal berichtet mal wieder ein junger Mensch und zwar darüber, wie jemand, dessen erster Berufswunsch es war, Synchronsprecher zu werden, sich auf einmal in der Ausbildung zum Pflegefachmann wiederfindet. Hallo Max.
Max
00:00:56
Hallöchen Hans.
Hans
00:00:57
Du hattest heute schon Frühdienst vor
Max
00:00:58
Ja.
Hans
00:00:59
dem Gespräch und, ähm, wie war der Dienst?
Max
00:01:01
War ganz gut, ja. Also, ne, kann man sich nicht beschweren. Ist natürlich immer so ein bisschen stressig, aber ansonsten alles in Ordnung.
Hans
00:01:07
Also keine Krankheitsfälle, plötzliche?
Max
00:01:09
Äh, doch.
Hans
00:01:10
Doch!?
Max
00:01:11
Einer.
Hans
00:01:11
Ah so.
Max
00:01:11
Also Kind ist krank.
Hans
00:01:12
Ist normal.
Max
00:01:13
Aber Kinder werden ja immer krank. Das sind Bazillenschleudern!
Hans
00:01:16
Ja,
Max
00:01:16
sag ich jetzt mal.
Hans
00:01:16
ja. Ja, ganz schlimm. Aber ohne geht's ja auch nicht.
Max
00:01:20
Das ist richtig. Wir brauchen
Hans
00:01:21
Zumindest
Max
00:01:21
Nachwuchs.
Hans
00:01:21
nicht weiter. Ja. Ich hab jetzt gar keine persönlichen Informationen über dich. Zum Beispiel weiß ich nicht. Geburtsdatum?
Max
00:01:28
Äh, tatsächlich hab ich nächste Woche Montag in einer Woche Geburtstag.
Hans
00:01:31
Ah,
Max
00:01:31
Das ist der 16. Februar
Hans
00:01:32
aha.
Max
00:01:33
2005. Ich bin noch 20 Jahre alt. nächste Woche 21. Dann bin ich offiziell auch in Amerika volljährig , das denke ich mir immer wieder, ähm, ja, ich bin aber auch hier in Essen geboren tatsächlich und auch tatsächlich, äh, hier in Werden groß geworden,
Hans
00:01:47
Hhm.
Max
00:01:48
18 Jahre lang.
Hans
00:01:49
Ich bin letztes Jahr, August, bin ich, hier weggezogen. Ich bin mit meiner Partnerin zusammengezogen. Ja. Und wohin? In welchem Stadtteil
Max
00:01:58
Äh,
Hans
00:01:58
jetzt?
Max
00:01:59
Überruhr tatsächlich.
Hans
00:02:00
Überruhr?
Max
00:02:01
Das ist, äh, zwischen Steele und Kupferdreh.
Hans
00:02:04
Ja.
Max
00:02:04
An der Ruhr.
Hans
00:02:05
Ist also noch einigermaßen zivil erreichbar.
Max
00:02:09
Auf je, naja, okay, kann man sich drüber streiten.
Hans
00:02:11
Ah, ja.
Max
00:02:12
Also das ist manchmal schon echt...
Hans
00:02:13
Ist das, du kommst mit dem Nahverkehr oder wie kommst du, ja?
Max
00:02:16
Ich fahre, äh, wenn ich morgens losfahre, dann fahre ich mit einem Bus nach Kupferdreh, von Kupferdreh bis zum Schwarzen hier und vom Schwarzen dann nochmal mit dem Bus hoch.
Hans
00:02:24
Ah, ja.
Max
00:02:25
Das Problem ist immer, dass, wenn ich hier am Schwarzen aussteige und zum nächsten Bus gehe, ich genau zwei Minuten habe zum umsteigen, weil der Bus dann schon da ist wie auch heute morgen ist der Bus schon an mir vorbeigefahren, als ich gerade ausgestiegen bin. Worauf ich mich tatsächlich freue, ist, wenn ich am Wochenende irgendwie einen Frühdienst habe, weil dann kann ich tatsächlich, äh, okay, ich muss dann 10, 20 Minuten früher aufstehen, aber ich habe das dann viel entspannter mit dem Fahren, weil ich fahre dann mit dem Nachtexpress zum Hauptbahnhof und
Hans
00:02:51
Ja.
Max
00:02:51
vom Hauptbahnhof dann direkt nach hier durch. Da kann ich nochmal ein bisschen im Bus dösen.
Hans
00:02:54
Ja, das.
Max
00:02:55
Das ist dann auch nochmal ganz
Hans
00:02:56
Ja.
Max
00:02:56
schön. Also war auf jeden Fall einfacher, als ich noch hier oben gewohnt habe. Ich habe ja hier 400 Meter weit weg gewohnt. Und für mich war dann so morgens, okay, ich habe einen Frühdienst um 6.30 Uhr, dann bin ich
Hans
00:03:06
um Viertel vor sechs aufgestanden habe mir dann, weil ich Raucher bin, hab mir dann eine geraucht, habe ich mich fertig
Max
00:03:10
gemacht, bin losgegangen, dann war ich fünf Minuten vorm Dienst hier, mich umgezogen und dann war es das. Also. wenn man keinen Führerschein hat, dann ist das schon,
Hans
00:03:17
ja.
Max
00:03:17
Ich hab immer noch keinen, ich werde meinen auf jeden Fall nach der Ausbildung direkt machen, w, klar, Busfahren ist auf jeden Fall viel umweltfreundlicher, aber, ich.... , man kann sich nicht auf den Nahverkehr, auf den öffentlichen Nahverkehr.
Hans
00:03:29
Das ist kein Vergnügen.
Max
00:03:30
Nee, auch Deutsche Bahn nicht.
Hans
00:03:32
Nee.
Max
00:03:32
Also, mittlerweile, ich rechne schon damit, dass ein Zug auf jeden Fall irgendwie ausfällt oder zu spät kommt. Das ... da geht man leider schon so mit dem Gedanken rein.
Hans
00:03:40
Genau, genau. Und dann,
Max
00:03:41
Ja, das ist nicht schön.
Hans
00:03:43
Jetzt würde ich gerne wissen, deine Eltern, was machen die so
Max
00:03:47
Ja, mein Vater, der lebt in Düsseldorf, also meine Eltern haben sich getrennt, als ich
Hans
00:03:53
Hhmhm.
Max
00:03:54
ich glaub, eins war, also da war ich noch sehr jung, meine Eltern waren aber auch sehr jung, also meine Mutter war 21 damals, mein Vater 23. ja, mein Vater, da hab' ich tatsächlich, gar nicht so einen guten Kontakt zu, also es
Hans
00:04:08
Hhmhm.
Max
00:04:08
gab jahrelang immer wieder so Kontaktabbrüche und, äh, ich hab seine Handynummer auf jeden Fall gespeichert, aber ich hab das letzte Mal, glaub' ich, vor drei Monaten mit ihm gesprochen. Aber auch einfach aus dem Grund, ich hab' selber viel zu tun, ich steh' jetzt selber mitten im Leben, arbeite und verdien mein eigenes Geld, und bei ihm genau das gleiche, ich bin mir nicht sicher, ob das immer noch aktuell ist, aber soweit ich weiß, arbeitet er in der Post, bei der Post arbeitet er,
Hans
00:04:34
Hhmhm.
Max
00:04:35
äh, nicht bei... als Postbote, sondern irgendwie intern, und meine Mutter, die wohnt hier 400 Meter weit weg, die arbeitet, unten in Werden beim großen Edeka an der Lottobude, oder nicht an der Lotto... an diesem Kiosk, auf jeden Fall.
Hans
00:04:49
Ja.
Max
00:04:49
da arbeitet sie Deswegen, also, das macht sie jetzt auch schon ein paar Jährchen, ich weiß gar nicht, wann sie angefangen hat. Vorher hat sie in Velbert, da hab' ich auch mal ein Praktikum gemacht, kann ich auch gleich erzählen, warum ich das gemacht hab'. Ähm, beim Natursteinhändler hat
Hans
00:05:04
Ja.
Max
00:05:04
sie da, äh, war sie für den Shop und für Online und für Anfragen, war sie
Hans
00:05:08
Hhmhm. Ja.
Max
00:05:10
alles zuständig. Dann ist der Laden aber irgendwann insolvent gegangen Ich hab auch mein Praktikum da gemacht, in, in dem Fachbereich Lager und Logistik, weil ich tatsächlich meinen Schulabschluss ab... nachholen musste, jetzt ist das eine sehr gute Überleitung, die ich hier grad bringe, also
Hans
00:05:25
Hhmhm.
Max
00:05:25
auf! Ich hab' meinen Schulabschluss damals 2021 gemacht, also Hochphase von Corona. Und das Problem war, dass ich technikmäßig nicht gut ausgestattet war, da gab's superviele Probleme von der Schule aus, dass der Online-Unterricht nicht so funktioniert hat. und ich hab' dann, als, dann ging ich wieder zur Schule und ich stand kurz vor meinem Abschluss und dann weiß ich noch ganz genau, meine Lehrerin sagte dann morgens zu mir vor der Tür, als sie uns gerade reinlassen wollte, pass auf, du musst noch ein Kunstbild abgeben. Wenn du dieses Kunstbild abgibst, hast du deinen Hauptschulabschluss. Wenn du das nicht gleich abgibst am Ende der Stunde, da hast du keinen Abschluss. Das hat die so zu mir gesagt, Also das Traurige ist, dass mein erster Schulabschluss an, an einem Kunstbild abhing und ich hab's einfach, ich hab's wirklich nur hingerotzt, hab's dann abgegeben
Hans
00:06:13
War
Max
00:06:13
War eine gute Vier und ich hatte meinen Hauptschulabschluss. Rückblickend muss ich generell sagen, dass die Schulzeit für mich sehr schwierig war, irgendwo auch Kontakte oder Freunde zu finden. Und auch generell das Thema Schule hat mich, ich hab' glaube ich noch nie in meinem Leben wirklich Hausaufgaben gemacht. Ich glaub, es gibt keinen in der Geschichte meiner Schule, der noch weniger Hausaufgaben gemacht hat als ich. Ich glaub, ich hab' die insgesamt in sechs Jahren Schule sieben Mal gemacht oder so.
Hans
00:06:38
Hast du die dann nicht gemacht? Und irgendwie noch schnell was hingerotzt vor dem Unterricht? Oder hast du überhaupt nichts gemacht?
Max
00:06:45
Ich hab
Hans
00:06:46
Dich verweigert und dann dich irgendwie durchgemogelt?
Max
00:06:48
Es war nicht so, dass ich mich geweigert hab' oder gesagt hab', ne, ich werd' mich nicht den Hausaufgaben unterwerfen, sondern einfach aus dem Grund ... Ich war nie so ein Typ fürs Lernen. Ich
Hans
00:06:58
Ja.
Max
00:06:58
hatte da lange viele Probleme mit. Ich hab' auch ADHS, deswegen hatte ich auch so eine Lernschwäche und das, da hat mir keiner wirklich geholfen. Und dann dachte ich so, okay, dann das bringt nichts. Und dann hab' ich entweder morgens hab ich schnell für meinen besten Freund abgeschrieben. Aber wenn er nicht da war, dann hab' ich einfach irgendwas vorgeredet. Und obwohl das da gar nicht stand, obwohl ich ein leeres Blatt vor mir liegen
Hans
00:07:17
Ja,
Max
00:07:17
hatte.
Hans
00:07:18
das spricht aber doch für eine gewisse Fantasie und Improvisationskunst.
Max
00:07:21
Auf jeden Fall.
Hans
00:07:22
Ne?!
Max
00:07:22
Auf jeden
Hans
00:07:22
Ja.
Max
00:07:22
Fall. Dann hab' ich leider Gottes einen schlechten Hauptschulabschluss gemacht, hab' dann ein Jahr lang wirklich überhaupt nix gemacht. Ich war wirklich nur zu Hause, weil ich in dem Zeitraum einfach, mal, eine Selbstfindungsphase brauchte, weil ich nicht wusste, okay, was möchte ich machen? Mir war auf jeden Fall klar, schon während meiner Schulzeit, dass ich in die Pflege möchte. Das war mir auf jeden Fall schon klar. Ich wollte immer die Krankenpflegeausbildung machen. Und ich hab' dann ein Jahr lang gar nix gemacht. Und dann sagte meine Tante irgendwann zu mir, als ich bei ihr zu Besuch war, so: Hey, es gibt da so eine neue Ausbildung. Die gibt's noch nicht lange. Das ist eine generalistische Ausbildung. Und da dachte ich's mir so: Cool, geil, das möchte ich machen. Hab' mich da so ein bisschen durchgelesen. Und soweit ich weiß, braucht man für die generalistische Pflegeausbildung keinen Realschulabschluss, sondern kann man auch mit Hauptschulabschluss rein, oder? Also, ein Hauptschulabschluss geht auch, soweit ich weiß. Und ich hab' damals gedacht, dass ich 'nen Realschulabschluss brauche. Also hab' ich mir das Ziel gesetzt, meinen Abschluss nachzuholen. Meinen Realschulabschluss. Dann bin ich in Eiberg auf die Abendrealschule gegangen und hab dann in einem Jahr in zwei Semestern meinen Abschluss nachgeholt und war tatsächlich auch der dritte, drittbeste in meiner Klasse, wo ich mir auch das Ziel gesetzt also , ich hab wirklich noch nie in meinem Leben so viel gelernt, wirklich, ich hab gelernt, ich hab Hausaufgaben gemacht hab mir wirklich den Arsch aufgerissen weil ich diese Ausbildung, ich wollte das unbedingt machen. Und ich hab mir da wirklich so Mühe gegeben und als ich dann irgendwann mein Zeugnis in der Hand hatte, dann stand da 2,0, also Realschulabschluss mit Qualifikation.
Hans
00:08:56
Ja,
Max
00:08:57
Da hab ich Saltos gemacht, also, das war wirklich absolut schön und ja und dann hab ich...
Hans
00:09:03
und dieser, muss ich noch einmal, dieser, ähm, dieser, ähm, Wechsel oder dieser, dieser, Haltungswechsel, war jetzt wirklich nur die, ähm, Ausbildung, die du vor dir hattest und wo du ein Ziel hattest oder gab's auch irgendwelche anderen Entwicklungen,
Max
00:09:15
äh
Hans
00:09:15
die das so ein noch mit beeinflusst haben
Max
00:09:18
Ich glaub einfach, ich hatte auch es etwas schwer zu Hause, darauf will ich jetzt noch nicht genau
Hans
00:09:24
Ja, ja.
