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#76 - polterig

06.03.2026 31 min

Zusammenfassung & Show Notes

Eine Mutter und ihr Sohn berichten über eine Straße; sie erzählt, was sie als Kind dort erlebt hat; er berichtet davon, wie es sich heute dort lebt.


Das Gespräch fand am 23.1.26 um 17 Uhr statt.
 
Rollgeld ist ein Begriff, den ich bisher nicht kannte:
 
 
 
Rückmeldungen sind möglich unter:
 
https://ruhrtal.letscast.fm

Transkript

stephanie
00:00:10
Ruhrtal. Biografische Geschichten aus dem Pflegeheim. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Ruhrtal. Hier könnt ihr Bewohnern und Bewohnerinnen von Pflegeheimen zuhören, die aus ihrem Leben erzählen. Neue Folgen gibt es jeweils am 1. Freitag des Monats.
hans
00:00:35
Hallo auch von mir. Diesmal müsst Ihr Euch vor der eigentlichen Ansage eine kurze Vorbemerkung in eigener Sache anhören. Und zwar ändert sich der Turnus dieses Podcasts. Ruhrtal gibt es fortan nur noch an jedem ersten Freitag des Monats. Grund dafür ist gar nicht einmal so sehr die Zeit; vielmehr gehen mir in dem Heim, wo ich arbeite und bisher meine Gäste gefunden habe die neuen Kandidat*innen aus. Jetzt also die letzte Folge im alten und gleichzeitig die erste im neuen Modus. Ruhrtal, diesmal wieder mit einer Gesprächsrunde. Eine Heimbewohnerin und ihr Sohn sprechen über die Straße, in der sie aufgewachsen ist und in der er heute lebt. Der Name der Straße Kleinharnscheidt. Viel Spaß beim Zuhören.
Hans
00:01:28
Frau Hüsgen
Frau Hüsgen
00:01:29
Ja.
Hans
00:01:30
Wie sah im Kleinharnscheidt, wie sah es da aus, als Sie ein Kind waren?
Frau Hüsgen
00:01:37
Als ich ein Kind war, war ein bisschen polterig. Viel Steine noch und so weiter. Aber wir Kinder, wir haben überall gespielt. Wir haben uns Platz gemacht, und mit Knicker damals noch oder wir Mädchen Seilchen springen. Und das hat trotzdem. Wir haben uns da schon irgendwie ein bisschen Platz gemacht.
Hans
00:02:00
War das aber schon eine Straße oder war das noch so ein Schotterweg?
Frau Hüsgen
00:02:03
Das ist noch keine direkte Straße überhaupt nicht gewesen. Das ist ja jetzt erst ein bisschen. Und ist ja auch keine durchgehende Straße. Geht ja nur unten bis zum Loch, sagen wir immer da, ne!? Ja, mehr kann ich da auch nicht zu sagen. Wir Mädchen, wir haben immer mit Seilchen gesprungen. Da war der Platz. Dann haben wir die Jungs weggeschubst, weil die Fußball spielen wollten.
Hans
00:02:28
Aha.
Frau Hüsgen
00:02:28
Naja, so hat man sich dann durchgewurschtelt.
Hans
00:02:31
Aber es gab auch schon Kinder in der Nachbarschaft, mit denen man spielen
Frau Hüsgen
00:02:34
Ja,
Hans
00:02:35
konnte?
Frau Hüsgen
00:02:36
ja. Knicker war das damals so modern. Da haben wir so ein Loch gemacht da am Platz und dann hier so Knicker. Boah, das sind aber meine und so. Ja, da war die Erika Hess, der Heinz Georg Hess der ältere Bruder dann. Dann Grigoleit. Aber da hatten wir nicht so einen Kontakt mit, die war nicht so in Ordnung. Und Sonja... Ach, die anderen Namen komme ich jetzt nicht drauf... Es waren aber auf jeden Fall einige.
Hans
00:03:03
Ja.
Frau Hüsgen
00:03:03
Und wir sagen immer zum Loch, die Straße so runter.
Hans
00:03:06
Ja.
Frau Hüsgen
00:03:07
Ja. Da waren auch viele. Wolfgang Schmidt, der war bei der Post dann nachher. Und Martha Hund,das war dann so ein bisschen meine Freundin. Das ging da rechts auch so ein bisschen so ins Loch rein. Und die hatte dann noch einen kleineren Bruder. Der war immer ein bisschen eifersüchtig, wenn sie mit mir spielte. Dann wie das dann damals so eben so war so.
Hans
00:03:32
Ja. Aber von der Bebauung, von den Wegen her, grundsätzlich war das so ähnlich wie heute oder
Frau Hüsgen
00:03:39
Ja.
Hans
00:03:39
gab es da weniger
Frau Hüsgen
00:03:40
Ja,
Hans
00:03:40
Häuser?
Frau Hüsgen
00:03:41
Nee! Sagen wir mal, ein bisschen ist gemacht worden, ja.
Hans
00:03:45
Ja.
Frau Hüsgen
00:03:45
Aber im Großen und Ganzen ist es so geblieben so Kleinharnscheidt eben. Und dann ist wohl hinten noch ein langer Weg gemacht worden, wo der Postbote immer so sein Fahrrad hinstellen konnte, ne? Und ja, mehr kann ich dazu auch nicht
Hans
00:04:02
Ja.
Frau Hüsgen
00:04:03
sagen. Ach
Hans
00:04:04
Gibt's ?
Frau Hüsgen
00:04:04
so, doch, etwas noch. Da war ein älterer Herr, der war bei der Stadt Essen beschäftigt und wenn wir spielen wollten oder im Schnee dann mal so ein bisschen, ne? Der hat immer jemanden von der Firma irgendwie geholt und alles geschmolzen so, dass wir gar nicht mehr so mit dem Schnee spielen konnten.
Hans
00:04:26
Das ist ja fies.
Frau Hüsgen
00:04:28
Ne!? ja der war so ein bisschen nicht so nett, sagen wir mal, ne? Haben wir als Kinder empfunden.
Hans
00:04:35
Gab's denn auch Höfe, Gärten, Grünflächen,
Frau Hüsgen
00:04:38
Ja. Wir hatten zum Beispiel einen ziemlich großen Garten, das war das Hobby meiner Mutter. Ne, Mutti war dann immer, da musste ich auch ein bisschen helfen, Unkraut ziehen und das ging dann am Haus so rechts hoch. Weißt du, da wo Paetow da, äh, äh, sein, äh, Haus hatte. Und, äh, ja, mehr weiß ich
Herr Hüsgen
00:04:58
Hühner
Frau Hüsgen
00:04:58
jetzt
Herr Hüsgen
00:04:59
hattet ihr
Frau Hüsgen
00:04:59
auch.
Herr Hüsgen
00:04:59
auch, ne?
Frau Hüsgen
00:04:59
Bitte?
Herr Hüsgen
00:05:00
Hühner.
Frau Hüsgen
00:05:01
Wer?
Herr Hüsgen
00:05:01
Hühner.
Frau Hüsgen
00:05:02
Ach so, ja, das hab ich jetzt ganz vergessen. War ein Hobby meiner Mutter. Wir hatten Hühner. Und die war dann nachher so bekannt und dann hat sie die Eier auch verkauft. Und die waren lecker, sind ja richtig frische Eier gewesen. Waren richtig lecker. Dann riefen sie schon an oder vom Schützenverein, wir waren ja auch im Schützenverein, da war Mutti auch schon mal Königin. Und dann, äh, ach Frau Berken, wir haben gar keine Eier mehr und so,ne ? Ja, ich kann nicht mehr geben, wie die Hühner legen, dann eben halt, ne?
Hans
00:05:33
War denn da insgesamt damals vor allem mehr Landwirtschaft auch so?
Frau Hüsgen
00:05:39
Eeh...
Hans
00:05:39
Oder war das mehr so Hobby wie bei, oder was heißt Hobby,
Frau Hüsgen
00:05:41
Ja
Hans
00:05:42
aber
Frau Hüsgen
00:05:43
hat sich
Hans
00:05:43
eben...
Frau Hüsgen
00:05:44
nicht
Hans
00:05:44
ja
Frau Hüsgen
00:05:45
viel geändert im
Hans
00:05:45
Ja?
Frau Hüsgen
00:05:46
Großen und Ganzen. Wenn sie reinkommen in Kleinharnscheidt, ist ja rechts da der eine Platz, da wohnen ja auch dann Leute, dann geht der Weg ja zu uns dann da rauf und dann wohl noch weiter runter.
Hans
00:05:57
Eine Frage, habe ich, meine Freundin hat erzählt, dass, auch später immer noch mal Rehe über die Straße gelaufen sind Haben Sie sowas auch wahrgenommen?
Frau Hüsgen
00:06:06
Ja, das war damals, ich sage, ein oder zwei Rehe habe ich schon mal gesehen.
Hans
00:06:10
Ja.
Frau Hüsgen
00:06:11
Aber, äh, ich war ja auch nicht immer draußen. Nee, ich durfte auch nicht immer raus und, und, und musste ja auch die Bücher machen. Mein Vater hatte ja die Bahnspedition. Und dann habe ich die Bücher gemacht, aber dadurch habe ich ein bisschen Taschengeld verdient.
Hans
00:06:24
Eine
Frau Hüsgen
00:06:24
Hm.
Hans
00:06:25
kleine Frage zwischendurch wegen dieser Spedition, habe ich mir überlegt.
Frau Hüsgen
00:06:27
Ja.
Hans
00:06:28
Es geht ja doch, es ist eine Sackgasse und es geht auch teilweise bergab.
Frau Hüsgen
00:06:32
Ja.
Hans
00:06:32
Die, die Wagen der Spedition waren wahrscheinlich da nicht im Kleinharnscheidt!? oder? oder doch?
Frau Hüsgen
00:06:38
Eeh, nein, das war unterschiedlich. Wir hatten einen kleineren Wagen, so ein, weiß ich jetzt nicht mehr. Den fuhr meine Mutter, Die hat ja auch im Geschäft mitgeholfen. Und ich durfte manchmal mitfahren, das Taschengeld durfte ich dann behalten. Naja, und mein Vater hatte dann so ein, ach ich weiß nicht, wie die heißen, wo auch die Klappe da hinten.
Herr Hüsgen
00:07:01
Die Ladefläche meinst
Frau Hüsgen
00:07:03
Ja.
Herr Hüsgen
00:07:03
du?
Frau Hüsgen
00:07:04
Ja, ne, das war auch irgendwie zu richten so,
Hans
00:07:08
Ja.
Frau Hüsgen
00:07:09
Ne!? Denn Bahnhof Werden, da wurden ja dann noch, waren ja noch viel Firmen und die wurden dann von uns, Spedition, dann von der Bahn, am Bahnhof abgeholt, in Werden, in Werden dann auch.
Hans
00:07:23
Also es war jetzt nicht so eng, dass man da nicht auch mit solchen Wagen dann,
Frau Hüsgen
00:07:27
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Aber mein Vater hatte ja auch einen großen Wagen, wo die Ladefläche rauf und runter ging. Ne, weil wir ja Behälter, alles was so ankam, musste er ja dann ausliefern. Da waren ja noch viele Firmen dann in Werden, Dr. Müller, Seliger und wie sie alle heißen, ne.
Hans
00:07:48
Beim Kleinharnscheidt überlegte ich mir jetzt allem, gab es damals irgendwelche Einkaufsmöglichkeiten, wo man einkaufen...
Frau Hüsgen
00:07:53
Ja, die gab es ganz gut. Da war der Metzger Schmitz an der Ecke, wo die Kreuzung da ist
Hans
00:08:01
Ja.
Frau Hüsgen
00:08:02
und Schürmann vor allen Dingen,
Hans
00:08:04
Hhm hm.
Frau Hüsgen
00:08:05
direkt wenn man bei Kleinanscheid rauskam, rechts war die Bäckerei Schürmann und eeh da bin ich gerne hingegangen, da kriegte man immer ein Plätzchen noch so nebenbei, ne? Und dann nach links rüber, da war dann der Metzger Schmitz. Ein richtiger Schmitz, wo da geschlachtet wurde, das weiß ich jetzt nicht. Und dann auf der Seite noch rüber, da war Abs, hießen die. Die waren auch so, ja,ein Kaufladen bisschen Kuchen, wie auch immer. Von jedem so ein
Hans
00:08:36
Ja?!?