Max
00:09:24
eingehen, aber, ich wollte in gewisser Art und Weise den Leuten zeigen, die mich schon längst abgeschrieben haben, die gesagt haben, okay, der Hauptschulabschluss, das ist es jetzt, was du hast, mehr kannst du nicht. Dass ich den Leuten quasi einfach mal so einen Mittelfinger ins Gesicht halten, äh, halten kann und sagen kann, so, ich kann es, ich bin
Hans
00:09:42
Ja.
Max
00:09:43
nicht dumm, ich bin kein dummer Mensch. So, es, es hat mir einfach an Motivation gefehlt und war auch so eine Sache, die mich da sehr angetrieben hat. Erstens, dass ich was aus meinem Leben machen möchte auf jeden
Hans
00:09:53
. Ja.
Max
00:09:53
Fall, dass ich wirklich eine gute Ausbildung, äh, genießen möchte, und dass ich den Leuten zeigen möchte, dass ich was kann, d ich nicht dumm bin, wie viele mich auf den ersten Blick sofort einsortieren würden. Deswegen, und dann, äh, hab ich nach dem Abschluss, hab ich, ich glaub, das waren sechs Monate, hab ich auf die Ausbildung gewartet ich weiß noch, dass, die Ausbildung hat an dem, an dem zweiten Oktober gestartet, das war ein Dienstag, weil Montag war Feiertag. Und von Montag auf Dienstag hat noch ein Freund bei mir geschlafen, der hat bei mir übernachtet,
Hans
00:10:26
Mhm.
Max
00:10:26
weil der zu Hause Probleme hatte, dann hat er bei mir übernachtet. Und ich weiß noch, , , , wir sind beide zusammen um sechs Uhr wach geworden. Ich war schon total aufgeregt, hab mich voll auf die Schule gefreut. , ja, dann ist er halt zu sich nach Hause wieder gefahren und ich hab mich in den Bus gesetzt, bin losgefahren, bin zum ersten Mal auf eine Strecke gefahren, die ich noch nie gefahren bin. Also
Hans
00:10:43
Hhm hm.
Max
00:10:43
so Richtung Mühlheim, ich bin noch nie Richtung Mühlheim gefahren. War so das erste Mal und auch noch was Lustiges, äh, ich bin ausgestiegen. Und gegenüber ist auch die eine Bahn, also an der Savignystraße bin ich auf dem Gleis Richtung Mühlheim ausgestiegen. Und auf der, in die andere Richtung kam gleichzeitig auch noch eine Bahn. Ich bin ausgestiegen und ich hab dann vor mir einen alten Mobber aus meiner Schule gesehen und dachte so, boah, nee, bitte, ich hoffe, der kommt jetzt nicht auf die Schule,
Hans
00:11:12
Ja,
Max
00:11:12
ne?
Hans
00:11:12
ja.
Max
00:11:13
Dann sitzen wir da oben, ich seh den da oben sitzen. Ich denk, oh nein, bitte, hoffentlich ist er nicht in meinem Kurs, ne? Was passiert? Er war in meinem Kurs. Aber, letztendlich, äh, haben wir uns beide ausgesprochen, er hat sich dafür auch entschuldigt, tatsächlich.
Hans
00:11:27
Ja.
Max
00:11:28
und er hat leider die Ausbildung, äh, abgebrochen,
Hans
00:11:31
Ähm,
Max
00:11:31
aber ich hab den, im Dezember, hab ich den zufällig wiedergesehen in der Finca Barcelona. Hab ich ihn da getroffen. Auf jeden Fall. Hat man sich auch nochmal gut unterhalten können. Nee, aber, dann ging meine Ausbildung hier los. Aber auch ein interessanter, ein interessanter, ähm, Dreh dass du so auf diese Weise noch so ein bisschen abschließen konntest mit dem vorher, Auf jeden
Hans
00:11:48
Neu
Max
00:11:48
Fall.
Hans
00:11:49
anfangen oder anders anfangen.
Max
00:11:50
Ich muss auf jeden Fall sagen, ich bin von der Person her auf jeden Fall ein sehr kindischer Mensch. Also ich bin wirklich, ich bin ein halbes Kind Was
Hans
00:11:57
ja
Max
00:11:58
natürlich aber auch gut ist, Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich, seit damals, äh, mich extrem verändert habe, auf jeden Fall. Also,
Hans
00:12:07
Hhmhm.
Max
00:12:07
ich nehme das Lernen mittlerweile super, super wichtig. Ich stehe jetzt auch kurz vor meiner Abschlussprüfung in sechs Monaten. ich finde, ich bin mittlerweile, ich bin wirklich am Lernen, ich bin wirklich gut am Lernen, ich höre mittlerweile in der Schule zu. Ich versuche den Stoff, der mir von den Dozenten vorne gegeben wird, den zu verstehen und auch zu verinnerlichen.
Hans
00:12:26
Hhmhm.
Max
00:12:27
Da muss ich auf jeden Fall auch sagen, dass das auch ein kleiner Punkt ist, auf den ich irgendwo stolz bin, dass ich gelernt habe zu lernen.
Hans
00:12:33
Ja.
Max
00:12:33
Auf jeden Fall.
Hans
00:12:33
Was vielen auch schwerfällt einfach. Ja, äh, also eine Sache, die mir jetzt einfällt ist... ich glaube noch nie, aber wenn, dann sehr selten, dass ein Schüler schon mal so lange vor der Prüfung, ich bin auch Praxisanleiter für die Hörer, so lange vor der Prüfung schon mal kommt und sagt, komm, ich möchte mal, dass du mal hier, äh, vorbeischaust. Also, ich betreue dich, muss ich jetzt dazu sagen, nicht als Praxisanleiter direkt, sondern bin nur demnächst mal bei der Prüfung zuständig, nur damit die Leute nicht denken, der Praxisanleiter kümmert sich gar nicht um seinen
Max
00:13:02
Nein,
Hans
00:13:02
Schüler.
Max
00:13:02
nein, nein, nein, das ist
Hans
00:13:03
Du hast mich direkt angesprochen, hier, komm, mach mal, ich will mal eine andere Meinung hören über das, was ich mache hier und, ähm, das kommt selten vor, also das spricht schon für diese gewandelte Einstellung oder diesen Lerneifer, klingt jetzt so überei... also klingt so ein bisschen doof,
Max
00:13:18
Ja, nee, ich weiß, was du meinst. Motivation. Ich bin tatsächlich ein Mensch, ich schiebe sehr vieles sehr lange auf. Also, wenn ich um 15 Uhr kochen soll, dann denke ich mir, ja, eigentlich kannst du auch um 15 Uhr 30, und dann denke ich mir wiederum, ach, eigentlich kannst du noch später, und dann schiebe ich das auf und irgendwann um 19 Uhr sitze ich da und habe immer noch nichts gekocht.
Hans
00:13:37
Ja, ja.
Max
00:13:38
Und deswegen wollte ich das Thema, weil das ist was sehr Wichtiges auf jeden Fall, eine Abschlussprüfung. Das ist was Lebensveränderndes, sage ich jetzt mal. Das entscheidet darüber, ob du jetzt examinierte Pflegefachkraft bist oder ob du immer noch ein Schüler bist. Und das ist für mich auf jeden Fall... Ja, das macht mir Sorgen auf jeden Fall. Ich habe generell immer so die Sorge, dass ich etwas nicht gut genug kann oder dass ich einen Flüchtigkeitsfehler mache, wie zum Beispiel ein Handtuch in den Müll werfen. Habe ich schon von vielen gehört, dass das denen auf einmal passiert ist, dass sie den nicht in die Wäsche geworfen, sondern in den Müll. Dass mir solche Flüchtigkeitsfehler passieren und dass ich durchfalle. Deswegen
Hans
00:14:13
Aber selbst wenn so ein Flüchtigkeitsfehler passieren sollte, fällt man deswegen noch nicht alleine durch. Dann wird die Note natürlich ein bisschen schlechter, aber ... Also, ein so ein Flüchtigkeitsfehler da ... Nein, ne!?
Max
00:14:24
Ich möchte aber auf jeden Fall auch ... Ich habe auch an mich selber in der Prüfung einen sehr hohen Anspruch auf jeden Fall, dass ich dann ... Ich weiß nicht genau, ob ich es mir selber beweisen möchte oder anderen Leuten, dass ich nicht dumm bin auf jeden Fall. Wieder dieses Thema wie mit, dass ich meinen Abschluss nachholen ...
Hans
00:14:39
Ja. Hat damals gut geklappt. Wird auch diesmal
Max
00:14:42
Wird bestimmt auch wieder gut
Hans
00:14:43
Ja,
Max
00:14:43
klappen, wenn ich mir Mühe gebe.
Hans
00:14:44
na klar.
Max
00:14:45
Nee, aber ...
Hans
00:14:46
Ich hab noch eine Frage. Du meintest eben kindischer Mensch. Du hast jetzt nicht so viel über die Kindheit gesprochen. Hier in Werden war das ja, glaube ich.
Max
00:14:55
Ja.
Hans
00:14:55
Ist das ein Thema, was du nicht so genau erörtern willst oder warst du einfach zu schnell mit der guten Überleitung?
Max
00:15:00
Ich könnte eigentlich kurz mal reinhauen tatsächlich. Ja ich bin in Werden geboren. Ich hab von meiner Mutter aus bin ich mit einer kleinen Schwester aufgewachsen. Die ist zwei Jahre jünger. Als ich 13 war, ist meine Mutter erneut schwanger geworden. Ich hab mittlerweile, der ist mittlerweile sieben, mein kleiner Bruder. Ja, dann hat mein Vater ... Mein Vater nenne ich spaßeshalber manchmal auch Zuchtbulle, weil mein Vater, der hat nochmal ein paar mehr Kinder. , Ich hab tatsächlich insgesamt zehn Geschwister.
Hans
00:15:29
Oh. Aha.
Max
00:15:30
Also zwei Halb von zu Hause von meiner Mama. Und dann habe ich bei meinem Vater habe ich dann nochmal vier Halbgeschwister und vier Stiefgeschwister. Also, das ist schon eine ganze Menge auf jeden Fall. Ich habe nicht zu allen Kontakt zu denen meiner Vaters Seite habe ich tatsächlich am wenigsten Kontakt. Ich war zwischendurch immer am Wochenende wieder da, aber ... ist jetzt nicht so, da ich wirklich
Hans
00:16:00
Ja
Max
00:16:00
jeden Tag mit ihnen aufgewachsen bin. Ich habe zu denen nicht so eine geschwisterliche Verbindung, wie ich es zu meinen anderen Geschwistern habe. Mit denen ich wirklich tagtäglich aufgewachsen bin. Meine Schwester, mit der ich mich gekloppt habe, weil wir uns den Snickers nicht teilen
Hans
00:16:13
Ja
Max
00:16:13
wollten oder sowas in der Art. Nee, ansonsten, ich bin ... Ich habe einen Freundeskreis, den ich mittlerweile seit über zehn Jahren habe. Wirklich, zu meinen engsten Freunden würde ich tatsächlich sechs Leute von mir benennen. Und einer von denen ist auch in meiner Berufsschule. Ich grüße mal Santino, ne? Mein Bester. Deswegen. Und ich habe zu diesen Leuten, habe ich mittlerweile wirklich ... Ich würde sie nicht mal als Freunde beschreiben, auf jeden Fall. Ich würd sie mehr als Brüder beschreiben, weil diese Leute haben mir wirklich in sehr vielen Situationen schon wirklich richtig aus der Scheiße rausgeholfen. Also deswegen. Ich hab die Jungs einfach lieb. Kann ich nicht anders sagen, auf
Hans
00:16:58
Hhmhm.
Max
00:16:58
jeden Fall.
Hans
00:16:58
Das sind aber Leute, die du jetzt schon aus der Zeit kennst, als du noch nicht so motiviert warst.
Max
00:17:04
Ja, die kannten mich, die kannten noch meine faule Art und
Hans
00:17:06
Hhmhm.
Max
00:17:07
Weise. Also ich hab, ähm, zwei Jungs, also ich kann die auch einfach mal namentlich, nennen, äh, es gibt Jonas und Jannik, das sind zwei Brüder, die
Hans
00:17:14
hm,
Max
00:17:14
hab ich damals im Kindergarten kennengelernt,
Hans
00:17:17
Hhmhm.
Max
00:17:17
die kenn ich schon urlange, ähm, dann gibt es noch Leon und Noah, das sind auch noch mal zwei Brüder, also zwei Brüderpaare, die kenn ich beide seit der Grundschule, weil Leon ist damals in meine Klasse gekommen und wir hatten so ein System, so ein Arbeitssystem, es gab vier verschiedene Partnerarten, es gab Bärenpartner, Vogelpartner, so in der Art, und dann wurde immer gezogen und jeder hatte einen Bärenpartner, jeder, das wurde immer so untereinander gemischt, und dann wurde immer gezogen und dann, wenn da Bärenpartner stand, dann wurde, mu man sich seinen Bärenpartner suchen, mit dem man fest zusammen ist, ähm, und Leon hatte mich damals als einen seiner Partner ausgewählt, und so haben wir uns erst kennengelernt und auch dann irgendwann privat getroffen und, äh, ja, wir treffen uns heutzutage immer noch, um auf Autotreffen zu gehen, also da sind auch die Interessen tatsächlich ziemlich gleich geblieben, ähm, ja, dann ist da noch, der gute alte Ben, das ist ein, auch ein guter Freund von mir, den habe ich durch, äh, Jonas und Jannik kennengelernt, der war mit denen zusammen in der Grundschule auch und dann kam er irgendwann so in die Freundesgruppe rein und jetzt kenn ich den auch schon seit zehn Jahren, elf Jahre, auch schon sehr lange. Also, wirklich, das ist ein Freundeskreis, den weiß ich sehr zu schätzen und, wie gesagt, Santino habe ich durch die Berufsschule tatsächlich durch die Ausbildung kennengelernt. und ich habe auch noch, sein Bruder macht auch die Pflegeausbildung und mit dem habe ich mich dann auch irgendwann angefreundet. Also, ich habe, mittlerweile hab ich wirklich sehr viele Leute in der Pflege als Freunde tatsächlich
Hans
00:18:50
Ja.