Frau Hüsgen
00:08:36
bisschen dann.
Hans
00:08:36
Das war sowas wie heute Edeka, Rewe, wo man,
Frau Hüsgen
00:08:38
Ja, so ungefähr.
Hans
00:08:40
dies und
Frau Hüsgen
00:08:40
Ja,
Hans
00:08:40
das kaufen kann,
Frau Hüsgen
00:08:40
ja, so ungefähr. Die haben aber nachher dicht gemacht, weil die, äh, das schafften dann auch nicht mehr so, Weil doch bei uns rüber da ein bisschen mehr los war. Ne, weil der Metzger dann auch da war und so, ne?
Hans
00:08:53
Aber die Vielfalt verwundert schon. Heute gibt's ja noch einen Bäcker und ich wüsste gar nicht, ob es sonst noch was gibt, Ich glaub nicht,
Frau Hüsgen
00:08:59
Ja, wüsste ich auch
Herr Hüsgen
00:09:00
Heute,
Frau Hüsgen
00:09:00
nicht.
Herr Hüsgen
00:09:00
Heute, heute gibt's da nichts
Frau Hüsgen
00:09:01
Ist
Herr Hüsgen
00:09:01
mehr.
Frau Hüsgen
00:09:02
ja auch .
Hans
00:09:02
Gut, man kann ein bisschen weiterfahren, dann kommt ein Rewe, aber
Frau Hüsgen
00:09:05
Ja.
Hans
00:09:05
das ist ja naja, ist schon ein bisschen
Frau Hüsgen
00:09:07
Ja,
Hans
00:09:08
weit.
Frau Hüsgen
00:09:08
ja. Und dann geht's ja dann nachher die Fischlaker Straße da runter nach, äh, zu den Bauern da, die damals ja waren.
Hans
00:09:14
Ja.
Frau Hüsgen
00:09:15
Ja. Maas zum Beispiel.
Hans
00:09:16
Haben Sie auch mal Sachen von den Bauern dann geholt, ähm,
Frau Hüsgen
00:09:20
Nee, das
Hans
00:09:20
oder
Frau Hüsgen
00:09:20
war
Hans
00:09:20
war das?
Frau Hüsgen
00:09:21
damals nicht so üblich. Das war nicht so üblich.
Hans
00:09:23
Ja.
Frau Hüsgen
00:09:23
Schön war, wenn im Winter Schnee war, dann konnten wir da schön rodeln. Da waren zwar die Bauern, die waren manchmal ein bisschen böse, ne? Und dann war der eine Bauer, wie er jetzt hieß , weiß ich nicht, war so nett dann und hat dann so einen Weg gemacht, dass
Hans
00:09:37
Mhm.
Frau Hüsgen
00:09:38
wir rodeln konnten und trotzdem er mit seinem Trecker und
Hans
00:09:41
Ja.
Frau Hüsgen
00:09:41
was auch immer da fahren konnte, ne?
Hans
00:09:43
Hhm hm.
Frau Hüsgen
00:09:43
Das war... da hatten wir Spaß. Ja.
Hans
00:09:45
Eine Frage habe ich noch so von den Entfernungen her. Schule... die Schule war ja recht nah.
Frau Hüsgen
00:09:51
Ja, die war nah. Volksschule.
Hans
00:09:53
Ja,
Frau Hüsgen
00:09:54
Ne? Die war, äh, Bernhardstraße da hoch.
Hans
00:09:56
Hhm hm.
Frau Hüsgen
00:09:57
Ne, war die Volksschule. Ja, und dann, ich bin ja noch nachher zur, nach Bredeney, weiß was ich, wie hieß die Schule jetzt, so eine höhere, höhere Schule, sag ich jetzt mal. Und, äh, äh, weil ich dann so Richtung Abitur dann so ein bisschen so
Hans
00:10:14
Ja.
Frau Hüsgen
00:10:14
machen wollte, ne? Hat auch ganz gut geklappt. Man musste natürlich fleißig lernen, das ist klar, ne?
Hans
00:10:19
Ja.
Frau Hüsgen
00:10:20
Und dann noch zu Hause helfen, also ich oft... Und dann habe ich Taschengeld von meinem Vater gekriegt. Jeden Tag einen Groschen. Aber ich musste ihn dran erinnern. Ne? Mutti machte schon mal so. Und ja, und dann, ach, ich sag, Vati, ich krieg noch meinen Groschen. ja, und das war damals viel Geld, wenn man da überlegt. Und, aber dann 70 Pfennig dann eben in der Woche, ne? Und ich hab ordentlich gespart. Und dann habe ich auch gerne nicht so ausgegeben, ich habe das auch gerne verschenkt meiner Mutti noch wieder eine Freude gemacht und Geburtstage, wie das dann so war
Hans
00:10:55
Mhm. Mhm.
Frau Hüsgen
00:10:57
Vati, ich krieg noch mal meinen Groschen. Hat sie doch wieder dran gedacht
Hans
00:11:01
Und dadurch wollte er sie so ein bisschen
Frau Hüsgen
00:11:04
Ja, ja.
Hans
00:11:05
diese Routine reinbringen?
Frau Hüsgen
00:11:07
Ja, und ich habe ja auch nachher die Bücher gemacht. Da kamen ja dann die Frachtgüter von Rüger und Carls, wie die ganzen Firmen hießen, in Werden dann an. Und da hatten wir dann auch einen Aushilfsfahrer eingestellt. Und dann hatten wir diesen Hubwagen, wo und ganz normale. Da hatte Mutti dann einen kleinen Transporter. Und da bin ich öfter mitgefahren. Dann gab es da ein Expresspaket und da. Und dann Groschen war damals viel Geld
Hans
00:11:39
Ja, aber dass Sie das einfordern, dann hört sich ja so ein bisschen so an wie die Übung: Später haben Sie dann die Mahnungen geschrieben und schreiben müssen.
Frau Hüsgen
00:11:47
Eeh ja.
Hans
00:11:47
Und da hat der Vater Sie dran hingeführt, ist jetzt
Frau Hüsgen
00:11:51
Ja,
Hans
00:11:51
über.
Frau Hüsgen
00:11:52
ich hab' die Buchhaltung gemacht, so alles, ne, so und so, die und die, und manchmal haben die dann, äh, da war, äh, eine Firma, ich komm' jetzt nicht auf den Namen, aber da an der Hauptstraße, die haben oft vergessen.
Hans
00:12:04
Mhm hm.
Frau Hüsgen
00:12:05
zu
Hans
00:12:05
ja,
Frau Hüsgen
00:12:05
zahlen. ne, da musste man doch ne Wohnung, äh, ne Mahnung schreiben, oder Mutti ist dann da hingefahren, Hören Sie mal, so und so, denn wir mussten das Geld ja auch am Bahnhof abgeben, viel Geld,
Hans
00:12:18
Hhm hm.
Frau Hüsgen
00:12:18
Ne!wir? hatten ja nur das Rollgeld, nannte das, hatten wir ja da nur über,
Hans
00:12:24
Eine Frage fällt mir jetzt noch so zu den Wegen ein, Sie sagten die Schule in Bredeney, war da irgendwo in der Nähe auch ne Bushaltestelle, oder musste man dann auch noch viel laufen, bis man nach, Bredeney
Frau Hüsgen
00:12:34
Äh,
Hans
00:12:34
gekommen ist?
Frau Hüsgen
00:12:35
da bin ich ein bisschen überfragt, aber nach Bredeney meine ich da fuhr damals schon ein Bus. Natürlich nicht so viel wie heute. Auch nach Schuir hinten rüber, ne, da fährt ja jetzt fuhr, damals dann auch. Doch, ich glaube nur einmal in der Woche und ein Wagen, ein Kleinbus da rüber, wenn die Frauen einkaufen waren,dass sie dann da wieder zurück.
Hans
00:12:54
Musste man dann so zur Heidhauser Straße hin, oder? Wahrscheinlich so wie
Frau Hüsgen
00:12:58
Äh,
Hans
00:12:59
heute, ne?
Frau Hüsgen
00:12:59
ne, das war dann, äh, äh, nicht Wesselswerth, wie heißt das, die Straße da noch?
Herr Hüsgen
00:13:04
Wintgenstraße.
Hans
00:13:06
Aber es waren jetzt keine Wege, wo man sagte, um Gottes Willen, jetzt muss ich da hinlaufen.
Frau Hüsgen
00:13:10
Nein, nein, das war, das war zu der Zeit doch schon
Hans
00:13:15
Ja.
Frau Hüsgen
00:13:15
in Ordnung, sage ich jetzt mal.
Hans
00:13:16
Also war man im Kleinharnscheidt nicht ab von der Welt
Frau Hüsgen
00:13:20
Nein,
Hans
00:13:20
Ja.
Frau Hüsgen
00:13:20
nein. Im Gegenteil, das war ziemlich groß. Dann nachher, da wurde unten dann auch, das ging dann ganz schön weit runter. Also auf dem Schlitten lohnte sich das
Hans
00:13:29
Ja,
Frau Hüsgen
00:13:29
schon. ja.
Hans
00:13:30
ja,
Frau Hüsgen
00:13:30
Ja,
Hans
00:13:31
Also wenn man,
Frau Hüsgen
00:13:32
ja.
Hans
00:13:32
ich gehe jetzt nur immer vorbei und schaue in den Kleinharnscheidt hinein.
Frau Hüsgen
00:13:35
Hhm hm.
Hans
00:13:36
Aber das sieht da irgendwie so aus, als wenn da die Welt vielleicht nicht enden, aber als wenn es da irgendwo,hört die Straße auf, wenn man da so guckt von der Fischlaker und man denkt: Hhm!?
Frau Hüsgen
00:13:45
Ja, so doll ist es nicht mehr.
Hans
00:13:47
Nein, das ist spannend
Frau Hüsgen
00:13:48
Aber wenn Sie jetzt da reinkommen, da ist ja der Platz, sage ich immer, rechts. Da wohnen ja noch Leute.
Hans
00:13:55
Ja, ja
Frau Hüsgen
00:13:56
Da sind richtige Familienhäuser Das ist so alles Gewohnheit, wenn man dann da ist, ne. Guckt man jetzt nicht so genau, ne. Ja, aber Häuser stehen da. Hier Knecht haben da gewohnt. Er war bei der Post, da kann ich mich auch noch dran erinnern. Herr Hess war auch, war auch, da war irgendwie in einer Fabrik oder so,
Hans
00:14:16
Gab es denn irgendwelche besonderen Ereignisse,die mit der Straße zusammenhängen, wo Sie sich heute noch so dran erinnern?Also ...
Frau Hüsgen
00:14:24
Ääh, och, eigentlich nicht. Das war so
Hans
00:14:27
Sie
Frau Hüsgen
00:14:27
normal.
Hans
00:14:28
haben da gewohnt und es ist alles so seinen...
Frau Hüsgen
00:14:29
haben da gewohnt, ne. Wir hatten wohl Spaß, wenn im Winter schneit. Das war mit dem Rodeln, da hatten wir oft Ärger, weil unten der ältere Herr, der war bei der Stadt, dann hat er die Stadt angerufen, dann haben die alles gestreut, geschmolzen, da konnten wir nicht mehr rodeln.
Hans
00:14:46
Ja.
Frau Hüsgen
00:14:46
Dann waren wir wieder ein bisschen saurer, aber was will man machen, ne. Hm.
Hans
00:14:49
Ja, ich glaube, heutzutage sind die in solchen Seitenstraßen nicht so freudig mit dem Streuen und mit dem Räumen. Also ich habe gesehen, jetzt neulich, als mal Schnee lag, da standen alle Mülltonnen oben. Die muss man dann da hochbringen?
Herr Hüsgen
00:15:01
Ja,
Hans
00:15:01
Ja?
Herr Hüsgen
00:15:02
ja, ja, also heute wird im Winter, wenn es geschneit hat, im Kleinharnscheidt von der Stadt gar nichts gemacht. Also da sind die Anwohner gefordert,
Hans
00:15:11
Hhm hm.