Max
00:18:50
Also das ist mir auch aufgefallen.
Hans
00:18:52
Ist ja auch wieder eine Sache, die einen dann so ein bisschen antreiben und motivieren kann,
Max
00:18:56
Auf jeden
Hans
00:18:57
Wenn
Max
00:18:57
Fall.
Hans
00:18:57
man... Bekannte hat und sich auch mal über berufliches mit denen austauschen kann, aus einer anderen
Max
00:19:02
Ne,
Hans
00:19:02
Sicht.
Max
00:19:02
ich, auf jeden Fall, ähm, zum Beispiel, wenn ich ihm, du weißt, weißt du, was ein Meme ist?
Hans
00:19:08
Ja.
Max
00:19:08
Okay, gut, ich weiß jetzt nicht, ob du das kanntest. Wenn ich, äh, meinem Kumpel Santino, wenn ich ihm zum Beispiel so ein Meme schicke, so von wegen, wie ich die Patientin angucke, nachdem sie sich wieder den geblockten Katheter gezogen hat, ne? Dann versteht er das sofort. Wenn ich das meinen anderen Freunden zeige, sage die, was ist das für eine Scheiße? Oder generell, wenn ich mich mal auch, äh, über irgendwas auskotzen möchte, was mir auf der Arbeit passiert ist, der versteht mich sofort Kann ich ihm sofort erzählen. Also, wir haben auch tatsächlich am ersten Tag, wo wir zusammen in die Berufsschule kamen, haben wir uns sofort nebeneinander gesetzt. Also, ich muss ehrlicherweise sagen, er saß, äh, als wir oben in der großen Aula saßen, saß er so schräg vor mir gegenüber und er hatte so ein Pokémon-Tattoo,
Hans
00:19:48
Mhm.
Max
00:19:48
ne? und dann dachte ich mir damals so, boah, was ein Spast. Also, ich fand das so ein bisschen, Pokémon-Tattoo fand ich, bis dato fand ich immer cringe. Und mittlerweile habe ich selber eins, das, da bin ich nicht sehr gut gealtert, ähm, ne, aber wir haben uns zusammengesetzt, wir haben uns sofort gut verstanden und wir sind auch nach zwei Wochen oder so, sind wir abends in der Kneipe gegangen, haben wir ein Bier getrunken. Und da hat das dann so angefangen, dass die Freundschaft auf einmal so zusammengeschweißt ist.
Hans
00:20:15
Hm, ja. Da passt jetzt ganz gut mal so eine, ähm, oder die Frage nach den Freizeitaktivitäten, nach dem, was ihr so zusammen macht, oder was du vielleicht auch alleine machst.
Max
00:20:24
Ähm. Also, äh, ich bin tatsächlich, äh, Skater,
Hans
00:20:29
Ja
Max
00:20:29
ich skate gerne, ich skate nicht gut, aber ich skate auf jeden Fall, und ich spiel auch nicht mehr so viel, aber ich interessiere mich sehr für Basketball, NBA, das ist auch äh, die Interesse von meinem Freund Santino, deswegen, manchmal sitzen wir, äh, drei Uhr nachts zusammen am PC zusammen und, äh, gucken irgendwelche NBA-Spiele, ja. Und ansonsten, ich bin tatsächlich leidenschaftlicher Zocker, ich hab zu Hause einen 600-Euro-PC stehen.Hab mir den geholt und, äh, sitz da tatsächlich in letzter Zeit nicht viel, aber ich saß in, vor einer Weile saß ich da noch sehr häufig vor. Auf jeden Fall.
Hans
00:21:08
Lieblingsmannschaft in der NBA, hast du eine?
Max
00:21:12
Boston Celtics.
Hans
00:21:13
Und, ähm, so ein Game, was du, äh, besonders gerne gespielt hast
Max
00:21:18
Aktuell ist es Counter-Strike
Hans
00:21:21
Mhm.
Max
00:21:21
2, ich weiß nicht, ob du das kennst?
Hans
00:21:22
Ja, Counter-Strike 1 war
Max
00:21:24
Ja
Hans
00:21:24
mal,
Max
00:21:24
das…
Hans
00:21:24
zu Zeiten, als ich noch…
Max
00:21:25
CS GO hieß das damals, mittlerweile ist das ja überholt, ne, es gibt mittlerweile neue Versionen,
Hans
00:21:30
Ja.
Max
00:21:30
CS 2 und, äh, ich geb da auch viel zu viel Geld für aus, du kannst, äh, es gibt Waffentarnungen, die sind geldwert und du kannst so Kisten, es gibt Kisten, die kosten 16 Euro, es gibt aber auch Kisten, die kosten 25 Euro. Und dann musst du Schlüssel kaufen, die kosten fest 2,19 Euro und dann kaufst du die und dann dreht das so einmal durch und dann kriegst du irgendeine Waffe, du weißt nicht, ob es irgendeine gute ist oder eine schlechte ist, du siehst das erst im Nachhinein. Und ich hab wirklich schon wirklich viel Geld ausgegeben für dieses Spiel, also,
Hans
00:22:01
Ja.
Max
00:22:01
die beste Waffe, die ich tatsächlich jemals gezogen hab, das war eine, Ich kann jetzt mit irgendwelchen Waffennamen um die Ecke kommen, also, das war eine P2000,
Hans
00:22:10
Hhmhm.
Max
00:22:10
Nee, P250 war das, ähm, und diese Tarnung ist tatsächlich, es gibt nochmal verschiedene Qualitäten, es gibt fabrikneu , es gibt minimale Gebrauchsspuren, es gibt abgenutzt, so, und die Waffe, die ich bekommen hab, war eine pinke, wertvolle Waffe, die fabrikneu war und, äh, 1 Euro wert war. Also, die ist, ich hab die auch immer noch, also, wenn ich mal irgendwann wieder Geld brauch, dann verkaufe ich die einfach.
Hans
00:22:34
ja.
Max
00:22:34
Nee, aber das ist schon, ist halt, ist irgendwo schon ganz witzig, natürlich könnte man das als Glücksspiel bezeichnen, aber in einem Spiel find ich das halt nicht schlimm, also, ich mach da ja keinen Verlust draus. Ich find irgendwo, wenn ich dafür Geld ausgebe und trotzdem daran Spaß habe.
Hans
00:22:51
Ja.
Max
00:22:52
Bis zu einem gewissen Punkt ist das noch vertretbar, also ich geb jetzt keine 100.000 Euro aus. Ich hab, ich glaub, ich hab insgesamt in den letzten 6 Monaten maximal 50 Euro ausgegeben. Das ist, das ist jetzt auch
Hans
00:23:05
Ja.
Max
00:23:05
das ist.
Hans
00:23:05
Das hat man früher für das Spiel als PC-Version bezahlt,
Max
00:23:08
Das ist
Hans
00:23:08
ne?
Max
00:23:08
richtig. Dann, ne, ich hab's, so hab ich's, ich hab das Spiel sowieso umsonst, ne? Also, da kann ich auch ein bisschen Geld, äh,
Hans
00:23:14
Ja.
Max
00:23:14
ausgeben, damit ich ein bisschen was hab einfach. Aber, ne, das spiel ich auf jeden Fall sehr gerne. Ansonsten, ähm boah ich spiel wirklich viel Counter-Strike. Ich kann gar nichts anderes zur
Hans
00:23:27
Hhmhm.
Max
00:23:27
nennen.
Hans
00:23:28
Und beim, ähm, Skaten, muss ich nochmal wissen, das ist dann so, ähm, irgendwie so in, ähm, Skater-Parks, ich...
Max
00:23:35
Ja, Skate-Parks!
Hans
00:23:36
Ja, Skaten. Da kenne ich mich jetzt gar nicht aus in dem Bereich, aber, was man da so sieht, so diese Bahnen und,
Max
00:23:41
Ja, Rampen!
Hans
00:23:42
Ähm, wo man springen kann, Rampen, ganz genau. Entschuldige.
Max
00:23:45
Das ist gut. Also ähm, Skaten tue ich tatsächlich auch schon, äh, boah, seit ich acht, sieben oder sechs bin, sechs oder sieben ungefähr. Und, ich weiß noch, meine Mama hat mir damals mein erstes Skateboard gekauft und ich weiß noch, das war so ein rotes, das Deck war rot mit so einem Pharao drauf, der so halb am verschimmeln ist, wie so ein mumifizierter Zombie. Und da hat das dann angefangen und dann habe ich das über die Jahre... Ich habe nie wirklich gelernt zu tricksen, also ich kann auch bis heute kein Olli. Ich fahre lediglich. Also ich fahre Rampen runter, ich fahre Rampen hoch, ich versuche mal irgendwie Tricks zu lernen, aber, äh, ich bin tatsächlich jetzt nicht so, dass ich da wirklich jeden Tag auf dem Bord stehe und hinter... ich habe jetzt auch schon... ein oder zwei Monate nicht mehr auf dem Bord gestanden, das ist immer so zeitweise, aber auch bei dem... lag jetzt auch an dem Wetter. Wenn das Wetter jetzt wieder wärmer wird, so wie heute, dann könnte ich eventuell mal drüber nachdenken, wieder Skaten zu gehen auf jeden Fall.
Hans
00:24:47
Für einen völlig unbedarften, ein Olli, ist was?
Max
00:24:50
Olli ist eigentlich, äh, ein Sprung, indem man auf der einen Seite des Bordes einmal kickt.
Hans
00:24:56
Ja.
Max
00:24:57
Mit dem anderen Fuß, also man kickt, man steht beispielsweise mit dem Fuß drauf, mit dem rechten Fuß kickt man, so weit außen wie es geht, damit das Bord in eine gewisse Schräge kommt. Man darf aber nicht einfach runterdrücken und halten, man muss das Bein auch gleichzeitig wieder hochziehen und nebenbei noch mit dem linken Fuß das Bord ausgleichen, damit es nicht schief in der Luft hängt, sondern gerade einfach. Und dann landet man wieder drauf. Also das ist ein einfacher Sprung mit dem Bord. Also was heißt einfach, ich kann den bis heute nicht. Ja, bei mir ist das Problem, ich kann das nicht so ganz koordinieren, deswegen, ich versuche das jetzt glaube ich schon seit zwei Jahren und ich habe einen Freund tatsächlich, Yannick, ähm, von dem ich gerade erzählt habe, der arbeitet in einem Blue Tomato Laden, das ist ein Laden für Skater, sage ich jetzt mal, die haben da ganz viel Auswahl und der ist auch wirklich gut im Skaten, also mit ihm skate ich die meiste Zeit und er lacht mich immer dafür so ein bisschen aus, so komm, mach einen Olli, mach einen Olli. Und da steh ich dann so. Halt dein Maul. Aber das ist schon, das macht schon Spaß auf jeden Fall. Ich hat mich auch schon ein paar Mal echt böse auf die Nase gelegt. Also es gab einmal, da habe ich versucht von der Rampe runterzufahren. Und ich bin nicht weit genug nach vorne gegangen und ich merke nur, dass mir das Board unter den Füßen wegrutscht und ich bin dann irgendwie mit dem Arm auf den Boden und gleichzeitig nur mit dem Hinterkopf auf den schönen Asphalt geknallt, richtig schön Hartbeton. Das hat auf jeden Fall weh getan, ansonsten, äh...
Hans
00:26:16
Gab's irgendwelche Verletzungen oder war das mehr so Blessuren, Hautabschürfungen?
Max
00:26:20
Eher...
Hans
00:26:21
leichte Gehirnerschütterungen?
Max
00:26:23
Gott sei Dank, ich hab mir noch nie in meinem Leben irgendwas gebrochen. Obwohl, nee, gar nicht, ich hab mir mal meinen Finger gebrochen, den kleinen. Da war ich beim Basketball spielen, jetzt kommen wir zum nächsten Hobby, auch wieder eine gute Überleitung. Und ich stand unter dem Korb und wollte den so in meine Hand fallen lassen und dann direkt weitergeben und dann ist mir der Basketball genau auf den Finger und dann war der so in der senkrechten. War natürlich sehr scheiße. Ich bin dann tatsächlich einfach nur, weil meine Mutter hatte aus irgendeinem Grund meine Krankenkassenkarte. Ich glaub, die wollte damals für mich ein Rezept abholen, das war, ist jetzt zwei oder drei Jahre her. Ich glaub sogar noch länger. Und da bin ich nur zu meiner Mutter und hab gesagt, Mama, ich brauch meine Krankenkassenkarte, die war auf der Arbeit. Sagt sie so, ey, warum denn? Ich so, ja, ich hab mir den Finger gebrochen. Hab mir den Finger gezeigt, der so absteht. Und meine Mutter hat einen Herzinfarkt gekriegt, die konnte nicht mehr, die stand da hinter der Theke, wollte mit mir unbedingt ins Krankenhaus. Alles gut, das ist ein gebrochener Finger, ich geh jetzt in die Notaufnahme und lass das schienen. Ja, haben sie dann einfach geschient. Dann war auch okay. Dann konnte ich. Naja. Kein Basketball mehr spielen wirklich, aber das war dann auch für mich okay. Weil ich bin Rechtshänder und ich hatte das an der rechten Hand und dann musste ich nicht schreiben.
Hans
00:27:29
Basketball spielst du aber weiter, jetzt wieder genesen oder
Max
00:27:33
Auf jeden Fall.
Hans
00:27:36
Hhmhm.
Max
00:27:36
Ich guck tatsächlich aktuell mehr als ich spiele, weil
Hans
00:27:39
Ja.
Max
00:27:39
es ist halt Winter. Das so das Blöde. Jetzt wo die Sonne wieder rauskommt, kann man auf jeden Fall wieder mehr spielen gehen. Dann muss man auf jeden Fall auch rausgehen, bisschen Vitamin B sammeln. Aber ich hab tatsächlich in letzter Zeit viel mehr geguckt. Gestern, ich weiß gar nicht, ich hab jetzt das gestrige Spiel hab ich gar nicht verfolgt wegen dem Frühdienst heute. Santino ist so ein Psycho, der steht um vier Uhr auf, guckt das Spiel und danach geht er zur Arbeit. Könnte ich nicht. weiß gar nicht, gegen wen die gespielt haben. Ich glaub gegen die Nuggets. Ich bin mir grad nicht sicher.