Herr Hüsgen
00:15:11
Es ist eine reine Wohnstraße, eine Sackgasse auch, keine Durchgangsstraße also. Da sind die Anwohner aus der Nachbarschaft gefordert, zu Schaufel und Besen zu greifen, die Mülltonnen, die normalerweise am Haus abgeholt werden,nach oben zur Ecke Fischlakerstraße zu stellen. In der Hoffnung, dass sie wenigstens dort geleert werden. Und es ist auch wirklich, der Kleinharnscheidt, im unteren Bereich ganz schön steil. Sie sagten ja gerade, wenn man da reinschaut, man
Hans
00:15:41
Hhm hm
Herr Hüsgen
00:15:41
kann ja auch ein Stück weit schauen. Aber so nach 50,60 Metern wird es wirklich auch recht steil, abschüssig. Und da möchte man bei Eis und Schnee auch nicht unbedingt mit dem Auto langfahren
Hans
00:15:54
Ja.
Frau Hüsgen
00:15:55
Ja. Auch viele Leute wohnten ja auch da, wenn du überlegst. Mehr als heute. Ne, guck mal, der Hof, der Kimmeskamp und so weiter. Dann wir, dann hinten Paetow. Dann ja weiter runter Hund. Und der bei der Post war der eine junge Mann, das ging ja da links rein, bis hinten durch sogar. Ne, der war bei der Post, der hat uns ja schon mal ausgeholfen, wenn irgendwas mit dem Auto kaputt war und so weiter, dass er dann da geholfen hat.
Hans
00:16:25
Vielleicht kommt der Eindruck auch ein bisschen her, früher kannte man die Leute besser und heute wohnen wahrscheinlich viele Leute, die man gar nicht so kennt. Könnte das sein?
Herr Hüsgen
00:16:34
Also meine Frau und ich, wir wohnen jetzt auch schon seit über 30 Jahren im Kleinharnscheidt in dem Elternhaus meiner Mutter Ja. Also... Also ich weiß ja nicht, wie es zur Kindheit meiner Mutter war, aber ich glaube schon, dass heute mehr Menschen in der Straße leben. Aber gerade auch in den letzten 30 Jahren ist eine Menge gebaut worden, neu gebaut worden, größer gebaut
Frau Hüsgen
00:16:58
Hhm hm. Und
Herr Hüsgen
00:16:59
gebaut worden und das bringt natürlich dann auch mehr Menschen in die Straße.
Hans
00:17:01
Ja, wurden Sie in dem Haus, im Kleinharnscheidt, also in dem Elternhaus geboren oder sind Sie da immer mal groß, also in der Kindheit mal groß geworden?
Herr Hüsgen
00:17:10
Also geboren bin ich dort nicht.
Hans
00:17:12
Ja.
Herr Hüsgen
00:17:12
Geboren wurde ich in Werden im Krankenhaus
Hans
00:17:15
Ja.
Herr Hüsgen
00:17:15
tatsächlich. Aber als ich Kind war, kleines Kind war,habe ich sehr viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht. Gefühlt
Hans
00:17:25
Hhm hm.
Herr Hüsgen
00:17:26
meine halbe Kindheit habe ich dort verbracht. Ich fand es immer toll bei Oma und Opa. Wir hatten einen großen Garten, da konnte ich draußen spielen mit meinen Eltern. Wir wohnten in einem Mehrfamilienhaus. Dort gab es halt eben nicht die Möglichkeit, draußen zu spielen. Ich konnte dort Fahrrad fahren, Go-Kart fahren. Meine Großeltern hatten noch einen großen Hund. Das fand ich als Kind immer ganz toll.
Frau Hüsgen
00:17:51
So einen
Herr Hüsgen
00:17:51
Ich
Frau Hüsgen
00:17:51
Collie
Herr Hüsgen
00:17:51
hab einen großen Teil meiner Kindheit dort verbracht an den Wochenenden oder unter der Woche nach der Nachmittags. Später hat, meine Oma ist früh gestorben. Dann hatte später meine Mutter sich auch um ihren Vater haushaltsmäßig gekümmert, sodass ich dann auch als Schulkind, später als Teenager, häufig nach der Schule dann halt eben auch dort war, um dort dann auch zu essen und den Opa zu besuchen.
Hans
00:18:20
Haben Sie die Wohnung, so ganz scheint mir das nicht hinzukommen, wenn Sie 30 Jahre, wohnen Sie da? Nicht direkt übernommen, sondern da gab es noch...
Herr Hüsgen
00:18:28
Ja also
Frau Hüsgen
00:18:28
Ja,
Herr Hüsgen
00:18:28
als ich... ja, doch, doch. Als mein... mein Opa ist Mitte der 90er Jahre, 1994 verstorben.
Frau Hüsgen
00:18:34
ja.
Herr Hüsgen
00:18:34
Und dann haben wir das Haus renoviert erstmal. Es war doch einiges zu machen. Und ein Jahr später sind meine Frau und ich dann bereits dort eingezogen. Und seitdem... in den letzten 30 Jahren auch immer nochmal wieder renoviert, umgebaut, angebaut. aber ich sag mal so, in Grundzügen ist das Haus so noch wie
Hans
00:18:57
Hhm hm.
Herr Hüsgen
00:18:57
von den Großeltern.
Hans
00:18:58
Damit sprechen Sie schon an. Die nächste Frage würde dann in meinem Katalog lauten, was ist so gleich geblieben und was hat sich am meisten verändert? In der Straße oder auch am Haus
Herr Hüsgen
00:19:09
In der Straße, wie gesagt, es ist im Laufe der Zeit immer mal wieder neu gebaut worden. Das ist ein Trend, den man eigentlich in ganz Fischlaken beobachten kann. Ältere, nach heutigen Maßstäben kleinere Einfamilienhäuser werden abgerissen und auf dem Grundstück wird dann neu gebaut, ein größeres Haus oder eben auch Mehrfamilienhäuser. Das ist teilweise im Kleinharnscheidt auch passiert. Gerade auch in den letzten 4, 5 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft. das hat sich verändert. Es hat sich auch durchaus, dadurch auch durchaus so die, die Altersstruktur etwas verändert.
Hans
00:19:44
Hhm hm.
Herr Hüsgen
00:19:45
Als, als meine Frau und ich dort einzogen, äh, 1995 mit Anfang 20, gehörten wir mehr oder weniger zu den Jüngeren in der
Hans
00:19:55
Hhmm.
Herr Hüsgen
00:19:56
Straße, was dazu führte, dass wir auch damals sehr, sehr wenig Kontakt in der Straße hatten. Mittlerweile gehören wir, ich will nicht sagen zu den Älteren, aber es sind im Laufe der Zeit schon noch auch mehr Familien in unserem Alter, dort eingezogen, teilweise mittlerweile auch Jüngere, so hat sich da durchaus auch so ein bisschen die, die Altersstruktur, sag ich mal, oder der Altersdurchschnitt etwas, etwas gewandelt. mehr Familien mit, mit kleinen Kindern oder wo die Kinder dann auch im Laufe der Zeit dazukamen. Also das, dahingehend hat sich das schon ein bisschen gewandelt,
Hans
00:20:36
Ja.
Herr Hüsgen
00:20:36
ja.
Hans
00:20:37
Und...
Herr Hüsgen
00:20:37
Schön eigentlich, dass es so ist.
Hans
00:20:39
Ja. Die Menschen, die einmal so hingezogen sind, die bleiben dann auch da, ähm, also gibt's viele auch dann Alteingesessene wie sie ja jetzt letztendlich, oder ist das mehr Fluktuation?
Herr Hüsgen
00:20:49
Boah, es ist eine gewisse Fluktuation
Hans
00:20:50
Ja.
Herr Hüsgen
00:20:51
ist schon da.
Hans
00:20:51
Hhmhm.
Herr Hüsgen
00:20:52
Ja. Doch, doch, doch, schon.
Hans
00:20:53
Aha.
Herr Hüsgen
00:20:54
So
Frau Hüsgen
00:20:55
Leuenberger
Herr Hüsgen
00:20:55
ein paar alteingesessene Familien gibt es nach wie vor.
Hans
00:20:58
Mhm.
Herr Hüsgen
00:20:59
Und, äh, ich denke da so an ein, zwei Familien, da ist es tatsächlich sehr ähnlich wie bei uns, äh, wo dann die Kinder oder auch die Enkelkinder, äh, in den Häusern der Eltern oder Großeltern eingezogen sind und dort jetzt auch mit ihren Familien leben. Ähnlich wie, ganz ähnlich wie bei uns
Hans
00:21:17
Ja.
Herr Hüsgen
00:21:17
auch.
Hans
00:21:18
Kann man denn sagen, früher gab es mehr Gemeinschaft oder ist heute vielleicht mehr Feste, mehr Nachbarschaft
Herr Hüsgen
00:21:24
Ob es mehr oder weniger ist, kann ich gar nicht so beurteilen, aber die Gemeinschaft, da gibt es tatsächlich eine sehr schöne Tradition. Es gibt jedes Jahr im kleinen Hanscheid ein Nachbarschaftsfest oder ein Straßenfest, wie es
Frau Hüsgen
00:21:40
Ja,
Herr Hüsgen
00:21:40
heißt.
Frau Hüsgen
00:21:41
das hat sich
Herr Hüsgen
00:21:41
Ja,
Frau Hüsgen
00:21:41
durchgesetzt.
Herr Hüsgen
00:21:42
das,
Frau Hüsgen
00:21:42
Das
Herr Hüsgen
00:21:42
das, das gab es schon, äh, als meine Frau und ich dort hinzogen.
Hans
00:21:47
Mhm.
Herr Hüsgen
00:21:49
Wir waren viele Jahre lang nicht dabei, weil, wie ich es gerade schon sagte,
Hans
00:21:54
Hhmhm.
Herr Hüsgen
00:21:54
wir kaum, damals kaum Kontakt zur Nachbarschaft hatten. Mittlerweile sind wir aber auch regelmäßig, äh, mit, mit dabei und das ist eine Tradition. Ich weiß nicht, wie lange, aber das, das muss es schon seit mehr als 30, 35 Jahren geben, dass es
Hans
00:22:10
Ja.
Herr Hüsgen
00:22:11
immer wieder, da gibt es einen harten Kern in der, in der, in der Nachbarschaft, ähm, der das organisiert. Da gibt es auch mittlerweile eine Nachbarschaftskasse, ja, aus, äh, der, in die eingezahlt wird und aus der das dann, äh, sich finanziert, dieses Straßenfest. Und, äh, das ist, das ist immer eine, das, ist eine, sehr schöne Sache und eine sehr schöne Tradition.
Hans
00:22:31
Ja, ja.
Herr Hüsgen
00:22:32
Stärkt natürlich auch irgendwo die Nachbarschaft, das Gemeinschaftsgefühl. Und da merkt man auch in den Jahren, die meine Frau und ich jetzt schon dabei sind, dass sich das irgendwo auch so ein bisschen wandelt, dass jüngere Familien hinzuziehen, dass dann irgendwann die Kinder mit dazukommen. Und man beobachtet tatsächlich auch die Kinder, die irgendwann mal das erste Mal mit dabei waren, dass die mittlerweile in dem Alter sind, dass die schon wieder nicht mehr dabei sind.
Hans
00:23:00
Ja. Eine, so historische Frage, der ich nachgegangen bin, wo ich aber keine Antwort gefunden habe, vielleicht wissen Sie da zufällig, oder hat man irgendwie darüber gesprochen, der Name Kleinharnscheidt, wo der herkommt?
Herr Hüsgen
00:23:11
Das weiß ich nicht.
Frau Hüsgen
00:23:12
Nee, das weiß ich auch nicht.
Herr Hüsgen
00:23:14
Das kann ich auch nicht sagen. soweit ich das weiß, sind meine Großeltern in der Nachkriegszeit oder unmittelbar nach dem Krieg dort hingezogen. vorher war die Familie meiner, meiner, Mutter dort auch nicht vertreten. Ja, Und ob es da jetzt noch Familien gibt aus der Zeit, sagen wir mal, vor dem Krieg? Das weiß ich nicht.
Frau Hüsgen
00:23:34
Ja, glaube ich
Herr Hüsgen
00:23:35
Das,
Frau Hüsgen
00:23:35
auch, nicht.
Herr Hüsgen
00:23:36
das glaube ich weniger. Das ist ja nun doch auch lange her.
Frau Hüsgen
00:23:38
Meine ich, so die hier, wie die Frau Hess, ne, das ist ja auch schon, ne, äh, äh.