Hans
00:28:10
Hhmhm
Max
00:28:11
Nee, aber auf jeden Fall spiel ich Basketball jetzt auch schon seit einer Weile. Ich hab mir vor, das weiß ich noch, das war 2020 oder so. Da hatte ich zu Weihnachten, nee, oder? Nee, überhaupt nicht. Das war 2023. Da hab ich nämlich gerade mein Bankkonto für die Ausbildung gemacht, weil ich vorher kein Bankkonto hatte. Weil ich
Hans
00:28:31
Hhmhm.
Max
00:28:31
das nie brauchte. Und ich hatte 50 Euro vom Blutspenden. Hab die dann auf mein Konto gepackt, schön eingezahlt. Und dann hab ich mir für 50 Euro einen Basketball von der NBA gekauft mit dem Boston Celtics Logo drauf. Und mittlerweile steht er bei mir zu Hause oben auf dem Regal und ist ein schönes Anschauungsstück. . Weil ich... mit dem würde ich mittlerweile nicht mehr spielen, weil der hat irgendwo einen emotionalen Wert. Weil das so das Erste ist, was ich mir selber gekauft habe. Und deswegen steht da mittlerweile nur bei mir oben auf dem Regal rum. Aber das sieht er auf jeden Fall auch gut aus.
Hans
00:29:09
Hhm. Ja, ich hab auch was, was bei mir vom ersten Geld, von meinem ersten Gehalt, was ich mir gekauft habe. Das ist ein CD-Player. Uralt, den ich aber immer noch stehen habe und auch nicht wegräumen würde. Man hört halt keine CDs mehr, aber der steht da noch. Und deswegen kann ich das gut nachvollziehen.
Max
00:29:24
Um dich alt aussehen zu lassen, könnte ich jetzt fragen, was ist ein CD-Player? Das ist mir jetzt gerade so eingefallen.
Hans
00:29:28
Ja, das wäre gut. Das ist so eine Maschine, mit der man... sowas ähnliches wie Spotify.
Max
00:29:34
Ja, mittlerweile, also wir haben, also meine Freundin, die hat zu Hause noch Schallplatten.
Hans
00:29:41
Ja, ich auch.
Max
00:29:41
Die hat auch noch einen Schallplattenspieler.
Hans
00:29:43
Den hab ich nicht.
Max
00:29:44
Also, das ist, ähm,
Hans
00:29:47
Ja aber...
Max
00:29:47
das Einzige, was ich mit Schallplatten machen würde, wäre schön ästhetisch mit halb raushängender Scheibe an die Wand hängen.
Hans
00:29:53
Nein!!!
Max
00:29:54
Das ist, das ist auch so, das habe ich von so vielen schon gehört. Meine Patentante, die war auch Riesen - Schallplatten-Fan. Also, die hatte ein Riesen Ikea-Kallax-Regal mit diesen 16 Fächern. Hatte die voll. Die hatte das voll und, äh, die hatte so viele Schallplatten. Ich hab der das irgendwann mal erzählt. Ähm, und da hat sie dann auch gesagt, so, macht das nicht. Das macht man nicht. Das ist eine Sünde. Nee, aber.
Hans
00:30:20
Ja, aber, ähm, das hat schon unglaublich viel Platz weggenommen, ne? Und, ähm, trotzdem haben irgendwie alle das gemacht. Na ja, alle, die ich kannte zumindest damals, Schallplatten.
Max
00:30:30
Ja.
Hans
00:30:31
Hatte jeder, ne? Und, ähm. Es gibt tatsächlich Sachen, die ich damals als Schallplatte gehört hab' und bis heute erwarte ich zum Beispiel Knacken, also, Sprünge an der gleichen Stelle, die natürlich nicht da sind, weil die nicht zu
Max
00:30:43
Ja,
Hans
00:30:43
der Musik
Max
00:30:44
okay.
Hans
00:30:44
gehören. Aber für mich gehören die einfach zu der Musik dazu. Und dann gibt's irgendwie so Bindungen, die, nee, Quatsch sind, aber …
Max
00:30:52
Es gibt mittlerweile tatsächlich, ähm, so von meiner Musikgeneration, äh, gibt mittlerweile auch Schallplatten, ne, ist zwar eigentlich total unnötig, es ist halt einfach was, äh, ja, vintagehaftes oder retrohaftes...Ähm, und ich hatte auch lange vor mir von dem Album, das wird dir jetzt ganz bestimmt nix sagen, vielleicht ein, zwei Leuten oder so, ähm, Juice WRLD, äh, Death Race for Love, das Album, das wollte ich mir als Schallplatte, wollte ich das ganz schön mit einem schwarzen Hintergrund oder so, wollte ich mir die Schallplatte, erst mal die Packung da reinlegen, dann die Schallplatte daneben und dann einrahmen und schön an die Wand, weil einfach so an die Wand klatschen, schön irgendwie mit Kleber ist ein bisschen kacke, weil dann geht ja die Wand kaputt und die Schallplatte und dann wollte ich mir das gerne einrahmen, tatsächlich. Aber ich hab die noch nicht gefunden. Ich würde mir die gerne wirklich, äh, aufhängen. es gibt die auf jeden Fall, aber ich hab beim Mediamarkt geguckt, da haben die nix. Ich bin in irgendwelche Läden in der Innenstadt gegangen, da hatten sie auch nix. Bisschen traurig war ich schon.
Hans
00:31:56
Ja, Damit kommst du aber zu einem Thema, wo ich auch nochmal nachhaken wollte. Musik, was hörst du so für Musik?
Max
00:32:02
Ich hör tatsächlich fast alles. Ich hab, ähm, Metal in meiner Playlist, ich habe Deutschrap, auch wenn nur eine sehr kleine Sparte. Ich hör sehr viel Musik aus Amerika. Ich hör japanische Musik. ich hör Ärzte höre ich, Ich hör einfach, ich hör super viel. Eine sehr weite Sparte auf jeden Fall.
Hans
00:32:26
Japanische Musik, da musst du mir jetzt noch einen Namen sagen. Das ist...
Max
00:32:31
Also, Japan Ich hör jetzt keine japanische Opernmusik. Ich hör tatsächlich so japanischen Rap. Ein guter Rapper, den es da gibt, wäre Hideyoshi. Also Hide wie Englisch und Yoshi mit Y, wie der Name Yoshi, sag ich jetzt mal. Mit sh. und der Song heißt Don't Wanna Go Home. ich kann selber nicht sagen, worum es in diesem Lied geht, weil ich kein... Also, ich hab mal angefangen, Japanisch zu lernen. Ich bin immer noch dabei. Ich, äh, kann so ein, zwei Sätze wie so ein Kindergartenkind. Ich kann Englisch, hello, no, yes, so Sachen. Deswegen, ähm... Also, ich kann selber jetzt auch nicht ganz genau sagen, worum es in dem Lied geht, aber... Es ist auf jeden Fall eine sehr schöne Melodie mit dem Gesang dazu. Das ist... Hat auf jeden Fall eine gewisse Ästhetik, auf jeden Fall. Muss ich sagen. Also, ich möchte auf jeden Fall noch japanisch weiter lernen, weil das ist für mich auch eine absolut faszinierende Kultur. Ich hab mir auch japanische Sachen schon tätowiert. Also, ich hab einmal hier auf dem Oberarm hab ich so ne Oni-Maske. Die haben die Samurai früher getragen, um sich vor bösartigen Dämonen zu schützen. Quasi als Talisman. Und dann hab ich hier noch auf dem Arm. einen japanischen Kanji. Es gibt drei verschiedene Schreibformen oder Sprachformen in Japan. Das bedeutet Liebe. Ganz einfach. Und ein Arbeitskollege, der geht mir immer auf die Nerven, weil aus einem Anime hat das einer auf der Stirn stehen. Der hat das auch in Rot. Und weil ich das blöderweise in Rot gemacht hab, fragt er mich immer so, ey, bist du der und der Charakter? Nein, Mann. steht einfach nur japanisch Liebe.
Hans
00:34:07
. Ah. Ja. Wo kommt dieses Interesse oder diese Begeisterung, naja, das ist ja so dramatisch gesagt, für Japan her oder für das japanische?
Max
00:34:16
Ist auf jeden Fall schon, also Interesse und Begeisterung ist auf jeden Fall ein super Wort. Das hat tatsächlich einfach was damit zu tun. dass ich, ich bin mit YouTube aufgewachsen und dann hatte ich so meine zwei, drei Lieblings-YouTuber, die sind immer nach Japan gereist und irgendwann hab ich mich selber dafür dann interessiert.
Hans
00:34:34
Mhmhm
Max
00:34:35
und ich hab mir selber auch als Lebensziel irgendwann mal gesetzt, irgendwann mal in Tokio, an dem Shibuya Square zu stehen, an dieser großen Kreuzung wirklich, irgendwann da zu stehen, dass ich mir dann irgendwann denke, ich habe es geschafft, weil ich find auch generell Japanisch, das ist so eine schöne Kultur auch also, aber auch, die machen so vieles besser, wie zum Beispiel Bahnfahren. Es gibt ja da diese Shinkansen oder generell diese U-Bahn. Was glaubst du, wie viel Maximalzeit kommen diese zu spät? Im Durchschnitt ungefähr. Maximal.
Hans
00:35:08
Neulich mal gehört, dass es da so gut wie überhaupt keine Verspätungen gibt.
Max
00:35:12
15 Sekunden maximal und das ist auch schon super unpünktlich. Also, da kann sich die Deutsche Bahn mal eine Scheibe von abschneiden. Ein Deutsche Bahnkunde kennt die Maßeinheit Sekunden gar nicht. Minuten, Stunden, Tage, das kennt ein Deutsche Bahnkunde. Ne, aber auch einfach diese Liebe und Hingabe zur Natur und dem eigenen Geist, das ist auch finde ich absolut bahnbrechend. Was mich nur so ein bisschen an der japanischen Kultur stört, sag ich jetzt mal, ist so das Ansehen über Tätowierungen. Das ist da ein Problem. Also, Weil wenn man Tätowierungen hat, dann ist man auf jeden Fall einer von der Yakuza. Das ist ja diese Mafia. Deswegen darf man mit Tätowierungen auch, auch wenn man Tourist ist, zum Beispiel nicht in öffentliches Bad gehen oder so. Also, Tätowierungen oder wurden bisher immer sehr kritisch angesehen, jetzt aber dadurch, durch die jüngere Generation rückt das alles so, dann verschwindet das immer so ein bisschen und es wird mehr gesellschaftlich akzeptiert Es sind dort aber auch zum Beispiel Sachen normal, die bei uns ein absolutes No-Go wären, zum Beispiel Schlürfen beim Essen, Suppe zum Beispiel. Wenn man schlürft, dann ist das ein Zeichen dafür, dass man dieses Essen genießt und sich dafür quasi bedankt. deswegen, das würde ich... Hätte ich am Tisch bei meiner Oma geschlürft, hätte ich einen Kochlöffel an den Kopf gekriegt.
Hans
00:36:37
Aber hast du das mal im Stillen ausprobiert?
Max
00:36:39
Ich habe dann irgendwann mal tatsächlich...
Hans
00:36:42
Das ist wirklich gerade bei Suppen, dadurch kommt so Sauerstoff in das Essen rein. Irgendwie ist da wirklich... Du schmeckst Sachen, die du sonst gar nicht merkst. Ich muss wirklich sagen, dass...
Max
00:36:50
Vor allem ist das dann auch nicht so heiß. Weil wenn du die Nudeln normal in den Mund steckst, dann hast du ja auch super viel Nudelwasser im
Hans
00:36:58
Ja.
Max
00:36:58
Mund. Wenn du es aber so schlürfst, dann prallt das alles ja ab und dann ist die Nudel nicht so heiß.
Hans
00:37:03
Ich hab mal sone Serie gesehen, da ging es um Feinschmeckertum irgendwie. Also einer, der immer so geträumt hat. Und der hat immer, glaube ich, einen Samurai geträumt, der dann die Situation, wo er so die kleine Wurst war, Der dann gezeigt hat, wie macht man das richtig. Und das war so seine Fantasiefigur. Und dann war der im Restaurant und er sitzt da so ängstlich und isst irgendwas. Ist ganz teuer, was er mal essen wollte. Und dann kommt dieser Samurai da rein und benimmt sich wie ein Schwein.
Max
00:37:28
Ich
Hans
00:37:29
Und dann denkt er, ah ja, guck, dann probiert er auch das Schlürfen aus. Und da habe ich dann auch mal gedacht, komm, probier mal aus.
Max
00:37:36
Ja, das ist, also zum Beispiel Deutsche sind auch in Japan wirklich sehr hoch angesehen. Der gute, der höfliche, der pünktliche Deutsche. Pünktlich ist so eine Sache, ne? Deutsche Bahn, Grüße. D ist so die Sache. Aber, das ist natürlich... In Japan zum Beispiel, sprechen die Ärzte alle Deutsch. Also wenn du in Japan ins Krankenhaus gehst, würdest irgendeinen Arzt ansprechen, der würde sofort mit dir Deutsch sprechen. Weil das tatsächlich auch Teil des Studiums ist Worauf, also warum genau das ist, weiß ich nicht genau. Ich denke mal, das hat irgendwas mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun, weil Italien, Deutschland und Japan waren ja im Zweiten Weltkrieg Verbündete. Ähm. Deswegen, also, das ist aber auch natürlich super cool. Also super praktisch. Also sollte ich irgendwann mal in Japan an einer Nudel ersticken, kann ich mich auf jeden Fall verständigen, bin ich auf jeden Fall froh drum.
Hans
00:38:31
Reisen hast du noch nicht so gesagt. Bist du reisebegeistert?