Herr Hüsgen
00:23:44
Sie ist ja auch eigentlich zugezogen,
Frau Hüsgen
00:23:47
Zugezogen,
Herr Hüsgen
00:23:48
Sie
Frau Hüsgen
00:23:48
genau,
Herr Hüsgen
00:23:48
stammt ja ganz ursprünglich
Frau Hüsgen
00:23:48
ja, ja, ja,
Herr Hüsgen
00:23:50
aus der Eifel,
Frau Hüsgen
00:23:50
ja, ja.
Herr Hüsgen
00:23:51
Hat dann in den
Frau Hüsgen
00:23:52
Aber
Herr Hüsgen
00:23:52
in den Kleinharnscheidt
Frau Hüsgen
00:23:52
der Name Hess
Herr Hüsgen
00:23:52
hingeheiratet.
Frau Hüsgen
00:23:53
ist ja auch geblieben,
Herr Hüsgen
00:23:54
sozusagen, ja.
Frau Hüsgen
00:23:54
ja.
Hans
00:23:55
Ja.
Frau Hüsgen
00:23:56
Hess, Grigoleit, das waren, glaube ich, Grigoleit um der Ecke,das Haus, ne? Weißt du, auch nicht mehr so genau, ne? Grigoleit, Hess, Hund, weiter unten. Och, die anderen weiß ich jetzt gar nicht. Naja
Hans
00:24:14
Wenn Sie Werbung machen müssten, warum ist der Kleinharnscheidt ein besonderer Ort?
Herr Hüsgen
00:24:21
Also für mich persönlich natürlich durch die Verbindung meiner Großeltern,da ist klar, aber wenn ich dafür Werbung machen sollte, warum es sich dort gut leben lässt, es ist sehr ruhig. Es ist im Grünen, man ist innerhalb weniger Minuten am Baldeneysee oder auf den Feldern am Hohen Kreuz. Man hat eine relativ gute Anbindung aber auch, an an, nach Fischlaken, nach Heidhausen an diese Kreuzung am Schwarzen, Einkehrmöglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Sie sagten es schon, der Rewe-Supermarkt ist schon ein bisschen entfernt. Fußläufig der Bus ist erreichbar, also der ÖPNV, man kommt nach Werden, man kommt, wenn die S-Bahn denn fährt, auch in die Innenstadt nach Essen. Also es ist, wie ich finde, wie meine Frau und ich finden, eine schöne Mischung, ruhig, eine ruhige Wohnlage, aber nicht ganz am ADW. Das finden wir persönlich ganz schön. Schule, Grundschule ist in der Nähe, ganz in der Nähe für Familien mit kleinen Kindern. Weiterführende Schulen in Werden sind ja nun auch nicht weit weg. Also das macht es dort, durchaus lebenswert. vielleicht das erwähnte Nachbarschaftsfest, das alljährliche, durchaus auch eine gewisse Gemeinschaft,
Hans
00:25:42
ja.
Herr Hüsgen
00:25:42
eine nachbarschaftliche Gemeinschaft, ein Zusammenhalt.
Frau Hüsgen
00:25:47
Ja.
Herr Hüsgen
00:25:47
Ich weiß nicht wenn man das mag, das mag es sicherlich auch woanders geben.
Hans
00:25:50
Ähm, eine Frage, so vom, vom Beginn, die mir jetzt gerade nochmal eingefallen ist, kurzer Schulweg, sagten Sie.Trotzdem kann's ja auch dann so ein bisschen, äh, kann ich mir vorstellen, wenn die Schule quasi in Sichtweite ist, dass es irgendwelche Abkürzungen gab. Gab's die, dass man irgendwo so über die Hecke und dann zur Schule kam.
Frau Hüsgen
00:26:09
Ja, ja, das ging, ja, Kleinharnscheidt raus dann, ne, ist man ja dann auf der Straße, dann kommt ja gegenüber die Knappenstiege,
Hans
00:26:16
Ja.
Frau Hüsgen
00:26:17
ne, geht ja auch weiter, da konnte man dann auch noch rüber gehen, Knappenstiege. Doch, man, kam, kam überall so gut hin. Selbst wir Mädels mit Rollschuhen, ne, sie haben wir dann auf der Straße, dann waren die Jungs wieder ein bisschen sauer, ne, was wir wieder, ach, die Mädchen, die fahren da wieder Rollschuh, und wir können nicht mit, weiß ich, was die spielen wollten, weiß ich jetzt auch nicht mehr so genau, ne.
Hans
00:26:42
Aber da fällt mir jetzt noch eine Frage spontan ein, einerseits die steile Straße, andererseits Rollschuhe oder Go-Kart nannten sie, gab's da auch Wagemutige, die dann die steilen Straßen heruntergefahren sind?
Frau Hüsgen
00:26:55
Kleinharnscheidt runter? Ja. Auch im Winter mit dem Schlitten. Ne, ah, was haben wir immer gerufen, Arlon, Arlon, ne, zack, zack!
Hans
00:27:05
Aber sie haben schon ihre Lücken gefunden, wo sie
Frau Hüsgen
00:27:07
Ja, ja
Hans
00:27:08
das nutzen konnten.
Frau Hüsgen
00:27:08
ja, ja, wir haben da, vor allen Dingen die Jungs das kriegen wir schon hin, und so waren die dann dran.
Herr Hüsgen
00:27:14
Also ich als Kind, wenn ich da mit Fahrrad oder Go-Kart
Frau Hüsgen
00:27:18
Ja.
Herr Hüsgen
00:27:18
gefahren bin, ich hatte das Glück, ich war dann ja bei meinen Großeltern, und meine Großeltern hatten auf dem eigenen Grundstück einen kleinen Garagenhof. Und haben wir auch heute immer noch auf dem Grundstück. Und das war dann für mich eher so die Fläche, wo ich dann zum Beispiel mit dem Go-Kart
Hans
00:27:39
Ja.
Herr Hüsgen
00:27:39
gefahren bin. Fahrrad auch, als ich noch ganz, so die ersten Male Fahrrad fahren, später dann bin ich dann eher oben auf der Fischlakerstraße mit dem Fahrrad gefahren. Und was die Steigung oder das Gefälle angeht, mit dem Fahrrad schön, ja, aber es war dann doch auch immer sehr, sehr beschwerlich, die Steigung wieder hoch
Hans
00:28:02
Ja.