Max
00:38:36
Ähm, ich war immer reisebegeistert auf jeden Fall. Also in meiner Kindheit. Mittlerweile empfinde ich das als puren Stress. Ich bin tatsächlich, äh , letztes Jahr im, lass mich nicht lügen, Juni, Juli, August, September, so in dem Quartal, bin ich das erste Mal in meinem Leben in ein Flugzeug gestoßen, weil das war für uns damals finanziell nicht möglich und ich hab mir das, ich hab mir das tatsächlich selber bezahlt, da
Hans
00:39:03
ähm,
Max
00:39:03
war ich auch noch stolz drauf. Ähm, da bin ich dann mit meinem Arsch in die Richtung Schweiz geflogen und dann waren wir für, äh, vier Tage waren wir in der Schweiz. Wir sind donnerstags geflogen, dann hatten wir den Freitag, Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag sind wir wieder zurückgeflogen. Wir sind nach Frauenfeld geflogen, zu, äh, einem guten Bekannten von uns. Also, ich war zeitweise auch wieder in Deutschland, unten in Konstanz. nee, auf jeden Fall, das war eine superschöne Reise, auf jeden Fall. Das war das erste Mal, dass ich überhaupt geflogen bin in meinem Leben. Ich hatte super viel Angst. Ähm, ich war wandern, ich war in Stoos auf einem 1.992 Meter Berg, äh, wirklich, und wir sind zwischen zwei Bergen auf einem Engpass, äh, gewandert. Das waren vier Kilometer. Wir konnten danach nicht mehr, wir waren wirklich alle, aber als ich dann wirklich an einem bestimmten Moment, auf diesem Berg stand und dann auf einen See runtergeguckt hab und die Alpen im Hintergrund mit dem Schnee, drauf, dann, das war für mich so surreal, dass ich, dass so etwas Kleines wie ich so etwas Massives, Großes sehen kann. Also, das hört sich jetzt super dumm an, als wäre das irgendein Kiffergedanke, aber, das war für mich auf jeden Fall ein sehr prägender Moment. ich hab mir tatsächlich auch dann diesen Ring gekauft. Ähm, ich bin tatsächlich aber auch letzten, nee, im November, stimmt, im November bin ich dann, für eine Woche mit meiner Freundin auch, also, in Schweiz war ich auch mit meiner Freundin, bin ich nach Fuerteventura geflogen. Das war mein erster Langstreckenflug, vier Stunden. Und ich hatte da die Zeit meines Lebens. das war wirklich, ich, wir sind erstmal da angekommen, es war sofort total warm, ich hab geschwitzt, ich konnte nicht mehr. Dann waren wir erstmal duschen, dann haben wir uns die Stadt so ein bisschen angeguckt. Dann hatten wir so über die Tage hatten wir dann so ein paar Sachen geplant, dann wollten wir was essen gehen. Wir waren, auf einem Fischkutter, also Fischkutter sag ich jetzt mal, auf einem Boot sind Delfine gucken gegangen Das war richtig cool, wir waren fünf Stunden unterwegs, drei davon war ich kotzend auf dem Boot, oder zwei.
Hans
00:41:14
Echt toller Urlaub, ja.
Max
00:41:15
hab ich richtig gemerkt, wir waren auf dem Boot, dachte ich so, ich hatte ein super leichtes Hemd an, eine kurze Hose, ne, Mütze hatte ich auf eine Sonnenbrille und dachte mir so, weil wir mussten auch unsere Schlappen ausziehen, war barfuß auf dem Boot also. Da dachte ich mir so, boah, das wird jetzt Spaß machen, ne. Und eine halbe Stunde später sitze ich da und bin da am Kotzen, an der Seite des Bootes. Meine Freundin saß ganz vorne und hat die ganze Zeit Fotos gemacht, hat sich über mich lustig gemacht Dann hab ich ein Glas Wasser getrunken und dann war alles wieder in Ordnung, tatsächlich. Ich weiß noch, ich saß hinten auf dem Boot, hab dann so quasi so eine, so einen Handballen hab ich so auf mein Auge gehabt und hab da so ein bisschen gedüllt, sag ich jetzt mal, und mich daran so, ich weiß nicht, ich hab mich so ein bisschen daran dann gewöhnt und
Hans
00:41:54
. Ja
Max
00:41:55
dann ging das total klar. dann sind wir vier Stunden, fünf Stunden ungefähr dann noch, sind wir dann auf dem Meer rumgefahren und haben uns Delfine angeguckt, das war auf jeden Fall super schön. wir haben halt Delfine mal so auftauchen gesehen, atmen sehen und dann sind die
Hans
00:42:10
Hhmhm
Max
00:42:10
wieder weggefahren. Dann sind wir auf eine unbewohnte Nachbarinsel von Fuerteventura gelandet, also wir waren oben in Corralejo, zu dem auch noch, und da ist eine kleine Nebeninsel, ich glaub, das war Lobos. Da haben wir dann kurz gehalten, da durften wir dann auch im Wasser schwimmen. Ich hab's versucht, aber ich hab tatsächlich Angst, im Meer zu schwimmen, weil ich Angst vor der Tiefe hab oder generell vor dem Unbekannten. Das ist tatsächlich eine Phobie. und ich weiß noch tatsächlich, dann hieß es so, okay, wir fahren jetzt zurück. Ich hab mich dann barfuß, hab ich mich vorne so an die Spitze gesetzt und das war so, so ein, das war so ein breites, so eine breite Platte, sag ich jetzt mal. auf der einen Seite den Fuß runter auf der anderen Seite den Fuß runter und dann sind wir mit 90, 100 kmh übers Wasser gefahren, ich habe den Wind in meinen Haaren gespürt, die Füße im Wasser zwischendurch und ich muss wirklich sagen ich habe mich noch nie in meinem Leben so gut und frei gefühlt wie da Also das war wirklich ohne jeden Zweifel der schönste Moment in meinem Leben als ich auf diesem Boot sitze, auf dem Weg zurück zur Insel, mit den Füßen im Wasser, das war wirklich das Allerschönste überhaupt und die Woche, dann waren wir noch mal essen dann waren wir da irgendwo in der Spielehalle waren am Strand, wir waren im Pool ich hab viele Cocktails getrunken also ich habe wirklich viel getrunken in diesem Urlaub also es gab ein Getränk, das hieß Smartline das war Rum mit Kokos und noch irgendwas ich hab mir glaube ich in diesem Urlaub locker 120 Stück reingehauen, das waren so kleine Becher ich habe mir 120 Stück von den Dingern glaube ich reingehauen ungelogen. Ich hab wirklich viel getrunken.
Hans
00:43:46
Also Urlaub denke ich mal das hört sich so an als wenn das noch weiter ein Interesse bleiben würde
Max
00:43:52
Ja nächstes Jahr in Madeira, also geht direkt weiter eigentlich
Hans
00:43:55
Ja, ja. Ja, ja. Dann bist du schon fertig mit der Ausbildung. Ich würde gern, oder?
Max
00:43:59
Nee.
Hans
00:44:00
Nee, noch nicht?!
Max
00:44:00
Ich bin noch
Hans
00:44:01
Du
Max
00:44:01
nicht.
Hans
00:44:01
bist doch gerade dabei.
Max
00:44:02
Ich habe ja noch die Prüfung mit dir, Kollege. Hallo? Nee.
Hans
00:44:05
Ja, aber die Prüfung ist ja doch jetzt...
Max
00:44:07
Im August.
Hans
00:44:08
Im August. Und dann stimmt das nochmal. Genau.
Max
00:44:10
Ich habe ja noch ein paar Monate.
Hans
00:44:11
Gut, ich bin jetzt ein bisschen durcheinander gewesen mit der Zeit. Ich hatte heute nämlich auch Frühdienst, was nicht
Max
00:44:18
Ja
Hans
00:44:18
so meine... Zeit ist eigentlich. Aber zur Arbeit, zum Beruf würde ich gerne nochmal kurz zurückkommen so. jetzt so deine Perspektiven. Also einmal, wenn du jetzt anderen Leuten so allgemein sagen könntest, du machst Werbung für die Pflege oder auch nicht. Du sagst, lasst es bloß sein. Was würde dir da einfallen?
Max
00:44:36
Jetzt so ein Slogan? den ich so raushauen muss
Hans
00:44:39
Sag, was du meinst. Das kann auch ein bisschen länger sein.
Max
00:44:42
Ich würd den Leuten auf jeden Fall sagen, dass es ein sehr gemeinnütziger Beruf ist, auf jeden Fall, der erstens die Gesellschaft voranbringt, weil es ist ein Fakt, dass wir immer mehr und mehr zu pflegende haben. Es wird immer mehr Pflegegrade geben. Aber an Pflegekräften nimmt es immer weiter ab. Das
Hans
00:45:03
Hhmhm.
Max
00:45:04
ist ein Problem, dem ich schon auch jetzt als Schüler leider hier auch entgegensetzen muss, weil es herrscht Personalmangel. Da muss der Schüler auch leider mit mehr anpacken. Aber ich würde auf jeden Fall sagen, dass es ein wunderbarer Beruf ist. Das ist ein Beruf, der mich persönlich auf jeden Fall erfüllt. Das ist ein Beruf, in dem ich Leuten helfen kann. Und das Schönste für mich ist, wenn ich die Leute zum Beispiel jetzt zum Mittag hinlege, ich höre von denen ein, vielen lieben Dank, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Nachmittag, bis morgen.
Hans
00:45:40
Hhmhm.
Max
00:45:40
Das ist so für mich das Schönste. Diese Dankbarkeit und diese, ich sage jetzt mal, nicht Zuneigung, sondern dieses Verständnis, also dass man sich versteht einfach,
Hans
00:45:52
Ja.
Max
00:45:52
so diese zwischenmenschliche Beziehung einfach. Hat man jetzt als Pflegekraft zu einem gewissen Punkt. Ich glaube, jede Pflegekraft hat bis zu einem gewissen Punkt eine Beziehung zu einem Bewohner. Und das ist für mich so das Schönste daran. Auf
Hans
00:46:07
Ja.
Max
00:46:07
jeden Fall.
Hans
00:46:08
Wie gehst du damit um, dass ja manchmal auch Bewohner eben nicht so freundlich sind? Vielleicht krankheitsbedingt oder warum auch immer, aber kommst du mit denen klar oder ist das ein Problem, wo du eher zurücktreten möchtest?
Max
00:46:22
Natürlich, natürlich denke ich mir jetzt nicht so, boah, der war halt so scheiße zu mir, den lasse ich heute einfach mal komplett eingenässt sitzen. Das mache ich jetzt nicht. Natürlich ist es, natürlich ist halt immer die Frage, inwiefern ist die Person jetzt selbst für ihr Handeln verantwortlich? Inwiefern ist jetzt das "Hurensohn" der dementen Bewohnerin jetzt wirklich gewollt? Das ist es halt, ne? Aber wenn ich weiß, ich habe eine klare und orientierte Bewohnerin, die sagt so, ey, du bist kacke, dann sage ich so, hör mal, das geht nicht, wir sind alle Menschen, wir müssen miteinander zusammenleben. Wir haben diesen einen Planeten und wir leben alle auf diesem Planeten So, wir können zwar so weit, wie es geht, voneinander weggehen, wir leben aber trotzdem auf demselben Planeten und wir haben quasi das gleiche Ziel. Ein erfülltes und ruhiges und gesundes Leben. So, und dann muss man sich doch nicht mit so einem Stress auseinandersetzen, nur weil sie meine Nase nur weil meine Nase ihnen nicht passt oder so. So auf jeden Fall. Dann versuche ich da auf jeden Fall schon zu deeskalieren
Hans
00:47:22
Hhmhm.
Max
00:47:22
Auf jeden Fall, oder mich auch gar aus der Situation dann auf jeden Fall rauszuziehen.
Hans
00:47:27
Es gibt viele Situationen, wo man nur einfach zurücktreten kann. Manchmal kommt man eine kurze Zeit später wieder, es ist alles gut, ne?
Max
00:47:33
Es gibt, es gibt
Hans
00:47:33
Und manchmal
Max
00:47:34
Leute.
Hans
00:47:34
kommt einfach ein Kollege oder eine Kollegin und es ist auch alles gut
Max
00:47:37
Ich hatte auch auf jeden Fall schon oft, dass ich einen Bewohner morgens versorgt habe. Er ist sehr unfreundlich zu mir gewesen. Hat mich auch gar beleidigt, sag ich jetzt mal. Also jetzt nicht beleidigt mit du bist kacke oder so, sondern eher auf eine andere Art und Weise beleidigt. Und dann hat er sich im Nachhinein, als ich dann irgendwann, als er zum Toilettengang geklingelt hat, hat er gesagt, so hören Sie mal, es tut mir wirklich leid, was heute morgen gewesen ist. Ich habe heute einfach nur einen schlechten Tag. Dann ist die Sache auch für mich gegessen, ey, alles gut, ist gar kein Problem, jeder hat mal einen schlechten Tag. Vielleicht habe ich morgen mal einen schlechten Tag und trete ihn gegen den Rollstuhl, kann ja auch sein
Hans
00:48:19
Soll alles vorkommen!
Max
00:48:20
Vielleicht! vielleicht trete ich Ihnen morgen gegen den Rollstuhl. Nein,
Hans
00:48:25
Ja.
Max
00:48:26
Hab ich auch gesagt, jeder hat mal einen schlechten Tag Also da kann man auf jeden Fall nichts zu gegen sagen. Auch, ich hatte zum Beispiel, ähm, war das gestern? Nein, vorgestern. Vorgestern bin ich, äh, zu spät gekommen, leider. Und hatte einen wirklich schlechten Tag, weil ich bin, wollte morgens zur Arbeit fahren, Bus kam nicht, dann, es war arschkalt draußen, ich glaub, minus drei Grad oder so, keine Ahnung, bei uns in Überruhr. Ähm, dann bin ich wieder erstmal reingegangen, hab eine halbe Stunde gewartet, bin zum nächsten Bus. Und da bin ich so zu spät gekommen, wirklich. Also, das hat mich auch wirklich geärgert. Und dann hat mich das auch komplett aus rausgehauen. Und dann hing ich so hinterher. Ich hab auch an dem Tag keine Pause gemacht, weil ich das zeitlich nicht geschafft habe, weil ich mit allem fertig werden musste. da hatte ich wirklich einen schlechten Tag. Aber äh... gestern dann, als ich dann, als ich dann gekommen bin, ich hab dann an dem Tag sogar extra etwas früher angefangen, da war dann alles in Ordnung. Da hab ich mich dann wieder gut gefühlt. Dann hab ich okay, das war ein wirklich guter Dienst. Da kann ich überhaupt nicht meckern.