Herr Hüsgen
00:28:02
zu strampeln. mit dem Go-Kart habe ich mich das nicht getraut. Also da war die Steigung doch tatsächlich zu stark.
Frau Hüsgen
00:28:09
Ja.
Herr Hüsgen
00:28:10
Hab ich auch meinen Kindern, als sie klein waren, als sie anfingen Fahrrad zu fahren oder Laufrad zu fahren, habe ich ihnen immer wieder eingebläut, bis hierhin. Und dann aber nicht weiter, das ist zu gefährlich. Und sie haben sich auch Gott sei Dank dran gehalten.
Hans
00:28:23
Ja.
Herr Hüsgen
00:28:25
Wenn es Sie interessiert, gehen Sie mal rein, was die Steigung angeht, gucken Sie sich
Hans
00:28:28
Das
Herr Hüsgen
00:28:28
das mal an.
Hans
00:28:29
werde ich auf jeden Fall machen, ja.
Herr Hüsgen
00:28:29
Gucken Sie sich
Hans
00:28:30
Ja.
Herr Hüsgen
00:28:30
das mal an.
Hans
00:28:30
Ja. Und ich gehe dann oft vorbei und deswegen...
Herr Hüsgen
00:28:33
Gehen Sie mal ein bisschen rein, dann werden Sie sehen, was ich meine, ja.
Frau Hüsgen
00:28:37
Wenn man überlegt, die kleine Ecke jetzt da von uns, da wenn du Kleinharnscheidt, da hochkommst und dann bis Bäcker, eeh, eeh, da waren zwei Bäcker, ein Metzger und Schürmann hatte auch alles Mögliche.
Herr Hüsgen
00:28:55
Das kenne ich auch, Schürmann ist mir auch noch ein Begriff.
Frau Hüsgen
00:28:58
Ja.
Herr Hüsgen
00:28:58
Heute würde man sagen, so ein Tante-Emma-Laden.
Frau Hüsgen
00:29:00
Ja, so ungefähr.
Herr Hüsgen
00:29:01
Da bin
Frau Hüsgen
00:29:02
Aber
Herr Hüsgen
00:29:02
ich dann
Frau Hüsgen
00:29:03
da kriegtst du alles.
Herr Hüsgen
00:29:03
als Kind zum Einkaufen geschickt worden. Immer zu
Hans
00:29:06
Das
Herr Hüsgen
00:29:06
diesem Laden Schürmann, wenn man aus dem Kleinharnscheidt rauskommt, rechts, da steht
Frau Hüsgen
00:29:10
Hhmhm.
Herr Hüsgen
00:29:10
jetzt ein Neubau. Und dann gab es... den Bäcker, wo ja auch heute noch der Bäcker ist und schräg gegenüber war der Metzger, das war damals...
Frau Hüsgen
00:29:19
Schmitz.
Herr Hüsgen
00:29:20
Zu meiner Kindheit hieß der Ening, Metzgerei Ening.
Frau Hüsgen
00:29:23
Ening , ja. Hast,
Herr Hüsgen
00:29:24
In dem
Frau Hüsgen
00:29:25
recht.
Herr Hüsgen
00:29:25
Ladenlokal schräg gegenüber von dem Bäcker.
Frau Hüsgen
00:29:26
Ja, ja, Ening.
Herr Hüsgen
00:29:28
Und eeh. Also das sind Namen, die sind mir auch noch ein Begriff als Kind, wenn ich dann... Äh, vom, vom Opa oder auch von meiner Mutter dann zum Einkaufen geschickt wurde
Hans
00:29:38
Ja.
Frau Hüsgen
00:29:39
Was jetzt hier noch? Ening, der Metzger, da bin ich dann immer hier, äh, gerne hingegangen, da gab's dann immer 'ne schebe Fleischwurst. so 'n Stück so, nicht 'ne dünne Scheibe, sondern, äh, ich sag' Mutti so und so, ja, ich weiß, hol' 'n halbes Pfund... so Fleischwurst oder
Hans
00:29:57
Hhm.
Frau Hüsgen
00:29:58
irgendwie sowas, ne, was sie auch brauchte, noch Gehacktes.
Hans
00:30:00
Genau.
Frau Hüsgen
00:30:00
Gab' viel Frikadellen, ne, und ich bin dann gerne gegangen, weil es dann immer noch zusätzlich 'n Stück Fleischwurst gab.
Herr Hüsgen
00:30:10
Das ist so ne Anekdote, das geht mir gerade durch den Kopf. Das hab' ich tatsächlich auch erlebt, wenn ich dort als kleines Kind war, äh, dann hab' ich da auch immer 'n Stück Fleischwurst bekommen. Ich mochte aber gar keine Fleischwurst damals als Kind. Und da lebte meine Oma noch,
Frau Hüsgen
00:30:23
Ah?
Herr Hüsgen
00:30:23
ja, und die hat das irgendwie mitbekommen, dass ich gesagt habe, nein, will ich nicht, mag ich nicht, und meine Oma hat dann zu mir gesagt, ich soll die Fleischwurst trotzdem annehmen, die könnte ich dann ja zu Hause dem Hund geben. Was ich dann natürlich auch gemacht hab' und seitdem war der Hund mein bester Freund, weil er genau wußte ich bringe ihm immer 'n Stück Fleischwurst mit.
Frau Hüsgen
00:30:38
Ja, stimmt. Jetzt erinnere ich mich da auch dran, ja.
Hans
00:30:42
Ja.
Frau Hüsgen
00:30:44
Ach ja. Schön war es.
Hans
00:30:47
Das ist doch ein gutes Schlusswort.
Frau Hüsgen
00:30:49
Ja, ne?
Hans
00:30:50
Ja Ich. bedanke mich vielmals.
Herr Hüsgen
00:30:52
Sehr gerne.
Frau Hüsgen
00:30:52
Ja, gerne.
hans
00:30:55
Ja. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Feedback wäre in jedem Fall möglich auf ruhrtal.letscast.fm. alles kleingeschrieben. Und es würde mich natürlich freuen, wenn ihr mal wieder reinhört. Bis dann.