Hans
00:49:26
Ja.
Max
00:49:27
Also, jeder hat mal einen schlechten Tag.
Hans
00:49:29
Aber mit den, ähm, etwas schwierigeren Bewohnern hatte ich jetzt gerade nachgefragt, weil bei mir gehört das so zu den, naja, Interessensgebieten klingt jetzt so, ähm, naja, falsch . Aber, also, es ist schon so, dass ich, ähm, solche Leute oft auch besonders beruflich... herausforderndes Verhalten, diesen Begriff gibt es ja auch, und dass ich das so ein bisschen so, ähm, als, äh, Anreiz, Motivation auch finde, wie man damit umgehen kann, dass man, ähm, ob man die Leute beruhigen kann, wie man da deeskalieren kann eben, ne? Da gibt's ja,
Max
00:50:01
Ja, da gibt's viele Mittel und Wege
Hans
00:50:03
ja.
Max
00:50:03
auf jeden Fall. Ja, ja. Es kommt auf jeden Fall darauf an, wie die Körperhaltung ist. Das finde ich jetzt immer besonders wichtig. Ich bin immer der Meinung, wenn ich mich offen vor die Person stelle, mit
Hans
00:50:15
Hhmhm.
Max
00:50:15
Brust raus, vor ihr direkt, frontal, da macht's auf jeden Fall einen besseren Eindruck, als wenn ich seitlich zu ihr stehen würde. Das, das, das würde ein gewisses Desinteresse zeigen
Hans
00:50:26
Ja?
Max
00:50:26
eigentlich.
Hans
00:50:26
Ja, du kannst aber auch sagen, offen, so, das ist die Konfrontation, komm, komm, doch
Max
00:50:30
Ja,
Hans
00:50:30
her!
Max
00:50:31
das ist es, das ist natürlich auch, aber dann
Hans
00:50:32
Und wenn du seitlich stehst, da ist, bist du keine Gefahr, sondern man guckt beide in die Richtung der Gefahr oder des, des Doofen oder,
Max
00:50:39
Deswegen, da würde natürlich dann aber auch Mimik, Sprachweise, das würde alles dazu zählen.
Hans
00:50:45
Ja.
Max
00:50:45
Wenn ich jetzt so vor dir stehen würde, aber mit einem ruhigen Gesichtsausdruck und einer gelangweilten Sprache reden, dann würdest du mich nicht als Gefahr sehen.
Hans
00:50:54
Nee, aber...
Max
00:50:54
Dann würdest du ja denken, was ist das für ein Spast? Warum steht da so? Jucken ihm die Achseln?
Hans
00:50:59
Ja, aber so gerade so dieses... Naja, man muss in solchen Situationen eben schnell irgendwie reagieren und richtig reagieren nach Möglichkeit und auch oft instinktiv reagieren. Und das finde ich so spannend oft an solchen Situationen.
Max
00:51:13
Das habe ich, ich habe das, das ist mir letztens aufgefallen, das ist mir letztens aufgefallen. Da ist eine Bewohnerin gestürzt bei uns.
Hans
00:51:21
Ja.
Max
00:51:22
Und ich bin instinktiv, ohne nachzudenken, ohne irgendwie zu denken, okay, ich muss ja jetzt hin und ihr helfen, b ich da hingelaufen, habe ihr hochgeholfen, habe sie hingesetzt, habe erst mal kontrolliert oder erst mal geguckt,
Hans
00:51:34
Ja.
Max
00:51:34
ist alles in Ordnung, hat sie Schmerzen, hat sie irgendwo was gebrochen oder vielleicht irgendwo verletzt, hat sie sich am Kopf verletzt. Habe alles gecheckt, bin ins Dienstzimmer wieder rein, wollte das Sturzprotokoll schreiben und habe dann einen kurzen Augenblick nachgedacht, was habe ich da eigentlich gerade gemacht? ich konnte mich nicht aktiv daran erinnern,
Hans
00:51:54
Hhmhm.
Max
00:51:54
dass ich gesagt habe, okay, ich taste jetzt erstmal alles ab, ich taste an der Hüfte, ist da vielleicht irgendwo ein Druckschmerz, hat sie vielleicht am Kopf irgendwo eine Platzwunde oder so. ich hab nicht aktiv darüber nachgedacht, dass ist einfach passiert und das ist für mich persönlich auch ein sehr großer Gewinn auf jeden
Hans
00:52:11
Ja,
Max
00:52:12
Fall,
Hans
00:52:12
ja.
Max
00:52:13
weil, wenn ich handle, ohne nachzudenken, natürlich im positiven Sinne, jetzt, ich
Hans
00:52:17
Klar.
Max
00:52:18
helfe jetzt ohne nachzudenken, dann würde mir das, in meinem ganzen Leben, würde mich das lange begleiten und auch irgendwo unterstützen.
Hans
00:52:25
Ja.
Max
00:52:26
Wenn jetzt irgendwo am Bahnhof jetzt zum Beispiel jemand bricht zusammen, atmet nicht mehr, er ist reanimationspflichtig. Da muss ich nicht erst hinrennen und nachdenken, was ich mache weiß ich okay. Ich kontrolliere erstmal, ist eine Atmung vorhanden, ist die Person ansprechbar, ich gucke, ob die Brust sich bewegt, kontrolliere den Mundraum.
Hans
00:52:46
Ja, dass sowas schnell funktioniert und das ist eben eine Sache, die man eigentlich auch gar nicht, weil so viele Notfallsituationen hat man jetzt
Max
00:52:53
Das
Hans
00:52:53
nicht...
Max
00:52:53
ist ja so unterschiedlich, aber man passt das irgendwie immer an. Man passt an, ist die Frau jetzt einfach nur auf den Boden gefallen vom Rollator aus oder ist die Bewohnerin mit dem Kopf an die Tischkante?
Hans
00:53:03
Ja.
Max
00:53:04
Man passt das automatisch irgendwie an
Hans
00:53:06
Ja.
Max
00:53:08
Also als würde mein Gehirn Sachen speichern, krass. Ja. Nee, das, äh, ich find aber auch generell, dass, äh, der Pflegeberuf mir in sehr vielen, äh , privaten Sachen tatsächlich hilft, ähm, wie zum Beispiel, ähm, e hilft tatsächlich, wenn man einen Kater hat, wenn man sich Kochsalzlösung anhängt per, äh,
Hans
00:53:29
äh,
Max
00:53:29
per, äh, intravenös, dann hilft das ein bisschen gegen den Kater.
Hans
00:53:32
Mhm?
Max
00:53:34
Ich bin, war, ich hab vor einer Weile, hab ich, ich weiß gar nicht, wann war das, wann war das, wann war das? Das war auf jeden Fall irgendwie so im ersten oder zweiten Lehrjahr. Ähm, da war ich wirklich feiern, da hab
Hans
00:53:50
Mhm.
Max
00:53:50
ich wirklich, äh, auf Kacke gehauen, sag ich jetzt mal. Und dann hatte ich, äh, zu Hause, hatte ich, ich weiß gar nicht mehr warum, hatte ich NACL, also Kochsalzlösung und einmal so ein Butterfly mit Schlauch und allem. Ich weiß gar nicht, warum ich das hatte. Und ich hab noch nie irgendwie intravenös gelegt
Hans
00:54:12
Hhmhm.
Max
00:54:12
oder sonst was
Hans
00:54:13
Hhmhm.
Max
00:54:13
aber ich wusste, okay, da ist die Vene, okay, ich stech da jetzt so in dem Winkel rein, hab's laufen lassen, dann ging das, also das hat mir auch privat irgendwo geholfen.
Hans
00:54:20
Mhmhm?!? Ja?
Max
00:54:21
Tatsächlich,
Hans
00:54:22
Ja, also ich weiß nicht, ob ich mich das getraut hätte, ähm, bei mir selber und in so einem Zustand, aber wenn's funktioniert, okay.
Max
00:54:34
Ich bin tatsächlich auch, was, äh, so praktische Sachen angeht, bin ich sehr selbstbewusst, das zu lernen, auch in
Hans
00:54:40
Ja,
Max
00:54:40
der Schule, ähm. Ich hab zum Beispiel, wann war das, letzte Woche Freitag, glaub ich. Ne, vorletzte Woche, Freitag, hab ich tatsächlich meinen ersten Katheter gelegt, meinen ersten Dauerkatheter, hab ich tatsächlich zum ersten Mal gelegt. Ähm. ich hab, also der musste sowieso gelegt werden, weil der para gelaufen ist und dann hatte die Zeitarbeit gefragt, na, hatte die Zeitarbeit gesagt, ja, wir müssen den neu legen. Ich saß grad am PC, hab mich dann nur so umgedreht, hab gefragt, so, darf ich machen? Sagt sie , ich wollte dich sowieso fragen, dann hab ich das mit der gemacht. Ich wusste natürlich, wie die ganze Theorie schon abläuft und ja, alles,äh, deswegen ist, hat natürlich funktioniert, ne, im dritten Lehrjahr. Man lernt bei der Adolphi-Stiftung was. Ja.
Hans
00:55:20
Ja. Die klassische Vorgehensweise ist aber ja, dass man erst das, also man gezeigt bekommt, man guckt zu, dann unter Aufsicht macht man
Max
00:55:28
Ich
Hans
00:55:28
das.
Max
00:55:28
hab das über die Jahre hinweg, hab ich das immer tatsächlich mal wieder auch geschaut. ist, da kann ich, da kann ich auch noch was zu erzählen, das ist, das passt gut, das kann ich gleich erzählen. Ähm, nee, aber ich hab das gemacht und ich hab mich danach wie ein König gefühlt, als ich das gemacht hab. Also, sowas Neues zu lernen macht mir immer wieder Spaß. Ähm, und jetzt überleitend, äh, wenn ich jetzt grad davon rede, was mir auch über die Jahre, über die letzten zwei Jahre hinweg aufgefallen ist, natürlich extern, dass man als Schüler nicht ernst genommen wird. Ich weiß noch, da war mein erster Einsatz, mein erster Außeneinsatz, in einer außerklinischen Beatmungsintensivstation, war natürlich Jackpot war super interessant. Alle waren tracheotomiert, alle hatten eine PEG-Anlage, war
Hans
00:56:13
Mhm.
Max
00:56:13
natürlich mega, da hat man super viel Neues gesehen. Absaugung, PEG, wir haben ja selber PEG-Patienten, äh, wie die PEG-Anlage funktioniert. Ich hab generell, ich hab coole Sachen gelernt, auf jeden Fall. Und, ich sollte dann irgendwann mal einen Katheter legen. Hat mir die eine Praxisanleitung gesagt, hat er gesagt so, hey, ich bin aber gleich weg, das macht der mit dir. Dann sind wir zum Bewohner reingegangen, dann hat er mir das natürlich gezeigt, ne, und dann hat er gesagt, hab ich dann gesagt so, ja, wann soll ich jetzt einschreiten? Da hat er gesagt so, hä, warum du, ne? Ich hab gesagt so, ja, sie und sie, also sie hat gesagt, da ich das machen soll, sagt er, ich lass doch ganz bestimmt keinen ersten Schüler im ersten Lehrjahr da dran. Na, dann durfte ich es im Endeffekt nicht machen, ich durfte aber trotzdem noch zusehen, glücklicherweise. Mir ist dann aufgefallen, es ist kein Spontanurin gekommen. Da hab ich gesagt so, es ist kein Spontanurin gekommen. Er war Praxisanleiter zu dem, muss man auch noch sagen, und auch kurz vor der Rente. da hab ich dann gesagt so, ich glaub, da stimmt irgendwas nicht. Wir müssten den, glaub ich, vielleicht nochmal neu legen. Ach, ich hab schon 20.000 Katheter gelegt. Da wird nichts sein. Irgendwann hab ich gemerkt. Der Urin wird leicht rötlich. Und ich hab dann nochmal gesagt , ey, also ich nenn den jetzt mal Dirk.
Hans
00:57:29
Ja.
Max
00:57:29
Mal beispielsweise so, ey Dirk, da ist Blut im Katheter im Beutel.
Hans
00:57:34
Hm.
Max
00:57:36
Ach, nein. Hör mal, nochmal, ich sag dir das jetzt nochmal. Ich hab das so häufig gelegt, ne.
Hans
00:57:40
Hhmhm.
Max
00:57:40
Ich muss mir von einem Schüler im ersten Lehrjahr nicht sagen lassen, dass ich einen Katheter-Scheiße gelegt hab. Dann hatten wir irgendwann Feierabend. Das waren immer 12-Stunden-Schichten. Dann bin ich um 18 Uhr nach Hause gefahren. War zu Hause. Bin morgens um 6 Uhr da hingegangen. Ja, der und der Patient ist im Krankenhaus, weil beim DK-Legen wurde die Prostata punktiert. Ach! Schlauberger, wie geil! Hab ich doch gesagt!
Hans
00:58:02
Ja, ja.
Max
00:58:03
Ey, da war ich dann wirklich, ich hatte dann aber in dem Moment wirklich Angst, weil ich war dabei, und dann habe ich sofort angefangen, mich zu rechtfertigen, obwohl ich mich gar nicht rechtfertigen musste. Was, im Nachhinein total dumm war, dann habe ich, ich hab generell den Hergang einmal erklärt, so, ich habe Dirk mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass der Katheter nicht richtig läuft, und ich habe ihn mehrfach darauf aufmerksam gemacht, er hat mich einfach nur als dummen Schüler abgestempelt tut mir leid. Dann hat sie dann auch gesagt, so, ja gut, jetzt ist es so, weil das Problem war, der Nachtdienst kam, und sie haben gemerkt, so, dem Patienten ging es gar
Hans
00:58:38
Hhmhm
Max
00:58:38
nicht gut, es ging ihm gar nicht gut. Dann wollten sie ihm den Katheter ziehen, und als sie ihn gerade gezogen haben, in einem Strahl, kam Blut raus, wirklich, also, das war nicht schön, tut mir auch für den Patienten echt leid weil ähh... generell, dieser Laden, ich fand, dieser Laden war sehr unprofessionell, weil das Problem war einfach, das war ein Betrieb, der war, die waren alle miteinander befreundet, verwandt, verschwägert, verheiratet, verbrüdert, keine Ahnung, ich hab da auch meine Freundin tatsächlich kennengelernt, und ihre Schwester hat auch da gearbeitet, und die waren alle privat miteinander befreundet, und es war sehr schwer von außen da reinzukommen, es gab auch einen Vorfall, d hab ich während der Ausbildung, hab ich nachts Blut erbrochen, dass ich dann ins Krankenhaus musste, ich war komplett fertig mit RTW, Blaulicht, alle rein, ich lag dann auch, ich glaube, den Tag danach lag ich komplett im Bett, ich kann mich an nix erinnern, und meine Mutter hat für mich auf der Arbeit angerufen, so, hey, das und das ist passiert, ne, er ist gerade nicht deswegen, ruf ich an. Dann hat mir meine Freundin vor einer Weile erzählt, so, die haben sich ernsthaft darüber lustig gemacht, dass meine Mutter für mich angerufen hat, während ich im Krankenhaus war, bewusstlos, nebenbei auch noch, also.
Hans
01:00:02
Hättest du jetzt selber aus der Bewusstlosigkeit heraus anrufen sollen, oder?
Max
01:00:07
Also, ich war jetzt, ich war jetzt nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, bewusstlos im Sinne von, ich hab geschlafen, sondern ich kann mich einfach nicht mehr dran erinnern, weil ich war,
Hans
01:00:15
Hhmhm.
Max
01:00:15
Ich kann mich nicht dran erinnern, einfach. Ich weiß nicht, wie der erste Tag gewesen ist, ich weiß nicht, bei was für einer Untersuchung ich war, oder sonst was. Einfach nur, um das kurz klarzustellen, sonst denken sie , oh, bewusstlos.
Hans
01:00:25
Hhmhm.
Max
01:00:25
Ähm, nee, aber, das sind so Sachen, wo ich mir im Nachhinein denke, so, das ist herbe unprofessionell. Me damaliger Praxisanleiter, der hat mich immer bei der Grundpflege rausgeworfen, der hat mich rausgeworfen, der hat mir nix gezeigt, gar nix. Da war ein Arschloch,
Hans
01:00:40
Hhmhm.
Max
01:00:40
sag ich ganz einfach. Da war ein...
Hans
01:00:42
Wahrscheinlich hat er so unsauber gearbeitet, dass er wusste,
Max
01:00:45
der wollte
Hans
01:00:45
er
Max
01:00:45
ein...
Hans
01:00:45
darf dir das nicht
Max
01:00:46
Nee,
Hans
01:00:46
zeigen.
Max
01:00:46
das war auch, das, in meinen Augen wirklich, gab es wirklich keinen schlimmeren, ich würde tatsächlich, würde er den Podcast hören, dann würde ich ihm auch gerne sagen, was für ein Pisser er ist. Ähm, aber im Endeffekt hat er mir dann von all meinen Praxisanleiterstunden, hat da mir alle gestrichen, zwölf Stunden Grundpflege, also von 40 auf zwölf runter, wo ich war, also, was ist jetzt bitte los? Hat dann meine Bewertung, meine Gespräche, hat er durchgestrichen, die Gespräche, nachdem ich
Hans
01:01:14
nee,
Max
01:01:14
gebeten habe. Und hatte meine Bewertung reingeschrieben, keine soziale Kompetenz. Wo ich mir dachte so, du Arschloch, du hast am wenigsten soziale Kompetenz, weil du mit niemandem redest.
Hans
01:01:24
Ja
Max
01:01:25
Mir ist tatsächlich auch paar Mal aufgefallen, dass er tatsächlich alkoholisiert zur Arbeit gekommen ist. Ich weiß auch, dass er Alkoholiker ist und das nicht das erste Mal ist. Und, ähm, da dachte ich mir dann so, das ist, das ist, da...
Hans
01:01:44
Ist jetzt natürlich ein Extrembeispiel, ne?
Max
01:01:47
Natürlich nicht alle sind so
Hans
01:01:48
Aber grundsätzlich, ähm, denke ich schon, dass, ähm, Schüler oftmals eben, ähm, mehr so als, ähm, günstige Aushilfen benutzt werden trotz aller Fortschritte, die es so in den Ausbildungs-, in den Prüfungsverordnungen und sowas gibt und, ähm, es soll, 10% der Zeit soll Praxisanleitung sein und so weiter.
Max
01:02:10
Ja.
Hans
01:02:10
Alles, ähm, schön geregelt und sicherlich auch besser geworden, als das früher war, ne? Also ich hatte zum Beispiel, ähm, mein Krankenhauspraktikum, äh, die Praxisanleiterin, ähm, am ersten Tag habe ich sie gesehen. Da hat, sind wir mit dem Fahrstuhl gefahren, im
Max
01:02:25
Hhmhm.
Hans
01:02:25
Fahrstuhl, als niemand zuhört, hat sie gesagt, "Altenpfleger finde ich scheiße". Und das war alles, was sie mit mir gesprochen hat, ne? Und danach hatte ich nie wieder einen Dienst mit mir gehabt, ne? Und ich habe da irgendwie so rumgemacht und hat mir auch keiner groß was gezeigt, außer, deswegen komme ich da irgendwie, glaube ich, wieder drauf. So ein älterer Mitarbeiter hat mir mal, ähm, wollte mir mal, glaube ich, auch Katheter liegen zeigen und dann, ja, ganz umständlich die Handschuhe, alles richtig gemacht. Und dann klingelt das Telefon oder irgendwie und er geht zur Tür mit den Handschuhen, macht die Tür auf und kommt wieder und macht weiter, ne? Und
Max
01:02:55
Ja,
Hans
01:02:55
ich
Max
01:02:55
okay. Das...
Hans
01:02:55
dachte, hmmm?!
Max
01:02:56
Das ist ein bisschen schlecht. Nee.
Hans
01:02:58
Ja, aber gut, aber gut, er hat sich wenigstens Mühe gegeben, aber das war ein Krankenhauspraktikum, wo ich auch nichts gezeigt bekommen habe und, ähm, äh, also, im Grunde gibt's das aber heute, glaube ich, genauso, ähm, auch wo man, wo man zumindest wenig sieht und letztendlich selber gefordert ist, dass man hinterherläuft, was eben so nicht sein sollte, ne
Max
01:03:16
Nee, auf jeden Fall. Ich hab mir selber aber auch, ähm, das Ziel gesetzt für nach meiner Ausbildung, möchte ich gerne Praxisanleiter
Hans
01:03:24
Hhmhm.
Max
01:03:24
werden, auf jeden Fall. Natürlich. Ja, erst nach einem angemessenen Zeitraum, so von drei, vier, fünf Jahren, auf jeden Fall, wenn ich erstmal gelernt hab zu arbeiten, ähm, möchte ich auf jeden Fall Praxisanleiter werden, weil ich hab in meiner Ausbildung bisher schon, in den Außenansätzen, schon paar schlechte Praxisanleiter gehabt, natürlich hatte ich auch super Praxisanleiter, auf jeden Fall, Gruße gehen raus an das Uniklinikum, ähm, aber ansonsten,...
Hans
01:03:52
Ja.
Max
01:03:52
Ich möchte auf jeden Fall was Gutes für die Pflege tun, auf jeden Fall, ich möchte mich darum kümmern, dass, wenn wir Nachwuchs bekommen, dass er nicht von so alten Kollegen rausgeekelt wird oder rausgemobbt es sind ja nur dumme Schüler, Nein. Zum Beispiel auch der Praxisanleiter der Pisser, der, von dem ich gerade erzählt hab, aus der Außerklinischen, der hat irgendwann mal zu mir gesagt so, Und sowas zahlt, irgendwann mal meine Rente, kann ich mich drauf freuen. Hab ich zudem gesagt, wenn du mir das doch mal richtig zeigen würdest, dann würde sich das doch mal für dich lohnen.
Hans
01:04:23
Ja,
Max
01:04:23
So,
Hans
01:04:24
eben.
Max
01:04:24
wo ist dein Problem, zeig mir das doch einfach, hä? Nein, aber ich möchte auf jeden Fall auch was Gutes für die Schüler tun, für die Zukünftigen, dass ich denen, dass ich irgendwann meinen Schülern irgendwann mal sagen kann so, hey, ihr seid nicht nichts, ihr seid Schüler, ihr seid heranwachsende Pfleger. So,
Hans
01:04:43
Ja.
Max
01:04:43
ihr werdet auf jeden Fall irgendwann mal wirklich gute Pflegekräfte, weil ich werde sie natürlich unterrichten. Aber nein, dass, dass ich den Schülern ein gutes Gefühl vermitteln kann und sie nicht morgens zur Arbeit kommen müssen mit dem Gedanken so, oh, scheiße.
Hans
01:04:58
Ja.
Max
01:04:58
Ich muss arbeiten.
Hans
01:04:59
Ja.
Max
01:05:00
sondern dass sie sich drauf freuen.
Hans
01:05:00
Ich kann das auch nur bestätigen, das ist eine total, ich bin jetzt schon ein bisschen älter, aber ich glaube, dadurch, dass ich im Beruf neugierig, und ein bisschen jünger geblieben bin, sage ich mal, liegt daran, dass ich als Praxisanleiter das gerne mache und dass ich da auch mal Spaß habe und vor allem eben immer von Schülern, von jungen Leuten wieder neuen Input bekomme und neue Sichtweisen. aufgezwungen klingt jetzt nicht gut,
Max
01:05:27
Aufgezwungen
Hans
01:05:27
aber... Nein, also
Max
01:05:30
nahegebracht.
Hans
01:05:30
nahegebracht bekomme, genau. kann ich dich nur bestärken, das ist eine gute Idee, das ist eine Sache, die... Die einem, die mir gut tut und ich kann mir vorstellen, mit dieser Haltung, die du hast, wird dir das auch gut tun.
Max
01:05:43
Ja, ich werde ja auf jeden Fall ein paar gute Schüler ausbilden.
Hans
01:05:45
Damit hast du direkt schon mal eine Frage beantwortet, so weitere Perspektive. Was hast du vor? Also Praxisanleitung.
Max
01:05:50
Ja, das auf jeden Fall.
Hans
01:05:51
Hast du auch so Ideen, irgendwann mal, man könnte mal Wohnbereichsleitung machen. Manche Leute gibt es, die sagen, da kann man auch was gestalten.
Max
01:05:58
Wohnbereichsleitung weiß ich nicht. Also, da bin ich mir ein bisschen unsicher tatsächlich, weil das ist von meinem jetzigen Standpunkt aus zu viel
Hans
01:06:09
Hhmhm.
Max
01:06:09
Verantwortung für mich. Auf jeden Fall, würde ich sagen.
Hans
01:06:12
Naja, man würde ja auch hineinwachsen. Das ist ja
Max
01:06:14
Das
Hans
01:06:14
nicht so, dass du
Max
01:06:14
ist es
Hans
01:06:14
morgen...
Max
01:06:14
ja auch, aber aktuell könnte ich es mir eher weniger vorstellen. Vielleicht ist es in fünf Jahren anders.
Hans
01:06:20
Hhmhm.
Max
01:06:21
Vielleicht bin ich in zehn, 15 Jahren hier sogar Heimleitung,
Hans
01:06:25
Ja.
Max
01:06:25
während du nebenan im Zimmer gepflegt wirst. Könnte ja auch sein.
Hans
01:06:28
Das auf jeden Fall!
Max
01:06:29
Nee, aber auf jeden Fall ein Ziel, wo ich mir sehr sicher bin, ist auf jeden Fall die Praxisanleiterschaft. Wo ich jetzt schon Wege für einleite. Ich mache
Hans
01:06:39
Ja.
Max
01:06:39
von meiner Schule aus, das hört sich jetzt ein bisschen dumm an, ich bin Ausbildungsbotschafter. Und zwar haben wir Termine, an denen wir in Gruppen in eine Mittelschule gehen, in eine Realschule, so
Hans
01:06:51
Ja.
Max
01:06:52
solche Schulen. So von der achten bis zehnten Klasse
Hans
01:06:56
Hhmhm.
Max
01:06:56
und einmal den Pflegeberuf vorstellen.
Hans
01:06:58
Ah ja, cool.
Max
01:07:00
Anwerben - sag ich jetzt mal. Wo ich mir dann auch die Mühe dafür gebe, dass mehr Nachwuchs in die Pflege kommt, weil alle beschweren sich über Personalmangel. Und keiner, ich sag jetzt mal, keiner tut so richtig was dafür. So, man muss ja Leute dazu, man muss ja, das ist, man muss die Leute anwerben, sag ich jetzt mal.
Hans
01:07:20
Ja.
Max
01:07:20
Man muss denen zeigen, okay, dieser Laden hier, der ist sehr attraktiv für euch, sag ich
Hans
01:07:25
Hhmhm.
Max
01:07:25
jetzt mal, man muss es attraktiv für die Mitarbeiter machen, das heißt, eventuell gute Gehälter auf jeden Fall, angemessene Urlaubstage und, was auch wichtig ist, angemessene Personalanzahl, sag ich jetzt mal, weil...
Hans
01:07:40
Es wird immer wieder Engpässe geben,
Max
01:07:42
das ist es auf jeden Fall.
Hans
01:07:42
aber ich finde auch dieses, dass Schüler selbstverständlich als Lückenstopfer, -büßer... genommen werden, hier und da, das ist eine blöde Haltung, weil man so sagt, früher mit uns hat man das ja auch gemacht.
Max
01:07:55
Ja, da denke ich mir...
Hans
01:07:56
Und diese Haltung so. Früher ist schön und gut, da gab es auch andere Vorschriften.
Max
01:08:01
Da denk ich mir auch so, ja, aber du hast nur 600 DM verdient und du kanntest das Wort, Arbeitsrecht nicht, ich schon, deswegen ist das ja mein Vorteil.
Hans
01:08:11
Ja, ne?
Max
01:08:12
Oder auch immer, was, natürlich gibt's dann auch immer so diese ein oder zwei Kollegen, äh, wenn man krank ist, die dann hinterfragen, so warst du wirklich krank?!? weil ich war jetzt tatsächlich die, letze Woche war ich jetzt ein paar Mal krank, äh, aber auch, äh, ich weiß gar nicht mehr, wie ich krank war, tatsächlich.
Hans
01:08:29
Ja.
Max
01:08:29
. Ähm, ich war den einen, ich war einen Tag krank, dann hatte ich einen Tag frei, hab ich zwei Tage gearbeitet, dann wurde ich leider wieder krank, also ich bin noch nicht, es ist nicht immer so, dass ich krank, gesund, krank, gesund, ich bin nicht, ich werde einfach nicht richtig gesund. Also mittlerweile geht's tatsächlich, äh, ich werde jetzt langsam gesünder, ich merke das auf jeden Fall tatsächlich,
Hans
01:08:48
Hhmhm.
Max
01:08:48
ähm, aber das ist dann auch immer so das Nervige, vor allem, wenn man dann von Kollegen angeschrieben wird und dann sagt so, ey, komm mal arbeiten jetzt, ne? wo ich, und ich lieg da zu Hause mit, äh, 39, 8 Fieber, ne, mit einer Wärmflasche, weil mir arschkalt ist, und Durchfall in der Hose und denke mir so, Alter, bitte lass mich in Ruhe, ich will gesund werden, geh mir bitte nicht auf die Nerven, ich hab so schon ein schlechtes Gewissen.
Hans
01:09:10
Geht nicht, geht nicht, aber gerade bei dem Personalmangel und dem oft hohen Krankenstand auch, die Leute, die gesund sind, oder, oder eben, ähm, seltener krank sind, sind natürlich auch immer, es gibt natürlich, , oder was heißt, es gibt nicht natürlich, ähm, man geht immer davon aus, die Leute sind auch wirklich krank, aber manchmal denkt man auch, ah, wie kann denn jemand in dem Alter schon so jung, und so viel krank
Max
01:09:33
ja,
Hans
01:09:33
sein?
Max
01:09:34
das,
Hans
01:09:34
ähm, damit bist jetzt nicht du persönlich gemeint, ich weiß, über deine Krankengeschichte
Max
01:09:37
Nein, nein,
Hans
01:09:37
weiß
Max
01:09:37
nein,
Hans
01:09:37
ich
Max
01:09:37
nein,
Hans
01:09:37
gar nichts, Aber so allgemein wollte ich, äh, manchmal ist man da auch so ein bisschen so, äh, kritisch,
Max
01:09:45
ja,
Hans
01:09:45
zu kritisch vielleicht, man hat nicht kritisch zu sein, die Leute, wer einen Krankenschein hat, hat einen Krankenschein und fertig,
Max
01:09:50
Ich hab, ich hab mich, ich hab mich irgendwann mal in einem Außeneinsatz, äh, nach Hause schicken lassen, weil ich tatsächlich, ich weiß nicht genau, ich hab mich irgendwie verhoben oder so, ja. Ich hatte so schlimme Rückenschmerzen, ich konnte mich, ich konnte nicht sitzen, ich konnte nicht wirklich liegen, ich konnte nicht stehen, Ich hatte wirklich dauerhaft Schmerzen. Und das war dann während des Frühdienstes. Und ich habe gesagt, ich habe dann tatsächlich mit Tränen in den Augen schon gestanden, weil ich nicht mehr konnte. Ich hatte noch nie so Schmerzen. Ich habe gesagt, so ey, habe jetzt gerade mit der PDL gesprochen. Ich gehe jetzt nach Hause. Ich habe so Rückenschmerzen. Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht laufen. Ich kann nicht stehen. Ich kann nicht liegen. Ich kann nicht sitzen. Ich kann gar nichts. Und dann kommt dann so dieser dumme Kommentar. In deinem Alter mit Rücken. Das kann ich mir nicht vorstellen. Willst du einfach nur nach Hause gehen, ne? Nein, ich habe wirklich Schmerzen. Du siehst mich hier doch stehen. Ich
Hans
01:10:36
Ja
Max
01:10:37
kann nicht mehr. Da hat sie auch gesagt, in dem Alter kann ich mir das nicht vorstellen. Als ich damals in der Ausbildung war, bin ich arbeiten gegangen. Boah, da ist mir der Arsch geplatzt.
Hans
01:10:45
Ja.
Max
01:10:45
Das ist so dieses, ja, damals war alles besser. Nein, war es nicht.
Hans
01:10:50
Ja.
Max
01:10:51
Heutzutage sind die Leute einfach viel aufgeklärter. Es gibt viel mehr Aufklärungsarbeit über Arbeitsrecht. Es gibt generell für uns Schüler viel mehr Rechte, die uns vor gewissen Dingen schützen. Zum Beispiel während der Schulzeit arbeiten kommen müssen. Weil das dürfen wir nicht. Wir dürfen nicht in unserem Schulblock hier arbeiten. Deswegen, das, nee.
Hans
01:11:12
Früher war nicht alles besser.
Max
01:11:14
Ja gut, gewisse Dinge waren
Hans
01:11:15
Auch
Max
01:11:16
natürlich
Hans
01:11:16
alles
Max
01:11:16
besser.
Hans
01:11:16
schlechter, aber... aber noch so eine Sache, die mir noch oft so aufstößt, ist sone Mitarbeiter, die einerseits, so wie auch der Kollege, von dem du berichtet hast, berichtet hast. nichts zeigen, aber dann immer rumschimpfen, dass die Schüler alle nichts mehr können, ne. Und gibt's auch immer wieder so, so, gerade gerne auch mal ein bisschen ältere Mitarbeiter, die, wo ich immer denke, nein, mein Gott, dann halt wenigstens den Mund, wenn du schon nichts zeigen willst und
Max
01:11:45
Ja, das...
Hans
01:11:45
damit nichts zu tun haben willst, dann man kann ja sagen, ich hab kein Händchen für pädagogisches oder sonst was, kann ich nicht.
Max
01:11:51
Das
Hans
01:11:51
ich
Max
01:11:51
ist okay, dann
Hans
01:11:52
äh...
Max
01:11:52
sei einfach leise und zeig's einfach
Hans
01:11:52
Gut.
Max
01:11:53
So, damit man's gesehen hat. Oder auch dieses, Pflege beigebracht bekommen, das machst du so, aber nicht in der Schule. Erstmal den Waschappen, erst mal schön durch den Po und dann einmal durchs Gesicht. Jetzt, das ist hier natürlich noch nie passiert, aber das war jetzt einfach mal so ein Extrembeispiel. So, mach das nicht in der Prüfung. So dieses Typische.
Hans
01:12:10
Genau, ja, ja, ja, ja,
Max
01:12:12
Ich
Hans
01:12:12
natürlich.
Max
01:12:12
weiß gar nicht, was hier Handtücher auf den Boden werfen, mach das nicht in der Prüfung. So, also.
Hans
01:12:16
Ja,
Max
01:12:17
Ja, ist so eine Problematik.
Hans
01:12:18
Ja.
Max
01:12:20
Ja,
Hans
01:12:20
Ja, aber du wirst dran arbeiten in der Zukunft, dass
Max
01:12:23
klar.
Hans
01:12:23
alles besser wird, dass das besser wird.
Max
01:12:25
Bei
Hans
01:12:25
diese Sache.
Max
01:12:25
mir ist auf jeden Fall bisher alles auf jeden Fall viel besser als je zuvor.
Hans
01:12:30
Ja.
Max
01:12:30
Deswegen, tatsächlich.
Hans
01:12:35
Das ist gut. Das ist ein sehr schönes, Schlusswort. Und auch ein bisschen, was heißt ein bisschen, ein mutmachendes Schlusswort vielleicht.
Max
01:12:42
Ja, auf jeden Fall für alle, die es hören. Es gibt keinen zu alt, um in die Pflege zu kommen. Auch wenn ihr 78 seid, kommt in die Pflege. Es macht Spaß.
Hans
01:12:50
78, aber ich muss selber sagen, ich bin mit, wann war ich dort, war ich da? 33, glaube ich. Oder war ich sogar schon noch ein bisschen älter. Aber ich habe auch erst andere Sachen
Max
01:12:58
Dann
Hans
01:12:58
gemacht.
Max
01:12:58
bist du auch erst in Später in die Pflege gekommen?
Hans
01:12:59
In die Pflege gekommen.
Max
01:13:00
Früher wollte ich immer Synchronregisseur oder Synchron-Sprecher werden.
Hans
01:13:05
Echt?
Max
01:13:06
Das wollte ich früher mal.
Hans
01:13:07
Aha.
Max
01:13:07
Das war so, da kann ich noch kurz erzählen, das
Hans
01:13:09
Ja.
Max
01:13:09
war so früher so. Als Kind hat man immer so diese Träume, so Feuerwehrmann, Polizist, Arzt, keine Ahnung, Soldat oder so. Ich wollte ganz lange Zeit, da war ich neun, zehn, elf ungefähr, da wollte ich Synchron-Sprecher werden.
Hans
01:13:25
Hhmhm.
Max
01:13:25
Ich hab zu dem Zeitpunkt hab ich Anime geguckt, das sind japanische Cartoon-Sachen jetzt mal. Und dann wollte ich das unbedingt. Und meiner Meinung nach war meine Stimme gut, aber dann kam der Stimmenbruch und dann hört sich das irgendwie nicht mehr so gut an, wenn du da stehst. So Pikachu, Attacke! Das ist natürlich dann nicht so schön.
Hans
01:13:43
Ja. Und die Alternative, dass man Synchronsprecher muss, man ja nicht nur Animes synchronisieren.
Max
01:13:49
Nein, generell auch. Ich hatte tatsächlich einfach auch keine schöne Stimmbfarbe, also meiner Meinung nach. Klar war es manchmal so ein bisschen lustig. Ich habe auch früher so, an meinem PC habe ich dann immer so Sachen nachsynchronisiert und fand das auch cool und es hat auch gut gepasst. Ich habe zu Hause noch irgendwo, glaube ich, eins dieser Videos oder so. Aber
Hans
01:14:15
Aber du hast das auch schon so ein bisschen am PC ein bisschen betrieben, das Ganze so, Synchronsprechen
Max
01:14:20
Ich
Hans
01:14:20
so.
Max
01:14:21
habe das schon mal so ein bisschen gemacht.
Hans
01:14:23
War nicht nur so eine Idee, sondern...
Max
01:14:25
Das war tatsächlich so eine Sache, da wollte ich tatsächlich wirklich hinter sitzen und das wirklich machen.
Hans
01:14:30
Ja.
Max
01:14:31
Aber das war damals auch total schlecht, das war damals, das war so ein PC, den hat meine Oma mir geschenkt, das war so der größte Schrotthaufen überhaupt.
Hans
01:14:39
. Ich glaube, der steht jetzt hier im Büro,
Max
01:14:42
Ja, ich glaube schon, den habe ich hier mal gespendet. Den... da hab ich dann mit einem Mikrofon von meinen Kopfhörern hab ich dann angeschlossen und habe ich das gemacht. Das war... hat sich gut angehört.
Hans
01:14:53
Hhmhm.
Max
01:14:54
War aber tatsächlich echt, das war so ein grottenschlechtes Ding. Also, ich habe diesen PC dann auch nicht lange benutzt,
Hans
01:15:00
Ja,
Max
01:15:00
tatsächlich.
Hans
01:15:00
ja.
Max
01:15:01
Aber, ja.
Hans
01:15:02
Ja, aber finde ich schon gut, wie man manchmal mit so Herzblut, so gerade in jüngeren Jahren so Sachen macht. Und, naja, dann schaut man da hinterher rein und denkt, oh, ja.
Max
01:15:11
Ja, nee, das passt. Also, Ich würde nicht sagen, dass das so ein Ding ist, wo ich jetzt sagen würde, naja, das würde ich nicht machen, weil ich das heute kacke finde. Ich
Hans
01:15:20
Ja.
Max
01:15:20
würde es einfach heute nicht machen, weil es auch einfach jetzt zur heutigen Zeit nicht mehr lohnend ist, auf jeden Fall. Aufgrund von KI. Das ist ja mittlerweile so ein Problem. Und für mich war auf jeden Fall auch wichtig, dass ich einen Beruf finde, wo ich weiß, okay, ich muss mir niemals Sorgen machen. Und jetzt sitze ich hier in der Pflege. Also, ich muss mir nie Sorgen machen, dass ich irgendwie arbeitslos sein werde. Natürlich, wenn ich irgendwie jemanden ins Gesicht schlage und eine Anzeige krieg, dann bin ich auf jeden Fall für immer weg vom Fenster. Aber sollte unsere Pflegedienstleitung heute sagen, so, hör mal, dich kündigen wir jetzt, weil du bist schlecht, dann, okay, alles klar, ich gehe kurz die Straße runter, da ist noch ein Heim, wir sehen uns dann. Und dann hat es sich quasi erledigt.
Hans
01:16:00
Genau. Und meistens trifft man es dann, naja, mindestens genauso gut oder besser, wenn es vorher Stress gegeben hat.
Max
01:16:08
Dann ist es auf jeden Fall erstmal entspannter.
Hans
01:16:10
Ich will dich jetzt nicht fortjagen oder forttreiben, sondern...
Max
01:16:12
Nein, nein, nein. Wir bleiben
Hans
01:16:14
Ja.
Max
01:16:14
schon.
Hans
01:16:14
Es ist auch hier ganz okay.
Max
01:16:16
Auf jeden Fall, Ja, ne?
Hans
01:16:17
Ja.
Max
01:16:18
Ja.
Hans
01:16:18
Ja. Ich bedanke mich vielmals.
Max
01:16:20
Ach, sehr gerne. Danke, dass ich da sein durfte. Hat mich sehr gefreut. Es war schön mal alles, sich von der Seele zu reden. Wir hatten so selten so Leute, wo man so ausgiebig über sich erzählen kann. Weil die Hälfte, die sagen nach zwei Minuten so, komm, halt die Fresse, interessiert mich nicht.
Hans
01:16:35
Haha.
Max
01:16:35
Grüße an meine Freundin. Nein. Ähm. Ne, aber war schön, hier auf jeden Fall. War
Hans
01:16:40
Okay.
Max
01:16:40
schön, hier zu sein. Danke für die Einladung.
Hans
01:16:41
Prima. Okay. Ja. Bis dann.
Max
01:16:44
Ciao, ciao.
Hans
01:16:46
Ja. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Feedback. Wäre in jedem Fall möglich auf ruhrtal.letscast.fm - alles klein geschrieben Und es würde mich natürlich freuen, wenn ihr mal wieder reinhört. Bis dann.